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Wünsche ein Gutes Neues Jahr

Ich habe entschieden das Mikrofon an die Seite zu stellen, den Koffer zu packen und morgen (Montag) anstatt WWWW aufzunehmen nach Hongkong zu fliegen. Wir wollen mal wieder ein richtiges Feuerwerk sehen und haben uns 4 Tage Auszeit genommen.

Ich wünsche allen Hörern von Wanhoffs Wunderbarer Welt der Wissenschaft ein Gutes Neues Jahr 2014 und weiterhin viel Spaß und Erkenntnisgewinn beim Hören meines Podcasts. Danke für die Treue (und Spenden) in den vergangenen Jahren.

Viele Grüße aus Bangkok

Thomas Wanhoff

WWWW vom 21.2.2010: Wildlife at risk in Vietnam

Ich war wieder einmal unterwegs, und deshalb heute eher eine Reportage. Es geht um Wildlife at risk, eine Organisation in Vietnam, die sich um wilde Tiere kümmert. Vor allem um solche, die in Gefangenschaft gehalten werden oder die gehandelt werden. Man versucht herauszufinden, wo – vor allem in Südvietnam und in Saigon – Bären und Gibbons als Haustiere gehalten werden. Zusammen mit der lokalen Polizei versucht die Organisation dann, die Tiere zu beschlagnahmen.
Gibbon

Das Problem ist nicht eine fehlende Gesetzeslage, sondern immense Probleme bei der Anwednung. Nicht immer sind die lokalen Behörden interessiert daran, einem vielleicht einflussreichen Geschäftsmann sein Spielzeug wegzunehmen.
Wildlife at Risk versucht die Tiere erst einmal wieder aufzupäppeln, da sie meist in schlechtem Zustand sind, und dann entweder auszuwildern oder aber einen Platz zu finden, wo sie bleiben können. Im Rescue Center in Cu Chi sind derzeit 4 Mondbären und 5 Sonnenbären, Gibbons, Otter und Schildkröten sowie einige Reptilien und ein Leopard.
Ich werde morgen bei der Organsiation in Ho Chi Minh City vorbeischauen und mit den Verantwortlichen reden, wie man ein wenig mehr an Spenden übers Internet einnehmen kann.

WWWW vom 9.8.2009: Unmotivierte Fußballer

Martin Jakobus und Ingo Schock, Studenten der Medieninformatik an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart, haben eine neue Musiksuchmaschine entwickelt: SEMSIX. Damit kann jeder Musikliebhaber Videoplattformen im Netz nach Liedern durchsuchen. SEMSIX erkennt die Treffer, ordnet sie den Einträgen einer Musikdatenbank zu und stellt sie übersichtlich dar. Die erste SEMSIX-Version kann unter www.semsix.com kostenlos herunter geladen werden.

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Mehrere astronomische Experimente haben in jüngster Zeit mysteriöse Komponenten von Elementarteilchen im Universum gemessen. Doch der Ursprung der Elektronen und Positronen blieb bislang im Dunkeln. Ist wirklich, wie einige Physiker spekulieren, dunkle Materie die Ursache für diese Strahlung? Ein internationales Astrophysikerteam um die Bochumer Juniorprofessorin Dr. Julia Becker und den Dortmunder Physiker Prof. Dr. Dr. Wolfgang Rhode haben jetzt eine einfache Erklärung gefunden: Gigantische Sterne, mindestens fünfzehnmal so schwer wie unsere Sonne, senden bei ihrem Tod in einer finalen Explosion die Elementarteilchen aus.
Der auf Basis dieser Theorie berechnete Fluss an Elektronen und Positronen stimmt mit dem in den astronomischen Experimenten beobachteten und bislang rätselhaften Signal überein.

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Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten in einer Studie jetzt erstmals zeigen, dass das Immunstimulans GM-CSF ein Versagen von bestimmten Immunzellen bei Patienten mit einer schweren Blutvergiftung beseitigen kann. GM-CSF ist eine Substanz, welche das Immunsystem aktiviert und stärkt. Das Team um Prof. Hans-Dieter Volk und Dr. Christian Meisel vom Institut für Medizinische Immunologie, und Dr. Jörg Christian Schefold von der Medizinischen Klinik für Nephrologie und internistische Intensivmedizin, berichtet in der aktuellen Ausgabe des American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine*, wie ihnen dieser Wirkungsnachweis gelungen ist.

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Kunden wünschen frische Lebensmittel, die weder unreif noch verdorben sind. Ein neues System könnte die Sicherheit und die Qualität von Nahrungsmitteln zuverlässig, schnell und kostengünstig überprüfen. Ein Beispiel: der Reifegrad von Ananas.
Beim Kauf einer Ananas steht der Kunde oft ratlos vor dem Supermarkt-Regal: Welche ist schon reif? Isst man die Frucht sofort, ist sie oft noch nicht süß genug, liegt sie zu lange, bekommt sie faulige Stellen. Laboruntersuchungen sind für solche Fragestellungen zu langsam und zu kostenintensiv.

Künftig könnten Großlieferanten Abhilfe schaffen: Ein neuartiges System erkennt anhand von flüchtigen Komponenten, wann die Ananas reif ist und an den Supermarkt ausgeliefert werden kann.

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Der Traum der Ingenieure von selbstheilenden Oberflächen rückt ein Stück näher in die Realität: Forscher haben eine galvanische Schicht hergestellt, in der nanometerkleine Kapseln stecken. Wird die Schicht verletzt, geben die Kapseln Flüssigkeit frei und reparieren den Kratzer.
Die menschliche Haut ist ein Phänomen: Kleine Kratzer und Schnitte heilen schnell ab, schon nach wenigen Tagen ist nichts mehr von der Schramme zu erkennen. Anders bei Werkstoffen, etwa Metallen: Hat die galvanische Schicht, die Metalle vor Korrosion schützt, einen Kratzer, ist der Rostschutz dahin. Ingenieure arbeiten daran, den Selbstheilungseffekt der Haut auf Werkstoffe zu übertragen. Die Idee, die dahinter steckt: In die galvanische Schicht sollen flüssigkeitsgefüllte Kügelchen mit eingebracht werden – gleichmäßig verteilt wie Rosinen in einem Kuchen

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Fußballer, deren Nominierung für die Nationalelf unsicher ist, sind in den Monaten vor einer Welt- oder Europameisterschaft deutlich einsatzfreudiger als bereits sicher nominierte Spieler. Letztere lassen sogar in ihrer spielerischen Leistung nach. Die Chance, im Nationalkader zu spielen, motiviert besonders jüngere Fußballer zu erhöhter Leistung. Das belegt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). In ihr wurden mit Daten aus der deutschen Fußball-Bundesliga die Leistungsanreize von Nominierungswettbewerben untersucht..

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Der in vielen Produkten zur Insektenabwehr verwendete Wirkstoff DEET kann nervenschädigend wirken – vor allem im Zusammenspiel mit bestimmten anderen Substanzen. Das haben französische Forscher bei Untersuchungen mit Zellkulturen nachgewiesen. DEET hemme etwa ein Enzym, das Botenstoffe im Gehirn abbaue, die sogenannte Cholinesterase, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal «BMC Biology» (online vorab).

Verbraucherinfo: Science-Spielereien für Erwachsene

[Trigami-Anzeige]
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Und wieder eine kleine Verbraucherinformation (vulgo Werbung). Diesmal geht es um einen Internetshop, und zwar den von Bild der Wissenschaft. Wer sich mal ausruhen will von Neuronen und Alphateilchen, interstellaren Phänomenen und DNA-Sequenzen, der findet bei www.wissenschaft-shop.de das Richtige für ein wenig Kurzweil mit ein wenig wissenschaftlichem Touch. Als ich im Sciencemuseum in Singapore war, konnte mich meine Frau aus einem ähnlichen Shop nur mit Mühe rausholen. Erwachsenenspielzeug halt.

Ich selbst liebe kleine Spielereien bei denen man sich bisweilen fragt, wie das eigentlich geht. Und ich würde am liebsten meine ganze Wohnung mit LEDs pflastern, die in unterschiedlichen Farben schimmern, je nach meiner Laune.

Das Schimmer kann ich jetzt schon mal haben, und zwar im Bad. Möglich macht’s ein Duschkopf bei www.wissenschaft-shop.de, der nicht nur Wasser durchlässt, sondern auch buntes Licht.

LED DuschkopfUnd man braucht nicht einmal Batterien, denn in diesem Duschkopf steckt sozusagen High-Tech. Eine Wasserturbine liefert die Energie für 12 LEDs. Das Licht wechselt langsam zwischen gelb, rot, violett, blau, grün und weiß. Klingt irgendwie cool, und ich würde wahrscheinlich ehrheblich länger Duschen als normal. Dabei wird nicht einmal der Wasserverbrauch erhöht, den der Duschkopf hat noch ein Wassersparventil, und wer das Licht im Bad ausmacht, um die Farben zu genießen, spart nochmal Energie.

Es gibt Dinge, die werde ich niemals lernen, und dazu gehört wie lange ein Ei braucht bis es hart ist. Ich verwechsel immer 5 mit 7 und mit 10 Minuten, wähle meist 5 Minuten und ärger mich dann über den Glibber. Auch da kann der Wissenschaft-Shop helfen. und zwar mit einem Eikoch-Ei. Es sieht aus wie ein Ei, ist sogar mit 24 Karat vergoldet und meldet den Status der anderen Eier.
Piep Ei
Der Gag dabei: Man wirft das Goldene Piep-Ei zusammen mit den anderen Eiern ins kochende Wasser. Es meldet wen das Wasser die Temparatur von 62 Grad erreicht hat – dann gerinnt Eigelb. Doch damit nicht genug: Es berechnet weiter die Temparatur in seinem Inneren (es soll ja wie ein Ei fühlen) und meldet sich erneut, wenn es weichgekocht ist – Mit der Melodie von Killing Me Softly. Ist es mittelhart, spielt es “Ich wollt ich wäre in Huhn” und ist es hartgekocht, spielt es eine Melodie aus der Carmina Burana. Das Ei ist wiederverwendbar und kann auch eine gute Hilfe sein, wenn man im Hochgebirge ist und er Siedepunkt dort anders ist. Die Haltbarkeit wird mit 24 bis 36 Monaten angegeben. Wer es genau wissen will, der kann sich auch ein YouTube-Video anschauen in dem die Funktion dargestellt wird.

EierschalenbrecherSo, und wer das Ei nun auch noch stilvoll köpfen will, kann sich einen Designer-Eierköpfer im Wissenschaft-Shop bestellen. Das Gerät besteht aus einer Art Metallhaube, die am Ende eines Stabes sitzt. Auf dem Stab ist eine bewegliche Kugel angebracht. Haube aufs Ei setzen, die Kugel nach oben schieben und fallen lassen. Am Ei bilden sich eine saubere feine Linie, eine Sollbruchstelle in der Eierschale. Kein mit dem Messer aufs Ei klopfen oder brutales Köpfen mehr, und vor allem keine rumliegenden Eierschalenbrösel. Das Teil hat übrigens den einfachen Namen ‘Eierschalen-Sollbruchstellen-Verursacher”.

Bestellungen sind denkbar einfach: Über eine sichere https-Verbindung werden Adresse, Versand- und Zahlungsart abgefragt und schon sind die Spielereien auf dem Weg.

In eigener Sache: Werbung

UPDATE: Wie es der Zufall will, hat der Kunde die Werbung wieder zurueckgezogen und deshalb ist auch der Blogpost offline. Dennoch lasse ich diesen Beitrag hier stehen, ich denke die Diskussion ist auch so interessant.

Auch wenn ein Kommentar noch keine Protestbewegung macht, nehme ich Kritik sehr ernst. Ich habe hier zweimal Werebebeiträge im Blog gehabt, die zum einen als Anzeige gekennzeichnet waren und zum anderen auch durch ihren Inhalt als solche erkennbar. Ich gehe davon aus, dass die Leser hier den Unterschied erkennen. Ausserdem stehe ich inhaltlich hinter Beiträgen, für die ich Werbung mache.
Ich kennzeichne Werbung als solche und vor allem im Podcast. Werbung bestreitet hier nicht mein Leben aber das wenige das reinkommt brauche ich auch. Wer glaubt, ich verfolge hier rein kommerzielle Interessen, liegt absolut falsch. Wer allerdings glaubt, dass eine solche Arbeit die ich mir mache nicht auch entlohnt werden soll, liegt meines Erachtens auch falsch. Ich biete dieses Podcast gratis an und so soll es auch bleiben. Wenn eine Firma mir ein wenig Geld bezahlt für eine Werbung, dann ist das ok.
Der Aufruf für Spenden hat einst hier 100 Euro gebracht. Davon habe ich ein neues Mikrofon gekauft, das Geld ist also in den Podcast geflossen. Podcasten bedeutet eben nicht nur Zeit, sondern auch Technik. DIe geht auch mal kaputt (wie ein iRiver, zwei Mikros) und da bin ich froh, wenn ich das Geld dafür auch mal irgendwie zurückbekomme.
Ich wünsche mir weitere spannende Diskussionen, übrigens gerne auch über Wissenschaftsthemen. Der nächste Podcast kommt am Sonntag aus Can Tho im Süden Vietnams, wo ich ein paar Tage Urlaub machen werden.

Bitte dropen

Ich werde das in der nächsten Sendung nochmal erwähen, aber hier scon mal vorab. Wer immer interessante Links, Videoas oder was immer findet und meint, ich sollte das unbedingt in Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft bringen, der kann jetzt drop.io/wanhoff nutzen. Nix Anmeldung, nix ausfüllen, einfach Link eintragen und gut ist.

WWWW VOM 10.8.08: Perseiden, Trauma, Duftstoffe und Allergien

Die Themen:
Kleine Podcastwerbung für Thomas Otto und den neuen Podcast wirsozn.de

Landwirte bestellen Felder, Forstleute bewirtschaften Wälder. Was bislang als selbstverständlich galt, könnte sich bald ändern. Bäume sollen künftig auch auf Äckern wachsen – mit kurzen Umtriebszeiten und hoher Rentabilität. Die seit Jahren steigende Nachfrage nach Nutzholz für die Säge- und Holzindustrie bzw. als Brennstoff macht “Holzanbau” für Landwirte attraktiv und wirft gleichzeitig neue Fragen auf.

Was genau läuft bei einem Trauma im Gehirn ab? Welche Rolle spielt die Hirnchemie bei der Verarbeitung von Angst und Furcht? Einen kleinen Teil dieser gewaltigen Fragestellung konnte nun eine Forschungsgruppe von Prof. Dr. Hans-Christian Pape vom Institut für Physiologie I (Neurophysiologie) am Universitätsklinikum Münster lösen. Im Mittelpunkt steht dabei das Peptid “Neuropeptid S”, kurz NPS.

Brust- und Prostatakrebs zählen zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Im Verlauf der Erkrankung bilden sich bei vielen Patienten Tochtergeschwülste in anderen Organen. Bei bis zu 70 Prozent der Betroffenen entstehen diese Metastasen im Knochen. Die Heilungschancen verschlechtern sich dadurch dramatisch. Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg haben jetzt eine Methode entwickelt, mit der die Ausbildung von Knochenmetastasen bereits in einem frühen Stadium objektiv beurteilt werden kann.

Duftstoffe werden in vielen Produkten eingesetzt, mit denen Verbraucher in Kontakt kommen, darunter kosmetische Mittel, Wasch- und Reinigungsmittel. Einige Duftstoffe können zu Allergien führen, wenn sie mit der Haut in Kontakt kommen. Ob Duftstoffe auch allergische Reaktionen auslösen können, wenn sie über die Atemwege aufgenommen werden, diskutierten Experten am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin.
aktionsplan_gegen_allergien.pdf

Aufgepasst: Die Perseiden sind wieder da. Am 12.August ist der Höhepunkt des nächtlichen Schauspiels.

In einem 243 Stunden dauernden Beobachtungsmarathon haben Astronomen vom Erdboden aus die Helligkeitsschwankungen zweier Sterne beobachtet, ohne dass sie dabei wegen Einbruchs der Morgendämmerung abbrechen mussten. Tief im antarktischen Kontinent betreibt ein italienisches Konsortium unter Mitarbeit des Astrophysikalischen Instituts Potsdam (AIP) ein Pilotteleskop auf 75 Grad südlicher Breite.

Scienceblogs.de: Vitamin C kann Krebszellen schädigen

Transkript:
Hallo und herzlich willkommen bei Wanhoffs wunderbarer Welt der Wissenschaft in der Ausgabe vom 10. August 2008.

Ich habe Post bekommen. Elektronische Post, also eMail mit einem Anhang und das Ganze von Thomas Otto. Der hat mich gebeten, doch einen kleinen Jingle zu spielen oder ein Promo, wie man das nennt. Der macht nämlich jetzt einen tollen Podcast und das hören wir uns gleich mal an.

Hallo liebe Hörer von Wanhoffs wunderbarer Welt der Wissenschaft. Mein Name ist Thomas. Ich bin Josy. Und Wirsozn. So heißt nämlich unser neuer Podcast, in dem es um die Sozialwissenschaften, besonders um Soziologie geht. Wir wollen Euch über Aktuelles in den Sozialwissenschaften informieren, Grundbegriffe erklären und Basics vermitteln. Und vor allem wollen wir das Interesse an Soziologie wecken. Ihr könnt uns finden entweder auf Wirsozn.de, das schreibt sich w-i-r-s-o-z-n-Punkt-d-e, oder auf Podster.de in iTunes oder in allen anderen gängigen Podcast-Portalen. Viel Spaß also noch beim Podcast hören und vielleicht bis zur nächsten Folge von Wirsozn.
Ja vielen Dank ihr Sozn und ich kann nur empfehlen, jedem mal, da mal reinzuhören.

Nachrichten heute. Landwirtschaft. Ist ja ein ganz großes Thema zurzeit. Eigentlich schon immer gewesen, seit wir Menschen die Landwirtschaft erfunden haben. Und in letzter Zeit werden immer mehr neue Möglichkeiten gesucht, Landwirtschaft doch etwas effizienter zu machen. Unter anderem hatte ich ja neulich schon mal das Thema Felder mit zwei verschiedenen Sorten zu bestellen, ein hoch Wachsendes, ein niedrig Wachsendes (Korrekt: eine hoch Wachsende, eine niedrig Wachsende). Jetzt haben sich Forscher aus verschiedenen Universitäten der Forschungsverbünde Agrowood und Agroforst mal zusammen getan und haben überlegt, ob es denn nicht sinnvoll sein könnte auf Ackerflächen auch Bäume anzubauen.

Warum? Bäume können mittlerweile durchaus kurze Wachstumszeiten haben und durchaus rentabel sein und für die Landwirte kann das ‘ne (Umgspr: eine) ganz interessante Alternative sein, was das Einkommen angeht. Es gibt jetzt ein Projekt, das in den Modellregionen Freiberg (Anmerkung: in Sachsen) und Schradenland (Anmerkung: in Südbrandenburg) auf rund 200 Hektar Fläche schnell wachsende Pappeln und Weiden untersucht. Die sollen dann geerntet werden und man will schauen, welche ökonomischen und ökologischen Chancen aber auch Risiken es gibt.

Vorteile von solchen Holzplantagen gegenüber dem klassischen Holzanbau im Wald verglichen mit den Agraranbaumethoden: Man braucht weniger Pflanzenschutzmittel, weniger Dünger, man hat geringere Belastung für die Gewässer, deutlich verminderte Bodenerosionen und eben auch höhere Erträge als in der Waldwirtschaft.
Außerdem kann sich der Ackerboden dadurch erholen, dass er weniger befahren wird. Kleiner Nachteil bei der Geschichte oder auch Problem: Holz braucht sehr viel Wasser. Man braucht ungefähr 500 ml (Milliliter) durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge, davon 300 ml in der Vegetationszeit. Das Ganze natürlich pro Quadratmeter, soweit ich das weiß, ja. Als richtig rentabel gilt dann der Holzanbau, wenn pro Hektar im Mittel mehr als 8 Tonnen Holz nachwachsen können.
Na mal sehen. Man kann übrigens noch was machen. Man kann junge Bäume anpflanzen und so lange die noch nicht ganz groß sind, kann man die Flächen zwischen den Bäumen durchaus noch für andere Bepflanzungen ausnutzen.

Was genau läuft eigentlich bei einem Trauma im Gehirn ab? Und zwar geht es hierbei jetzt nicht um unbedingt von außen verursachtes Trauma, sondern um eher traumatische Dinge. Christian Pape vom Institut für Physiologie I an der Uni Münster beschäftigt sich mit dem Thema und hat sich genauer mit einem Peptid beschäftigt, das “Neuropeptid S”, kurz NPS genannt. Das beeinflusst einen ganz bestimmten Bereich der Amygdala, das ist das Areal des Gehirns, in dem auch furchtrelevante Erinnerungen gespeichert werden. Gerade beim Verlernen von Angst spielt dieses NPS eine ganz große Rolle.
Im Labor wurde jetzt an Hirnpräparaten untersucht, wie das Peptid auf die Zellkommunikation wirkt. In einem anderen Schritt wurden dann Verhaltensstudien durchgeführt. Das Ganze an Mäusen. Dann hat man festgestellt, wenn man dies Peptid in die Amygdala gegeben hat, wurde das Angstverhalten enorm reduziert. Auch zuvor durch Pavlow’sche Furchtkonditionierung erlernte negative Erfahrungen wurden mit diesem Neuropeptid wieder schneller verlernt. Hat man allerdings die Rezeptoren gezielt blockiert, trat dann der gegenteilige Effekt ein. Das Verlernen der Angst, das dauerte erheblich länger.
Vom Prinzip her funktioniert das Verlernen von Angst so: ein zuvor negativ assoziierter Reiz wird mehrmals ohne aversive Folgen präsentiert. Und die Furchtantwort bezüglich dieses Reizes nimmt dann ab und dann wird eine neue Gedächtnisspur angelegt, die das vorherige Furchtgedächtnis hemmt. Problem: Bei traumatisierten Menschen passiert genau das nicht oder nur unzureichend. Und deswegen reicht für die schon der kleinste Reiz um dieses Trauma wieder hervorkommen zu lassen. Das ist der Grund, warum man dieses NPS, dieses Peptid ein bisschen genauer untersucht und hofft irgendwann ein Medikament vielleicht daraus entwickeln zu können, weil, so sagen die Forscher, man zurzeit noch nicht einfach dieses Peptid dem Menschen ins Gehirn spritzen kann oder in die Blutbahn.

Am deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg haben Forscher jetzt eine Methode ermittelt, mit der sie Knochenmetastasen in einem frühen Stadium beurteilen können. Bisher passiert das nämlich so, dass Knochenmetastasen im Wesentlichen dadurch klassifiziert werden können, wie stark der Knochen denn schon in Anspruch genommen ist beziehungsweise zerstört ist. In der Regel wird da ein Loch gefressen und die Größe des Loches gab bisher immer Auskunft darüber, wie schlimm es ist.

Problem dabei: Wenn das Loch schon groß ist, ist es auch definitiv schon so schlimm und man kann das nur relativ ungenau sich anschauen und quantifizieren. Jetzt haben die Forscher versucht, einen neuen Ansatz zu finden und zwar nicht durch den Grad des Knochenabbaus, sondern sie wollen sich anschauen, wie denn die Durchblutung in dieser Metastase ausschaut. Denn, je mehr sie durchblutet wird, umso aggressiver wissen die Wissenschaftler.
Wie macht man das Ganze: Mit bildgebenden Verfahren, wie zum Beispiel der Computertomografie kann man die Durchblutung sichtbar machen und dann kann man auch Kontrastmittel eingeben und die Gefäße der Metastasen dann messen und verschiedene Parameter der Gefäßneubildung auch bestimmen. Den Wissenschaftlern ist es im Übrigen auch gelungen, die Bildung von Blutgefäßen in Knochenmetastasen und damit auch deren Wachstum durch sogenannte Angiogenese-Hemmer zu verhindern. Dabei wird ein Faktor, der für die Gefäßneubildung im Tumor verantwortlich ist, durch diese Angiogenese-Hemmer blockiert und der Tumor kann nicht mehr so gut wachsen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat neulich mal Experten eingeladen zum Thema “Duft in öffentlichen Räumen”. Und dabei geht es darum, dass in privaten Räumen und vor allem auch in Waschmitteln und solchen Sachen es bestimmte Höchstwerte für Duftstoffe gibt. Der Grund liegt darin, dass Duftstoffe Allergien unter Umständen auslösen können. Es gibt Menschen, die zumindest gegen bestimmte Sachen allergisch sind. Und dann ist der Duftstoff bisweilen auch ein Auslöser.

Jetzt hat man sich mal überlegt, wie ist das denn mit Duftstoffen in öffentlichen Räumen und ich war etwas verwirrt, das in dieser Mitteilung unter anderem auch des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das in dieser Mitteilung stand, im Bad duftet es nach Pfirsichblüten, in der U-Bahnstation nach Croissants und im Kaufhaus nach frisch gewaschener Wäsche. Dieser Mitteilung entnehme ich, dass der Croissant-Duft mitnichten vom Backen der Croissants kommt, sondern von Duftstoffen, von künstlichen Duftstoffen?
Wenn da jemand mehr weiß, bitte mir einen Kommentar hinterlassen auf meiner Webseite Wissenschaft.Wanhoff.de oder mir eine eMail senden an Wanhoffs.Wissenschaft@gmail.com.

Zurück zu diesen synthetischen Duftstoffen in öffentlichen Räumen. Es ist wohl so, dass sie nicht unbedingt Allergien auslösen können. Aber dass es Menschen gibt, die unter Umständen schon sehr viele Allergien haben und wenn die mit bestimmten Duftstoffen in Verbindung kommen, dann könnte das das Ganze verstärken.

Noch zwei Tage und dann ist der Höhepunkt erreicht. Der Höhepunkt des Meteoritenschauers der Perseiden. Heißen die Perseiden oder Perse-iden? Ich glaube, Perse-iden, Perseiden? Ach, das ist immer so ‘ne Frage für mich.

Die kommen am 12. August oder sind eigentlich schon da. Am 12. August glaubt man den Höhepunkt zu haben. Etwa jede Minute kommen eine oder zwei herunter. Ein richtiger Sternenregen. Grund dafür ist der Komet Swift Tuttle. Der ist im Moment in der Gegend vom Uranus, aber hat einen so langen Schweif mit lauter Müll und Schmutz, dass der die Erde streift und deshalb sehen wir ganz tolle Himmelsbilder in der Nacht, wenn es denn in Deutschland einen klaren Himmel gibt. Ich weiß das gar nicht. Wie ist denn in Deutschland das Wetter? Also hier in Vietnam ist es gerade wieder ein bisschen schöner geworden. Da haben wir auch nachts Sternenhimmel.

In einem 243 Stunden dauernden Beobachtungsmarathon haben Astronomen die Helligkeitsschwankungen zweier Sterne beobachtet. Jetzt sagt man, ja und, der Trick dabei ist, 243 Stunden gehen normalerweise nicht, weil es schlicht hell wird. Es sei denn man ist – in der Antarktis.

In den Wintermonaten von Mai bis Anfang August können ununterbrochene Beobachtungsreihen über viele Tage gewonnen werden. Lediglich der Nordhorizont in der Antarktis hellt sich mittags mal ein bisschen auf, aber die Sonne geht nicht richtig auf. Deswegen kann man eigentlich die ganze Zeit durch beobachten. Es ging dabei um zwei unterschiedliche Sterne im Sternbild Zentaurus.
Einer dieser Sterne zeigt Pulsationen und damit verbundene Helligkeitsschwankungen. Problem dabei ist: Diese Pulsierung geschieht auf mehreren Frequenzen gleichzeitig. Und die Forscher wollen nun versuchen, diese Frequenzen auseinander zu dividieren und zu schauen, welche Frequenzen es da überhaupt gibt. Man kann nämlich dann Rückschlüsse auf den Aufbau des Sterns machen. Bisher sind 20 dieser Frequenzen gefunden worden.

Und der andere Stern ist ein sogenannter Unterriese, der an der Oberfläche kühler ist als die Sonne, aber wesentlich größer ist als eine Solche. Er hat eine relativ kurze Rotationsperiode von 6 Tagen und dann zeichnen sich immer Lichtkurven ab, die gemessen werden können. Der Stern ist magnetisch sehr aktiv und zeigt große Sternenflecken. Und durch diese lange Beobachtungsperiode in der Antarktis konnte nun eine Oberfläche des Sterns kartiert werden.

Ganz zum Schluss noch eine Nachricht mal wieder von den Sciencblogs vom Blog Neurons. Dort ist eine Geschichte zu lesen über Forscher, die sich mit Vitamin C beschäftigt haben. Das heißt ja Ascorbinsäure und kommt lateinisch von a scorbutus. Es hilft nämlich gegen Skorbut. Es könnte aber auch noch gegen viel mehr helfen, nämlich eventuell gegen Krebszellen.
Biochemiker vom National Institute of Health in Bethesda in Maryland haben jetzt die Wirkung von hochdosiertem Vitamin C an Mäusen getestet und festgestellt, dass besonders viel des Stoffs Tumorzellen schädigen kann ohne aber die gesunden Zellen zu beeinträchtigen. Man hat sehr hohe Dosen direkt in die Blutbahn injiziert. Da dieser wasserlösliche Stoff, wenn er oral aufgenommen wird, vom Körper sehr zügig abgebaut wird und dann kann es Probleme geben mit Nieren und Nierensteinen.

Die Forscher haben Mäusen diese Ascorbinsäure gegeben und haben festgestellt, dass durch das Vitamin Wasserstoffperoxid in der Umgebung des Krebsgewebes sich ansammelt und dieses die Tumorzellen schädigt und auch den Wachstumsprozess dieser Zellen verlangsamt.

In Kombination mit anderen Therapien könnte es dann die Heilungschancen von Krebspatienten erhöhen. Studien mit Betroffenen sollen demnächst erfolgen.

Das war’s für heute. Vielen Dank fürs Zuhören. Zum Nachlesen gibt’s dann wieder in ein paar Tagen das Transkript von Vera Ihrig. Vielen Dank noch mal dafür auch an die Sprachwebseite LingQ.com. Vielen Dank fürs Zuhören. Das war’s für heute. Tschüss.

Transkription: Vera Ihrig für www.LingQ.com

WWWW vom 3.8.2008: Wie Eisbären hören, wie man Goldatome wiegt, wie Linsen ins Weißbrot kommen

Zunächst noch einmal einen Dank an Vera Ihrig für die Transkribierungen meines Podcasts und die Neuhörerin Irene Keßler, die über LingQ.com hierhergefunden hat.
ausserdem bitte ich um Entschuldigung für die störenden Handwerkergeräusche…das ließ siech nicht vermeiden..

Die Themen heute:
Scienceblogs meldet, dass Wissenschaftler eine Waage konstruiert haben, die ein einzelnes Atom wiegen kann. Bisher hat man schon ein Goldatom gewogen – jetzt kann man wirklich alles auf die Goldwaage legen.

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Anne Bowles ist Biologin und hat sich Gedanken über Eisbären gemacht. Denen schmilzt bekanntlich der Lebensraum. Aber auch der verbleibende Platz ist nicht ohne: Dort wird nämlich gebohrt udn Öl gefördert. Welche Auswirkungen hat wohl der Lärm? Und wie hören Eisbären eigentlich? Bowles hat den Hörtest gemacht. Interessant: Es sind die tiefen Töne, die Eisbären am besten hören.

Wissenschaftler wollen jetzt mit Quantum Dots Krebs besser therapieren. Sie haben herausgefunden, dass diese Quantum Dots unter Betsrahlung Licht abgeben. Damit wiederum könnte man Medikamente aktivieren, die auf einen solchen Lichtimpuls warten. Bislang konnte man diese Medikamente nur dort einsetzen, wo man auch Licht hinbringen konnte. Nun könnte man mit Hilfe der Quantum Dots auch in tieferes Gewebe eindringen.

Mit Wildpflanzen kann man Biogasanlagen betrieben, und zwar besser als nur mit Getreide und Mais. Das glauben die Forscher der Bayerischen Landesanstalt fur Weinbau und Gartenbau, die zusammem mit Kollegen untersuchen, wie man Wildpflanzen einsetzen kann. Vorteile sind unter anderem die Bepflanzung im Winter und die Resistenz gegen Wildschweine.

Es müssen nicht immer Soja und Erbsen sein, wenn es um nichttierische Proteinlieferranten geht. Auch weiße Bohnen und Linsen sind eine Alternative, wie jetzt herausgefunden wurde. Gerade in der Lebensmittelherstellung könnte man auf diese noch nocht genmanipulierten Hülsenfrüchte setzen.

Das Transkript:
Wat is’n Dampfmaschin? Da stellen wir uns ma janz dumm und sagen ´ne Dampfmaschine dat is ne große, runde, schwarze Raum (… – englischer Text – …)]
Wanhoffs wunderbare Welt der Wissenschaft

Hallo und herzlich willkommen bei Wanhoffs wunderbarer Welt der Wissenschaft in der Ausgabe vom 03. August 2008.

Zunächst einmal vielen Dank noch mal an Vera Ihrig, den Namen habe ich bisher nämlich noch nicht genannt. Das ist die Frau, die für LingQ.com, eine Sprachlernseite, meine Wissenschaftssendung transkribiert und mir die Texte dann zur Verfügung stellt. Und auch noch ein Dank an Irene Keßler, sie ist eine Neuhörerin, die über LingQ.com zu mir gestoßen ist. Willkommen bei Wanhoffs wunderbarer Welt der Wissenschaft.

Und dann noch etwas für alle Besitzer eines iPod touch und eines iPhones. Da gibt es ja den neuen iTunes Application Store und ich habe eine sehr interessante Applikation gefunden, die was mit Wissenschaft zu tun hat und die kostenlos ist. Sie nennt sich Molecules und mit ihr kann man Moleküle darstellen. In der Basisversion gibt es Insulin und die DNA. Sehr interessant gemacht. Man kann sie dann mit zwei Fingern so drehen und ein bisschen hin und her bewegen und kann eben sehen, wie so ein Molekül-Modell aussieht. Ganz tolle Geschichte. Gibt’s kostenlos. Und man kann theoretisch auch alle möglichen anderen Moleküle hinzufügen. Bei mir ist diese Sache dann immer abgestürzt. Deswegen hoffe ich mal, dass – der Handwerker bald aufhört, hier im Hintergrund – und ja, dass zumindest diese Demo-Moleküle ganz gut funktionieren.

Nachrichten heute: Gleich etwas von den Scienceblogs.de, für die ich ja auch einen Podcast mache. Da gab’s die Meldung bei GeoGraffitico, eine Meldung der University of California in Berkley, die haben nämlich eine Waage entwickelt, die sehr speziell ist. Das ist eine Nanoröhren-Waage, und mit ihr kann man die Masse eines einzelnen Atoms oder Moleküls bestimmen. Professor Alex Zettl hat das Ganze gebaut. Und das sieht ungefähr so aus. Die Kohlenstoff-Nanoröhre ist an einem Ende mit einer Elektrode verbunden, das andere Ende kann frei schwingen und wird durch einen schwachen Strom vorgespannt und in Vibration versetzt. Landet ein Atom auf dieser Röhre, dann beeinflusst das das Schwingungsverhalten und aus der Veränderung der Schwingung kann man dann auf die Masse des Atoms oder Moleküls schließen.

Interessante Geschichte. Man legt es sozusagen auf die Goldwaage.

Transkription: Vera Ihrig für www.LingQ.com
Herzlichen Dank an Herrn Wanhoff für die freundliche Genehmigung, den Beitrag hier zu verwenden.

Folge 186 vom 03.08.2008, Teil 2: Wie Eisbären hören

Eine andere Geschichte, die habe ich gefunden bei Inside Science News Service. Es geht um eine Forscherin namens Anne Bowles. Anne Bowles arbeitet in Alaska, wohnt aber in San Diego und hat sich die Frage gestellt, wie verändert sich denn die Umgebung der Eisbären. Jetzt wissen wir natürlich, dass durch Klimaerwärmung der Lebensraum der Eisbären sozusagen dahin schmilzt und sie sich neue Lebensräume suchen müssen. Die Frage ist nur, wie sehen diese Lebensräume denn aus und bieten sie den Eisbären eigentlich das, was die Eisbären brauchen. Ganz speziell geht es dabei um – Ruhe, denn – da wo die Eisbären leben isses ziemlich ruhig. Wenn nicht gerade irgendein Wind weht, hört man eigentlich gar nichts. Außer wenn der Eisbär natürlich gerade mit seinen Tatzen übers Eis kratzt. Aber wer weiter weg ist, hört nichts.

Und jetzt hat sich Anne Bowles gefragt, hmm, wie ist es denn wenn die Eisbären näher an den Menschen kommen, an seinen Lebensraum und an die ganzen Maschinen? Vor allem die der Ölindustrie, die ja in Alaska sehr große Interessen hat und dort bohrt.

Um jetzt herauszufinden, welche Auswirkungen das auf die Eisbären hat, hat Anne Bowles sich erst mal die Frage gestellt, wie hören die überhaupt. Wenn eine Biologin in San Diego wohnt, dann ist sie nicht weit weg vom San Diego Zoo. Dort gibt es auch Eisbären und Anne Bowles hat sich mit zwei Eisbärinnen beschäftigt. Sie hat sie – nacheinander natürlich – in einen ganz bestimmten möglichst schalldichten Käfig gebracht. In diesem Käfig gab es dann einen Knopf. Wenn sie mit diesem, an diesen Knopf gestoßen sind, dann haben sie eine Frequenz zu hören bekommen und wenn die Bärin den, die Frequenz gehört hat, dann wurde so trainiert, dass sie gegen einen anderen Knopf drücken soll mit der Schnauze sozusagen und dann was zu Fressen bekommt. Das heißt, sie wurde trainiert, wenn du das hörst, dann drücke mit der Schnauze dagegen und du bekommst was zu fressen.

So konnte man dann die verschiedenen Frequenzen ausprobieren. Und heraus kam, dass Bären, Eisbären vor allem, tiefe Frequenzen hören. Das macht Sinn, weil sie auch tiefe Frequenzen von sich geben. Also wenn man Eisbären hört, dann sind das immer sehr tiefe Töne, wenn so ein Eisbär – sagt man knurrt? Na ja, also solche Geräusche von sich gibt.

Ähm, das Problem war, dass man diesen Käfig nicht so schalldicht machen konnte, dass alle äußeren Einflüsse wirklich abgeschirmt werden konnten. Und das Problem war gerade bei den tiefen Frequenzen. Da kam doch noch einiges durch. Deswegen gibt es keine exakten Messergebnisse, bis wie weit die Eisbären tiefe Frequenzen hören können.

Ein Grund für die tiefen Frequenzen ist auch, dass sie sehr weit tragen und deshalb wollte Anne Bowles natürlich auch wissen, wie weit das geht bei den Eisbären. Denn so ‘ne Ölbohrung die kann man eben bei den tiefen Frequenzen über sehr, sehr weite Entfernungen hören, bisweilen sogar fühlen.

Der nächste Schritt wird jetzt sein, eine Eisbärenhöhle zu finden. In dieser Eisbärenhöhle Mikrofone zu installieren und zu hören und zu messen, was da überhaupt rein kommt. Denn dann erst weiß Anne Bowles, ob denn überhaupt Einflüsse von außen eine Rolle spielen können, ob sie überhaupt reinkommen und an das Bärengehör dringen können. Wenn das so ist, dann wird der dritte Schritt sein, zu forschen, welche Auswirkungen das hat. Zum Beispiel auf das Paarungsverhalten, denn eine Theorie ist, das Paarungsverhalten kann gestört werden, durch solche äußeren Lärmeinflüsse. Das ist erstmal eine Theorie und die muss erstmal bestätigt werden. Nächster Schritt also, in die Höhle und schauen oder hören, welche Frequenzen dort überhaupt ankommen.

Eher hohe Frequenzen sind jene, die die Handwerker im Haus hier heute von sich geben mit Kreissägen. Ich hoffe, es kommt nicht alles im Mikrofon an. Aber ich muss die Sendung jetzt aufnehmen und die Handwerker sind nun mal da. Und die Bauart vietnamesischer Häuser bedingt, dass solcher Lärm, gerade die hohen Frequenzen, sehr gut weiter getragen werden.

Eine andere Geschichte, die habe ich gefunden bei Inside Science News Service. Es geht um eine Forscherin namens Anne Bowles. Anne Bowles arbeitet in Alaska, wohnt aber in San Diego und hat sich die Frage gestellt, wie verändert sich denn die Umgebung der Eisbären. Jetzt wissen wir natürlich, dass durch Klimaerwärmung der Lebensraum der Eisbären sozusagen dahin schmilzt und sie sich neue Lebensräume suchen müssen. Die Frage ist nur, wie sehen diese Lebensräume denn aus und bieten sie den Eisbären eigentlich das, was die Eisbären brauchen. Ganz speziell geht es dabei um – Ruhe, denn – da wo die Eisbären leben isses ziemlich ruhig. Wenn nicht gerade irgendein Wind weht, hört man eigentlich gar nichts. Außer wenn der Eisbär natürlich gerade mit seinen Tatzen übers Eis kratzt. Aber wer weiter weg ist, hört nichts.

Und jetzt hat sich Anne Bowles gefragt, hmm, wie ist es denn wenn die Eisbären näher an den Menschen kommen, an seinen Lebensraum und an die ganzen Maschinen? Vor allem die der Ölindustrie, die ja in Alaska sehr große Interessen hat und dort bohrt.

Um jetzt herauszufinden, welche Auswirkungen das auf die Eisbären hat, hat Anne Bowles sich erst mal die Frage gestellt, wie hören die überhaupt. Wenn eine Biologin in San Diego wohnt, dann ist sie nicht weit weg vom San Diego Zoo. Dort gibt es auch Eisbären und Anne Bowles hat sich mit zwei Eisbärinnen beschäftigt. Sie hat sie – nacheinander natürlich – in einen ganz bestimmten möglichst schalldichten Käfig gebracht. In diesem Käfig gab es dann einen Knopf. Wenn sie mit diesem, an diesen Knopf gestoßen sind, dann haben sie eine Frequenz zu hören bekommen und wenn die Bärin den, die Frequenz gehört hat, dann wurde so trainiert, dass sie gegen einen anderen Knopf drücken soll mit der Schnauze sozusagen und dann was zu Fressen bekommt. Das heißt, sie wurde trainiert, wenn du das hörst, dann drücke mit der Schnauze dagegen und du bekommst was zu fressen.

So konnte man dann die verschiedenen Frequenzen ausprobieren. Und heraus kam, dass Bären, Eisbären vor allem, tiefe Frequenzen hören. Das macht Sinn, weil sie auch tiefe Frequenzen von sich geben. Also wenn man Eisbären hört, dann sind das immer sehr tiefe Töne, wenn so ein Eisbär – sagt man knurrt? Na ja, also solche Geräusche von sich gibt.

Ähm, das Problem war, dass man diesen Käfig nicht so schalldicht machen konnte, dass alle äußeren Einflüsse wirklich abgeschirmt werden konnten. Und das Problem war gerade bei den tiefen Frequenzen. Da kam doch noch einiges durch. Deswegen gibt es keine exakten Messergebnisse, bis wie weit die Eisbären tiefe Frequenzen hören können.

Ein Grund für die tiefen Frequenzen ist auch, dass sie sehr weit tragen und deshalb wollte Anne Bowles natürlich auch wissen, wie weit das geht bei den Eisbären. Denn so ‘ne Ölbohrung die kann man eben bei den tiefen Frequenzen über sehr, sehr weite Entfernungen hören, bisweilen sogar fühlen.

Der nächste Schritt wird jetzt sein, eine Eisbärenhöhle zu finden. In dieser Eisbärenhöhle Mikrofone zu installieren und zu hören und zu messen, was da überhaupt rein kommt. Denn dann erst weiß Anne Bowles, ob denn überhaupt Einflüsse von außen eine Rolle spielen können, ob sie überhaupt reinkommen und an das Bärengehör dringen können. Wenn das so ist, dann wird der dritte Schritt sein, zu forschen, welche Auswirkungen das hat. Zum Beispiel auf das Paarungsverhalten, denn eine Theorie ist, das Paarungsverhalten kann gestört werden, durch solche äußeren Lärmeinflüsse. Das ist erstmal eine Theorie und die muss erstmal bestätigt werden. Nächster Schritt also, in die Höhle und schauen oder hören, welche Frequenzen dort überhaupt ankommen.

Eher hohe Frequenzen sind jene, die die Handwerker im Haus hier heute von sich geben mit Kreissägen. Ich hoffe, es kommt nicht alles im Mikrofon an. Aber ich muss die Sendung jetzt aufnehmen und die Handwerker sind nun mal da. Und die Bauart vietnamesischer Häuser bedingt, dass solcher Lärm, gerade die hohen Frequenzen, sehr gut weiter getragen werden.

Eine weitere Geschichte habe ich gefunden bei der University of Virginia. Dort haben Mediziner und Physiker etwas herausgefunden. Sie haben sich mit den sogenannten Quantum Dots beschäftigt. Quantum Dots haben eine interessante Eigenschaft. Sie geben nämlich unter bestimmten Bedingungen Licht ab. Und jetzt muss man wissen, dass es Medikamente gibt, die bei der Krebsbehandlung eingesetzt werden, die dann aktiv werden, wenn sie mit Licht bestrahlt oder mit Licht beschossen werden.

Das Ganze nennt sich Photofrin und gibt, und wird bisher eher in oberen Bereichen der Haut zum Beispiel eingesetzt, weil dort das Licht am besten hinkam. Und jetzt haben sich Wissenschaftler um Wensha Yang von der University of Virginia gedacht, wenn wir diese Quantum Dots so einsetzen können, dass sie Licht abgeben, was sie übrigens unter Bestrahlung tun – sehr praktisch bei der Krebstherapie – dann können wir doch mit diesem Licht versuchen, dieses Photophrin, das lichtsensitiv ist, zu aktivieren. Und genau dahin geht jetzt die Forschung. Man arbeitet sehr intensiv daran dieses Photophrin zusammen mit diesen Quantum Dots einzusetzen. Die sind unglaublich winzig klein. Und dieses Photophrin so einzusetzen, dass man sehr punktgenau die Quantum Dots dort hin bringt, bestrahlt und dadurch dass Licht ausgestrahlt wird, imitiert wird, und damit dann das Photoprin sich auf die Krebszellen stürzen kann. Weil das ist seine eigentliche Aufgabe. Finde ich eine sehr interessante Annahme, das zu tun. Und es sieht so aus, als ob man da einen Schritt weiter gekommen ist.

Auch einen Schritt weiter kommen möchte die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau beim Bereich der Biogasanlagen. Bisher benutzt man dort weitgehend Mais und Getreide. Und jetzt versucht man mal herauszufinden, ob das Ganze nicht auch mit Wildpflanzen geht. Wildpflanzen sind zum Beispiel Rainfarn, Beifuß, Wilde Malve oder Wasserdost. Ehrlich gesagt, einige davon habe ich noch nie gehört. Oder gesehen? Na gesehen habe ich sie vielleicht. Aber gehört habe ich davon noch nicht wirklich. Was ist Rainfarn? Und was ist Wasserdost? Wer das weiß, ich kann natürlich im Internet nachschauen, aber wer das weiß, der kann mir auch eine Mail schreiben oder einen Kommentar an, unter wissenschaft.wanhoff.de einen Kommentar hinterlassen oder an wanhoffs.wissenschaft@gmail.com eine Email schicken.
So, zurück zur Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Man hat also diese Wildpflanzen mal untersucht. Man hat geschaut, welche Vorteile hätte es denn Wildpflanzen für Biogasanlagen zu benutzen. Einer ist zum Beispiel, dass man sie im Winterhalbjahr auch anpflanzen kann. Die sind da nämlich als Bodendecker eher etwas anspruchsloser. Außerdem liefern sie wohl, so die Forscher, hohe Biomasseerträge. Sie brauchen wesentlich weniger Dünger, sie brauchen kaum Pflanzenschutzmittel, sie brauchen nicht viel Arbeit und sie sind nicht besonders attraktiv für Wildschweine. Für den Landwirt sind auch entscheidend Trockensubstanzgehalt und Biogasertrag und genau da muss man jetzt noch ein bisschen nachschauen aber man glaubt man ist auf dem richtigen Weg und Wildpflanzen können demnächst einen größeren Anteil an der Biogasproduktion erhalten. Würde ich auch für sinnvoll halten. Übrigens noch, eine Wildpflanzenanlage bietet natürlich auch mehreren Tieren Schutz und ein kleines Zuhause.

Wir bleiben beim Anbau, diesmal aber jetzt nicht Mais, sondern Soja und Erbsen. Beide werden unter anderem dafür angebaut, dass man eben in der Lebensmittelindustrie pflanzliche Proteinlieferanten hat. Das Forschungsprojekt PlantPro, zusammen mit dem ttz Bremerhaven, hat sich jetzt damit beschäftigt, ob man nicht was anderes nehmen kann als Soja und Erbsen zum Beispiel Linsen und Weiße Bohnen. Man glaubt nämlich, dass der Markt für tierische Proteine vor allem aus Soja und Erbsen irgendwann an seine Wachstumsgrenze stoßen wird und man aber den Bedarf decken muss mit fettarmen und pflanzlichen Proteinpräparaten. Deswegen hat man sich mal angeschaut, was kann man da so als Alternative nehmen und ist eben auf Linsen oder Weiße Bohnen gekommen. Die übrigens zum einen noch nicht gentechnisch behandelt sind und zum anderen auch noch nicht so viele Allergien auslösen. Man hat ein Verfahren entwickelt. Eine schonende Extraktionstechnik auf der Basis von Wasser. Hat versucht die ideale Temperatur und den idealen pH-Wert zu nehmen. Hat dann aber festgestellt, das reicht noch nicht, um eine gescheite Ausbeute zu bekommen und hat dann Enzyme eingesetzt. Sie bewirken eine Stärkespaltung und verbessern damit die Extraktion von Proteinen. Dieses Vorgehen steigert die Ausbeute bei Weißen Bohnen und Linsen um 19 Prozent. Damit ist man relativ zufrieden, so die Forscher und versucht jetzt noch den Nährwert ein bisschen genauer zu ermitteln. Bisher ist es so, dass man schon wa (Versprecher) ein helles Pulver erhält, das sich geschmacks- und geruchsneutral verhält, das ist wohl wichtig in der Lebensmittelindustrie, das schaumbildend ist und schaumstabil, das gelbildende Eigenschaften hat und hitzebeständig ist. Einziges Problem ist noch, es gibt einen Wert, der die Proteinverdaulichkeit angibt, ein sogenannter Aminosäurewert oder korrigierter Aminosäurewert. Optimal sind 100 Prozent. Bei den Linsen ist dieser Wert bisher nur bei 51 Prozent und bei Weißen Bohnen bei 65 Prozent. Soja hat einen Wert von 91 Prozent.

Man hat schon mal Backprodukte damit getestet und hat ein Weißbrot gebacken mit dem Proteinextrakt aus Linsen und Weißen Bohnen und hat festgestellt, die Krume hat eine gröbere Porenstruktur. Das Brot selber kann mehr Feuchtigkeit binden und fühlt sich im Mund frischer an, weil es weicher und saftiger ist. Na ja, schauen wir mal, wie das weiter geht.

13 Minuten sagt mein Aufnahmegerät. Das war’s für heute mit Nachrichten aus der Wissenschaft. Ich bedanke mich wie immer bei allen Hörern für Zuhören und wünsche eine schöne Woche. Tschüss.

Transkription: Vera Ihrig für www.LingQ.com