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WWWW Video aus Bac Lieu, Mekong Delta, Vietnam

Ein kleiner Bericht aus Bac Lieu, einer Provinz im Süden Vietnams, wo der Klimawandel alltäglich sichtbar ist. Abgeholtzte Mangrovenwälder lassen das Meer immer weiter ins Land hineinkommen, und jeder Zentimeter Meeresanstanstieg bedeutet weitere tausende Hektar fruchtbares Land verloren. Schon jetzt ist die Versalzung ein großes Problem, auch, weil der Mekong immer weniger frisches Wasser nachliefert.

Disclosure: Ich arbeite gerade für die GTZ in Bac Lieu.

WWWW vom 3.8.2008: Wie Eisbären hören, wie man Goldatome wiegt, wie Linsen ins Weißbrot kommen

Zunächst noch einmal einen Dank an Vera Ihrig für die Transkribierungen meines Podcasts und die Neuhörerin Irene Keßler, die über LingQ.com hierhergefunden hat.
ausserdem bitte ich um Entschuldigung für die störenden Handwerkergeräusche…das ließ siech nicht vermeiden..

Die Themen heute:
Scienceblogs meldet, dass Wissenschaftler eine Waage konstruiert haben, die ein einzelnes Atom wiegen kann. Bisher hat man schon ein Goldatom gewogen – jetzt kann man wirklich alles auf die Goldwaage legen.

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Anne Bowles ist Biologin und hat sich Gedanken über Eisbären gemacht. Denen schmilzt bekanntlich der Lebensraum. Aber auch der verbleibende Platz ist nicht ohne: Dort wird nämlich gebohrt udn Öl gefördert. Welche Auswirkungen hat wohl der Lärm? Und wie hören Eisbären eigentlich? Bowles hat den Hörtest gemacht. Interessant: Es sind die tiefen Töne, die Eisbären am besten hören.

Wissenschaftler wollen jetzt mit Quantum Dots Krebs besser therapieren. Sie haben herausgefunden, dass diese Quantum Dots unter Betsrahlung Licht abgeben. Damit wiederum könnte man Medikamente aktivieren, die auf einen solchen Lichtimpuls warten. Bislang konnte man diese Medikamente nur dort einsetzen, wo man auch Licht hinbringen konnte. Nun könnte man mit Hilfe der Quantum Dots auch in tieferes Gewebe eindringen.

Mit Wildpflanzen kann man Biogasanlagen betrieben, und zwar besser als nur mit Getreide und Mais. Das glauben die Forscher der Bayerischen Landesanstalt fur Weinbau und Gartenbau, die zusammem mit Kollegen untersuchen, wie man Wildpflanzen einsetzen kann. Vorteile sind unter anderem die Bepflanzung im Winter und die Resistenz gegen Wildschweine.

Es müssen nicht immer Soja und Erbsen sein, wenn es um nichttierische Proteinlieferranten geht. Auch weiße Bohnen und Linsen sind eine Alternative, wie jetzt herausgefunden wurde. Gerade in der Lebensmittelherstellung könnte man auf diese noch nocht genmanipulierten Hülsenfrüchte setzen.

Das Transkript:
Wat is’n Dampfmaschin? Da stellen wir uns ma janz dumm und sagen ´ne Dampfmaschine dat is ne große, runde, schwarze Raum (… – englischer Text – …)]
Wanhoffs wunderbare Welt der Wissenschaft

Hallo und herzlich willkommen bei Wanhoffs wunderbarer Welt der Wissenschaft in der Ausgabe vom 03. August 2008.

Zunächst einmal vielen Dank noch mal an Vera Ihrig, den Namen habe ich bisher nämlich noch nicht genannt. Das ist die Frau, die für LingQ.com, eine Sprachlernseite, meine Wissenschaftssendung transkribiert und mir die Texte dann zur Verfügung stellt. Und auch noch ein Dank an Irene Keßler, sie ist eine Neuhörerin, die über LingQ.com zu mir gestoßen ist. Willkommen bei Wanhoffs wunderbarer Welt der Wissenschaft.

Und dann noch etwas für alle Besitzer eines iPod touch und eines iPhones. Da gibt es ja den neuen iTunes Application Store und ich habe eine sehr interessante Applikation gefunden, die was mit Wissenschaft zu tun hat und die kostenlos ist. Sie nennt sich Molecules und mit ihr kann man Moleküle darstellen. In der Basisversion gibt es Insulin und die DNA. Sehr interessant gemacht. Man kann sie dann mit zwei Fingern so drehen und ein bisschen hin und her bewegen und kann eben sehen, wie so ein Molekül-Modell aussieht. Ganz tolle Geschichte. Gibt’s kostenlos. Und man kann theoretisch auch alle möglichen anderen Moleküle hinzufügen. Bei mir ist diese Sache dann immer abgestürzt. Deswegen hoffe ich mal, dass – der Handwerker bald aufhört, hier im Hintergrund – und ja, dass zumindest diese Demo-Moleküle ganz gut funktionieren.

Nachrichten heute: Gleich etwas von den Scienceblogs.de, für die ich ja auch einen Podcast mache. Da gab’s die Meldung bei GeoGraffitico, eine Meldung der University of California in Berkley, die haben nämlich eine Waage entwickelt, die sehr speziell ist. Das ist eine Nanoröhren-Waage, und mit ihr kann man die Masse eines einzelnen Atoms oder Moleküls bestimmen. Professor Alex Zettl hat das Ganze gebaut. Und das sieht ungefähr so aus. Die Kohlenstoff-Nanoröhre ist an einem Ende mit einer Elektrode verbunden, das andere Ende kann frei schwingen und wird durch einen schwachen Strom vorgespannt und in Vibration versetzt. Landet ein Atom auf dieser Röhre, dann beeinflusst das das Schwingungsverhalten und aus der Veränderung der Schwingung kann man dann auf die Masse des Atoms oder Moleküls schließen.

Interessante Geschichte. Man legt es sozusagen auf die Goldwaage.

Transkription: Vera Ihrig für www.LingQ.com
Herzlichen Dank an Herrn Wanhoff für die freundliche Genehmigung, den Beitrag hier zu verwenden.

Folge 186 vom 03.08.2008, Teil 2: Wie Eisbären hören

Eine andere Geschichte, die habe ich gefunden bei Inside Science News Service. Es geht um eine Forscherin namens Anne Bowles. Anne Bowles arbeitet in Alaska, wohnt aber in San Diego und hat sich die Frage gestellt, wie verändert sich denn die Umgebung der Eisbären. Jetzt wissen wir natürlich, dass durch Klimaerwärmung der Lebensraum der Eisbären sozusagen dahin schmilzt und sie sich neue Lebensräume suchen müssen. Die Frage ist nur, wie sehen diese Lebensräume denn aus und bieten sie den Eisbären eigentlich das, was die Eisbären brauchen. Ganz speziell geht es dabei um – Ruhe, denn – da wo die Eisbären leben isses ziemlich ruhig. Wenn nicht gerade irgendein Wind weht, hört man eigentlich gar nichts. Außer wenn der Eisbär natürlich gerade mit seinen Tatzen übers Eis kratzt. Aber wer weiter weg ist, hört nichts.

Und jetzt hat sich Anne Bowles gefragt, hmm, wie ist es denn wenn die Eisbären näher an den Menschen kommen, an seinen Lebensraum und an die ganzen Maschinen? Vor allem die der Ölindustrie, die ja in Alaska sehr große Interessen hat und dort bohrt.

Um jetzt herauszufinden, welche Auswirkungen das auf die Eisbären hat, hat Anne Bowles sich erst mal die Frage gestellt, wie hören die überhaupt. Wenn eine Biologin in San Diego wohnt, dann ist sie nicht weit weg vom San Diego Zoo. Dort gibt es auch Eisbären und Anne Bowles hat sich mit zwei Eisbärinnen beschäftigt. Sie hat sie – nacheinander natürlich – in einen ganz bestimmten möglichst schalldichten Käfig gebracht. In diesem Käfig gab es dann einen Knopf. Wenn sie mit diesem, an diesen Knopf gestoßen sind, dann haben sie eine Frequenz zu hören bekommen und wenn die Bärin den, die Frequenz gehört hat, dann wurde so trainiert, dass sie gegen einen anderen Knopf drücken soll mit der Schnauze sozusagen und dann was zu Fressen bekommt. Das heißt, sie wurde trainiert, wenn du das hörst, dann drücke mit der Schnauze dagegen und du bekommst was zu fressen.

So konnte man dann die verschiedenen Frequenzen ausprobieren. Und heraus kam, dass Bären, Eisbären vor allem, tiefe Frequenzen hören. Das macht Sinn, weil sie auch tiefe Frequenzen von sich geben. Also wenn man Eisbären hört, dann sind das immer sehr tiefe Töne, wenn so ein Eisbär – sagt man knurrt? Na ja, also solche Geräusche von sich gibt.

Ähm, das Problem war, dass man diesen Käfig nicht so schalldicht machen konnte, dass alle äußeren Einflüsse wirklich abgeschirmt werden konnten. Und das Problem war gerade bei den tiefen Frequenzen. Da kam doch noch einiges durch. Deswegen gibt es keine exakten Messergebnisse, bis wie weit die Eisbären tiefe Frequenzen hören können.

Ein Grund für die tiefen Frequenzen ist auch, dass sie sehr weit tragen und deshalb wollte Anne Bowles natürlich auch wissen, wie weit das geht bei den Eisbären. Denn so ‘ne Ölbohrung die kann man eben bei den tiefen Frequenzen über sehr, sehr weite Entfernungen hören, bisweilen sogar fühlen.

Der nächste Schritt wird jetzt sein, eine Eisbärenhöhle zu finden. In dieser Eisbärenhöhle Mikrofone zu installieren und zu hören und zu messen, was da überhaupt rein kommt. Denn dann erst weiß Anne Bowles, ob denn überhaupt Einflüsse von außen eine Rolle spielen können, ob sie überhaupt reinkommen und an das Bärengehör dringen können. Wenn das so ist, dann wird der dritte Schritt sein, zu forschen, welche Auswirkungen das hat. Zum Beispiel auf das Paarungsverhalten, denn eine Theorie ist, das Paarungsverhalten kann gestört werden, durch solche äußeren Lärmeinflüsse. Das ist erstmal eine Theorie und die muss erstmal bestätigt werden. Nächster Schritt also, in die Höhle und schauen oder hören, welche Frequenzen dort überhaupt ankommen.

Eher hohe Frequenzen sind jene, die die Handwerker im Haus hier heute von sich geben mit Kreissägen. Ich hoffe, es kommt nicht alles im Mikrofon an. Aber ich muss die Sendung jetzt aufnehmen und die Handwerker sind nun mal da. Und die Bauart vietnamesischer Häuser bedingt, dass solcher Lärm, gerade die hohen Frequenzen, sehr gut weiter getragen werden.

Eine andere Geschichte, die habe ich gefunden bei Inside Science News Service. Es geht um eine Forscherin namens Anne Bowles. Anne Bowles arbeitet in Alaska, wohnt aber in San Diego und hat sich die Frage gestellt, wie verändert sich denn die Umgebung der Eisbären. Jetzt wissen wir natürlich, dass durch Klimaerwärmung der Lebensraum der Eisbären sozusagen dahin schmilzt und sie sich neue Lebensräume suchen müssen. Die Frage ist nur, wie sehen diese Lebensräume denn aus und bieten sie den Eisbären eigentlich das, was die Eisbären brauchen. Ganz speziell geht es dabei um – Ruhe, denn – da wo die Eisbären leben isses ziemlich ruhig. Wenn nicht gerade irgendein Wind weht, hört man eigentlich gar nichts. Außer wenn der Eisbär natürlich gerade mit seinen Tatzen übers Eis kratzt. Aber wer weiter weg ist, hört nichts.

Und jetzt hat sich Anne Bowles gefragt, hmm, wie ist es denn wenn die Eisbären näher an den Menschen kommen, an seinen Lebensraum und an die ganzen Maschinen? Vor allem die der Ölindustrie, die ja in Alaska sehr große Interessen hat und dort bohrt.

Um jetzt herauszufinden, welche Auswirkungen das auf die Eisbären hat, hat Anne Bowles sich erst mal die Frage gestellt, wie hören die überhaupt. Wenn eine Biologin in San Diego wohnt, dann ist sie nicht weit weg vom San Diego Zoo. Dort gibt es auch Eisbären und Anne Bowles hat sich mit zwei Eisbärinnen beschäftigt. Sie hat sie – nacheinander natürlich – in einen ganz bestimmten möglichst schalldichten Käfig gebracht. In diesem Käfig gab es dann einen Knopf. Wenn sie mit diesem, an diesen Knopf gestoßen sind, dann haben sie eine Frequenz zu hören bekommen und wenn die Bärin den, die Frequenz gehört hat, dann wurde so trainiert, dass sie gegen einen anderen Knopf drücken soll mit der Schnauze sozusagen und dann was zu Fressen bekommt. Das heißt, sie wurde trainiert, wenn du das hörst, dann drücke mit der Schnauze dagegen und du bekommst was zu fressen.

So konnte man dann die verschiedenen Frequenzen ausprobieren. Und heraus kam, dass Bären, Eisbären vor allem, tiefe Frequenzen hören. Das macht Sinn, weil sie auch tiefe Frequenzen von sich geben. Also wenn man Eisbären hört, dann sind das immer sehr tiefe Töne, wenn so ein Eisbär – sagt man knurrt? Na ja, also solche Geräusche von sich gibt.

Ähm, das Problem war, dass man diesen Käfig nicht so schalldicht machen konnte, dass alle äußeren Einflüsse wirklich abgeschirmt werden konnten. Und das Problem war gerade bei den tiefen Frequenzen. Da kam doch noch einiges durch. Deswegen gibt es keine exakten Messergebnisse, bis wie weit die Eisbären tiefe Frequenzen hören können.

Ein Grund für die tiefen Frequenzen ist auch, dass sie sehr weit tragen und deshalb wollte Anne Bowles natürlich auch wissen, wie weit das geht bei den Eisbären. Denn so ‘ne Ölbohrung die kann man eben bei den tiefen Frequenzen über sehr, sehr weite Entfernungen hören, bisweilen sogar fühlen.

Der nächste Schritt wird jetzt sein, eine Eisbärenhöhle zu finden. In dieser Eisbärenhöhle Mikrofone zu installieren und zu hören und zu messen, was da überhaupt rein kommt. Denn dann erst weiß Anne Bowles, ob denn überhaupt Einflüsse von außen eine Rolle spielen können, ob sie überhaupt reinkommen und an das Bärengehör dringen können. Wenn das so ist, dann wird der dritte Schritt sein, zu forschen, welche Auswirkungen das hat. Zum Beispiel auf das Paarungsverhalten, denn eine Theorie ist, das Paarungsverhalten kann gestört werden, durch solche äußeren Lärmeinflüsse. Das ist erstmal eine Theorie und die muss erstmal bestätigt werden. Nächster Schritt also, in die Höhle und schauen oder hören, welche Frequenzen dort überhaupt ankommen.

Eher hohe Frequenzen sind jene, die die Handwerker im Haus hier heute von sich geben mit Kreissägen. Ich hoffe, es kommt nicht alles im Mikrofon an. Aber ich muss die Sendung jetzt aufnehmen und die Handwerker sind nun mal da. Und die Bauart vietnamesischer Häuser bedingt, dass solcher Lärm, gerade die hohen Frequenzen, sehr gut weiter getragen werden.

Eine weitere Geschichte habe ich gefunden bei der University of Virginia. Dort haben Mediziner und Physiker etwas herausgefunden. Sie haben sich mit den sogenannten Quantum Dots beschäftigt. Quantum Dots haben eine interessante Eigenschaft. Sie geben nämlich unter bestimmten Bedingungen Licht ab. Und jetzt muss man wissen, dass es Medikamente gibt, die bei der Krebsbehandlung eingesetzt werden, die dann aktiv werden, wenn sie mit Licht bestrahlt oder mit Licht beschossen werden.

Das Ganze nennt sich Photofrin und gibt, und wird bisher eher in oberen Bereichen der Haut zum Beispiel eingesetzt, weil dort das Licht am besten hinkam. Und jetzt haben sich Wissenschaftler um Wensha Yang von der University of Virginia gedacht, wenn wir diese Quantum Dots so einsetzen können, dass sie Licht abgeben, was sie übrigens unter Bestrahlung tun – sehr praktisch bei der Krebstherapie – dann können wir doch mit diesem Licht versuchen, dieses Photophrin, das lichtsensitiv ist, zu aktivieren. Und genau dahin geht jetzt die Forschung. Man arbeitet sehr intensiv daran dieses Photophrin zusammen mit diesen Quantum Dots einzusetzen. Die sind unglaublich winzig klein. Und dieses Photophrin so einzusetzen, dass man sehr punktgenau die Quantum Dots dort hin bringt, bestrahlt und dadurch dass Licht ausgestrahlt wird, imitiert wird, und damit dann das Photoprin sich auf die Krebszellen stürzen kann. Weil das ist seine eigentliche Aufgabe. Finde ich eine sehr interessante Annahme, das zu tun. Und es sieht so aus, als ob man da einen Schritt weiter gekommen ist.

Auch einen Schritt weiter kommen möchte die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau beim Bereich der Biogasanlagen. Bisher benutzt man dort weitgehend Mais und Getreide. Und jetzt versucht man mal herauszufinden, ob das Ganze nicht auch mit Wildpflanzen geht. Wildpflanzen sind zum Beispiel Rainfarn, Beifuß, Wilde Malve oder Wasserdost. Ehrlich gesagt, einige davon habe ich noch nie gehört. Oder gesehen? Na gesehen habe ich sie vielleicht. Aber gehört habe ich davon noch nicht wirklich. Was ist Rainfarn? Und was ist Wasserdost? Wer das weiß, ich kann natürlich im Internet nachschauen, aber wer das weiß, der kann mir auch eine Mail schreiben oder einen Kommentar an, unter wissenschaft.wanhoff.de einen Kommentar hinterlassen oder an wanhoffs.wissenschaft@gmail.com eine Email schicken.
So, zurück zur Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Man hat also diese Wildpflanzen mal untersucht. Man hat geschaut, welche Vorteile hätte es denn Wildpflanzen für Biogasanlagen zu benutzen. Einer ist zum Beispiel, dass man sie im Winterhalbjahr auch anpflanzen kann. Die sind da nämlich als Bodendecker eher etwas anspruchsloser. Außerdem liefern sie wohl, so die Forscher, hohe Biomasseerträge. Sie brauchen wesentlich weniger Dünger, sie brauchen kaum Pflanzenschutzmittel, sie brauchen nicht viel Arbeit und sie sind nicht besonders attraktiv für Wildschweine. Für den Landwirt sind auch entscheidend Trockensubstanzgehalt und Biogasertrag und genau da muss man jetzt noch ein bisschen nachschauen aber man glaubt man ist auf dem richtigen Weg und Wildpflanzen können demnächst einen größeren Anteil an der Biogasproduktion erhalten. Würde ich auch für sinnvoll halten. Übrigens noch, eine Wildpflanzenanlage bietet natürlich auch mehreren Tieren Schutz und ein kleines Zuhause.

Wir bleiben beim Anbau, diesmal aber jetzt nicht Mais, sondern Soja und Erbsen. Beide werden unter anderem dafür angebaut, dass man eben in der Lebensmittelindustrie pflanzliche Proteinlieferanten hat. Das Forschungsprojekt PlantPro, zusammen mit dem ttz Bremerhaven, hat sich jetzt damit beschäftigt, ob man nicht was anderes nehmen kann als Soja und Erbsen zum Beispiel Linsen und Weiße Bohnen. Man glaubt nämlich, dass der Markt für tierische Proteine vor allem aus Soja und Erbsen irgendwann an seine Wachstumsgrenze stoßen wird und man aber den Bedarf decken muss mit fettarmen und pflanzlichen Proteinpräparaten. Deswegen hat man sich mal angeschaut, was kann man da so als Alternative nehmen und ist eben auf Linsen oder Weiße Bohnen gekommen. Die übrigens zum einen noch nicht gentechnisch behandelt sind und zum anderen auch noch nicht so viele Allergien auslösen. Man hat ein Verfahren entwickelt. Eine schonende Extraktionstechnik auf der Basis von Wasser. Hat versucht die ideale Temperatur und den idealen pH-Wert zu nehmen. Hat dann aber festgestellt, das reicht noch nicht, um eine gescheite Ausbeute zu bekommen und hat dann Enzyme eingesetzt. Sie bewirken eine Stärkespaltung und verbessern damit die Extraktion von Proteinen. Dieses Vorgehen steigert die Ausbeute bei Weißen Bohnen und Linsen um 19 Prozent. Damit ist man relativ zufrieden, so die Forscher und versucht jetzt noch den Nährwert ein bisschen genauer zu ermitteln. Bisher ist es so, dass man schon wa (Versprecher) ein helles Pulver erhält, das sich geschmacks- und geruchsneutral verhält, das ist wohl wichtig in der Lebensmittelindustrie, das schaumbildend ist und schaumstabil, das gelbildende Eigenschaften hat und hitzebeständig ist. Einziges Problem ist noch, es gibt einen Wert, der die Proteinverdaulichkeit angibt, ein sogenannter Aminosäurewert oder korrigierter Aminosäurewert. Optimal sind 100 Prozent. Bei den Linsen ist dieser Wert bisher nur bei 51 Prozent und bei Weißen Bohnen bei 65 Prozent. Soja hat einen Wert von 91 Prozent.

Man hat schon mal Backprodukte damit getestet und hat ein Weißbrot gebacken mit dem Proteinextrakt aus Linsen und Weißen Bohnen und hat festgestellt, die Krume hat eine gröbere Porenstruktur. Das Brot selber kann mehr Feuchtigkeit binden und fühlt sich im Mund frischer an, weil es weicher und saftiger ist. Na ja, schauen wir mal, wie das weiter geht.

13 Minuten sagt mein Aufnahmegerät. Das war’s für heute mit Nachrichten aus der Wissenschaft. Ich bedanke mich wie immer bei allen Hörern für Zuhören und wünsche eine schöne Woche. Tschüss.

Transkription: Vera Ihrig für www.LingQ.com

WWWW-Video: Über die Kontinentalränder als Archiv der Erde


Thomas Wanhoff im Gespraech mit Prof. Dr. Hans-Peter Bunge von der LMU München über die Bedeutung der Kontinentalränder für die Geschichte der Erde – und für die Suche nach Rohstoffen.

Produktion: Thomas Wanhoff & Oliver Bertram

wwww-Video: Dr. Harald Weinfurter und die quantenmechanische Verschränkung

Das spukhafte Verhalten von Teilchen steht heute im Mittelpunkt eines Gespräches mit Dr. Harald Weinfurter, Professor für Physik der LMU München. Auch wenn es gar kein Spuk ist, was Weinfurter da macht. Es ist eher “beamen”.

wwww-Video: Wieviele Arten gibt es auf der Welt?

SORRY, DER TON IST EXTREM LEISE, ICH VERSUCHE DAS NOCH ZU BEHEBEN…
Im Gespräch mit PD Dr. Markus Pfenninger von der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurter, Abteilung Evolutionsbiologie, über die Bedeutung von Genanalyse und Barcoding, wenn es um die Frage geht, wieviele Arten es auf der Welt gibt.

Produktion: Thomas Wanhoff und Oliver Bertram

WWWW-Video: Theoretische Physik und Blutgerinnung

Was haben theoretische Physik und Blutgerinnung miteinander zu tun? Prof. Roland Netz von der TU München erklärt es im ersten Teil der Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschafts-Videoserie, die 13 Teile umfassen wird. Darin: Gespräche mit Wissenschaftlern über ihre Forschungsgebiete, außerdem auch zwei Ausflüge und ein wenig Unterhaltung.

Diese Videos gibt es – bis auf eine Ausnahme nächste Woche – nicht anstatt, sondern zusätzlich zur Audiosendung. Zwei Beiträge hatte ich hier auch schon als Audio verwendet.

Außer der Reihe: Zweiter Teil Wetterpark Offenbach

Weil am Sonntag wieder eine Audiosendung kommt, heute außer der Reihe der versprochene zweite Teil des Wetterparks Offenbach im Feed.

WWWW vom 3.6.2007: Wetterpark Offenbach

Heute und auch nächste Woche mal wieder Video: Wie wird Wetter eigentlich gemessen? Welche Daten werden dafür erhoben? Im Wetterpark in Offenbach zeigt der Deutsche Wetterdienst einen Einblick in seine Arbeit. Teil 1 zeigt heute die Instrumente, nächste Woche kommt Teil 2 mit weiteren Informationen und Geschichten zum Thema Wetter.


Link: sevenload.com