wwww vom 28. November 2007: Polarstern in der Antarktis und der Club der 300

Die Themen heute in der Zwischensendung:
Ultraschnelle Mikroskope finden kleine Spalten in Kristallen, die sich öffnen und schließen lassen. Der Forscher dahinter ist Ahmed Zewail
http://www.zewail.caltech.edu/index.html

Die Polarstern sticht heute wieder in See in Richtung Antarktis. Es geht darum die Meeresströmungen rund ums (noch) ewige Eis zu erforschen.Mit einer zehnwöchigen Expedition in die Lazarewsee und an den östlichen Rand des Weddellmeeres beginnt am 28. November die diesjährige antarktische Forschungssaison der Polarstern. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus acht Nationen widmen ihre Forschungsprojekte vor allem der Klimaforschung im Rahmen des Internationalen Polarjahres.

Mehr zum Forschungsprogramm der Expedition

Die IFM-GEOMAR untersucht auch Strömungen, allerdings eher solche, die Durcheinander sind und eher von unten nach oben gehen. Ein deutsches Forscherteam unter Federführung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) versucht jetzt mit einem umfassenden Messprogramm im tropischen Atlantik die physikalischen Prozesse besser zu verstehen, die die Schwankungen der Meeresoberflächentemperatur steuern. Das Forschungsvorhaben ist ein Beitrag zum internationalen “Tropical Atlantic Climate Experiment (TACE)”, welches zum Ziel hat, die saisonale Vorhersage der Niederschlagsverteilung in den Anrainerstaaten des Golfs von Guinea und den nordöstlichen Regionen Brasiliens zu verbessern.

Mehr zum Wissenschaftlichen Programm

Und:
Wirtschaft in Kambodscha – Boom oder nur eine Blase? Ein paar Daten.
Und die Weltbank dazu

WWWW vom 24.11.2007: Ixempra gegen Krebs, ein Buch über Depressionen, Raucher und Glatzen

Die Themen heute:
Motivationen duch Belohnung: Wenn Männer wissen, was der Kollege verdient, hat das einen Einfluss auf ihre Motivation, sagen Wissenschaftler.

Zwischenprodukte als Energiespeicher
Überschüssige Energie lässt sich bei Kraftwerken schlecht in Batterien speichern – deswegen suchen Forscher der TU Berlin nach Auswegen. – und plädieren für Zwischenprodukte wie Druckluft.

Depressionen – wie sich Betroffene fühlen
Mitglieder des Kompetenznetzes “Depression, Suizidalität” haben eine Buch herausgegeben, in dem Betroffene und Fachleute sich mit dem Thema Depression auseinandersetzen. Auf der Seite Schattendasein.info kann man sich eine LEseprobe herunterladen.
Über die Enstehung:

Wir, die Autoren, sind selbst Betroffene der Erkrankung – vier von uns unmittelbar und eine Autorin als Angehörige. Wir lernten uns im größten deutschen Portal für depressive Erkrankungen, dem Kompetenznetz Depression, kennen. Dort machten wir auch die Bekanntschaft einer enorm großen Anzahl von Schicksalsgefährten und -gefährtinnen, die in diesem Forum von den Qualen ihrer Krankheit und den Nöten ihres Alltags berichteten und sich so eine großartige und wirksame Selbsthilfe verschafften. Das Forum wird moderiert, d.h. ein Arzt liest die Beiträge und schreitet- falls erforderlich – kommentierend und korrigierend ein. Diese Kombination von ärztlicher Kompetenz und Patientenkompetenz macht den besonderen Wert dieses Forums aus und stellt außerdem einen neuen Weg zur Bekämpfung der Volkskrankheit Depression dar.

Raucher haben es schwer: Jetzt sorgt ihr Laster auch noch für Glatzenbildung. Das zumindest glauben Forscher aus Taiwan, die Raucher im alter um die 65 befragt haben

Myxobakterien gegen Krebs

Es klingt vieversprechend – ein Medikament, das Zellen daran hindert, sich zu teilen und sie absterben lässt. Und sich vor allem gegen Krebszellen richtet. In den USA ist es jetzt zugelassen worden. Die orschung dazu kam aus Deutschland, vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung.

IXEMPRA is indicated as monotherapy for the treatment of metastatic or locally advanced breast cancer in patients whose tumors are resistant or refractory to anthracyclines, taxanes, and capecitabine.

IXEMPRA is indicated in combination with capecitabine for the treatment of patients with metastatic or locally advanced breast cancer resistant to treatment with an anthracycline and a taxane, or whose cancer is taxane resistant and for whom further anthracycline therapy is contraindicated. Anthracycline resistance is defined as progression while on therapy or within 6 months in the adjuvant setting or 3 months in the metastatic setting. Taxane resistance is defined as progression while on therapy or within 12 months in the adjuvant setting or 4 months in the metastatic setting.

Bundesinstitut sagt: Sojamilch ist nichts für Säuglinge
Die Begründung: Es seien so genannte Isoflavone enthalten, von denen man noch nicht wisse, welchen Einfluss sie auf die Säuglinge haben.

Gebärmutterhalskrebs – und wie groß die Gefahr wirklich ist. Das sagen und www.plazeboalarm.de und Gute Pillen Schlechte Pillen

wwww vom 18.11.2007: Nachrichten aus der Wissenschaft

UPDATE: Es gibt ein Problem mit meiner Audiodatei. Ich versuche gerade sie bei einem anderen Hoster hochzuladen.. Bitte um Gedult..

Die Themen heute:
Familiäres Umfeld beeinflusst Geschlechtsreife
Je besser die Situation zu hause, umso später setzt die Pubertät bei Mädchen ein.
Mehr zu dem Thema bei Scienceticker.info und bei Bruce Ellis.:
“There can be little doubt that human beings have evolved to be able to function competently in a variety of different environments. But what enables this flexibility and adaptation? From the perspective of evolutionary developmental psychology, natural selection builds alternative developmental pathways or “strategies” into the design of the nervous system. Which strategy develops depends both on the genes we inherit from our parents and our childhood experiences, especially in the family.

My research, first in the United States and now in New Zealand, suggests that girls’ experiences with their father and other adult males early in life may play an important role in entraining the development of alternative reproductive strategies. To investigate this hypothesis, my collaborators and I are studying whether girls who grow up in the same home with their biological father and who are physically and emotionally close to their dad tend to go through puberty later, delay sex and pregnancy, and show more reticence in forming sexual relationships (compared with girls who are fatherless or have more remote relationships with their dads).”

Nachweismethoden bei Pilzen helfen, die richtige Therapie zu beginnen
Vor allem diie Sepsis macht Krankenhäuser zu schaffen. 5 Prozent der Fälle werden durch Pilze verursacht. an der FH Jena forscht man an Diagnosemethoden für Candida Albicans.

Tsunami-Warnsystem verbessert
Am Alfred Wegener Institut arbeitet man an der Verbesserung des Tsunami-Warnsystems. Der neue Ansatz: Bodendrucksensoren sollen vorhersagen, ob sich die tödlichen Wellen beginnen zu entwickeln. Und dann Alarm schlagen. Mehr zum Tsunami-Frühwarnsystem bei GITEWS

Lössböden jetzt auf digitaler Karte sichtbar
Die Verbreitung von Löss-Sedimenten in Europa ist zum ersten Mal seit 75 Jahren in einer digitale Europakarte erschienen. Die Geografin Dagmar Haase vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) vollendete damit die Arbeit verschiedener Forscher, die bereits in den 70er und 80er Jahren begonnen hatten, die letzte umfassende Bestandsaufnahme von Rudolf Grahmann zu überarbeiten, die 1932 in den Mitteilungen der Gesellschaft für Erdkunde in Leipzig erschienen war. Haase und Kollegen erstellten die neue Karte im Maßstab 1:2.500.000 mit Hilfe moderner digitaler Informationssysteme.
Lössböden Karte

Neue Diagnostik bei Speiseröhren-Problemen
Dank einer bildvergleichenden Diagnostik können nun Veränderungen der Speiseröhrenzellen vom arzt besser eingeschätzt werden. Möglich macht es ein Verfahren eines Fraunhofer-Instituts.
Diagnostik bei Speiseröhrenkrebs
Um diese gefährlichen Veränderungen zu diagnostizieren, untersucht der Arzt die Speiseröhre mit einem Endoskop. Die Interpretation der Bilder ist jedoch nicht leicht: Handelt es sich um die krankhafte Barrett-Schleimhaut – oder ist die Speiseröhre gesund? Künftig können Mediziner hierbei mit Unterstützung rechnen: Forscher am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen haben dafür das System EndoCAD entwickelt. »Hat der Arzt einen auffälligen Bereich markiert, vergleicht EndoCAD dieses Bild mit Aufnahmen aus einer Datenbank. Anhand von Farbgebung und Strukturmerkmalen sucht es die ähnlichsten Abbildungen heraus«, sagt Dr. Christian Münzenmayer, Projektleiter am IIS.

Am Rande eine kleine Werbung: Dank Simply Blue, einer Bar in Phnom Penh, konnte ich die Sendung heute noch hochladen.

wwww vom 11.11.2007: Psychologie der Computerspieler

Welche Motivationen haben Computerspieler, welche Bedürfnisse wollen sie befriedigen und welche Spielertypen gibt es eigentlich? Diesen Fragen geht Monica Mayer nach, Doktorandin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und eine treue WWWW-Hörerin. Sie hat mir ein Abstract ihrer Doktorarbeit geschickt, quasi eine kleine Zusammenfassung ihrer bisherigen Arbeit. Und das zeigt eben, dass es Spielertypen wie den Explorer, den Achiever, den Socializer und den Killer gibt (letzterer ist ein Typ, nicht wirklich ein Killer). Was es damit auf sich hat? Einfach reinhören!

Liebe Moni, nochmal vielen vielen Dank!
Hier nochmal die Adresse: http://monimays.blogspot.com/

Am Ende gibt es übrigens einen peinlichen Versprecher:
Ich sage dass alle vier Typen unabhänig von kompetenz, affiliation und bestimmtheit sind – das ist natürlich genau anders rum richtig!

wwww vom 4.11.2007: Wissenschafts-Nachrichten im Podcast

Themen heute:Themen heute: Licht im Untersuchungsraum in Krankenhäusern Edelweiß und UV-Schutz, Kunststoffrecycling und Stammzellen