WWWW vom 25.1.2009: 4 Jahre Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft

4 Jahre lang mache ich diesen Podcast Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft nun, und es macht immer noch Spass. Und deshalb geht es auch ganz wie gewohnt weiter.

Die Themen heute:

In der Nordsee dürfen in diesem Jahr 30 % mehr Kabeljau, 24 % mehr Makrelen und 11 % mehr Schollen gefangen werden als 2008. Während die deutsche Fischwirtschaft die aktuelle Erhöhung der Fangquoten begrüßt, wird sie von den Fischereiwissenschaftlern des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) in Hamburg mit einiger Skepsis betrachtet. Zwar scheinen sich einige Bestände, zum Beispiel der des Nordseekabeljaus, zu erholen. Ob dies jedoch eine langfristige Trendwende ist oder nur das Ergebnis weniger, starker Nachwuchsjahrgänge, muss wissenschaftlich erst noch geklärt werden.

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Die neue Auswertung der Deutschen Stiftung Organtransplantation hat gezeigt, dass immer weniger Menschen im Todesfall ihre Organe spenden. Bundesweit starben im vergangenen Jahr rund tausend der Patienten auf der Warteliste, etwa 12.000 Menschen warten derzeit noch. Eine Möglichkeit, diesen dramatischen Mangel an Spenderorganen zu kompensieren, könnte die Transplantation von tierischen Geweben oder Organen sein.

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Offenporig wie ein Schwamm, leicht wie eine Feder und belastbar wie ein menschlicher Knochen – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Produktionstechnischen Zentrums Hannover arbeiten innerhalb des Sonderforschungsbereiches 599 an dem Thema “Magnesiumschwämme als bioresorbierbare Implantate“. Dahinter verbirgt sich eine Werkstoffstruktur, deren Eigenschaften ein schnelles Anwachsen am Knochen gewährleisten. Das Material löst sich während der Heilung des Knochendefektes von selbst rückstandsfrei im Körper auf.

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WISSENSCHAFT.DE
Im Verdauungstrakt von zu dicken Menschen leben andere Bakterienarten als in dem von Normalgewichtigen. Die Bakterien entscheiden demnach möglicherweise mit, wie schnell Menschen Fett ansetzen. Das hat der Mediziner John DiBaise von der Mayo-Klinik in Phoenix herausgefunden, als er mit Hilfe von zwei Umweltingenieuren Stuhlproben von neun Freiwilligen untersuchte.

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Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes Typ 2 sind auch unter Gesunden weit verbreitet. Dies zeigt die Auswertung aktueller Daten männlicher Führungskräfte in Hamburg, die an einem Gesundheits-Vorsorgeprogramm teilnahmen: Jeder zweite Teilnehmer hat ein erhöhtes Risiko, in den nächsten Jahren an einem Diabetes Typ 2 zu erkranken. Rechtzeitige Ernährungsumstellung und die Kontrolle des Körpergewichts können einen Diabetes in diesem Stadium noch verhindern, erklärt die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG). Die Experten raten allen Erwachsenen an entsprechenden Programmen teilzunehmen, auch wenn sie Sport treiben und sich gesund fühlen.

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Scienceticker.info
Im Jahr 2003 waren auf der indonesischen Insel Flores die Überreste kleiner Menschen entdeckt worden. Neue Untersuchungsergebnisse eines amerikanischen Forscherduos stützen die Ansicht, dass es sich bei diesen “Hobbits” um Angehörige einer eigenständigen Spezies handelte – und nicht etwa um moderne Menschen mit krankhaftem Kleinwuchs.

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First came the earthquakes, then the torrential rains. But the relentless march of sand across once fertile fields and bays, a process set in motion by the quakes and flooding, is probably what did in America’s earliest civilization.

WWWW vom 11.1.2009: Milchstraße ist größer, und Teenies reden über Sex im Internet

Ja, die Überschrift soll mal wieder ein wenig Leser bringen, aber tatsächlich ist gleich die erste Geschichte im heutigen Podcast über Teenies und was sie so im Internet von sich geben. US-Forscher haben sich 500 öffentliche Profile von Jugendlichen angeschaut und festgestellt, das viele sehr frei über Sex, Drogenkonsum und Gewalt reden. Aber es gibt auch Abhilfe. Welche? Podcast hören 🙂

Menschen die gerne Neues entdecken haben
wohl einen anderen Dopamin-Level als solche, die es gerne sicher haben. Das wollen Forscher an der Vanderbilt Universität herausgefunden haben. Ihrer Arbeit entsprechend haben sie gemessen, dass so genannte Novel Seeker weniger Dopamin-Autorezeptoren haben.

Die Milchstraße dreht sich deutlich schneller als bislang angenommen. Daher muss ihre Masse ebenfalls größer sein, und zwar um etwa 50 Prozent, schließen Astronomen um Kazi Rygl vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn aus direkten Beobachtungsdaten mit dem Very Long Baseline Array, einem Verbund aus zehn Teleskopen in Nordamerika.

Bluthochdruck kann Ärzte und Patienten vor eine Geduldsprobe stellen: Oft muss der Blutdruck längere Zeit beobachtet werden, bis er sich einstellen lässt. Ein Drucksensor vereinfacht dies nun. Er wird in die Leistenschlagader eingeführt und überträgt die Daten drahtlos.

Viren nutzen Wirtszellen als Fabriken für den viralen Nachwuchs. Dazu schleusen sie in ihre unfreiwilligen Gastgeber die Bauanleitung für virale Proteine, üblicherweise sind das RNA-Moleküle. Diese Nukleinsäure kommt aber auch in den Zellen höherer Organismen vor – RNA bildet unter anderem die Bauanleitung für zelleigene Proteine – sodass virale RNA nicht leicht als fremdes Material identifizierbar ist. Das zelluläre Protein RIG-I erkennt dennoch diese Moleküle und löst eine Immunreaktion aus.

WWWW vom 5.1.2009: Nachrichten aus der Wissenschaft

Ein einzelnes Gen wirkt sich prägend auf den Blutdruck aus. Das haben amerikanische Forscher bei einer Genanalyse unter Mitgliedern der christlichen Religionsgemeinschaft der Amischen herausgefunden.

Forscher der Technischen Universität Darmstadt haben in Kooperation mit der Bauhaus-Universität in Weimar, der Universität Luxemburg und dem Chaos Computer Club Sicherheitslücken bei Schnurlos-Telefonen entdeckt. Betroffen sind Telefone, die den weltweit meistgenutzten Standard für schnurlose Telefonie DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunication) verwenden.

Der Fenchel spielt in der Kinderheilkunde eine überragende Rolle. So wie er sind auch andere Arzneipflanzen wegen ihrer milden Wirkung gerade für Kinder besonders gut geeignet. Darauf wollen Wissenschaftler der Universität Würzburg mit der Wahl des Fenchels zur Arzneipflanze des Jahres 2009 hinweisen.

Prof. Dr. Holm Schneider, Leiter der Molekularen Pädiatrie in Erlangen, gelang zusammen mit Dr. Jung Park und weiteren Mitarbeitern der Nachweis, dass sich aus Nabelschnurblut Knochen-, Knorpel-, Skelettmuskel- und Herzmuskelzellen züchten lassen.

Sie wirkt im Schönen wie im Hässlichen: Die Kristallisation bestimmt die Form von Edelsteinen, bringt aber auch den Kalk in die Waschmaschine. Wie sie abläuft, schien längst geklärt. Doch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung kratzen jetzt an der etablierten Theorie, die viele Phänomene kaum erklären kann.