WWWW vom 22.Februar 2009: Nachrichten aus der Wissenschaft

In an argument that is heating up the Earth sciences world, scientists from the Swedish Museum of Natural History and Nordic Center for Earth Evolution have challenged the claim that the oldest traces of life on Earth are 3.85 billion years old and found on a small outcrop of rock in South West Greenland.

Der Koment Lulin kommt und soll im Sternbild der Jungfrau am 24. Februar auch mit bloßem Auge zu erkennen sein.
http://spaceweather.com/comets/gallery_lulin_page8.htm

Bibergeil enthält ein komplexes Substanzgemisch, darunter eine Reihe so genannter Nupharamin-Alkaloide. Viele sind in ihrer Struktur bereits aufgeklärt. Forscher um Horst Kunz von der Universität Mainz haben nun, wie sie in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, die Stereochemie (exakte räumlich Struktur) einer weiteren Komponente mit einer Totalsynthese geklärt. Unter einer Totalsynthese versteht man die komplette chemische Synthese eines komplexen organischen Naturstoffes aus einfachen, gängigen Ausgangsstoffen.

Vanderbilt University researchers have discovered that early visual areas, long believed to play no role in higher cognitive functions such as memory, retain information previously hidden from brain studies.

Konzentration von Metall-Ionen im Blut von Patienten mit künstlichem Hüftgelenk exakt bestimmt / Heidelberger Orthopädie ausgezeichnet Träger von künstlichen Hüftgelenken aus Metall müssen wahrscheinlich nicht mit toxischen Wirkungen durch den sogenannten Metallabrieb rechnen: In der sechsmonatigen Einlaufphase des Gelenks nach der Implantation steigt der Gehalt von Chrom- und Kobalt-Ionen nur in sehr geringem Umfang an.
www.implantatforschung.de
www.orthopaedie.uni-hd.de

Siemens hat das weltweit erste Ultraschallsystem entwickelt, das während eines Herzschlags 3D-Aufnahmen des gesamten Herzens machen kann, die nicht erst aus einzelnen Teilen zusammengesetzt werden müssen. Mit der Technik des Acuson SC2000 können Untersuchungen verkürzt werden. Dieses neue Verfahren der Echokardiographie-Bildgebung ermöglicht eine bessere Versorgung der Patienten. Der Arzt kann die Ergebnisse schneller analysieren und umgehend eine Behandlung einleiten.

WWWW vom 15. Februar 2008: Bluttest für Hepatitis C wird günstiger

Biene
Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und des Bernstein Center for Computational Neuroscience haben entschlüsselt, wie verschiedene Duftklassen im Gehirn der Biene kodiert sind. Duftinformationen gelangen demzufolge über zwei getrennte Pfade in höhere Gehirnareale. So kann die Biene unmittelbar nach Aufnahme des Dufts unterscheiden, ob es sich um ein Kommunikationssignal – zum Beispiel für die gegenseitige Erkennung – oder um ein Umweltsignal – zum Beispiel den Duft einer Blume, der eine Futterquelle anzeigt – handelt.

Ein neuer Bluttest bedeutet möglicherweise einen Durchbruch im Kampf gegen das gefährliche Hepatitis C-Virus. Das Verfahren ist bei gleicher Empfindlichkeit erheblich günstiger als gängige kommerzielle Tests. Erstmals haben so auch ärmere Länder die Chance, Blutkonserven flächendeckend und mit den bestmöglichen Methoden auf Hepatitis C-Viren zu untersuchen. Entwickelt wurde die Methode von Forschern der Universität Bonn und des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg. An der Studie waren zudem Wissenschaftler aus Brasilien, Singapur, Südafrika und England beteiligt.

Ein verblüffendes Phänomen haben italienische und amerikanische Forscherinnen bei Mäusen beobachtet. Wird bei den Tieren ein Protein ausgeschaltet, das unter anderem an der Regulation des Blutdrucks beteiligt ist, leben sie gut ein Viertel länger als normale Artgenossen.


Die Versauerung der Ozeane,
verursacht durch die Kohlendioxid-Emissionen der Menschheit, verändert den Kohlenstoffhaushalt der Meere und lässt ausgedehnte Sauerstofflöcher in mittleren Wassertiefen entstehen. Der Sauerstoffmangel bedroht Meereslebensräume und ihre Nutzbarkeit durch den Menschen.
“Überraschenderweise wirkt die Versauerung der Ozeane dem Klimawandel entgegen, aber sie hat dramatische ökologische Auswirkungen”, sagt Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Gemeinsam mit Matthias Hofmann vom PIK hat Schellnhuber untersucht, wie ein unverminderter Ausstoß von Kohlendioxid die Stoffkreisläufe im Meer in diesem Jahrtausend verändern könnte.

WWWW vom 8.2.2009: Herzinfarkt und welche Risiken und Studien es gibt

Themen heute:

Männer mit einer erektilen Disfunktion und einem Alter zwischen 40 und 49 haben ein erhöhtes Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden, sagt eine Studie in den USA.

Menschen, die Verkehrslärm ausgesetzt sind, haben ein größeres Risiko, an einer Herzerkrankung zu leiden, fand man jetzt in Schweden heraus. Ist aber nicht neu, in Deutschland gabe es 1994 und 2004 schon Studien des Umweltbundesamtes darüber, mit dem gleichen Ergebnis.

Eine Entdeckung von Wissenschaftlern der Universität Bremen könnte dabei helfen, neue Therapien gegen die Volkskrankheit Diabetes zu entwickeln. Dr. Kathrin Mädler und ihr Forscherteam vom Inselzellforschungslabor am Centre for Biomolecular Interactions des Fachbereichs Biologie/Chemie haben bei Diabetespatienten den entzündlichen Faktor namens CXCL10 aufgedeckt, der an der Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen entscheidend beteiligt ist.

Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben gemeinsam mit den Kollegen der Rockefeller University in New York erfolgreich eine neue Therapie gegen Lungenentzündungen getestet. Das Team um Dr. Martin Witzenrath und Prof. Norbert Suttorp von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie berichtet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Critical Care Medicine*, dass es bei Mäusen erstmals gelungen sei, eine durch Pneumokokken hervorgerufene Lungenentzündung mit dem Enzym Cpl-1 zu heilen.

Der Schlaganfall ist eine Volkskrankheit, die bisher nur unzureichend behandelt werden kann. Nun sind Wissenschaftler der Universitäten Würzburg und Leuven (Belgien) einem bislang unbekannten Entstehungsmechanismus auf der Spur: Sie konnten zeigen, dass Mäuse vor Schlaganfall geschützt sind, wenn bei ihnen ein bestimmtes Blut-Eiweiß ausgeschaltet – und damit nicht wirksam – ist. Das berichten sie im Fachjournal BLOOD.

Im Verständnis der Krebserkrankungen findet derzeit ein Paradigmenwechsel statt. Neue Erkenntnisse legen nahe, dass ein Tumor nicht wie bisher angenommen funktionell homogen sondern hierarchisch aufgebaut ist. Das bedeutet, dass einige wenige Krebszellen mit Stammzelleigenschaften und aus denen die differenzierten Tumorzellen hervorgehen die Basis des Tumors bilden.

Die Angst zu sterben oder verrückt zu werden, kann eine Panik-Attacke auslösen. Plötzlich kommt es zu Atemnot, Herzrasen, Schweißausbruch oder anderen körperlichen Reaktionen. Sie verschwinden nach etwa 15 Minuten genauso schnell, wie sie ausgelöst wurden. Am Universitätsklinikum Erlangen wird seit September 2008 untersucht, was die Auslöser für die Panik-Attacken sind. Die Vermutung: Patienten mit Panikattacken haben eine starke Empfindlichkeit für CO2-Veränderungen im Gehirn. Jetzt werden betroffene Frauen zwischen 20 und 55 Jahren gesucht, um zu überprüfen, ob die Hypothese stimmt.
In Kooperation mit dem Institut für Physiologie (Direktor: Prof. Dr. Chris tian Alzheimer) und der Neuroradiologischen Abteilung des Uni-Klinikums (Leiter: Prof. Dr. Arnd Dörfler) werden jetzt Patientinnen mit Panikstörung im Alter zwischen 20 und 55 Jahren gesucht. Die Patientinnen sollten derzeit möglichst keine Medikamente zur Behandlung der Panikstörung einnehmen. Nach einem psychologischen Test werden die Durchblutungsverhältnisse des Hirnstammes im Kernspintomographen von Panikpatientinnen und gesunden Vergleichspersonen während verschiedener Atemmanöver untersucht. Die Studie wird über die Erlanger Johannes und Frieda Marohn-Stiftung finanziert. Infos über Dr. Anja Deinzer, Tel.: 09131/85-45926 oder -34899

Für eine wissenschaftliche Studie an der Universität Würzburg werden Männer gesucht, die eine ihnen nahestehende Person durch deren Tod verloren haben und darüber trauern. n einem Projekt am Institut für Psychologie der Universität Würzburg, das gemeinsam mit der Praxis für Psychologische Diagnostik und Beratung in Würzburg und des Trauerzentrums Frankfurt/M. durchgeführt wird, sammeln sie gegenwärtig Informationen von Menschen, die eine ihnen nahestehende Person durch deren Tod verloren haben und darüber trauern. Die Teilnehmer der Studie können ihre Angaben im Internet machen, unter dem Link http://www.unipark.de/uc/wueti/ finden sie zwei Fragebögen zur Bearbeitung. Die Teilnahme ist selbstverständlich anonym und kostenlos.

Forscher haben erstmals eine Biogasanlage entwickelt, die statt mit Lebensmittel-Rohstoffen nur mit Reststoffen betrieben wird – Reststoffe werden so zu Wertstoffen. Die Anlage erzeugt 30 Prozent mehr Biogas als bisherige. Eine Brennstoffzelle verstromt das Gas effizient.

Und: Solidarität mit Netzpolitik.org: Hier wird für das Recht auf Informationsfreiheit gekämpft und das ist auch gut so.!

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WWWW vom 1.2.2009: Woher Erdbeben kommen und warum Türken sich nicht integrieren wollen

Die Themen heute:
blog.wissensweb.info
Weltweit waren die Menschenmassen bei der Vereidigung von Amerikas neuen Präsident Barack Obama zu sehen. Selbst auf Google Earth wollen die anwesenden Menschen kein Ende nehmen. Was und wie viel hinter dieser Amtseinführung steckt, wollte ich nun mal genauer wissen.

Brennstoffzellen gelten als effizientester Weg, chemische in elektrische Energie umzusetzen. Die meisten Varianten der Technologie arbeiten allerdings nur bei sehr hohen Temperaturen oder benötigen stets sehr reinen Wasserstoff als Brennstoff. Superprotonic, ein Start-up aus dem kalifornischen Pasadena, arbeitet nun an einer Brennstoffzelle, die auch mit Wasserstoff umgehen kann, der aus schmutzigeren Quellen stammt – Erdgas oder Ethanol beispielsweise. Außerdem arbeitet der Ansatz bei verhältnismäßig moderaten Temperaturen, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

In Deutschland leben rund 15 Millionen Zugewanderte beziehungsweise deren hier geborene Nachkommen. Fast 20 Prozent der Einwohner haben damit einen so genannten Migrationshintergrund. Doch woher kommen diese Migranten, wie finden sich die unterschiedlichen Herkunftsgruppen in Deutschland zurecht, und welches Bundesland beziehungsweise welche Stadt integriert besonders erfolgreich?
Zur studie

Die öffentliche Nabelschnurblutbank des Deutschen Roten Kreuzes wird seit 1996 für die allgemeine Patientenversorgung aufgebaut. Seitdem entstand mit augenblicklich über 2.000 eingelagerten Nabelschnurbluttransplantaten eine der größten europäischen Einrichtungen dieser Art und die zweitgrößte Nabelschnurblutbank in Deutschland.
www.nabelschnurblut.de

Erstmals ist es Wissenschaftlern gelungen, in einer Studie mit älteren Menschen den Vorteil einer “gehirn-schützenden Diät” nachzuweisen. Dabei reduzierten die Forscher der Klinik für Neurologie (Direktor: Prof. Dr. Dr. Erich Bernd Ringelstein) am Universitätsklinikum Münster (UKM) bei einem Teil der Studienteilnehmer drei Monate lang die tägliche Nahrungsmenge auf bis zu zwei Drittel der üblichen Kalorienmenge.

Wie entstehen Erdbeben in großen Tiefen? Diese Frage beantworten Wissenschafter um Dr. Timm John vom Institut für Mineralogie der Universität Münster anhand einer innovativen Kombination von Gelände- und Laborarbeit mit numerischen Computersimulationen. Die Forscher aus Münster, Kiel und Oslo (Norwegen) zeigen, dass schmelzendes Gestein eine zentrale Rolle bei der Entstehung spielt. Ihre Ergebnisse stellen sie in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Geoscience vor.

Es ist ein weiteres Kapitel in einem mehr als 5000 Jahre alten Mordfall: Neue Untersuchungen eines LMU-Forscherteams in Zusammenarbeit mit einem Bozener Kollegen rekonstruieren die Chronologie der Verletzungen, die sich der als Eismumie konservierte Gletschermann Ötzi in seinen letzten Tagen zugezogen hat. So überlebte er den Pfeilschuss in seinen Rücken tatsächlich nur für sehr kurze Zeit – wenige Minuten bis höchstens einige Stunden -, erlitt wohl kurz vor seinem Tod aber auch einen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand auf den Rücken.

Es kann mit einem harmlosen Wespenstich beginnen: Innerhalb kürzester Zeit kommt es zu einem dramatischen Abfall des Blutdrucks, Herzrasen, asthmaartiger Luftnot und schließlich zum lebensbedrohlichen Versagen des Herz-Kreislauf-Systems. Der anaphylaktische Schock ist die extremste Form einer akuten allergischen Reaktion. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim, der Universitäten Frankfurt und Heidelberg sowie des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben nun mithilfe eines genetischen Mausmodells die Schlüsselmoleküle identifiziert, die für die fatalen Folgen eines anaphylaktischen Schocks verantwortlich sind.