WWWW Sonderausgabe aus Australien

Ich habe dann doch – dank meines neuen iPod Nano – eine Sendung aufgenommen. Wir waren in Australien in einer Weinkellerei, und zwar bei Chandon (ja, die von Moet und Chandon) und ich habe einfach den guten Vortrag der Führerin mitgeschnitten. Wermutstropfen: Das Ganze ist auf englisch! Ich hoffe es macht dennoch Spaß. Die Tonqualität könnte besser sein, ich weiß, war aber nicht anders zu machen.

WWWW vom 13.9.2009: Letzte Sendung vor der Sommerpause

Bitte alle bei der Podcastumfrage mitmachen!!!!!

In eigener Sache: Ich mach Urlaub, deswegen gibt es in den nächsten zwei Wochen keinen neuen Podcast!

Themen in dieser Sendung:

Stammzellen heilen alte Knochen

Grundlagenforscher suchen nach Wegen, die Knochenheilung bei älteren Menschen zu verbessern. Stammzellen aus dem Knochenmark, deren regenerative Fähigkeiten im Labor verbessert werden, könnten ein Schlüssel zum Erfolg sein. Experten stellen anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie ihre Ergebnisse vor.
Komplexe Knochenbrüche und Knochendefekte lassen sich nicht einfach kleben, nieten oder auf eine andere Art reparieren. Die unterschiedlichen Behandlungsformen von Orthopäden und Unfallchirurgen – vom Marknagel bis zur Osteosynthese – können nur mechanisch stabilisieren. Die Heilung muss der Knochen selbst erledigen. Bei jungen Menschen gelingt dies innerhalb weniger Wochen. Im Alter jedoch und insbesondere bei zusätzlichen Begleiterkrankungen lassen die Knochenheilungskräfte nach.

Kohlmeisen essen Fledermäuse

Not macht erfinderisch: Bei geschlossener Schneedecke fressen Kohlmeisen Zwergfledermäuse, die sich im Winterschlaf befinden. Diese bemerkenswerte neu erlente Verhaltensweise haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen zusammen mit Kollegen in einer Höhle in Ungarn beobachtet. Boten die Forscher alternatives Futter an, fraßen die Kohlmeisen dies und flogen kaum mehr in die Höhle.

Gen-Gerste verändert Bodenpilze nicht

Die nützlichen Mykorrhiza-Bodenpilze werden durch genetisch veränderte Gerste nicht beeinträchtigt – das ist das erste Ergebnis eines Projekts der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) zur Erforschung der biologischen Sicherheit gentechnisch veränderter Nutzpflanzen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Saurer Regen kaum noch ein Thema, Stickstoff aber schon

Der Einsatz von Anlagen zur Rauchgasentschwefelung und von Katalysatoren zur Bekämpfung des “Sauren Regens” hat Wirkung gezeigt. Mit Messdaten aus drei Buchenwäldern in Göttingen, im Solling und bei Kassel können Göttinger Wissenschaftler belegen, dass seit den 1990er Jahren die Schwefelbelastung dieser Böden um 80 Prozent zurückgegangen ist. Während das Kalkgestein im Göttinger Wald heute insgesamt wenig beeinträchtigt ist, hat jedoch die Säure, die vor allem bis zu den 90er Jahren im Buntsandstein des Solling gespeichert wurde, diesen Waldboden nachhaltig gestört.

Bausteine aus dem Klärwerk

Das Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke (www.uni-wh-utm.de) entwickelt einen neuartigen Baustein “EcoBrick”. Er soll mit Energie und Reststoffen aus der Abwasserklärung hergestellt werden. Dadurch spart er bei der Herstellung mehr als 50 % Energie und 10 % Rohstoffe gegenüber konventionellen Bausteinen. Gleichzeitig sinken die Wärmeverluste gegenüber Kalksandsein oder Ziegelstein um mehr als 20 %.

Auge erkennt näher kommende Objekte

Wenn eine Maus einen Raubvogel entdeckt, muss sie schnell reagieren und die Flucht ergreifen. Dabei erkennt sie zunächst, dass sich ein Objekt annähert. Der Wahrnehmungsprozess beginnt im Auge, genauer gesagt in der Netzhaut oder Retina. Doch was passiert dort genau? Dr. Thomas Münch vom Werner Reichardt-Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) der Universität Tübingen hat in Zusammenarbeit mit Prof. Rava Azeredo da Silveira von der Ecole Normale Supérieure in Paris, Dr. Botond Roska und weiteren Wissenschaftlern vom Friedrich-Miescher-Institut in Basel sowie der kanadischen Dalhousie University in der Mausretina einen Nervenzelltyp entdeckt, der auf Annäherung spezialisiert ist.

Podcastumfrage: Bitte mitmachen!

Fabio von Podcast.de hat mich gebeten, einen Aufruf zu starten bei der Podcastumfrage mitzumachen. Mach ich doch gerne: Also, wer ein wenig Zeit hat möge bitte mitmachen. Ich erfahre so auch – anonym natürlich – ein wenig über meine Hörer.

Der Link: http://umfrage.podcast.de/index.php?sid=21434&lang=de

WWWW vom 6.9.2009: Unfälle auf dem Land haben schlimmere Folgen

Die Themen heute:

Hoffnung für den Roten Thunfisch

Den Europäischen Forschungskonsortien SELFDOTT, an dem das IFREMER beteiligt ist, und ALLOTUNA ist es gelungen, die Fortpflanzung des Roten Thunfisches in Gefangenschaft zu kontrollieren. Die Beschaffung lebensfähiger Eier von gefangenen Roten Thunfischen ist die erste Etappe zur Domestizierung dieser Fischart sowie zur Entwicklung einer nachhaltigen Aquakulturindustrie, die unabhängig von den wilden Populationen wäre.

Die Gefahr lauert auf der Landstraße

Verkehrsforscher der Technischen Universität Dortmund analysierten Verkehrsunfallzahlen und kommen zu einem überraschenden Ergebnis: Großstadtbewohner verunglücken im Verkehr erheblich seltener schwer als Umlandbewohner. Damit entkräften sie eines der wichtigsten Argumente für das Häuschen im Grünen. Raus aus der Stadt, und ein Häuschen im Grünen! Diese Vorstellung verbinden viele Menschen auch mit einem Leben abseits der Gefahren des tosenden Straßenverkehrs in der Stadt.Die Ergebnisse der Analysen zeigten, dass das Risiko, tödlich zu verunglücken, bereits für die Bevölkerung der dicht besiedelten Umlandkreise großer Städte rund 40% höher liegt als für die Stadtbevölkerung.

Fisch ist gut bei Rheuma

Rheumakranke können durch die Ernährung die Aktivität der Krankheit beeinflussen und Schmerzen mildern. Eine die medikamentöse Behandlung begleitende Ernährungstherapie ist jedoch aufwendig. Patienten sollten sich deshalb dabei fachlich beraten lassen. Die Rolle der Ernährung bei Rheuma diskutieren Experten auch im Rahmen des 37. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) vom 23. bis 26. September 2009 in Köln.

Kleiner Klimawandel schon im Mittelater

Schon lange vor der Industrialisierung hat der Mensch das Klima beeinflusst. Indem er Wälder in Ackerland umwandelte, erhöhte er den CO2-Gehalt der Atmosphäre deutlich. Eine neue Studie zeigt jetzt: Bereits um 1850 war ein Drittel des bis heute durch Landnutzung freigesetzten Kohlenstoffs schon in der Luft – quasi ein “kleiner Klimawandel”.
Die Studie im Fachmagazin “Global Biogeochemical Cycles”, die jetzt vorab online veröffentlich wurde, entstand am Max-Planck-Institut für Meteorologie am KlimaCampus der Universität Hamburg. Zum ersten Mal nutzten die Klimaforscherin Julia Pongratz und ihre Kollegen ein Modell, mit dem sich der globale Kohlenstoffkreislauf des letzten Jahrtausends berechnen lässt. Dieses Modell verknüpften sie mit einer Weltkarte der Landnutzung.

Chip fängt Mikroorganismen ein

Mikroorganismen sind überall – auch dort, wo Lebensmittel produziert oder verarbeitet werden. Nicht alle Mikroorganismen sind jedoch erwünscht. Forscher können die Raumluft nun direkt in Produktionshallen oder Lagern auf schädliche Mikroorganismen untersuchen.
Mikroorganismen sind überall. Manche können allerdings stören: Bei der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln beispielsweise. Die Lebensmittel können verderben oder ihr Geschmack kann sich verändern, etwa nach einer Fehlgärung in der Käseproduktion. Die Raumluft auf solche Mikroorganismen zu untersuchen, ist bislang aufwändig und zeitraubend: klassische mikrobiologische Verfahren stoßen an ihre Grenzen. Forscher von sechs Fraunhofer-Instituten haben ein Testsystem entwickelt, das solche Untersuchungen vor Ort und in weniger als einer halben Stunde durchführen kann