WWWW vom 31.Januar 2010: Thaipusam in Singapore

thai pusam fest

Heute mal was anderes: Ich war gerade in Singapore, und dort wurde das Thaipusam-Fest gefeiert. Thaipusam ist ein hoher Feiertag der Tamilen,und von denen gibt es eine Menge. Touristen kennen das Fest weil sich die Gläubige kleine Speere durch die Wangen stechen. Da habe ich mir geschenk, berichte dafür ein wenig über das Fest und was es zu bedeuten hat.

In der englischen Wikipedia gibt eine ausführliche Beschreibung des Festes.

WWWW vom 24.Januar 2010: iPhone app, Nacktscanner und das Alter unseres Sonnensystems

Das ist erstmal eine Ankündigung, sollte aber bald realisiert sein: Die erste iPhone App für Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft. Sie wird die Episoden beinhalten, mehr Wissenschaftsnews und Twitternews. Wenn es klappt auch Bilder. Ich hoffe sie wird diese Woche noch fertig.

Handystrahlen heilen Alzheimer bei Mäusen

Forscher haben Mäuse, die genetisch bedingt Alzheimer bekommen, Handystrahlen ausgesetzt und dabei überaus positive Effekte beobachten können. Man könnte fast von Heilung sprechen. Wir sind gespannt auf mehr. Danke an Tobias für den Tip!

Hintergrund: Der Katzenpfotennebel

Die ESO veröffentlicht faszinierende neue Bilder einer riesigen kosmischen Wolke, des Katzenpfotennebels. Diese komplexe Struktur aus Gas und Staub, Geburtsstätte einer Vielzahl massereicher Sterne, liegt nahe der Zentralregion der Milchstraße und ist aufgrund von Staubwolken, die zwischen ihr und der Erde liegen, weitgehend verdeckt.
Nur wenige Objekte am Nachthimmel werden ihrem Namen so gut gerecht wie der Katzenpfotennebel, eine glühende Gaswolke, die in der Tat einem gigantischen Pfotenabdruck ähnelt. Das Objekt mit der astronomischen Katalognummer NGC 6334 wurde erstmals im Jahre 1837 durch den Britischen Astronomen John Herschel beschrieben, der sich zu jener Zeit in Südafrika aufhielt. Obwohl er eines der größten damaligen Teleskope nutzte, scheint Herschel nur den hellsten Teil der Wolke wahrgenommen zu haben .
Katzenpfotenneben. Image by ESO

Zebrafische und der Biorhythmus

Ein lichtempfindliches Modul in einem Rhythmusgen ermöglicht Wirbeltieren, ihre inneren 24-Stunden-Uhren an den Wechsel von Tag und Nacht anzupassen. Zu diesem Ergebnis kam der KIT-Forscher Nicholas S. Foulkes, der die lichtgesteuerte Genexpression im Zebrafisch untersuchte.

Wie alt ist unser Sonnensystem?

Das zurzeit allgemein anerkannte Alter unseres Sonnensystems beträgt 4,567 Milliarden Jahre. Ermittelt wurde es 2002 von Forschern anhand des radioaktiven Zerfalls von Uran zu Blei, dem Goldstandard der Altersbestimmung in den Geo- und Planetenwissenschaften. Um diese radioaktive Uhr präzise anwenden zu können, muss man allerdings das Verhältnis der beiden langlebigen Uranisotope 238U/235U (die Uranisotopie) genau kennen. Bisher galt dieses Verhältnis als konstant. Nun haben Frankfurter Geowissenschaftler gemeinsam mit Kollegen von der Arizona State University gezeigt, dass es gerade in dem ältesten Material des Sonnensystems, den Meteoriten, erhebliche Variationen in der Uranisotopie gibt. Hätte man die jüngst untersuchten Kalzium-Aluminium-reichen Einschlüsse (CAIs) einiger Meteoriten zur Altersbestimmung herangezogen, wäre das Sonnensystem bis zu fünf Millionen Jahre zu alt datiert worden. Das berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift “Science”.

Wie funktionieren Nacktscanner?

Seit dem vereitelten Anschlag von Detroit stehen Körperscanner wieder zur Debatte. Nicht in den kommenden Wochen, aber vielleicht noch vor Ende diesen Jahres ist wird der Fluggast durch einen weiteren Sicherheitscheck geleitet werden.
Doch welche Gefahren bergen die gefürchteten Nacktscanner? Schauen wir uns doch mal an, wie so ein Gerät funktioniert. Gemacht hat das Ilona Baldus, eine neue Bloggerin bei Scienceblogs.de

WWWW vom 17.1.2010: Schweine in Lawinen und Quadrokopter überm Acker

Schweine in Lawinen verschüttet – mit Absicht

Stern.de:

Wissenschaftler verschütten 29 lebendige Schweine in Schneemassen und beobachten sie beim langsamen Ersticken und Erfrieren: Dieser Tierversuch im Tiroler Ötztal hat in Österreich für Entsetzen gesorgt. Eine landesweite Protestwelle führte schließlich dazu, dass die Forscher von der Medizinischen Universität Innsbruck am Donnerstagabend ihren am Dienstag gestarteten Versuch abbrachen.

Spinnt der Mann oder gibt es eine Erklärung dafür???

Hautstück regelt Blutdruck

Bluthochdruck und andere systemische Erkrankungen lassen sich möglicherweise einmal durch die Transplantation genetisch veränderter Haut dauerhaft behandeln. Bei Mäusen, die ein solches Transplantat bekamen, ließ sich der Blutdruck erfolgreich senken, berichten Wissenschaftler aus den USA und aus Deutschland in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften.

Seesterne und der CO2-Kreislauf

Während ihres Lebens produzieren sie Kalk und binden dabei Kohlenstoff aus der Wassersäule. Wenn sie sterben, lagert sich dieser am Meeresboden ab: Echinodermata spielen offenbar eine viel größere Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf als bisher vermutet. Auf der anderen Seite sind sie durch die zunehmende Ozeanversauerung gefährdet. Ihr Einfluss auf das gesamte marine Ökosystem ist somit nicht zu unterschätzen. In einer in der Fachzeitschrift “Ecology Monographs” erschienenen Studie legt eine internationale Forschergruppe unter Leitung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel erste Einschätzungen vor.

Zebrafinken und die Qual der Wahl

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen haben durch Beobachtung von über 350 Zebrafinken untersucht, welchen Einfluss für die Partnerwahl die genetische Vererbung im Vergleich zu sexueller Prägung hat. Wie Zebrafinkenweibchen ihren Partner wählen, ist laut den Forschern zum Teil genetisch vererbt. Welches Männchen sie bevorzugen, wird jedoch weder von den Genen, noch den Erfahrungen in der frühen Lebensphase bestimmt (Evolution, 11.01.2010)
Wie fast überall im Tierreich, sind es auch bei den Zebrafinken die Weibchen, die den Paarungspartner wählen.

Drohen über deutschen Äckern

Sie sind unbemannt, haben vier Rotoren und machen präzise, fotografische Aufnahmen von dem Land, das sie überfliegen. Normalerweise kommen die so genannten Quadrokopter bei Militär und Geheimdienst zum Einsatz. Das Institut für Pflanzenbauwissenschaften der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin hat sie nun für die zivile Nutzung entdeckt. Es plant die Drohnen als preiswerte Fernerkundungstechnologie für die exakt dosierte Nährstoffversorgung von Ackerflächen einzusetzen.

WWWW vom 10.1.2020: 5 Jahre Podcast über Wissenschaft





Ein Jubiläum: 5 Jahre lang mache ich jetzt diese Wissenschaftsendung aka Wissenschaftspodcast. Danke an alle die zuhören und zugehört haben.

Wer mir einen Preis verleihen will, kann das jetzt bei The Blobs tun. Ein Wettbewerb der Deutschen Welle. Link hier: http://www.thebobs.com/index.php?w=1262656122498645HDNLOQHP

Hoffnung für Tasmanische Teufel

Forscher haben heausgefunden, welches Protein typisch ist für die Tumoren, an denen die Tasmanischen Teufel erkranken. Sie können nun gesunde von kranken Tieren separieren.

Forscher zählen Fische

Forschungsschiffe sind derzeit in der Nordsee unterwegs, um Heringslarven zu zählen und damit abschätzen zu können, wie sich die Populationen entwickeln werden. Ausserdem untersucht man in einem weiteren Schritt die Bodenfauna.

Kochbuch für Astronauten

Gefunden bei den Scienceblogs: Ein Kochbuch zeigt, was man auf der ISS kochen kann. Nicht ganz ernst, aber unterhaltsam.

Muscheln machen das Wasser sauber

Das scheint die Coastal Research & Management (CRM) aus Kiel in der Ostsee vorzuhaben, wenn sie übermäßiges Pflanzenwachstum mit dem Ansiedeln von Algen bekämpfen will. Miesmuscheln und Braunalgen sollen es richten. Denn würden sie geerntet, verbessere sich nicht nur die Wasserqualität, sondern sie könnten auch zu Lebensmitteln und Fischfutter weiter verarbeitet werden.

Leckerer Süßstoff

Erythritol, Maltit,, Polydextrose, Sucralose, Stevia, Isomalt – so heißen die Zauberformeln, die das Team um Prof. Dr. Mechthild Busch-Stockfisch von der Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg für den erfolgreichen Ersatz von Zucker in Lebensmitteln entwickelt hat. Das Gemisch aus verschiedenen Süß- und Zuckeraustauschstoffen schmeckt ebenso süß wie herkömmlicher Haushaltszucker und weist dazu keinen unangenehmen Beigeschmack wie Nebenwirkungen auf.
Projektbeschreibung http://www.haw-hamburg.de/12726.html

WWWW vom 3.1.2010: Gutes Neues Jahr!

Neuer Laser hat’s in sich

Mit einem neuen Mechanismus zur Laser-Ionenbeschleunigung konnten Physiker des Berliner Max-Born Instituts zusammen mit Wissenschaftlern des Max-Planck Instituts für Quantenoptik in Garching und der Ludwig-Maximilians-Universität München Teilchen 40fach effizienter beschleunigen als bisher. Sie nutzten dafür den Lichtdruck, also den direkten Impulsübertrag zwischen Laserfeld und Materie – ein Mechanismus, der seit langem vorhergesagt worden war.

Eidechsenarten passen sich unabhängig voneinaner gleich an

Viele Tiere passen sich farblich ihrem Lebensraum an, um sich vor Fressfeinden zu tarnen. Dumm nur, wenn sich plötzlich die Umgebung ändert. Dann ist rasche Anpassung gefragt: Unter dem evolutionären Druck ändern nahe verwandte Spezies häufig ganz unabhängig voneinander ihr Aussehen. Am Beispiel dreier ehemals dunkler, nun aber heller Eidechsenarten haben deutsche und US-Forscher herausgefunden, dass die entscheidenden Mutationen sogar das gleiche Gen betreffen können – der Mechanismus, der letztendlich die Farbänderung herbeiführt, muss aber nicht zwangsläufig derselbe sein. Via Wissenschaft.de

Wissenschaftler messen Mutationsgeschwindigkeit

Mutationen sind das Rohmaterial der Evolution. Schon Charles Darwin hatte erkannt, dass Evolution nur funktionieren kann, wenn es vererbbare Unterschiede zwischen Individuen gibt: Wer besser an die Umwelt angepasst ist, hat größere Chancen, seine Gene weiterzugeben. Eine Art kann sich daher nur weiterentwickeln, wenn sich das Erbgut permanent durch neue Mutationen verändert und die jeweils vorteilhaftesten Veränderungen in der Selektion bestehen. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben nun erstmals direkt die Geschwindigkeit des Mutationsprozesses in Pflanzen gemessen.

Neues Wissen über alte Makrophagen

Bestimmte uralte Abwehrzellen in der Milz scheinen im Immunsystem eine ungewöhnliche Doppelfunktion zu übernehmen: Einerseits fressen und verdauen sie Krankheitserreger – das ist die Rolle, für die sie “ausgebildet” sind. Andererseits – und das ist neu – sammeln sie gewissermaßen Bestandteile der Erreger. Diese reichen sie an einen viel jüngeren Teil der Immunabwehr weiter und informieren ihn so darüber, von welcher Seite Gefahr droht. Forscher der
Universität Bonn haben diesen Mechanismus zusammen mit Kollegen aus Amsterdam und Utrecht identifiziert.