WWWW vom 19.9.2010: OLED-Lampen und Angststudien

Philips baut und vor allem forscht an OLED-Lampen. Was bisher für Bildschirme verwendet wird soll bal auch unser Heim leuchten. Mein Hörer Dietmar Thomas arbeitet dort im Pressebereich und hat mir ein paar Infos geschickt (sorry, ich glaube ich habe im Podcast Dieter gesagt, es muss Dietmar heissen). Mehr Infos auch auf www.lumiblade.com.

Die Energiebilanz von Äpfel entscheidet darüber, welche Äpfel wir an der Obsttheke, auf dem Obst-Markt oder im Supermarkt kaufen sollten. Zumindest wenn wir primär umweltbewusst kaufen möchten. Denn viele Äpfel kommen beispielsweise aus Neuseeland und haben daher eine schlechtere Energiebilanz als heimische Äpfel. Oder? Auf http://www.energie-weblog.de/energiebilanz-von-aepfel/ wird vorgerechnet wie die Energiebilanz tatsächlich aussieht.

Wissenschaftliche Studie untersucht die Ursachen von Krankheitsängsten – Teilnehmer gesucht
Menschen mit starken Krankheitsängsten, oft auch als Hypochonder bezeichnet, zeigen im Vergleich zu anderen eine selektive Aufmerksamkeit: Sie neigen dazu, ihre Umgebung unwillkürlich nach potenziell bedrohlichen Reizen abzusuchen und wenden sich diesen Reizen dann ausführlich zu. Dies ergab eine Studie am Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nun soll eine weitere wissenschaftliche Studie den Ursachen für die Entstehung und für die Aufrechterhaltung der Hypochondrie nachgehen. Für diese Studie unter der Leitung von Dr. Michael Witthöft werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht, die unter Krankheitsängsten leiden und die an einer computergestützten Untersuchung der Wahrnehmung und Bewertung körperlicher Vorgänge teilnehmen möchten. Interessenten melden sich bitte bei Dipl.-Psych. Maribel Kölpin und Dipl.-Psych. Susann Krautwurst unter der Telefonnummer 06131 39-39204. Ein Anrufbeantworter nimmt Namen und Telefonnummer auf, die Anrufer werden umgehend zurückgerufen. Oder aber Interessenten schreiben eine Mail an “koelpin@uni-mainz.de“.

Bremer Universität startet Studie zum Einsatz von Computertechnologie gegen soziale Angst. Betroffene können sich melden, um an der Studie teilzunehmen.
Ob in großen Menschenmengen, engen Räumen, wenn man im Mittelpunkt stehen muss oder einfach nur im sozialen Kontakt: in vielfältigen Situationen können Angstsymptome wie Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot bis hin zu ausgeprägten Panikattacken so stark werden, dass solche Situationen zur Belastung werden. In sehr schlimmen Fällen kann die Problematik Ausmaße annehmen, die zu einer extremen Einschränkung der Lebensführung des Einzelnen und darüber hinaus zu Folgeerkrankungen wie Depressionen oder psychosomatischen Beschwerden führen. Neue Behandlungsansätze setzen deshalb verstärkt Computertechnologie ein, um Hilfe leichter erreichbar zu machen, und konnten damit bereits in wenigen Wochen deutliche Verbesserungen der Symptomatik erzielen. Eine derartige computerbasierte Behandlungsmethode wird nun ebenfalls an der psychotherapeutischen Hochschulambulanz der Universität Bremen angeboten. Für diese von der Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie und der Universität Bremen für drei Jahre geförderte Studie werden Frauen und Männer zwischen 18 und 65 Jahren gesucht, die unter sozialen Ängsten leiden und zu Hause Zugang zum Internet haben. Weitere Auskünfte erhalten Interessierte unter der Rufnummer 0421-218 68677 (persönliche Sprechzeiten mittwochs von 10-12 Uhr und von 17-19 Uhr, außerhalb der Sprechzeiten Anrufbeantworter zum Hinterlassen der Kontaktdaten) oder per E-Mail an behandlungsstudie@angstinfo.org (hierbei bitte angeben: Interesse an Studienteilnahme in Bremen).

Einen Ionenkanal, mit dem sich Pflanzen vor dem Austrocknen schützen, haben Würzburger und Züricher Forscher entdeckt. Seine Besonderheit: Er funktioniert ähnlich wie Ionenkanäle, die bei Menschen und Tieren auftreten. In der Haut von Pflanzen befinden sich winzige Poren. Sie lassen Kohlendioxid für die Photosynthese in die Blätter gelangen und gleichzeitig Wasser in die Umgebung entweichen. Die optimale Regulation dieser Poren ist für Pflanzen darum sehr wichtig: Bei Trockenheit soll möglichst wenig Wasser verloren gehen, aber ausreichend Kohlendioxid einströmen.

Urvogel Mit einer Flügelspannweite von mehr als fünf Metern segelte der Urvogel vor fünf bis zehn Millionen Jahren über die Küstenregion Chiles. Die fossilen Überreste des Tieres, dessen erstaunlich niedriges Lebendgewicht zwischen 16 und 29 Kilogramm lag, wurden in der Atacama Wüste, unweit des nordchilenischen Dorfes Bahìa Inglesa entdeckt. Es ist der bisher besterhaltene Fund eines Pseudozahnvogels. Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Gerald Mayr und sein chilenischer Kollege Dr. David Rubilar haben das Fossil jetzt als neue Art beschrieben und Pelagornis chilensis genannt. Eine Rekonstruktion „schwebt“ nun im Vogelsaal des Frankfurter Senckenberg Naturmuseums.

MyFreeFarm: Kostenlos Bauer spielen als Browsergame

[Trigami-Review]

FarmIch bin ein Knecht. Ein neuer noch dazu. Habe keine Ahnung von Landwirtschaft. Doch das soll sich ändern. Innerhalb von ein paar Minuten habe ich schon gelernt, Karotten zu pflanzen, zu bewässern und zu ernten. Nur kann ich die nicht essen weil sie quasi ein virtuelles Gut sind. Ich spiele My Free Farm, ein Browser-basiertes Spiel. Und ich habe Schwein, genauer das Hilfe-Schwein, das mich als Anfänger erst einmal einführt auf den Bauernhof.
Ich fühle mich gut als Bauer, deshalb muss ich auch gleich prahlen gehen – ins Dorf. Nichts da, sagt das Schwein, wir müssen Saatgut kaufen. Eine etwas sehr avatrige Verkäuferin hilft mir auch dabei. Kaum frage ich mich, woher eigentlich mein Geld kommt, wird es vom Schwein beantwortet: Ich muss meine Produkte verkaufen. Und damit lässt mich das Schwein allein zurück auf meinem Bauernhof. 58 Punkte später will es nochmal vorbeischauen.
Nun gut. Ich mache was ich kann, Karotten und das neu gekaufte Getreide anbauen. Aha, dafür brauche ich 2 Flächen. So what, ich hab’s doch. Nichts leichter als das. Frage mich nur, was da unten in der Ecke in meinem Acker rumwühlt. Mäuse? MÄUSE!


Moment: Ich habe bislang allen Farm- und Coffeeshopspielen widerstanden. Und jetzt sehe ich mich schon in Latzhose und Strohut Gemüse anpflanzen und sehnsüchtig auf die Pflanzen schauen, wann sie denn endlich geerntet werden können, weil ich doch Kohle machen muss? Yep. Ich spiele My Free Farm, ein kostenloses Onlinespiel, und es macht mir Spaß. Das Schwein ist so knuffig gestaltet, dass man es einfach lieb haben muss. Das Wachsen des Gemüse dauert, so dass ich mal eben diesen Text schreiben kann. Ein netter Zeitvertreib, der aber schnell umschlagen kann in einen Vollzeitjob. Denn wenn erstmal der Rubel rollt, kommt man ganz schön ins Schwitzen. Da hilft dann einem auch kein Schwein mehr.
Ok, manchmal ha(r)kt die Grafik, kann aber auch an meinem Chrome-for-Mac-Browser liegen. Und am Anfang braucht es Geduld. Aber so ist das nunmal mit Mutter Natur: Gut Ding will Weile haben.

Also, liebe Leser, nach all der trockenen Wissenschaft hier im Blog einfach mal los und “Jetzt zum Spiel

WWWW vom 12.9.2010: Frauen wollen Männer tanzen sehen

Kleines Molekül macht Lungenkrebs so richtig böse

Ein kleines RNA-Molekül bestimmt darüber, ob Lungenkrebszellen invasiv wachsen und Metastasen bilden. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universitätsmedizin Mannheim entdeckten dies an Tumorzellen in der Kulturschale und erkannten darüber hinaus, dass auch bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs gilt: Je weniger der Micro-RNA die Tumorzellen produzieren, desto häufiger kommt es zu Metastasen.

Frauen mögen Männer, die tanzen

Tanzende Männer in der Computersimulation.Männer mit bestimmten Tanzbewegungen gelten bei Frauen als besonders attraktiv. Das haben Wissenschaftler der Universität Göttingen und der britischen Northumbria University in Newcastle mit Hilfe von Computersimulationen entdeckt. Sie fanden heraus, dass ein biegsamer Nacken, ein beweglicher Rumpf sowie ein schnelles Tempo bei der Tanzbewegung des rechten Knies auf die weiblichen Versuchspersonen besonders anziehend wirkt.

Wald kühlt und wärmt zugleich

Ausgerechnet zum Ende des diesjährigen, recht verregneten Sommers rückt die Hitzeperiode von 2003 noch einmal deutlich in Erinnerung. „Vielleicht haben sich damals viele in den relativ kühlen, schattigen Wald gewünscht!“, meint Prof. Christian Bernhofer. Der Meteorologe an der Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften der Technischen Universität Dresden erklärt: „ „Dass Wälder einen dämpfenden Einfluss auf solche Hitzeperioden haben sollten, liegt an ihrer höheren Verdunstung, die einen Teil der Wärme verbraucht und so kühler bleiben als Wiesen oder Felder.“ Dass solche Effekte ganze Landschaften betreffen können und auch klimatische Konsequenzen nach sich ziehen, war bis jetzt durchaus umstritten. Wenn diese Konsequenzen real sind, könne man aber einen Teil des Klimawandels je nach Landnutzung verstärken oder abschwächen.

Gen steuert Cholesterinausstoss

Weshalb haben manche Menschen einen zu hohen Cholesterinspiegel und erleiden einen Herzinfarkt, während andere offenbar geschützt sind? Forscher in Dänemark und Deutschland haben darauf jetzt eine Antwort gefunden: „schuld“ ist ein Gen. Es tritt in verschiedenen Varianten auf – eine Variante des Gens schützt, die andere nicht.

WWWW vom 5.9.2010: WISDOM sammelt Daten entlang des Mekong

Ein Einblick in WISDOM, eine Datenbank die Informationen aus dem Mekonggebiet sammelt und aufbereitet. Ziel ist es, Entscheidungsträgern Datenanalysen zu bieten und eine Hilfe zu sein bei Verständnis von Zusammenhängen im betroffenen Gebiet.
Mangrove forest in Mekong delta

Integrated Watershed Management plays a crucial role for the sustainable use, the preservation and the analyses of water resoures. It is the goal of the WISDOM project to jointly (Vietnamese and German partners) design and implement an Information System for the Mekong Delta, containing information from the fields of hydrology, sociology, information technology and earth observation. The integration of such data will enable the end-user of the system to perform analyses on very specific questions; and thus will supply the end-user with a tool supporting regional planning activities.

Kaffeetrinken in Maßen kann Dehnbarkeit der Aorta verbessern

Ein bis zwei Schalen Kaffee pro Tag erhöhen die Dehnbarkeit der Hauptschlagader (“Aorta”) und reduzieren damit bei älteren Menschen mit Bluthochdruck das Herzinfarkt-Risiko. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Athen (Studienleiterin: Dr. Christina Chrysohoou) von insgesamt rund 670 Bewohnern der griechischen Insel Ikaria.

Diät hilft Frauen bei intrakranielle Hypertension

Eine strikte Diät kann übergewichtigen jüngeren Frauen mit einer bestimmten Kopfschmerzerkrankung helfen. Dabei handelt es sich um die so genannte idiopathische intrakranielle Hypertension – ein Krankheitsbild, das durch einen erhöhten Gehirnwasserdruck gekennzeichnet ist und vorwiegend übergewichtige Frauen betrifft. Für die Patienten geht die Erkrankung mit Kopfschmerzen, Sehstörungen und Ohrgeräuschen einher.