WWWW vom 29.11.2010: Protein hilft beim Gewicht halten

Lernen von Walflossen

Amerikanische Forscher haben sich an Buckelwalen ein Vorbild genommen, um die Turbinen bei Ströumgskraftwerken zu verbessern. Diese Kraftwerke haben nämlich ein Effizienz-Problem wenn es um leichte Strömung geht – dann holen sie nicht genug Energie aus der Wasserkraft. Die Wissenschaftler haben sich die Flossen von Buckelwalen angeschaut und festgestellt, dass diese optimal mit auch geringen Strömungsverhältnissen zurechtkommen. Kleine Knubel an den Turbinen erhöhen nun die Effizienz bei den Kraftwerken.

Entwicklungsländer können Energie sparen

In Peru haben Forscher ein Projekt vorgestellt, mit dem in entlegenen Gebieten Energie gespart wird und gleichzeitig weniger CO2-produziert wird. Man hat einfach die Abrechnung des Stroms, der aus Dieselgeneratoren kommt, von Anzahl der Geräte auf tatsächlichen Verbrauch umgestellt. Ergebnis: Die Leute sparen 28 Prozent Stom ein, und mit Energiesparlampen wurde der Verbrauch noch einmal um 17 Prozent gesenkt.

Nach den Dinos gab es einen Wachstumsschub

Als die Dinosaurier ausstarben, hinterließen sie uns nicht nur Fossilien, sondern auch ökologische Nischen. Dies, glauben Forscher jetzt, war der Grund, warum genau dann die Säugetiere einen Wachstumsschub erfuhren. Waren sie zur Zeit des T-Rex gerade mal maximal 15 Kilo schwer, entwickelten sich dann Vorfahren der Elefanten zu einem Gewicht von bis zu 17 Tonnen. Sie wuchsen geradezu in die Nische hinein.

Studie: Wenig Kohlehydrate und viel Protein hilft gegen Jojo-Effekt

Die Ergebnisse einer großen europäischen Ernährungsstudie weisen nun darauf hin, dass eine proteinreiche Ernährung mit magerem Fleisch, fettarmen Milchprodukten sowie Hülsenfrüchten und wenig raffinierten Stärkeprodukten wie beispielsweise Weißbrot dem Jojo-Effekt entgegen wirkt. Zur Auswahl für die Studienteilnehmer standen 5 Diäten:
Zur Auswahl standen:
1. eine Kost mit erhöhtem Eiweißanteil (25 Prozent Eiweißanteil) und niedrigem Glykämischen Index,
2. eine Kost mit erhöhtem Eiweißanteil und hohem Glykämischen Index,
3. eine Kost mit normalem Eiweißanteil (13 Prozent Eiweißanteil) und niedrigem Glykämischen Index,
4. eine Kost mit normalem Eiweißanteil und hohem Glykämischen Index.

Bei der fünften Diät handelte es sich um eine „Kontroll-Diät“, die sich an den bestehenden Ernährungsempfehlungen orientierte.
Ergebnis: Diät 1 half am besten gegen den Jojo-Effekt.
Die gleiche Studie sagte übrigens 2008 das Gegenteil, zumindest bezogen auf den glykämischen Index.

Studie: “Diets with High or Low Protein Content and Glycemic Index for Weight-Loss Maintenance”
Thomas Meinert Larsen, PhD, Stine-Mathilde Dalskov, MSc, Marleen van Baak, PhD, Susan Ann Jebb, PhD, Angeliki Papadaki, PhD, Andreas F.H. Pfeiffer, MD, J. Alfredo Martinez, PhD, Teodora Handjieva-Darlenska, MD, PhD, Marie Kunešová, MD, PhD, Mats Pihlsgård, PhD, Steen Stender, MD, PhD, Claus Holst, PhD, Wim H.M. Saris, MD, PhD, and Arne Astrup, MD, DrMedSc, for the Diet, Obesity, and Genes (Diogenes) Project; New England Journal of Medicine, published online 25 Nov. 2010.

Podcast verzögert sich einen Tag

Sorry, aber das Barcamp hier in Laos dass ich mitorganisiere hat mich doch sehr in Beschlag genommen, deswegen kann icj den Podcast erst morgen aufnehmen (Ortszeit Laos, wer dann in Deutschland aufwacht hat ihn schon im Feed). Danke für die Geduld!

WWWW: Fast live vom That Luang Festival, neue Handyblitze und Sternenhaufen

Heute mal ein paar (leider etwas übersteuerte) O-Töne vom That Luang Festival in Vientiane.

Darüberhinaus aber auch Nachrichten aus der Wissenschaft:

Ein neuer LED-Blitz soll Handybilder besser machen. Auf einen Meter Entfernung leuchtet er 90 Zentimeter Diagonale aus. Erfunden hat es Osram.

Karate mindert Gewalt

Im Rahmen eines Forschungsprojekts untersuchten Regensburger Wissenschaftler den Einfluss von Sporttraining auf die Gewaltbereitschaft und auf das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen der Projektstudie nahmen zwei Gruppen männlicher Schülern von zwei Regensburger Hauptschulen an einem Sporttraining teil: eine Gruppe an einem längeren Karate-Training, die andere Gruppe an einem Tischtennistraining. Über psychologische Testverfahren wurden dabei Gewaltbereitschaft, Selbstbewusstsein und emotionale Befindlichkeit bei den Probanden erfasst.

Dicke Kinder im Universum

Überbevölkerung führt zu dicken Kindern: Während sich in „leichten“ Sternhaufen die vergleichsweise wenigen entstehenden Sterne nicht gegenseitig beeinflussen, verschmelzen sie in „schweren“ Sternhaufen aufgrund des Gedränges miteinander. Dabei entstehen häufig besonders massereiche Sterne – das Zahlenverhältnis „schwer zu leicht“ verschiebt sich. Mehr: http://arxiv.org/abs/1011.3814

Wie Schweineembryos das Überleben sichern

Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie in Dummerstorf (FBN) ist eine wegweisende Entdeckung bei der Erforschung des Zusammenspiels zwischen Muttertier und frühem Embryo während der Trächtigkeit gelungen. Dr. Karin Wollenhaupt und Dr. Wolfgang Tomek vom Forschungsbereich Fortpflanzungsbiologie konnten erstmals bei Schweinen einen neuartigen Regulationsmechanismus nachweisen, bei dem ein Embryo die mütterliche Gebärmutterschleimhaut beeinflusst, um damit das Fortbestehen der Trächtigkeit zu sichern.

Viren besser zählen

Eine Hülle aus Proteinen, ein wenig Erbgut und ein paar Enzyme: Viren sind so einfach gebaut, dass sie nicht einmal eindeutig den Lebewesen zugerechnet werden können. Nachweisen kann man die winzigen Krankheitserreger in der Regel nur mit indirekten Methoden – für gewöhnliche Lichtmikroskope sind sie zu klein. Doch nun haben Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund eine Art Viren-Mikroskop gebaut. Mit dem Gerät können sie in Echtzeit verfolgen, wie sich die Virus-Partikel auf einer Oberfläche absetzen.

WWWW vom 14.11.2010: Sonnenbrand bei Walen und Hundebisse bei Kindern

Sonnenbrand bei Walen

Wale leiden unter einer Art Sonnenbrand, haben Forscher aus London entdeckt. Sie stellten bei Blau- und Finnwalen Hautveränderungen fest. Untersuchungsgebiet war der Golf von Kalifornien, wio es besonders hohe UV-Werte gibt. Vor allem die Blauwale zeigen eine immer größer werdende Empfundlichkeit.

Hunde beißen unbeaufsichtige Kinder, die sie “drangsalieren”

Hundeattacken auf Kinder können bei allem Rassen passieren. Grund ist in der Regel, dass das Kind unbeaufsichtigt ist und den Hund belästigt oder drangsaliert hat – ob absichtlich oder nicht. Wenn ein Hund einmal gebissen hat wird er das wohl wieder tun, so eine Untersuchung bei 537 Kindern, die ins Gesicht gebissen wurden. Gesicht deshalb, weiil eben die Kinder so klein sind. Also lieber Eltern, das Kind NIEMALS mit dem Hund alleione lassen, vor allem wenn es zwischen 3 und 5 Jahren alt ist – da ist das Risiko am höchsten. Statistisch sind Mischlinge am gefährlichsten, Rottweile und Schäferhunde machten nur 5 Prozent der Fälle aus.

Was läßt Venusfliegenfalle zuklappen?

Die Venusfliegenfalle ist eine fleischfressende Pflanze, die Insekten mit Flüssigkeittröpfchen anlockt. Sobald das Insekt eine der haarfeinen Borsten in der Falle berührt, klappt diese wie ein Fangeisen zu, die Beute sitzt fest – und wird verdaut. Minoru Ueda und ein Forscherteam von den Universitäten Tohoku, Hirosaki und Hiroshima (Japan) haben nun zwei chemische Faktoren gefunden, die das Zuklappen der Fallen auslösen.

Naturansatz bei Krebsmittel

Bei ihrer Suche nach neuen Krebswirkstoffen setzen Forscher aus Deutschland auf sogenannte Myxobakterien. “Diese vorwiegend im Boden lebenden Mikroorganismen zeichnen sich durch eine Vielzahl sekundärer Inhaltsstoffe mit enormer struktureller Vielfalt aus”, heißt es in einer Mitteilung der Ludwig-Maximilians-Universität . “Von einigen ist bereits bekannt, dass sie sehr potente Antitumor-Wirkstoffe sind.”

Krebsmedikamnet aus Tabakpflanzen

Das junge Unternehmen PlantForm aus Guelph in Ontario/Kanada nutzt Tabakpflanzen, um Medikamente gegen Krebs zu entwickeln. Ein neuer Ansatz, der die Medikamentenkosten stark senken soll. PlantForm stellt dabei therapeutische Antikörper-Medikamente und -Impfstoffe aus Tabakpflanzen her. Die Universität Guelph hat die Lizenz für die Technologie an PlantForm vergeben.

Ultraschall schafft Genauigkeit bei Krebstherapie

An der Fachhochschule Gelsenkirchen wurde ein Forschungsprojekt gestartet, das durch Ultraschall-Navigation dazu führen soll, schonender als bisher Tumore in der weiblichen Brust oder in der Prostata im Frühstadium von innen heraus zu behandeln.

Gesundheitsberatung online: Rat holen bevor es zum Arzt geht

Verbraucherinformation

Ich war neulich zum jährlichen Checkup im Krankenhaus alles war soweit in Ordnung, nur mein Cholesterinspiegel ist zu hoch. Nun hat ein Arzt in diesen Tagen nur begrenzt Zeit, verschreibt vielleicht ein Medikament, gibt Ratschläge zum Abnehmen und ein Blatt mit ernährungstipps und dann war es das schon. Eine Gesundheitsberatung wie man sich das wünscht ist der Regelbesuch nicht.

Gesundheitsberating online
Also ab ins Internet, zum Beispiel auf die Seite Gesundheitsberatung.de. Da gebe ich Cholesterin ein und schon habe ich zwei Treffer auf Artikel, die mir genau erklären, was es mit dem LDL und dem HDL auf sich hat und was eine Hypercholsterinämie überhaupt ist.
Das Gleiche gilt für meine Allergie. Man hat neben dem üblichen Heuschnupfen eine Mangoblütenpollenallergie diagnostiziert – ein Luxus wie ein Freund meinte. Doch wie ist das mit diesen Allergien? Wie funktionieren sie und was kann man tun? Unter Tipps bei allergiuen lese ich zum Beispiel ich soll abends die Haare waschen (wurde mir schon mal gesagt, ich vergesse es aber immer wieder), nur abends oder nachts lüften, auf Teppiche und Vorhänge verzichten (ersteres ja, letzteres habe ich noch, also raus damit), und wenn ich eine Tierhaarallergie haben sollte, möge ich bitte Kontakt vemeiden. Nun bin ich nicht so sicher, ob ich auch gegen Tierhaare allergisch bin, das wäre schlecht, weil ich drei Hunde habe (plus die der Nachbarn, die gerne mal zu uns rüberkommen). Brauche ich vielleicht einen neue Allergietest?
Auch darauf hat Gesundheitsberatung.de eine Antowrt, nämlich entweder den Artikel Allergietest lesen oder in die Sprechstunde gehen. Die ist leider gerde geschlossen, als ich vorbeikomme, aber ich kann Fragen lesen, dei andere gestellt haben. von Katzenhaarallergie bis Asthma. Ein Mann, Drucker von Beruf, fragt da nach städnigem Niesen, auch mein Problem, Allergietests hätten nicht ergeben. Der Arzt, Dr. med. Guido Ern, rät sich ein cortisonhaltiges Nasenspray verordnen zu lassen, weil sich zum Beispiel eine Allergie auf Druckerstaub unter umständen nicht nachweisen lässt. Also werde ich mal versuchen, auch so ein Spray von meinem Arzt zu bekommen.

Wohlgemerkt, Portale wie Gesundheitsberatung.de sollen nicht den Arzt ersetzen, sondern ergänzen. Dort, wo Ärzte keine Zeit mehr haben (oftmals ist das gar nicht deren Schuld), können diese Webseiten eine echte Hilfe sein. Vor alle, weil ich im Gegensatz zu Wikipedia nicht nur einen Fachartikel habe, sondern eben auch Rat von anderen bekomme und sogar von Ärzten, und das sogar gratis.

Gesundheitsberatung im Internet setzt aber auch einen mündigen aufmerksamen Bürger voraus. Auch hier können sich Ärzte irren oder aber andere Nutzer etwas Falsches sagen. Bevor also eigenmächtig eine Behandlung begonnen wird, würde ich immer noch eine weitere Meinung einholen. Und man sollte evtl. ein Pseudonym verwenden, wenn man seine Krankengeschichte in einem so öffentlichen Portal erzählt.

WWWW vom 6.11.2010: Monogame Fruehmenschen und winzig kleine Froesche

Wie war es damals bei den Fruehmenschen: Treue bis das der Tod sie scheidete oder Orgein in der Hoehle? Eine Antworte koennen Knochenfunde geben, bzw. eine neue Methode der Ntersuchung. Gemessen am niedrigen Längenverhältnis von Zeigefinger und Ringfinger, könnte beispielsweise das Leben der Neandertaler vom Wettstreit um Geschlechtspartner geprägt gewesen sein. (via Scienceticker.info)


Die nach Guinness-Buch kleinste Froschart der Welt, der kubanische Zwergfrosch Eleutherodactylus iberia, besitzt in seiner Haut Gifte aus der Substanzklasse der Alkaloide, die wahrscheinlich einen wirksamen Mechanismus zur Abwehr von Feinden darstellen. Diese überraschende Entdeckung gelang einer Gruppe kubanischer und deutscher Wissenschaftler um Professor Miguel Vences von der Technischen Universität Braunschweig.

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Berlin haben bei Beryllium-Oxid (BeO) exotisches Verhalten beobachtet, wenn dieses mit schnellen Schwerionen beschossen wird: Die Elektronen des BeO scheinen nach dem Beschuss geradezu „verwirrt“ und vergessen völlig die Materialeigenschaften ihrer Umgebung. Die Messergebnisse zeigen Veränderungen in der Elektronenstruktur an, die durch ein extrem schnelles Schmelzen rund um die Einschussbahn der Schwerionen erklärt werden können. Wenn diese Interpretation zutrifft, wäre es das schnellste Schmelzen, das je beobachtet wurde.

Wissenschaftler des Departments für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Tübingen konnten in einer Studie erstmals zeigen, dass ein unter die Netzhaut eingepflanzter, lichtempfindlicher Chip bei erblindeten Menschen Sehleistungen wiederherstellen kann, die bis hin zur Erkennung von Buchstaben und Wörtern reichen.