WWWW vom 21.3.2011: Insekten, Angst und Parteiprogramme

Essbare Insekten

Ich war auf einem Vortrag über essbare Insekten in Laos und wie sie Bauern helfen können. anbei noch ein FAO Video zum Thema.

Wie Angst verdeckt wird

Das Angstempfinden ist ein natürlicher Begleiter unseres Lebens und ein sinnvoller Schutzmechanismus. Doch manchmal nehmen Ängste überhand und sind nur schwer wieder abzulegen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Freiburg, Basel und Bordeaux haben nun die Vorgänge im Gehirn bei der Entstehung und Unterdrückung von Ängsten im Computer simuliert. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „PLoS Computational Biology“ erklären Ioannis Vlachos vom Bernstein Center der Universität Freiburg und Kollegen aus Bordeaux und Basel erstmals, auf welche Weise scheinbar abgelegte Ängste in Wirklichkeit nur verdeckt, aber nicht verschwunden sein können.

Parteiprogramme unverständlich

Die Uni Hohenheim hat Parteiprogramem auf ihre Verstädnlichkeit untersucht. Am unverständlichsten formuliere die FDP: Ihr Wahlprogramm in Rheinland-Pfalz sei etwa so leicht verdaulich wie eine politikwissenschaftliche Doktorarbeit, so das Ergebnis eines Verständlichkeitstests von Kommunikationswissenschaftlern der Universität Hohenheim. Das Wahlprogramm der SPD für die Landtagswahl sei für den Durchschnittswähler noch am verständlichsten. Die komplette Studie: www.uni-hohenheim.de

Zur möglichen Kontamination von Fischen und Meerwasserpflanzen

Aus Radioaktivitäts-Messdaten für Fische aus Nord- und Ostsee, die seit dem Reaktorunfall von Tschernobyl in den vergangenen 25 Jahren erhoben wurden, haben die Wissenschaftler des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) gelernt, dass sich in gut durchströmten Meeren, wie zum Beispiel der Nordsee, Kontaminationen relativ schnell verdünnen. Aufgrund dieser Informationen kann nach derzeitigem Wissensstand für den Pazifischen Ozean ebenfalls davon ausgegangen werden, dass sich radioaktive Stoffe, die über kontaminiertes Kühlwasser aus Fukushima und über belastete Luftmassen ins Meer gelangen, in kürzester Zeit auf ein nicht nachweisbares Niveau verdünnen werden. (so nicht weitere Unglücke passieren). Mehr Infos auf http://www.forschungsreport.de

WWWW vom 14.3.2011: Ozonloch über der Arktis

Ozonloch Grafik

Ozonloch am Nordpol

Ein Rekord-Ozonloch über der Arktis von bislang nie beobachteter Größe wird in den kommenden Wochen von Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erwartet. Mit Daten des im KIT entwickelten MIPAS-Gerätes auf dem europäischen Umwelt-Satelliten ENVISAT konnten die KIT-Wissenschaftler gemeinsam mit Kollegen aus Oxford den Beginn eines Phänomens beobachten, das in dieser Ausprägung bisher nur über dem Südpol auftrat.

Solarzellen verbessert

as Labor für Photovoltaik der Universität Luxemburg hat ein verbessertes Herstellungsverfahren für Kesterit-Solarzellen entwickelt, das nun zu einem europäischen Effizienzrekord von 6,1 Prozent geführt hat. Dieser Betrag wurde vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme zertifiziert, eines von acht Laboren weltweit, die Zertifizierungen für Solarzelleneffizienz vornehmen dürfen.
Weitere Informationen:
http://wwwen.uni.lu/research/fstc/physics_and_material_research_unit/photovoltai… – Homepage des Labors für Photovoltaik
http://www.uni.lu – Homepage der Universität Luxemburg

Torismus setzt noch auf Web 1.5

Das Potenzial des Internets in der Tourismusbranche ist noch lange nicht ausgeschöpft. Dies gilt vor allem für das sogenannte Web 2.0, also für Social Media-Aktivitäten wie Twitter oder Facebook. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, welche die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin im Vorfeld der Internationalen Tourismus Börse Berlin (ITB) durchgeführt hat.

Freelancer glücklicher als angenommen

Immer mehr Berufstätige arbeiten als „Freelancer“ – eine Situation, die sehr hohe Anforderungen stellt und in der das Berufs- und das Privatleben deutlich an Stabilität verlieren. Psychologen der FernUniversität haben festgestellt, dass diese freien Mitarbeitenden dennoch durchaus zufrieden sind. Es gibt aber auch branchenspezifisch markante Unterschiede. Geschätzte zwei Millionen Berufstätige arbeiten in Deutschland ohne Festanstellung als „Freelancer“ für wechselnde Auftraggeber, Tendenz steigend.

Mehr Informationen http://www.flink-projekt.de

Proteinreiche Kost nicht gut für Schwangere und stillende Mütter

Einen hohen Eiweißkonsum von Müttern haben Wissenschaftler aus Gießen, Hull (England), Rostock-Dummerstorf und Berlin als möglichen Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod identifiziert. Das Team um Prof. Dr. Thomas Walther vom Excellence Cluster Cardio Pulmonary System (ECCPS) der Justus-Liebig-Universität Gießen und Dr. Cornelia C. Metges (Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Rostock-Dummerstorf) untersuchte, ob eine sehr eiweißreiche Ernährung – wie sie der weit verbreitete extreme Fleischkonsum in den westlichen Industrienationen darstellt – negative gesundheitliche Auswirkungen, wie z. B. erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auf die Nachkommen haben kann.

Junge Eltern unglücklich, ältere Eltern glücklicher

Je mehr Kinder ein junges Paar hat, desto weniger zufrieden ist es. Ab dem Alter von 40 Jahren ist es jedoch anders herum: dann bedeuten mehr Kinder mehr Lebensglück. Das gilt unabhängig von Geschlecht, Einkommen und Beziehungsstatus, wie Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) und der University of Pennsylvania in einer Studie mit Befragungsdaten von über 200.000 Frauen und Männer für 86 verschiedene Länder belegen.

WWWW vom 7.3.2011: Aids-Impfstoff und Flüssigsalzkraftwerke

Neuer Impfstoff gegen Aids gibt Hoffnung

Ziel der meisten Forschungsarbeiten ist es, die Produktion von Antikörpern im Blut und/oder Killerzellen gegen HIV anzuregen. Die Innovation bei diesem neuen Impfstoff-Kandidaten ist, dass er die Produktion von Antikörpern in den Schleimhäuten ankurbelt. Diese Antikörper können einer HIV-Infektion sehr früh entgegenwirken, indem sie die Vermehrung der Viren und ihre Ausbreitung im Blut verhindern.

Mehr Informationen dazu

Nanofasern aus Eiweiß

In der Natur findet sie seit Milliarden von Jahren statt: die Selbstorganisation von Molekülen. Aus einfachen Bausteinen entstehen „wie von selbst“ komplexe, geordnete Strukturen. Die treibende Kraft für dieses Phänomen ist physikalischer Natur: Die sogenannten Van-der-Waals-Kräfte zwingen die Moleküle, sich zu ordnen.
Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena nutzen jetzt die Selbstorganisationsfähigkeiten von Molekülen, um aus dem Eiweiß Fibronektin Nanofasern zu erzeugen.
Originalartikel

Wenn die Taiga taut: Mehr CO2 im Meer?

Können marine Mikroorganismen die aus auftauenden Dauerfrostböden freigesetzte organische Substanz zu CO2 zersetzen und so den Treibhauseffekt verstärken? Ein neues Großprojekt am IOW widmet sich der Abbaubarkeit von terrigenem, organischem Kohlenstoff im Meer. In den Dauerfrostböden arktischer Zonen lagern bis zu 60% des weltweiten, in Böden gebundenen Kohlenstoffs. Es ist derzeit zu beobachten, dass die globale Erwärmung zu einem vermehrten Abtauen der Böden in Tundra und Taiga führt. Dabei werden auch organische Kohlenstoff-Verbindungen freigesetzt (zum Beispiel Huminstoffe), die über die Flüsse letztlich auch in den Weltozean gelangen können.

Bodenverflüssung bei Christchurch-Erdbeben

Bei Wissenlogs habe ich einen Beitrag von Gunnar Ries gefunden, der beschreibt wie die sogenannte Bodenverflüssigung funktioniert. Diese war unter anderem verantwortliuch für die großen Schäden.

Es gibt sogar ein Video dazu

Flüssigsalz soll Kraftwerk effizienter machen

Siemens Energy wird zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Partnern aus der deutschen Industrie eine Kraftwerks-Testanlage für den Betrieb mit geschmolzenem Salz (Molten Salt) als Wärmeträgermedium in Portugal errichten. Salz ist kostengünstiger als bisherige Wärmeträgermaterialen, außerdem kann ein Kraftwerk dadurch bei höheren Temperaturen arbeiten, wodurch der Wirkungsgrad steigt.