WWWW vom 30.4.2012: Smarte Häuser

Ich spreche fast eine Dreiviertelstunde mit Peter Schleinzer aus Östereich. Er ist ein Experte wenn es um Smart Homes geht, Häuser also, die für ihre Besitzer quasi mitdenken.

Wir sprechen über Bussysteme, Kühlschränke, Alarmanlagen und was man sonst noch so alles steuern kann. Peter macht auch einen eignen Podcast zu diesem Thema: http://www.smarter-home.at/index.php/podcast (Er sucht übrigens noch einen Co-Host!!)

Wer mehr zum Thema wissen will, kann sich auf seiner Webseite http://www.smarter-home.at/ informieren.

(Und ja, ich habe am Setup gearbeitet, der Ton sollte besser sein diesmal)

WWWW vom 23.4.2012: Warum Marco Polo tatsächlich in China war

Ich spreche eine halbe Stunde lang mit einem ausgesprochenen Experten, was Marco Polo angeht, zumindest seine Zeit in China. Professor Dr. Hans Ulrich Vogel arbeitet als Sinologe an der Universität Tübingen und beschäftigt sich eigentlich mit Währungen und Gewichten. Weil aber eben der Reisende Marco Polo genau dieses sehr detailliert beschrieben hat, machte sich Professor Vogel an die Arbeit und verglich eine Menge der Detaiulschilderungen mit dem was aus anderen Quellen beschrieben wurde. Das Ergebnis: Marco Polos Beschreibungen stimmten mit diesen überein.

Immer wieder zirkulieren Sensationsmeldungen durch Buchmarkt, Presse und Internet, die besagen, dass Marco Polo niemals in China gewesen sei, sondern höchstens bis ans Schwarze Meer, nach Konstantinopel oder bis ins Reich der Ilkhane in Persien gelangt sei und dort all seine Informationen entweder von Kaufleuten oder aus nicht mehr existierenden persischen Handbüchern erhalten habe. In seinem in Kürze beim Brill-Verlag in Leiden erscheinenden Buch Marco Polo was in China: New Evidence from Currencies, Salts and Revenues räumt Hans Ulrich Vogelgründlich mit der Mär auf, dass der Venezianer nicht im Fernen Osten gewesen sei. Sein Buch beginnt mit einer umfassenden Darstellung der Argumente, die gegen oder für einen China-Aufenthalt des Venezianers sprechen. Eine Sichtung der relevanten chinesischen, japanischen, italienischen, französischen, deutschen und spanischen Literatur zeigt ein eindeutiges Ergebnis: Den wenigen, bereits seit Jahrzehnten bekannten und auch durchaus erklärbaren Problemen des Polo-Buches steht eine erdrückende Mehrzahl von verifizierten und über Jahrhunderte hinweg einmaligen Informationen über China gegenüber.

WWWW vom 17.4.2012: Happy New Year aus Laos

sand stupa
Zum Lao New Year werden in den Tempeln, aber auch am Mekong, Sandstupas gebaut und mit Wünschen beschmückt.

Depression korreliert mit Heryerkrankung

Menschen mit koronaren Herzerkrankung (KHK) haben unter mentalem Stress eine eingeschränkte hormonelle Stressreaktivität, obwohl sie die Stressbelastung deutlich empfinden. Es kommt bei ihnen zu einer verminderten Ausschüttung des „Stresshormons“ Cortisol, das auch eine entzündungshemmende und überschießende Immunreaktionen dämpfende Wirkung hat. Dieser „Hypocortisolismus“ wird durch das Vorliegen einer chronischen Depression noch deutlich verstärkt und hängt in seiner Ausprägung vom Schweregrad der Depression ab. Er könnte ein direkter Hinweis auf eine möglicherweise gesteigerte Entzündung und Immunantwort bei diesen Patienten sein, die das Fortschreiten einer KHK begünstigen könnte.

Quelle: Depressionen bei Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung führen unter mentalem Stress zu eingeschränkter hormoneller Stressreaktivität trotz subjektiv empfundener Stressbelastung: C. Waller, J. Höch, U. Hoppmann, D. Pokorny, H. Gündel

Energiesparlampe ohne Quecksilber

Quecksilberfreiheit, günstige CO2-Bilanz, niedrige Herstellungskosten und eine hervorragende Lichtqualität zeichnen die elektrodenlose Energiesparlampe „3rdPPBulb“ aus, die Forscher des Lichttechnischen Instituts (LTI) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mitentwickelt haben: Sie haben die quecksilberfreie Füllung, die Leuchtstoffbeschichtung, die Innenbeschichtung sowie die Geometrie der innovativen Lampe entwickelt.

Muscheln Vorbild für Superkleber

Muscheln sind wahre Meister in Sachen Klebtechnik. Sie haften bombenfest unter Wasser auf nahezu jeder Art von Oberfläche. Mainzer Forscher haben sich vom Muschelklebstoff inspirieren lassen und noch eine weitere spannende Eigenschaft hinzugefügt. Wie das Team in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet, lässt sich der neue Kleber “auf Befehl” wieder ablösen.

Autor: Aránzazu del Campo, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz (Germany), http://www.mpip-mainz.mpg.de/groups/campo/Contact

Statine können Atherosklerose verringern

Atherosklerose ist keine Einbahnstraße. Das legen aktuelle Daten zur Wirksamkeit Cholesterin-senkender Medikamente (Statine) nahe. War man bis vor kurzem davon ausgegangen, dass der Prozess der Plaque-Bildung (Ablagerungen in den Blutgefäßen), wenn er einmal begonnen hat, bestenfalls verlangsamt werden kann, so zeigen die Ergebnisse der SATURN Studie , dass es auch in die andere Richtung geht: Atherosklerotische Plaques („Atherome“) können unter Therapie schrumpfen.

WWWW vom 9.4.2012: Die Herkunft unserer Hausrinder

Mainzer Anthropologen berechnen die Größe der ersten domestizierten Kuhherde

Heute mal wieder ein Interview (weil’s Spaß macht und ich hoffe auch gerne gehört wird). Ich spreche mit Dr. Ruth Bollongino vom Institut für Anthropologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Einer neuen genetischen Studie zufolge stammen unsere Hausrinder von lediglich 80 wilden Auerochsen ab, die vor 10.500 Jahren im Nahen Osten domestiziert wurden. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), dem französischen Forschungszentrum CNRS, dem Pariser Museum für Naturgeschichte und dem University College in London. Die Gruppe untersuchte erstmals DNA aus Knochenresten von Rindern, die aus archäologischen Ausgrabungen im Iran stammen. Die Fundorte datieren in die Zeit kurz nach der Erfindung von Ackerbau und Viehhaltung und stammen aus der Region, in der Rinder erstmals domestiziert wurden.

Das Team hat die Sequenzen der archäologischen Proben mit denen heutiger Rinder verglichen. Dabei fand es kleine Unterschiede zwischen den Populationen und prüfte in der Folge verschiedene Szenarien, um diese Unterschiede zu erklären. Mit Computersimulationen wurden die möglichen Entwicklungen im Laufe der Geschichte nachgespielt. Dabei entdeckten die Wissenschaftler, dass die geringen genetischen Unterschiede nur zu erklären sind, wenn lediglich 80 der wilden Auerochsen die Vorfahren unserer heutigen Hausrinder waren. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Molecular Biology and Evolution erschienen.

WWWW vom 2.4.2012: Im Gespräch mit Dr. Christian Gruber

Heute mal wieder ein Interview, ich habe ja angekündigt, mehr machen zu wollen. An der Audioqualität kann ich noch feilen, das Problem war wohl Christians Skype-Verbindung.
Red Ants
Thematisch geht es um “Discovery of Defense- and Neuropeptides in Social Ants by Genome-Mining”. Diese Peptide haben es in sich, man vermutet sie sind auch an der Fortpflanzung beteiligt – und wir Menschen haben sie auch. Christian Gruber erklärt das im Podcast ausführlich, aber wer noch mehr wissen will kann es hier lesen.