WWWW vom 31.12.2012: Ein Gutes Neues Jahr 2013

Lahmende Hunde wechseln Belastung diagonal

Yoda a bit damaged
Hunde mit einem schmerzenden Bein oder einer verletzten Pfote verändern beim Laufen ihren Bewegungsablauf, um die eingeschränkte Gliedmaße zu schonen. Wissenschaftler aus der Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben untersucht, welche Mechanismen Tiere einsetzen, um Extremitäten, die in ihrer Funktion eingeschränkt sind, zu entlasten.
http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0052202

Proteinschalter steuert Verbrennung von Fettgewebe

Wissenschaftler des Instituts für Diabetes und Adipositas (IDO) am Helmholtz Zentrum München haben gemeinsam mit Partnern aus dem Sanford Burnham Institut in San Diego eine entscheidende Schnittstelle im Fettgewebe entdeckt, die steuert, ob Kalorien gespeichert oder verbrannt werden. Bereits frühere Arbeiten des IDO in Zusammenarbeit mit dem Sanford Burnham Institut San Diego deuteten darauf hin, dass das Protein p62 an der Regulierung des Körpergewichtes beteiligt ist. Nun konnte die Arbeitsgruppe um Dr. Timo Müller erstmalig eine Schalterfunktion für p62 im Energiestoffwechsel nachweisen.
http://www.jci.org/articles/view/64209?key=ffdc151cc8b44910eb6e

Spiralen in der Lunge erleichtern Atmung

Kleine Spiralen falten die Lunge und verbessern so die Atmung bei Patienten mit überblähter Lunge: Rund eine Million Menschen leiden in Deutschland unter einer überblähten Lunge, die meist Folge einer chronisch obstruktiven Bronchitis ist. Hauptbeschwerden sind dabei die eingeschränkte Belastbarkeit, die durch dieses Lungenemphysem verursacht wird. Die kleinen Metallspiralen falten erkranktes Lungengewebe zusammen, in dem sich zu viel Luft angesammelt hat und die Lungenfunktion stört. Das neue minimal invasive Verfahren schafft so Platz für die noch funktionierenden Lungenareale und gibt den Betroffenen durch höhere Belastbarkeit viel Lebensqualität zurück.

Makis besitzen verloren gedachtes Riechorgan

Viele Säugetiere besitzen in der Nase zusätzlich zur Riechschleimhaut ein zweites Geruchsorgan: das Vomeronasalorgan oder auch Jacobson-Organ. Es hilft hautsächlich, Pheromone wahrzunehmen und Raubfeinde zu erkennen. Bei Nagetieren ist bekannt, dass sich in ihrem Vomeronasalorgan zwei verschiedene Typen von Rezeptoren befinden: Typ1-Rezeptoren zur Bindung kleinerer Duftstoffe und Typ2-Rezeptoren für längere Peptidketten. Bei Primaten einschließlich des Menschen wurden bisher nur intakte Typ1-Rezeptoren gefunden, sogenannte V1R-Rezeptoren. Aufgrund genetischer Studien an Altwelt- und Menschenaffen sowie dem Menschen dachte man bisher, dass die Typ2-Rezeptoren (V2R) von Primaten generell nicht funktionsfähig seien.


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WWWW vom 24.12.2012: Frohe Weihnachten aus Laos

Spenden fürs Animal Rescue Center Laos bitte über die Website: http://animalrescuecenterlaos.org/ Danke!

Meerwasserspargel hilft bei Fischzucht

Fish
Fast jeder zweite Seefisch, der heutzutage verzehrt wird, stammt aus einer Fischzuchtanlage. Die Überfischung der Meere und der gleichzeitig ständig wachsende Bedarf an marinen Speisefischen führen zu einem Boom der kommerziellen Fischzucht. Zusätzlich zu den Aquakulturen an den Küsten gibt es im Moment einige wenige Projekte zur landbasierten Produktion von Meeresfischen. Dort werden Schwarmfische wie Wolfsbarsche, Doraden oder Makrelen in großen Haltungstanks ohne Zugang zum Meer und unabhängig von natürlichem Meerwasser gezüchtet.

Ein innovatives Projekt unter Beteiligung der Leibniz Universität Hannover forscht daran, das Prozesswasser aus diesen Fischzuchtanlagen mit salztoleranten Pflanzen wie Meeresspargel oder Strandaster zu reinigen, Nährstoffe zu nutzen und das Wasser dann wieder der Fischzucht zuzuführen. So entsteht ein geschlossener Kreislauf, in dem das teure, künstlich hergestellte Meerwasser immer wieder genutzt werden kann.

Alzheimer erforschte EOAD

Die molekulare Aufklärung des Falles, an dem Alois Alzheimer die nach ihm benannte Krankheit vor über 100 Jahren zum ersten Mal beschrieben hat, ist jetzt Wissenschaftlern des Instituts für Humangenetik der Justus-Liebig-Universität Gießen in Zusammenarbeit mit einem Wissenschaftler des Hirnforschungsinstituts der Universität Sydney, Australien, gelungen. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit wurden kürzlich in der renommierten Zeitschrift „The Lancet Neurology“ online publiziert.

Bei Gehörlosigkeit besser gleich zwei Implantate

Gehörlose Kinder, deren Hörnerv noch funktioniert, können mit einem Cochlea-Implantat (CI) versorgt werden. Häufig geschieht das nur an einem Ohr. Kinder, bei denen später in das zweite Ohr eine solche Hörprothese implantiert wird, verstehen über dieses Ohr Sprache schlechter. Welche neuronalen Prozesse dafür verantwortlich sind, haben jetzt Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in Kooperation mit Wissenschaftlern der Goethe Universität Frankfurt am Main aufgeklärt.

Nicht gut: Auch HIV-Erreger vom N Typ kann sich an Menschen anpassen

nfang des 20. Jahrhunderts sind mindestens vier Varianten des AIDS-Erregers HIV-1 (M, N, O, P) im westafrikanischen Regenwald unabhängig voneinander von Gorillas und Schimpansen auf den Menschen übergegangen. Für die AIDS-Pandemie mit bisher rund 60 Millionen Infektionen ist jedoch fast ausschließlich die Erregergruppe M verantwortlich. Jetzt haben Wissenschaftler um Professor Frank Kirchhoff, Direktor des Ulmer Instituts für Molekulare Virologie, und Dr. Daniel Sauter gezeigt, dass sich offenbar auch Erreger der Variante N dem menschlichen Wirt anpassen.


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WWWW vom 17.12.2012: Laubheuschrecken lassen sich beim Befruchten Zeit

Forschung weist stärkere Beteilugung der Männchen nach

Alles eine Frage des Timings: Wenn Laubheuschrecken sich paaren, heftet das Männchen dem Weibchen ein klebriges Paket, die sogenannte Spermatophore, an ihren Hinterleib. Neben den Samen selbst besteht dieses „Brautgeschenk“ aus einer proteinreichen Masse, die das Weibchen nach der Paarung verzehrt. Erst nach mehreren Stunden wandern die Samen in den Geschlechtstrakt des Weibchens. Doch wer entscheidet, wann das passiert? Eine Studie der Bielefelder Biologen Professor Dr. Klaus Reinhold und Dr. Steven Ramm legt nahe, dass das Männchen über diesen Prozess bestimmt, auch wenn es schon längst auf und davon ist. Ihre Ergebnisse sind nun in der Online-Vorabversion der Zeitschrift „Behavioural Ecology and Sociobiology“ (Verhaltensökologie und Soziobiologie) erschienen.

Weitere Informationen im Internet:
http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00265-012-1459-4

Osram presst Lichtfolien

Während die winzigen LED-Leuchtpunkte mittlerweile allgegenwärtig sind und leuchtende OLED-„Glasscheiben“ gerade die Industrialisierungsreife erreichen, forscht OSRAM bereits an einer weiteren Innovation, die die Lichtwelt weiter verändern könnte: Leuchtende Folien auf Basis lichtemittierender Zellen, die in einem Druckverfahren produziert werden. Dieses Verfahren soll es mittelfristig ermöglichen, Flächenleuchten zu sehr günstigen Preisen zu produzieren.

Dicke haben dicke Freunde

Infektionserkrankungen können Diabetes auslösen, und umgekehrt macht Diabetes die Betroffenen anfälliger für Infektionen – dies ist das Fazit der Fortbildungsveranstaltung “Diabetes und Infektion” des Instituts für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München, die Ende November im Klinikum rechts der Isar stattfand. Überraschendes Ergebnis: Adipositas (krankhaftes Übergewicht), die mit dem Typ 2 Diabetes in engem Zusammenhang steht, kann im Hinblick auf das soziale Umfeld ebenfalls als „ansteckend“ bezeichnet werden.

Mehr Infos hier: http://www.helmholtz-muenchen.de/idf1

Wo im Hirn steuern wir die Handmotorik?

Neurowissenschaftlern ist es erstmals gelungen, mittels gezielter Hirnstimulation die Verbindungen ausgewählter Areale im Gehirn, die für die Handmotorik verantwortlich sind, zu verbessern. Die Forscher um Ulf Ziemann stimulierten den primären Motorkortex (M1), die Kommandozentrale für Bewegungsabläufe im Gehirn und das supplementär-motorische Areal (SMA). Dieses Areal gibt den Startschuss für den Beginn einer Bewegung. Erzielt haben die Forscher dieses Resultat mit einer transkraniellen Magnetstimulation (TMS). Die gewonnenen Erkenntnisse geben den Wissenschaftlern einen tieferen Einblick in die Fähigkeit des Gehirns, gestörte Verbindungen zu reparieren.
Originaltitel der Publikation
Arai N, Müller-Dahlhaus F, Murakami T, Bliem B, Lu MK, Ugawa Y, Ziemann U. State-dependent and timing-dependent bidirectional associative plasticity in the human sma-m1 network. J Neurosci. 2011;31:15376-15383


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WWWW vom 10.12.2012: Flüchtende Fruchtfliegen

Geosmin vertreibt Drosophila

Verdorbene Nahrung kann tödlich sein, wenn sie zusammen mit krankheitserregenden Bakterien in den Verdauungstrakt gelangt. Besonders der Geruchssinn muss vor gefährlich verdorbenen Mahlzeiten schützen. Verhaltens- und Neurobiologen des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben jetzt erstmals den Fluchtreflex vor giftiger Nahrung im Gehirn von Fruchtfliegen entschlüsselt.
Originalveröffentlichung:
Marcus C. Stensmyr, Hany K. M. Dweck, Abu Farhan, Irene Ibba, Antonia Strutz, Latha Mukunda, Jeanine Linz, Kathrin Steck, Sofia Lavista-Llanos, Dieter Wicher, Silke Sachse, Markus Knaden, Paul G. Becher, Yoichi Seki, Bill S. Hansson (2012).
A conserved dedicated olfactory circuit for detecting harmful microbes in Drosophila.
CELL, December 7, DOI: 10.1016/j.cell.2012.09.046
http://dx.doi.org/10.1016/j.cell.2012.09.046

Proteine machen Schotten dicht

Marburger und US-amerikanische Biologen haben einen bislang unbekannten Proteinkomplex identifiziert, der Bakterienzellen in verschiedenartige Binnenräume unterteilt – er lässt keine Makromoleküle von der einen Seite auf die andere passieren. Einen derartigen Mechanismus kennt man bisher nur von Lebewesen aus der Gruppe der Eukaryoten, deren Zellen einen echten Kern besitzen.
Originalveröffentlichung: Susan Schlimpert, Eric A. Klein & al.: General Protein Diffusion Barriers Create Compartments within Bacterial Cells, Cell (2012), URL:http://dx.doi.org/10.1016/j.cell.2012.10.046\

Riesenmolekül bietet Platz für andere Substanzen

Bielefelder Riesenmoleküle haben schon mehrfach Schlagzeilen gemacht. Sie bestehen aus 176 Metallatomen – einem Vielfachen herkömmlicher Moleküle. Nun haben Chemiker um den Bielefelder Professor Dr. Achim Müller in der internationalen Fachzeitschrift „Chemistry – A European Journal“ eine ungewöhnliche Entdeckung vorgestellt: Ihr Riesenmolekül kann selbst größere Mengen verschiedener Substanzen aus seiner Umgebung integrieren – ohne dabei seine äußere Form zu verändern.
Publikation: „Chemical Adaptability: The Integration of Different Kinds of Matter into Giant Molecular Metal Oxides”, Chemistry, A European Journal, DOI: 10.1002/chem.201203186 (VIP)

Stadteilsanierung macht Hochhaus zum Passivhaus

Der Freiburger Stadtteil Weingarten-West ist auf einem guten Weg, in Zukunft weniger Energie zu benötigen: Die Gebäude werden saniert und die Fernwärmeversorgung angepasst. Dabei ragt das erste auf Passivhausstandard sanierte Hochhaus nicht nur optisch als Vorzeigeprojekt heraus. Das aktuelle BINE-Projektinfo „Auf dem Weg zum Niedrigenergie-Stadtquartier“ (15/2012) stellt dieses Gebäude vor dem Hintergrund des umfassenden Stadtteilkonzepts vor. Auch eine Informationskampagne für die Bewohner gehört zu den Maßnahmen.
Das BINE-Projektinfo „Auf dem Weg zum Niedrigenergie-Stadtquartier“ (15/2012) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 92379-0.

Wenn der Boden austrocknet, schicken Pflanzenwurzeln ein Warnsignal zu den Blättern. Würzburger Forscher haben jetzt herausgefunden, wie der Dürre-Alarm auch direkt in den Blättern ausgelöst wird – und zwar schon dann, wenn nur die Luft trockener wird. Der weltweite Klimawandel sorgt dafür, dass es in vielen Gebieten der Erde weniger regnet. Das kann zu Missernten führen, die besonders in ärmeren Regionen die Nahrungsmittelknappheit weiter verschärfen. Möglicherweise ist die Menschheit in Zukunft also auf neue Pflanzensorten angewiesen, die widerstandsfähiger gegen Trockenheit sind. Wissenschaftler erforschen darum die Mechanismen, mit denen sich Pflanzen gegen Dürre wappnen.
“The Stomatal Response to Reduced Relative Humidity Requires Guard Cell-Autonomous ABA Synthesis”, Hubert Bauer, Peter Ache, Silke Lautner, Joerg Fromm, Wolfram Hartung, Khaled A.S. Al-Rasheid, Sophia Sonnewald, Uwe Sonnewald, Susanne Kneitz, Nicole Lachmann, Ralf R. Mendel, Florian Bittner, Alistair M. Hetherington, and Rainer Hedrich. Current Biology, online publiziert am 6. Dezember 2012, DOI: 10.1016/j.cub.2012.11.022


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WWWW vom 3.12.2012: Mausmakis wissen, ob Daddys Verwandschaft ruft

Ruf verrät Madagaskar-Affen die Verwandschaftslinie

Graue Mausmakis sind nachtaktiv und kommen ausschließlich auf Madagaskar vor, wo sie im dichten Gebüsch des Tropenwaldes zu Hause sind. Foto: S. Kessler
Graue Mausmakis sind nachtaktiv und kommen ausschließlich auf Madagaskar vor, wo sie im dichten Gebüsch des Tropenwaldes zu Hause sind. Foto: S. Kessler
Um Inzucht zu vermeiden, haben Säugetiere verschiedene, zum Teil sehr aufwändige, Strategien entwickelt, Männchen aus ihrer väterlichen Ahnenreihe zu identifizieren. Bei einigen Affen wie Pavianen, Makaken oder Menschenaffen wird diskutiert, dass die Weibchen ihre männliche Verwandtschaft visuell erkennen, so dass sie Paarungen mit ihren männlichen Verwandten vermeiden. Bisher wurde angenommen, dass nur Säugetiere mit verhältnismäßig großen Gehirnen, die in komplexen sozialen Gemeinschaften leben, ihre väterliche Verwandtschaft erkennen können. Wissenschaftlerinnen aus dem Institut für Zoologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und der Arizona State University berichten jetzt im Journal BMC Ecology (www.biomedcentral.com/1472-6785/12/26/abstract), dass auch die kleinsten Primaten der Welt, die Mausmakis, väterliche Verwandte erkennen können, und zwar an der Stimme.

Teilnehmer gesucht für Studie über Missbrauchs-Opfer

Eines von vier Mädchen und einer von elf Jungen wird in Deutschland Opfer eines sexuellen Missbrauchs, zehn Prozent der Kinder erleben körperliche Misshandlung. Die meisten entwickeln nach einem solch belastenden Erlebnis eine Posttraumatische Belastungsstörung: Schmerzliche Erinnerungen kehren immer wieder, die Jugendlichen leiden unter Albträumen, fühlen sich gefühlstaub und ständig angespannt. An der Verhaltenstherapie-Ambulanz der Goethe-Universität Frankfurt wurden bisher zwölf Betroffene erfolgreich nach einem neuen kognitiv-verhaltenstherapeutischen Konzept behandelt.
Informationen: Dr. Franziska Schreiber, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23973, schreiber@psych.uni-frankfurt.de oder Dipl.-Psych. Jana Gutermann, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23989, gutermann@psych.uni-frankfurt.de

Peripherie ist ein politisches Problem, nicht ein geographisches

In zwei Buchveröffentlichungen erklären Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), welche Prozesse dazu führen, dass Regionen, Städte oder Stadtteile zur Peripherie werden. Dahinter steckt die Grundannahme, dass Peripherie deutlich mehr ist als nur eine Randlage. Vielmehr führt ein komplexes Zusammenspiel von Abstiegsprozessen dazu, dass Orte eingeschränkte Handlungsspielräume besitzen. „Versteht man diesen Prozess, kann man auch über Auswege nachdenken“, sagen Dr. Matthias Bernt und Dr. Matthias Naumann.
– Bernt, Matthias; Liebmann, Heike (Hrsg.): Peripherisierung, Stigmatisierung, Abhängigkeit? Deutsche Mittelstädte und ihr Umgang mit Peripherisierungsprozessen. Heidelberg u.a.: Springer VS, 2013, 234 Seiten, ISBN 978-3-531-18596-5

-Fischer-Tahir, Andrea; Naumann, Matthias (Hrsg.): Peripheralization. The Making of Spatial Dependencies and Social Injustice. Heidelberg u.a.: Springer VS, 2012, 320 Seiten, ISBN 978-3-531-18332-9

Honigtopf lockt Spambots an – 87 Milliarden Mails pro Monat

Um Angreifern im Internet auf die Schliche zu kommen, wechseln die RUB-Forscher um Prof. Dr. Thorsten Holz zum Schein die Seiten: Schlecht geschützte Netzwerkressourcen dienen als Köder für die Schädlinge. Ist sie das System einmal kompromittiert, können die Forscher in aller Ruhe genau beobachten, was die Angreifer darauf treiben. Dieses Wissen fließt dann in Schutzmaßnahmen ein.

Neu Erkenntnisse über Nassfäule

Nassfäule verursacht hohe Schäden in der Landwirtschaft, indem sie Obst, Gemüse und Kulturpilze in matschigen Brei verwandelt. Deutsche Forscher haben mithilfe bildgebender Massenspektrometrie, genetischen und bioinformatischen Methoden (“Genome Mining”) nun die Substanz entdeckt, mit der die Bakterien die Pilze zersetzen. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, könnte die Jagaricin genannte Substanz ein Ansatzpunkt für die Entwicklung neuer Antimykotika sein.


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