WWWW vom 25.3.2013: Goodbye Laos

So, noch fünf Tage, dann ziehen wir um nach Thailand. Heute die letzte Sendung aus Laos.

Strategien für Elfmeterschützen

Der 1:1 Ausgleich durch dien Eintracht
Fußballspieler können Elfmeterschießen trotz der extremen Stresssituation mit bestimmten Strategien gezielt trainieren und somit ihre Erfolgschancen beim Torschuss deutlich erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, mit der der Sportwissenschaftler Dr. Georg Froese an der Universität Heidelberg promoviert wurde. Auf der Basis von Interviews, umfangreichen Strafstoß-Analysen und einem Feldexperiment untersuchte Froese, welche Faktoren die Leistung von Elfmeterschützen beeinflussen und welche Rolle dabei die Psychologie spielt. Er identifizierte zwei Spielertypen mit bestimmten Strategien und leitete aus den Ergebnissen praktische Konsequenzen für das Training ab.
Literaturhinweis:
Georg Froese: Sportpsychologische Einflussfaktoren der Leistung von Elfmeterschützen. Verlag Dr. Kovac (2012)

Wassermenge bleibt stabil

Die erneuerbaren Wasservorräte in Deutschland haben sich in den letzten sechs Jahrzehnten kaum verändert. Dies zeigt ein Vergleich der langjährigen Beobachtungsreihen, wobei sich die Jahre 2002 als besonders wasserreich und 2003 als wasserarm erwiesen.

Ein Molekül, eine Dateninformation dank organischer Magnete

Die Entwicklung organischer, aus einzelnen Molekülen bestehender Magnete eröffnet eine ganze Reihe von Anwendungsmöglichkeiten für magnetische Materialien und neuartige Speichertechnologien. Organische Magnete sind leichter, flexibler und weniger energieaufwendig in der Herstellung als herkömmliche Magnete. Wissenschaftler im Labor von Dr. Benedetta Casu und Professor Thomas Chassé am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Tübingen haben zusammen mit Kollegen der Universität Florenz einen ersten Schritt auf dem Weg neuer Anwendungen für organische Magnete untersucht: Ihre kontrollierte Herstellung in einem dünnen Film.

Originalveröffentlichung:
Sabine-Antonia Savu, Indro Biswas, Lorenzo Sorace, Matteo Mannini, Donella Rovai, Andrea Ca-neschi, Thomas Chassé, Maria Benedetta Casu: Nanoscale Assembly of Paramagnetic Organic Radicals on Au(111) Single Crystals. Chemistry – A European Journal, Band 19, Ausgabe 10, Seiten 3445-3450, 4. März 2013.

Institut sucht Lösungen für Arzneimittel im Wasser

Heute werden mehr als 100 verschiedene Arzneimittelwirkstoffe in fast allen Oberflächengewässern, zum Teil auch im Grundwasser und selbst im Trinkwasser nachgewiesen. Rechtliche Regelungen greifen zu kurz. Aktuelle Forschungsprojekte des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung zeigen wirkungsvolle Strategien zur Lösung des Problems.

Genau heute vor 95.000 Jahren: Der Menschen verlässt Afrika und wandert los

Zu welchem Zeitpunkt hat der moderne Mensch von Afrika aus seinen Siegeszug über die ganze Welt angetreten? Vor weniger als 95.000 Jahren. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam unter Federführung von Prof. Dr. Johannes Krause von der Universität Tübingen. Bei der Untersuchung spielte das berühmte „Doppelgrab von Oberkassel“ eine wichtige Rolle, das Wissenschaftler des LVR-LandesMuseums Bonn und der Universität Bonn neu bearbeiten.

(Es war natürlich nicht heute, sondern irgendwann damals)


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WWWW vom 18.3.2013: Olivenöl macht satt

Test zeigt sättigende Wirkung von Olivenöl


Fettreduzierte Lebensmittel sind auf dem Vormarsch: Viele Menschen hoffen, mit „Light“-Produkten ab- oder wenigstens nicht zuzunehmen. Allerdings ist deren Wirkung umstritten: Die Verbraucher nehmen zwar weniger Energie auf, essen dafür aber mehr, wenn sie sich nicht satt fühlen. Eine Studie hat jetzt untersucht, wie Öl und Fett das Sättigungsgefühl regulieren. Am besten sättigt Olivenöl – doch wie?

Universität Wien, Institut für Ernährungsphysiologie und Physiologische Chemie, Christian Doppler Labor für Bioaktive Aromastoffe:http://npc.univie.ac.at/home/cdl-fuer-bioaktive-aromastoffe

Neues aus der Erdkruste

Geowissenschaftler am Bayerischen Geoinstitut, einem Forschungszentrum der Universität Bayreuth, zeigen die Unvermischbarkeit von Wasser und Wasserstoff in Fluiden des Erdmantels – und rehabilitieren zugleich eine alte Erklärung für die Entstehung des Lebens.
Veröffentlichung:

Enikö Bali, Andreas Audétat and Hans Keppler,
Water and hydrogen are immiscible in Earth’s mantle,
in: Nature 495, 220–222 (14 March 2013)
DOI: 10.1038/nature11908

Masernimpfung kann Staupevirus helfen

Die Masern ausrotten – dieses Ziel strebt die Weltgesundheitsorganisation an. Wenn es klappt, könnte das womöglich einem anderen Krankheitserreger Tür und Tor öffnen: dem Hundestaupevirus.
Weltweit bekommen jedes Jahr 20 bis 30 Millionen Menschen die Masern. Diese Virusinfektion wird bisweilen als „harmlose Kinderkrankheit“ betrachtet – aber das stimmt nicht. Allein im Jahr 2010 starben daran 150.000 Menschen. Die Krankheit kann außerdem schwere Folgeschäden verursachen: So erblinden an den Masern jährlich rund 30.000 Menschen, vor allem in Afrika.

Bieringer, M., Han, W.J., Kendl, S., Khosravi, M., Plattet, P., and Schneider-Schaulies, J. (2013): Experimental adaptation of canine distemper virus (CDV) to the human entry receptor CD150. PLoS ONE 8(3): e57488. doi: 10.1371/journal.pone.0057488

Aus harten Schwämmen flexibles Material gebaut

Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben ein neues Hybridmaterial geschaffen, das einen Mineralanteil von fast 90 Prozent besitzt, aber dennoch extrem flexibel ist. Sie haben dazu das Skelett von Tiefseeschwämmen als Vorbild genommen und die Schwammnadeln aus dem Mineral Calciumcarbonat und einem Protein des Schwamms nachgebaut.

Rezeptor von neuem Coronavirus gefunden

An dem mysteriösen neuartigen Coronavirus „HCoV-EMC“, das sich von der arabischen Halbinsel ausbreitet, sind inzwischen mehrere Menschen gestorben. Internationale Wissenschaftler unter Beteiligung des Bonner Universitätsklinikums haben nun den Rezeptor identifiziert, der bei der Infektion eine Schlüsselrolle spielt. Die Ergebnisse werden im renommierten Fachjournal „Nature“ vorgestellt.
Publikation: Dipeptidyl peptidase 4 is a functional receptor for the emerging human coronavirus-EMC, Nature, DOI: 10.1038/nature12005


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WWWW vom 11.3.2013: Cybermobbing geringer als berichtet

Physio bei Tennisarm wirkungsvoller als Kortison

Eine neue Studie der australischen University of Queensland in Brisbane stellt eine gängige Methode der Tennisarmbehandlung in Frage. Die Forscher der Universität fanden heraus, dass sich Physiotherapie in Verbindung mit dem Spritzen von Kortison weder positiv auf die Rückfallquote der Patienten noch auf die Möglichkeit einer Komplettheilung auswirkt. Auch eine langfristige Beeinflussung des Schmerzniveaus und der Lebensqualität konnte nicht
nachgewiesen werden.

Die Studie wurde kürzlich in der amerikanischen Wissenschaftszeitschrift “The Journal of the American Medical Association”veröffentlich: http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1568252

Universum exakter vermessen

Ein internationales Astronomenteam konnte die Entfernung der der nächsten Nachbargalaxie unserer Milchstraße so präzise wie nie zuvor bestimmen. Damit verbessert sich auch unser Wissen über die derzeitige Expansionsrate des Universums – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Verständnis der Natur der mysteriösen Dunklen Energie, die die Ausdehnung noch weiter beschleunigt.

Darmkrebsrate sinkt, mehr Hautkrebsfälle entdeckt durch Screening

Der interaktive Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister e.V. (GEKID) präsentiert ab sofort unter www.gekid.de die aktuellen Zahlen zum Krebsgeschehen aus den epidemiologischen Krebsregistern der Bundesländer.
„Erfreulich sind weiter sinkende Neuerkrankungsraten beim Darmkrebs. Verglichen mit dem Jahr 2004 ist die altersbereinigte Erkrankungshäufigkeit im Jahr 2010 um mehr als 10% gesunken“, erklärt der Vorsitzende der GEKID, Prof. Dr. Alexander Katalinic, Universität zu Lübeck.
Für Rückfragen zu einzelnen Länder stehen die jeweiligen Landeskrebsregister gerne zur Verfügung, deren Kontaktdaten ebenfalls über die Homepage www.gekid.de erhältlich sind.

Cybermobbing geringer als reales

Cybermobbing gilt als eine der größten Bedrohungen, der Jugendliche in der digitalen Welt ausgesetzt sind. Die Bedeutung des Phänomens werde in der öffentlichen Wahrnehmung allerdings überschätzt. Zu diesem Schluss kommt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie, die von der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) sowie den Universitäten Konstanz, Zürich und Bern durchgeführt wurde: „Die Ansicht, dass alle Jugendlichen dank der neuen Möglichkeiten gedankenlos ‚drauflosmobben‘, ist weit von der Realität entfernt“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr. Sonja Perren, Professorin für Entwicklung und Bildung in der frühen Kindheit an der Universität Konstanz und der PHTG. Cybermobbing tritt nach den Ergebnissen ihrer Studie etwa dreimal seltener auf als Mobbing in der realen Welt.

Originalveröffentlichungen:
F. Sticca, S. Ruggieri, F. Alsaker, S. Perren: Longitudinal Risk Factors for Cyberbullying in Adolescence, in: Journal of Community & Applied Social Psychology (2012).

F. Sticca, S. Perren: Is Cyberbullying Worse than Traditional Bullying? Examining the Differential Roles of Medium, Publicity, and Anonymity for the Perceived Severity of Bullying, in: Journal of Youth and Adolescence (2012).

Software zeigt Verlauf von Aschewolken

Mit „Dune Ash“kann der Nutzer an einem Touchscreen die Position eines Vulkans in Europa, die globale Windgeschwindigkeit und die Verteilung der Asche wählen und einstellen. Anschließend rechnet das Programm innerhalb von etwa 30 Sekunden den zeitlichen und räumlichen Verlauf des Aschetransports über Europa aus.
Informationen zu „Dune Ash“:
http://dune.mathematik.uni-freiburg.de/applications/dune-ash.html

Demonstrationsvideo:
http://imaginary.org/program/dune-ash


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WWWW vom 4.3.2013: Seegras als Dämmstoff und ein Babyplanet

Kampf den Schimmelpilzen in der Nahrung

Schimmelpilze produzieren unter bestimmten Umständen giftige Stoffwechselprodukte, die sogenannten Mycotoxine. Die als krebserregend eingestuften „Aflatoxine“, die Gifte der Pilzgruppe „Aspergillus“, sind bekannt, aber auch das „Patulin“, das von der Pilzgruppe der „Penicillium“ produziert wird, kommt häufig vor. Bis heute gibt es keine umfassenden Konzepte, um die Belastung von Lebensmitteln durch Pilzgifte sicher zu vermeiden. Wegen der großen Bedeutung der gefährlichen Toxine für die Gesundheit forscht das Max Rubner-Institut intensiv an Möglichkeiten, die Belastung von Lebensmitteln mit Pilzgiften zu vermeiden.

Seegras wärmt das Haus

Angeschwemmtes Seegras ist für viele Küstenbewohner eine Plage. Doch der Rohstoff eignet sich sehr gut zum Dämmen von Gebäuden. Gemeinsam mit Industriepartnern ist es Forschern gelungen, die schadstofffreien Fasern zu Dämmwolle zu verarbeiten. Seegraskugeln lassen sich ohne chemische Zusätze als Dämmwerkstoff nutzen.

Vorhersage bei Hangrutschen verbessern

Kommen Hänge ins Rutschen, können Menschen schwer oder gar tödlich verletzt werden. Ein Frühwarnsystem koppelt nun erstmals geologische Daten mit aktuellen Wettervorhersagen – und gibt im Bedarfsfall konkrete Warnungen aus.

Optimistische Alte sterben eher

Allzu großer Optimismus im Alter kann zu einem erhöhten Erkrankungs- und Sterblichkeitsrisiko führen. Das zeigt eine Studie von Forschern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemeinsam mit dem DIW Berlin, der HU Berlin und der Universität Zürich auf der Grundlage von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Demnach leben ältere Menschen, die ihre künftige Zufriedenheit gering einschätzen, offenbar länger und gesünder als ältere Menschen, die für sich eine rosige Zukunft sehen.
Online First Publication, Psychology and Aging: http://psycnet.apa.org/psycinfo/2013-04866-001/
SOEP Papers: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.411490.de/diw_sp0502.pdf

Erstmals Babyplanet beobachtet

Astronomen haben mit dem Very Large Telescope der ESO wahrscheinlich zum ersten Mal einen Planeten direkt beobachte, der noch in die dicke Scheibe aus Gas und Staub eingebettet ist, aus der er sich gerade bildet. Sollte sich diese Entdeckung bestätigen, wird sie unser Verständnis der Planetenentstehung deutlich vertiefen und es den Astronomen ermöglichen, momentan verfolgte theoretische Ansätze durch direkte Beobachtungen zu überprüfen.

Solaranlagen können Piloten blenden

Blenden Photovoltaikanlagen Piloten bei Start oder Landung, kann das riskant sein. Eine neue Software soll künftig bereits bei der Planung solcher Anlagen berechnen, wann und wo Blendungen auftreten und wie sie sich vermeiden lassen. Eine neuartige Software errechnet, wo und wann geplante Photovoltaikanlagen blenden können; hier für die Region rund um den Frankfurter Flughafen.

Und hier noch mein Video:


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