WWWW vom 29.4.2013: Schädlinge, Blutstammzellen und ein weißer Zwerg

Schädlingsfeinde machen sich selbst Konkurrenz

up the wall
Weltweit werden trotz intensiven Pestizideinsatzes jährlich rund 10 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge durch Schädlinge vernichtet. Fallen diese Verluste geringer aus, wenn den Schädlingen viele Arten natürlicher Feinde gegenüber stehen? Welchen Einfluss haben die Struktur der Landschaft und ihre natürlichen Lebensräume auf die Schädlingskontrolle? Emily Martin, die im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs TERRECO an der Universität Bayreuth promoviert, hat diese Fragen genauer untersucht und ist dabei zu sehr differenzierten Forschungsergebnissen gekommen. Wie sich herausgestellt hat, trägt ein Anstieg der Artenvielfalt in strukturreichen Agrarlandschaften nicht notwendigerweise dazu bei, Schädlinge zurückzudrängen.

Veröffentlichung:
Emily A. Martin, Björn Reineking, Bumsuk Seo, and Ingolf Steffan-Dewenter,
Natural enemy interactions constrain pest control in complex agricultural landscapes,
PNAS 2013 ; published ahead of print March 19, 2013
DOI: 10.1073/pnas.1215725110

Superpulsar bestätigt Einsteins Theorie

Astronomen haben mit dem Very Large Telescope und Radioteleskopen auf der ganzen Welt ein bizarres Sternenpaar entdeckt und näher untersucht. Es besteht aus dem bislang massereichsten Neutronenstern, dessen Entdeckung als bestätigt gilt, und einem ihn umkreisenden Weißen Zwerg. Dieses Doppelsternsystem ermöglicht es, die Allgemeine Relativitätstheorie zu überprüfen. Die neuen Beobachtungen stimmen genau mit den Vorhersagen der Allgemeinen Relativitätstheorie überein und sind nicht konsistent mit einigen alternativen Theorien.

Korallenriffsimulator zum Ausprobieren

Tropische Korallenriffe sind weltweit einer Vielzahl von Stressfaktoren ausgesetzt, die oft gemeinsam auf sie einwirken. Wie lange können Riffe Widerstand leisten, und wann ist der kritische Punkt erreicht, an dem ein Riff irreversibel geschädigt ist? Um diese zentrale Frage anzugehen, entwickelten Ökologen des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen ein Simulationsmodell: es lässt ein virtuelles Riff unter dem Einfluss einiger der häufigsten Störfaktoren wachsen – mit überraschenden Ergebnissen!

Angepasst an Laien präsentiert das ZMT hier eine vereinfachte Version des Modells. Sie können die Störfaktoren selber auswählen und beob-achten, wie sich das Riff entwickelt: http://www.zmt-bremen.de/Das_Riffmodell.html

Evolution in einem Dorf in Gambia lässt Frauen größer werden

In vielen Teilen der Welt leben die Menschen länger und haben weniger Kinder. Aber das ist nicht alles. In einer Studie über Menschen, die in ländlichen Gebieten Gambias leben, zeichnet sich ab, dass der moderne „demografische Wandel“ dazu führen kann, dass Frauen auch größer und schlanker werden. Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Zusammenarbeit mit britischen, amerikanischen und gambischen Forschungseinrichtungen haben diese Entdeckung jetzt im wissenschaftlichen Fachjournal „Current Biology“ veröffentlicht.

Link zu Gapminder von Hans Rosling

Blutstammzellen haben Notdienst-Funktion

Ein deutsch-französisches Forscherteam des Inserm (französisches Institut für Gesundheitswesen und medizinische Forschung), des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung) und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin-Buch, unter der Leitung von Michael Sieweke des CIML – Zentrum für Immunologie in Marseille Luminy (CNRS, INSERM, Aix Marseille University), hat eine unerwartete Rolle von blutbildenden (hämatopoetischen) Stammzellen entdeckt: Neben ihrer Fähigkeit unsere Blutkörperchen ständig zu erneuern, sind sie auch in der Lage “auf Bestellung” und im Notfall weiße Blutkörperchen zu produzieren, die der Organismus zur Abwehr von Entzündungen bzw. Infektionen benötigt.
Mehr Informationen

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WWWW vom 22.4.2013: Als die Pinguine auf die Erde kamen

Antarktis vereiste vor 33.6 Millionen Jahren

Frozen Adelie, Antarctica, 1911-1914 / photograph by Frank Hurley
Der Südozean rund um die Antarktis ist ein „Global Player“: Sein eng an die Bildung von Meereis gekoppeltes Plankton-Ökosystem steht an der Basis der marinen Nahrungsnetze und beeinflusst den globalen Kohlenstoff-Kreislauf. Seine Entstehung fällt mit der Vereisung der Antarktis vor 33,6 Millionen Jahren zusammen. Dies hat jetzt ein internationales Team mit Wissenschaftlern der Goethe-Universität Frankfurt und des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) ermittelt.

Noch zwei erdähnliche Planeten entdeckt

Astronomen entdecken im Sternbild Leier extrasolare Planeten, auf denen vermutlich lebensfreundliche Bedingungen herrschen

Die Suche nach einer zweiten Erde bestimmt die Jagd nach fremden Planeten. Die meisten dieser Himmelskörper sind zu groß oder laufen zu nah um ihre Muttersonne. Jetzt hat ein internationales Team, zu dem auch Lisa Kaltenegger vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie gehört, zwei geeignete Kandidaten entdeckt: Kepler-62e und Kepler-62f. Ihre Radien entsprechen dem 1,61-fachen und dem 1,41-fachen Erdradius, was sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Felsplaneten mit soliden Oberflächen macht.

Minerale als Zeitmaschine

Meeres- und Seeablagerungen bergen eine Fülle von Informationen über die Umweltbedingungen, die zum Zeitpunkt ihrer Entstehung herrschten. Deshalb sind sie für Umwelt- und KlimaforscherInnen ein wichtiges Archiv an Informationen zu vergangenen Umweltzuständen. Die höhere Kunst besteht darin, diese Information richtig zu entschlüsseln.
Die beschriebenen Arbeiten wurden publiziert in:

Böttcher, M. E., H. S. Effenberger, P.-L. Gehlken, G. H. Grathoff, B. C. Schmidt, P. Geprägs, R. Bahlo, O. Dellwig, T. Leipe, V. Winde, A. Deutschmann, A. Stark, D. Gallego-Torres and F. Martinez-Ruiz (2012). BaMn[CO3]2 – a previously unrecognized double carbonate in low-temperature environments: structural, spectroscopic, and textural tools for future identification. CdE – Geochemistry 72: 85-89, doi:10.1016/j.chemer.2012.01.001

Neuer Anlauf für CMA als Virenkliller

Ein längst vergessener Wirkstoffkandidat erlebt eine Renaissance: Das kleine Molekül CMA wurde bereits in den 1970er Jahren als potentes Mittel gegen Vireninfektionen betrachtet, schaffte es aber nicht in die klinische Anwendung. Wissenschaftler unter Federführung von Immunologen des Bonner Universitätsklinikums haben nun entschlüsselt, wie das Molekül tatsächlich das Immunsystem zur Bekämpfung von Viren ankurbeln könnte.
Publikation: Species-specific detection of the antiviral small-molecule compound CMA by STING, The EMBO Journal, DOI: 10.1038/emboj.2013.86

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WWWW vom 15.4.2013: Zecken, Dinos und Alzheimer

Kalte Winter reduzieren Zeckenvorkommen

insectporn: undressed ticks in a pool
Die Gefahr lauert in Wäldern und Wiesen: Zecken können gefährliche Krankheiten von der Borreliose bis zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Welchen Einfluss die Wetterlage und etwa die Waldbewirtschaftung auf die Zecken-Population haben, beschreiben Wissenschaftler um Ralf Lauterbach, Dr. Konstans Wells und Dr. Swen Renner im Fachjournal PLoS ONE. Demnach müssten Naturfreunde nach diesen kalten Monaten weniger Probleme mit den Blutsaugern haben.
R. Lauterbach, K. Wells, R. O’Hara, E. Kalko, S. Renner (2013) Variable Strength of Forest Stand Attributes and Weather Conditions on the Questing Activity of Ixodes ricinus Ticks over Years in Managed Forests. PLoS ONE 8(1): Opens external link in new windowe55365. doi:10.1371/journal.pone.0055365

Genforschung soll Leberpatienten helfen

Durch die Hemmung eines neu identifizierten Gens ist es bei Mäusen gelungen, die Regenerationsfähigkeit der Leber dramatisch zu steigern. Dies konnten Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Tübingen, der Medizinischen Hochschule Hannover und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig in einer gemeinsamen Arbeit zeigen.
A direct in vivo RNAi screen identifies MKK4 as a key regulator of liver regeneration
Torsten Wuestefeld, Marina Pesic, Ramona Rudalska, Daniel Dauch, Thomas Longerich,Tae-Won Kang, Tetyana Yevsa, Florian Heinzmann, Lisa Hoenicke, Anja Hohmeyer, Anna Potapova, Ina Rittelmeier, Michael Jarek, Robert Geffers, Maren Scharfe, Frank Klawonn, Peter Schirmacher, Nisar P. Malek, Michael Ott, Alfred Nordheim, Arndt Vogel, Michael P. Manns, Lars Zender
DOI: 10.1016/j.cell.2013.03.026

Protein-Teamwork Ursache für Alzheimer?

Eine neue Hypothese, wie Alzheimer entstehen könnte, haben Bochumer Forscher aufgestellt. Sie analysierten das Zusammenspiel der Proteine FE65 und BLM, die die Zellteilung regulieren. Im Zellkulturmodell entdeckten sie im Kern Kugelstrukturen, die FE65 und BLM enthielten. Die Interaktion der Proteine löste ein Fehlsignal zur Zellteilung aus. Dieses könnte die Degeneration und den Tod von Nervenzellen bei Alzheimer-Patienten erklären.
A. Schroetter, T. Mastalski, F.M. Nensa, M. Neumann, C. Loosse, K. Pfeiffer, F. El Magraoui, H.W. Platta, R. Erdmann, C. Theiss, J. Uszkoreit, M. Eisenacher, H.E. Meyer, K. Marcus, T. Mueller (2013): FE65 regulates and interacts with the Bloom syndrome protein in dynamic nuclear spheres – potential relevance to Alzheimer’s disease, Journal of Cell Science, doi: 10.1242/jcs.121004

Funktionelle Proteomik, AG Morbus Alzheimer

Medizinisches Proteom Center

Mehr Dengue-Infektionen als angenommen

Weltweit sind dreimal mehr Menschen von Dengue-Fieber betroffen, als bislang angenommen: 390 Millionen Neuinfektionen gibt es pro Jahr, die Weltgesundheitsorganisation WHO ging bislang von 50 bis 100 Millionen aus. Dies sind Ergebnisse einer multinationalen Studie, die erstmals fundierte und detaillierte Daten zur globalen Verbreitung von Dengue liefert.

Dengue-Fieber-Gruppe der Sektion Klinische Tropenmedizin (neben Dr. Thomas Jänisch sind Dr. Kerstin Rosenberger, Jaswinder Kaur, Marius Wirths, Roger Gaczkowski und Prof. Thomas Junghanss beteiligt):

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/IDAMS.126411.0.html#c106203

Dino-Embryonen geben Aufschluss über Wachstum und Verbreitung

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung eines Paläontologen der Universität Bonn hat die bislang ältesten Dinosaurier-Embryonen nachgewiesen. Die in China entdeckten Exemplare des Lufengosaurus lebten im Unteren Jura vor rund 200 bis 190 Millionen Jahren. Anhand des Knochengewebes konnte Dr. Koen Stein zeigen, dass es sich bei den Fossilien um ein sehr frühes Entwicklungsstadium handeln muss. Erstaunlich ist das rasche Wachstum und die hohe Reproduktionsrate dieser chinesischen Dinosaurier.


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WWWW vom 8.4.2013: Aquarium im Weltall und imposante Wachteln

Fußball und Alkohol: Früh übt sich wer ein Meister werden will

Nach dem Spiel wird in Laos getrunken. Wenn man einen Kasten Beer Lao gewinnt, erst recht.
Nach dem Spiel wird in Laos getrunken. Wenn man einen Kasten Beer Lao gewinnt, erst recht.
Alkoholprävention im Jugendfußball: Zwischenergebnisse im Programm TrainerPlus zeigen: Sportvereine müssen gesellschaftlicher Verantwortung nachkommen und früh Vorbilder schaffen. Ob Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren regelmäßig Alkohol konsumieren, ist neben der Unterstützung aus dem Elternhaus vor allem vom Trainingsstil in Sportvereinen und den damit verbundenen Einstellungen zum Alkoholkonsum im Umfeld der Jugendlichen sowie den Erwartungen zu Folgen des Alkoholkonsums der jungen Sportler selbst abhängig.
Weitere Informationen:
http://www.trainer-plus.de/

Marathon geht eher auf die Nieren als aufs Herz – aber nur kurzfristig

Mehr als die Hälfte der vor und nach einem Marathonlauf untersuchten Teilnehmer hatte nach der sportlichen Höchstleistung eine vorübergehend beeinträchtigte Nierenfunktion, eine Beeinträchtigung der Herzfunktion ließ sich im Echokardiogramm nicht feststellen. Das ist das Ergebnis einer Studie mit 167 Teilnehmern am Berlin Marathon, die auf der der 79. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim von Dr. Bernd Hewing (Charité – Universitätsmedizin Berlin) vorgestellt wurde. Nachdem zuletzt einige Studien auf mögliche Beeinträchtigungen der Herz- und Nierenfunktion durch Ausdauersport hingewiesen hatten, untersuchte das Berliner Forscherteam insgesamt 167 Teilnehmer am Berlin Marathon (53 Prozent Frauen, 47 Prozent Männer, Altersdurchschnitt 50,3 Jahre) vor und unmittelbar nach dem Rennen und nochmals zwei Wochen später mittels Echokardiographie und Bluttests.

Originalveröffentlichung:
Katharina Hirschenhauser, Manfred Gahr, Wolfgang Goymann: Winning and losing in public: Audiences direct future success in Japanese quail. Hormones and Behavior, in press

Sensationeller Erfolg gegen schwere Depressionen durch tiefe Hirnstimulation

Forscher des Bonner Uniklinikums pflanzten schwerstdepressiven Patienten Schrittmacherelektroden in das Mediale Vorderhirnbündel im Gehirn und erzielten damit einen erstaunlichen Erfolg: Bei sechs der sieben Patienten verbesserten sich die Symptome erheblich. Diese Methode der „tiefen Hirnstimulation“ wurde bereits an verschiedenen Strukturen im Gehirn getestet, aber mit deutlich geringeren Effekten. Die Ergebnisse werden nun in der renommierten internationalen Fachzeitschrift „Biological Psychiatry“ vorgestellt.
Video zum
Thema

Gleich anschauen:

Aquarium im All

Die unbemannte Sojusrakete, die voraussichtlich am 19. April vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abhebt, bringt einen Biosatelliten und mit ihm einen kleinen Experimentcontainter der Arbeitsgruppe von PD Dr. Michael Lebert, Lehrstuhl für Zellbiologie, ins All: ein künstliches Ökosystem, das den Namen Omegahab B-1 trägt. Die Lebensgemeinschaft in dem Aquarium besteht aus einer einzelligen Alge (Euglena gracilis) , der Wasserpflanze Hornkraut (Ceratophyllum), Buntbarschlarven (Oreochromis mossambicus), mexikanischen Bachflohkrebsen (Hyalella azteca) sowie einigen Posthornschnecken (Biomphalaria glabrata).


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WWWW vom 2.4.21013: Jetzt Wissenschaftsnews aus Bangkok

Jatrophas Schattenseiten

Attribution: Ton Rulkens CC_SA-BY
Attribution: Ton Rulkens

Erst Heilsbringer, dann Teufelszeug: Die Biosprit-Pflanze Jatropha steht symbolisch für das Schicksal der gesamten Biokraftstoff-Industrie. Denn Biosprit ist nicht per se nachhaltig; er wird für steigende Nahrungsmittelpreise, Landraub und Biodiversitätsverlust verantwortlich gemacht. „Jatropha galt als Lösung dieser Probleme, doch unsere Studie zeigt, wie komplex eine Nachhaltigkeitsbewertung ist“, erläutert Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Leiter des Centre for Sustainability Management (CSM) an der Leuphana Universität Lüneburg. In der weltweit größten Untersuchung zum Status quo des Jatropha-Anbaus zeichnen die Nachhaltigkeitswissenschaftler der Leuphana ein differenziertes Bild und betonen gleichzeitig die enormen Herausforderungen für den Sektor.
Die in Englisch verfasste Studie steht auf dieser Seite zum kostenlosen Download bereit:
http://www.leuphana.de/inkubator/nachhaltige-energie/biokerosin/publikationen.html

Stern isst Planet

Einen Planeten, der von seinem eigenen Stern „verspeist“ wird, hat jetzt ein internationales Team von Astronomen unter Leitung von Dr. Luca Fossati vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn aufgespürt. Beobachtungen an verschiedenen Großteleskopen zeigen, dass sich der Planet sehr nahe an seinem Mutterstern befindet. Die Forscher schließen daraus, dass durch die Gravitation der Stern seinem Begleiter langsam Materie absaugt.
Publikation: Absorbing gas around the WASP-12 planetary system, Astrophysical Journal Letters, 2013, 766, L20, 2013 April 1, DOI: 10.1088/2041-8205/766/2/L20

Alzheimer-Plaques beginnen in den Zellen

Alzheimer-Forscher gingen bislang davon aus, dass sich schädliche Plaques von außen an die Nervenzellen anlagern und sie schließlich in den Untergang treiben. Wissenschaftler des Bonner Universitätsklinikums und ihre Göttinger Kollegen entdeckten nun in Mäusegehirnen gefährliche Ablagerungen direkt in den Nervenzellen. Diese Variante verklumpt stärker und ist auch schwerer abbaubar. Möglicherweise dienen die im Inneren befallenen Zellen als ein Keim, von dem aus sich weitere schädliche Plaques im Gehirn bilden.
Publikation: Early intraneuronal accumulation and increased aggregation of phosphorylated Abeta in a mouse model of Alzheimer’s disease, Acta Neuropathologica

Klimawandel treibt gefährliche CO2-Spirale an

Welche Auswirkungen haben extreme Wetterereignisse auf den Kohlenstoffkreislauf der Landökosysteme? Wie wirken sich wiederum Änderungen im Kohlenstoffzyklus auf das Klima aus? Vom 2. bis 5. April 2013 wird diesen Fragen auf der internationalen Konferenz über Klimaextreme und Biogeochemische Kreisläufe in der terrestrischen Biosphäre nachgegangen.
http://www.bgc-extremes2013.org/ – Informationen zur Konferenz
http://www.carbo-extreme.eu/ – Informationen zum Projekt Carbo-Extreme


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