WWWW vomm 29.7.2013: Asiatische Stechmücke und knochenschwache Dinos

Knochenplatten gingen zu Lasten des Skeletts

Die Rüstung erwachsener Ankylosaurier (hier ein Euoplocephalus) bestand aus Hunderttausenden von knöchernen Panzerplatten, so genannten Osteodermen. Die meisten von ihnen waren kleiner als eine Ein-Cent-Münze; manche hatten aber auch einen Durchmesser von mehreren Dutzend Zentimetern. Ankylosaurier-Jungtiere waren dagegen kaum gepanzert.

Die nashorngroßen Ankylosaurier litten wahrscheinlich in ihrer Jugend phasenweise unter starkem Knochenschwund. Die Dinos benötigten in dieser Zeit Kalzium und andere Mineralien, um ihren knöchernen Hautpanzer aufzubauen. Diese holten sie sich augenscheinlich aus ihren langen Skelettknochen. Forscher der Universität Bonn stellen diese These in einer aktuellen Studie in der Zeitschrift PLOS ONE vor. Ihre Befunde stützen auch eine weitere Theorie: Die Ankylosaurier waren vermutlich warmblütig.
Publikation: Long Bone Histology and Growth Patterns in Ankylosaurs: Implications for Life History and Evolution, “PLOS ONE”, DOI: 10.1371/journal.pone.0068590

Der Korrision auf der Spur

Korrosion frisst alleine in Deutschland jährlich 75 Milliarden Euro der Wirtschaftsleistung. Welche Stähle und sonstige Legierungen davon betroffen sind und wie der Schaden begrenzt werden kann, lässt sich künftig möglicherweise besser abschätzen. Denn ein internationales Team um Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung in Düsseldorf hat einen amorphen Stahl aus Eisen, Chrom, Molybdän, Bor sowie Kohlenstoff analysiert und festgestellt, dass das Material desto leichter vom Rost angegriffen wird, je geordneter seine Struktur und je ungleichmäßiger die Verteilung seiner Atome ist.

Maria Jazmin Duarte, Julia Klemm, Sebastian Klemm, Sergiy Borodin, Karl Mayrhofer, Martin Stratmann, Aldo Romero, Milad Madinehei, Daniel Crespo, Jorge Serrano, Stephan Gerstl, Pyuck-Pa Choi, Dierk Raabe und Frank Uwe Renner
Element-Resolved Corrosion Analysis of Stainless-Type Glass-Forming Steels
Science, 26. Juli 2013; doi: 10.1126/science.1230081

Asiatische Buschstechmücke breitet sich in Deutschland aus

Nach dem überraschenden Fund einer Population der Asiatischen Buschmücke Aedes japonicus in Westdeutschland im Sommer des vergangenen Jahres konnten dieselben Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), Müncheberg, und des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Greifswald – Insel Riems, diese invasive Stechmückenart nun auch in Niedersachsen nachweisen.
Alle Informationen zum Mückenatlas, wie man Mückenjäger wird und Wissenswertes über Stechmücken gibt es unter www.mueckenatlas.de.

Weitere Informationen:

http://www.zalf.de
http://www.fli.bund.de/

Killerzellen> Am Anfang ist weniger mehr

Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) erfüllen als Teil des angeborenen Immunsystems eine wichtige Funktion bei der Erregerabwehr. Seit langem gelten sie als eine der ersten Verteidigungslinien im Kampf gegen Infektionen. Folgerichtig ging man davon aus, dass der Körper gar nicht genug von ihrer Aktivität haben kann. Allerdings haben Forscher vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) jetzt gezeigt, dass das Prinzip „Je mehr desto besser“ für die Killerzellen nicht gilt.
Nuno Viegas, Lisa Andzinski, Ching-Fang Wu, Ronja-Melinda Komoll, Nelson Gekara,Kurt E. Dittmar, Siegfried Weiss, Jadwiga Jablonska
IFN-gamma production by CD27+ NK cells exacerbates Listeria monocytogenes infection in mice by inhibiting granulocyte mobilization, European Journal of Immunology, 2013, DOI: 10.1002/eji.201242937

Rapamycin kein Wunderastoff gegen das Altern

Der Wirkstoff Rapamycin verlängert erwiesenermaßen die Lebensspanne von Mäusen. Ein Forscherteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) sowie des Helmholtz Zentrums München hat nun festgestellt, dass Alterungsprozesse dabei kaum aufgehalten werden. Der lebensverlängernde Effekt könnte vielmehr darauf zurückzuführen sein, dass Rapamycin das Wachstum von Krebsgeschwüren bremst. Dadurch wirkt das Präparat einer der Haupttodesursachen von Mäusen entgegen.
Originalveröffentlichung
„Rapamycin extends murine lifespan but has limited effects on aging “, Frauke Neff, Diana Flores-Dominguez u. a., Journal of Clinical Investigation (Online-Veröffentlichung vom 25. Juli 2013),http://dx.doi.org/10.1172/JCI67674

Schalter an: Wurm wächst Kopf nach

Ein Hase kann es nicht, ein Frosch auch nicht, aber ein Zebrafisch oder Salamander schon und der Plattwurm ist ein wahrer Meister darin: Regenerieren. Warum manchen Tierarten verlorene Körperteile oder Organe nachwachsen lassen können, anderen hingegen nicht, bleibt ein Rätsel. Genau so die Frage, ob sich die Fähigkeit zur Regeneration wieder reaktivieren lässt.
Originalpublikation:
S.-Y. Liu, C. Selck, B. Friedrich, R. Lutz, M. Vila-Farré, A. Dahl, H. Brandl, N. Lakshmanaperumal, I. Henry & J. C. Rink
Reactivating head regrowth in a regeneration-deficient planarian species
Nature, 25. Juli 2013

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WWWW vom 22.7.2013: Schneegrenze im Planetensystem und fitte Hundertjährige

invasive plant sign
Der Erfolg einer Pflanzenart besteht in ihrer möglichst großen Verbreitung. Was bestimmt aber darüber, ob eine Pflanzenart erfolgreich ist? Prof. Dr. Mark van Kleunen, Professor für Ökologie an der Universität Konstanz, führte gemeinsam mit Forschenden der Universität Bern eine Feldstudie durch, die im Umfang der Pflanzenarten und in der Vielzahl der zu bestimmenden Merkmale einzigartig ist. Die Wissenschaftler kamen zum Ergebnis, dass am Anfang des Pflanzenwachstums Faktoren wie Samengewicht und die Größe der Samenzahl entscheidend für die Etablierung einer Pflanzenart sind.
Originalveröffentlichung:
Kempel A, Chrobock T, Fischer M, Rohr RP & van Kleunen M (2013): Determinants of plant establishment success in a multispecies introduction experiment with native and alien species. Proceedings of the National Academy of Sciences doi:10.1073/pnas.1300481110.

Schnelltest für Pest entwickelt

Eine Infektion mit Yersinia pestis, dem Erreger der Pest, lässt sich künftig möglicherweise leichter diagnostizieren als bisher. Wissenschaftler um Peter Seeberger, Professor an der Freien Universität Berlin und Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) in Potsdam-Golm, haben einen einfachen, billigen und zuverlässigen Test für das Bakterium entwickelt.

Welche Rolle spielen Investoren im Agrarsektor?

Wird die landwirtschaftliche Produktion in Deutschland bald von nichtlandwirtschaftlichen Investoren dominiert? Diese Frage ist in letzter Zeit verstärkt in das öffentliche Interesse und die politische Diskussion gerückt. Bislang ist unklar, wie bedeutsam die Aktivitäten dieser Investoren tatsächlich sind, wie sie ablaufen und wie sie sich auf die Produktion, Bodenpreise, Einkommen und die Agrarstruktur auswirken. Nachdem Wissenschaftler des Thünen-Instituts in Braunschweig bereits Ende 2011 die Auswirkungen von Bodenkäufen durch Investoren untersucht hatten, legen sie nun eine neue Studie vor.

Die Studie „Kapitalbeteiligung nichtlandwirtschaftlicher und überregional ausgerichteter Investoren an landwirtschaftlichen Unternehmen in Deutschland“ von Bernhard Forstner und Andreas Tietz (Thünen Report 5, 2013) ist im Internet abrufbar unter: http://www.ti.bund.de, Rubrik „Thünen-Publikationen -> Thünen Report“ oder direkt unter: http://literatur.vti.bund.de/digbib_extern/dn052170.pdf

Fitte Hundertjährige

n Deutschland hat sich die Zahl der Hundertjährigen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Dass diese Hochaltrigen heute geistig und körperlich fitter sind als diejenigen früherer Generationen, belegt eine repräsentative Untersuchung von Forschern der Universität Heidelberg mit Menschen im Alter von 100 Jahren. Mit der Zweiten Heidelberger Hundertjährigen-Studie haben Wissenschaftler des Instituts für Gerontologie ein umfassendes Bild von Hundertjährigen und ihrer Lebenssituation ermittelt. Dabei hat sich gezeigt, dass für die Lebensqualität und Zufriedenheit von Senioren mit sehr hohem Alter psychologische Stärken wichtiger sind als die geistige Leistungsfähigkeit oder Gesundheit.
Informationen zur Zweiten Heidelberger Hundertjährigen-Studie sind im Internet unter http://www.gero.uni-heidelberg.de/forschung/hd100ii.html zu finden.

Schneegrenze bei Planetensystemen erstmals beobachtet

Die sogenannte Schneegrenze bestimmt, bei welchen Abständen sich erdähnliche Planeten oder Gasriesen um einen jungen Stern bilden können. Jetzt ist es erstmals gelungen, diese Grenzregion um den sonnenähnlichen Stern TW Hydrae abzubilden. Dessen Schneegrenze kann uns nicht nur mehr über die Entstehung von Planeten und Kometen verraten, sowie über die Faktoren, die ihre chemische Zusammensetzung bestimmen, sondern sich auch die Vergangenheit unseres Sonnensystems beleuchten.

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WWWW vom 15.7.2013: LEDs, Vogellandung und Neandertalisch

LED-Lampen im Haus sollten immer warm-weiß sein

Lichtquellen für den täglichen Bedarf müssen sich grundsätzlich nicht nur an der Helligkeit des Tageslichtes messen, sondern auch an den Anteilen der in ihnen verborgenen Regenbogenfarben. Dies geschieht am besten durch dieFarbtemperatur: Die Temperatur, die ein schwarzer Körper beim „Glühen“ haben müsste, um Licht dieser Farbe abzustrahlen (vom dunklen Rot bis zum strahlenden Weiß). Dabei ist das abgestrahlte Glühspektrum immer kontinuierlich, sagt Prof. Dr. Siegfried Hünig.

Mehr zur Makuladegeneration

Wolfgangs Messers Blog zu LED

Ranking zeigt: LEDs werden immer besser

LEDs sind effizienter als Energiesparlampen oder Leuchtstoffröhren und geben ein gesünderes Licht. Nicht alle Lampen leisten jedoch das gleiche. Wissenschaftler der Jacobs University haben nun LED-Lampen von über 50 führenden Herstellern auf unterschiedliche Kriterien getestet und die Ergebnisse in benoteten Rankings zusammengestellt.

Lächeln hat seinen Preis

Ob in der schicken Boutique, an der Käsetheke im Supermarkt oder am Schalter des örtlichen Nahverkehrs: als Kunde kann man erwarten, von freundlichem Personal bedient zu werden. Zwar kommen Dauerlächeln und übertrieben enthusiastische Standardfloskeln auch nicht immer gut an. Fest steht jedoch: Der in der Vergangenheit häufig geäußerte Vorwurf, der Dienstleistungssektor in Deutschland sei zu wenig kundenorientiert, stimmt so nicht mehr. „Heute erwarten Dienstleistungsunternehmen von ihren Mitarbeitern, dass sie die Kunden zuvorkommend und freundlich behandeln – egal in welcher Gemütsverfassung sie selbst gerade sind“, sagt Prof. Dr. Gianfranco Walsh von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Diese „Emotionsarbeit“ stelle erhebliche Anforderungen an die Mitarbeiter, schließlich „kann die nach außen gezeigte Emotion ja gänzlich im Widerspruch zu den eigenen Gefühlen stehen“, so der Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Marketing.
Original-Publikation:
Walsh G., Bartikowski B. Employee emotional labour and quitting intentions: Investigating the moderating effects of employee gender and age. European Journal of Marketing (2013), 47 (8)

Vögel landen mit eigener Navigation

Zusammenstöße von Flugzeugen sind selten – zum Glück. Zahlreiche Kontrollen durch Fluglotsen und Hightech-Instrumente helfen den Piloten heutzutage sehr. Doch wie sieht es in der Tierwelt aus? Vögel bekommen keine Funkunterstützung und haben keinen Radar. Sie fliegen in großen Schwärmen und landen häufig in unübersichtlichem Terrain. Trotzdem gibt es kaum Kollisionen, aber warum? Ihr eingebauter Magnetfelddetektor hilft dabei.

Hart V., Malkemper E.P., Kušta T., Begall S., Nováková P., Hanzal V., Pleskač, L., Ježek J., Policht R., Husinec V., Červený J., Burda H. (2013): Directional compass preference for landing in water birds. Frontiers in Zoology 10:38
DOI: 10.1186/1742-9994-10-38

Kunstoffe merken sich Form

Teltower Biomaterialforscher haben Kunststoffe entwickelt, die bei einer wählbaren Temperaturschwankung immer wieder in ihrer Form hin- und herwechseln. Das von seinen Schöpfern als „Polymer-Aktuatoren“ bezeichnete Material überwindet damit eine entscheidende Beschränkung ähnlicher Werkstoffe. Bisher konnten Polymere mit temperaturgesteuertem Formgedächtnis nur ein einziges Mal von einer Form in die andere umschalten.
Marc Behl, Karl Kratz, Ulrich Nöchel, Tilmann Sauter, Andreas Lendlein: Temperature-memory Polymer Actuators, Proceedings of the National Academy of Sciences of the United
States of America (PNAS), 2013, DOI: 10.1073/pnas.1301895110
http://www.pnas.org/content/early/2013/07/03/1301895110.full.pdf+html

Sprechen wir ein wenig Neandertalisch?

Neandertaler
Max-Planck-Wissenschaftler vermuten, dass die moderne menschliche Sprache schon vor 500.000 Jahren entstanden ist
Sprache ist ein flüchtiges Medium, sie hinterlässt keine direkt messbaren Spuren. Auf der Suche nach den Ursprüngen menschlicher Sprache sammeln Wissenschaftler deshalb archäologische, anatomische und genetische Indizien, die ihnen verraten, wann die Fähigkeit zu sprechen entstanden ist.
Originalpublikation:
Dediu, D., & Levinson, S. C.
On the antiquity of language: The reinterpretation of Neandertal linguistic capacities and its consequences
Frontiers in Language Sciences, 4: 397. doi:10.3389/fpsyg.2013.00397.

Vorträge zum Download der Daimler-Benz-Stiftung

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WWWW vom 8.7.2013: Aus der Vergangenheit in den intergalaktischen Raum

Aerosole bleiben nach Vulkanausbrüchen länger in der Stratosphäre

Nach massiven Vulkanausbrüchen bleiben kleinste Partikel (Aerosole) bis zu fünf Jahre in der Stratosphäre, also der zweiten Schicht der Erdatmosphäre. Dadurch wird die Sonneneinstrahlung abgeschwächt und vorübergehend sinken die Temperaturen. Die lange Verweildauer macht auch deutlich, dass Klimaschutzmaßnahmen erst nach Jahren greifen.
http://www.atmos-chem-phys.net/13/5205/2013/acp-13-5205-2013.pdf

Knuts Verhängnis 45 Millionen Jahre alt

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Nach dem Tod des Eisbären Knut zeigte das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), dass Knut wohl an einer durch Viren verursachten Gehirnentzündung litt. Bei der Analyse seines Erbguts haben Forscher der Saar-Uni und des IZW nun neue Sequenzen endogener Retroviren entdeckt. Auch bei dem Pandabären Bao Bao fanden sich diese Viren. Dass sich diese Viren vor etwa 45 Millionen Jahren in das Genom eines Vorfahren der Bären eingebaut haben, zeigen die Forscher in einer Studie in der Fachzeitschrift Virology.
Link zur Studie: www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0042682213002675

Frühe Farmer auch im Osten Irans

Seit Jahrzehnten erforschen Archäologen die Ursprünge der Landwirtschaft im Vorderen Orient. Diese Forschungen wiesen bislang auf eine frühe Pflanzendomestikation im westlichen und nördlichen „Fruchtbaren Halbmond“ hin, eine regenreiche Region, die sich von der Küste Israels bis zum Iran erstreckt. In der Ausgabe des Fachmagazins Science vom 5. Juli zeigen Wissenschaftler , dass das iranische Vorland des Zagros-Gebirges im östlichen Teil des „Fruchtbaren Halbmondes“ ebenfalls ein Schlüsselgebiet bei der ersten Domestikation wilder Pflanzen zu Kulturpflanzen darstellt.

Radiobursts aus dem intergalaktischen Raum

Vier kurzzeitige Radiostrahlungsausbrüche (Fast Radio Bursts, FRBs) von nur wenigen Millisekunden Dauer wurden am Südhimmel bei hohen galaktischen Breiten entdeckt.
Die extrem kurze Zeitdauer und die abgeleitete große Entfernung lassen darauf schließen, dass diese Ausbrüche durch sehr energiereiche Ereignisse in kosmologischer Entfernung im Universum verursacht werden. Das könnten zum Beispiel zwei miteinander verschmelzende Neutronensterne sein, oder der Kollaps eines sterbenden Sterns, oder auch ein Stern, der durch ein Schwarzes Loch verschluckt wird.
Originalveröffentlichung:
“A population of fast radio bursts at cosmological distances” (D. Thornton, B. Stappers, M. Bailes, B. Barsdell, S. Bates, N. D. R. Bhat, M. Burgay, S. Burke-Spolaor, D. Champion, P. Coster, N. D’Amico, A. Jameson, S. Johnston, M. Keith, M. Kramer, L. Levin, S. Milia, C. Ng, A. Possenti, & W. van Straten), in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins “Science” Vol. 340, Issue 6141 (5. Juli 2013)

Galaxien nähren sich von Gas

Astronomen ist es gelungen mit dem Very Large Telescope der ESO eine weit entfernte Galaxie beim Verschlingen des sie umgebenden Gases zu beobachten. Das Gas strömt auf die Galaxie zu und treibt dann sowohl die Sternentstehung als auch die Rotation der Galaxie an. Die Messungen sind der bisher beste direkte Nachweis für die Theorie, dass Galaxien das sie umgebende Gas an sich ziehen und aufbrauchen, indem sie wachsen und neue Sterne bilden.

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In eigener Sache:

Das ist der Muskel um den es geht bei meiner OP
http://en.wikipedia.org/wiki/Supraspinatus_muscle

Und so eine OP hatte ich (und habe auch ein Video bekommen)

WWWW vom 1.7.2013: Flechten und Bakterien

Cetraria aculeata (Gewoon kraakloof)

Algenpartner bei Flechten wichtiger als gedacht

Wechselnde Partner als Überlebensstrategie? Flechten sind flexibler, als man bisher annahm. Die Symbiose aus Pilz und Alge variiert ihre Lebensgemeinschaft je nach Standort. In einem kürzlich in der Open-Access-Zeitschrift Mycokeys veröffentlichten Artikel zeigen Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, des Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Frankfurt mit Kollegen aus Bergen und Madrid, dass im Verbreitungsgebiet der Strauchigen Hornflechte (Cetraria aculeata) in den Teilarealen verschiedene Algenpartner dominieren. Dadurch unterscheiden sich die dort vorkommenden Flechten in ihren Lebensraumansprüchen.

Durchbruch bei resistenten Bakterien

Im Kampf gegen multiresistente Bakterien ist Chemikern der Universität Würzburg möglicherweise ein entscheidender Durchbruch gelungen. Mit einem Trick brachten sie die Bakterien dazu, ihre Zelloberfläche zu verändern. Das verringerte die Gefahr einer Infektion drastisch.

Bluthochdruck machts Kids ruhiger

Hoher Blutdruck kann für Kinder und Jugendliche offenbar auch gute Seiten haben. Eine Studie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) zeigt: Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Blutdruck erzielen bessere Schulleistungen. Außerdem haben sie weniger emotionale Probleme und Verhaltensstörungen als andere Kinder im gleichen Alter mit normalem Blutdruck.

Klima kann auch kälter werden

Die Kreidezeit, als Warmzeit bekannte Ära der Dinosaurier, wurde vor 116 Mio. Jahren durch eine 2,5 Mio. Jahre dauernde Kältephase unterbrochen. Dies hatte vor allem für die Meeresökosysteme ähnlich gravierende Folgen wie Phasen rascher Erwärmung. Eine heute in Nature Geoscience veröffentlichte Studie eines internationalen Teams der Universitäten Newcastle (UK), Köln und Frankfurt sowie der Forschungseinrichtungen GEOMAR und BiK-F, die auf Bohrungen vor der Küste Marokkos und Modellierungen basiert, zeigt jetzt, dass der damalige Umbruch mariner Ökosysteme auf diese Abkühlung zurückzuführen ist. Ursache war das Auseinanderdriften des Superkontinents Pangäa.