WWWW vom 25.11.2013: Pipi aus der Flasche

So lautete die Betreffzeile einer Email, die ich von Nadine Kaczmarek bekommen habe. Sie arbeitet im Salesteam bei Synthetic Urine, einer Firma, die wie der Name schon sagt, Urin herstellt.

Sie stand mir Rede und Antwort warum man synthetischen Urin braucht, welche verschiedenen Urine die Firma herstellt und wo der Markt dafür ist.
Synthetic_Urine_Synthetische_Human-Körperflüssigkeiten
Aus der Unternehmenswebseite:

Im Anwendungsbereich mit Kunststoffen können wir Ihnen mit unseren synthetischen Prüfflüssigkeiten helfen die Resistenz gegen alle möglichen synthetischen Human- oder Tier-Körper-Flüssigkeiten zu testen.

Ob Sie mobile Toiletten oder Kinderspielzeug herstellen, ob Sie die Qualität der Oberfläche testen wollen oder die Farblässigkeit von Gebrauchsgegenständen – Bei UNS sind SIE richtig. Sie haben mit unseren Produkten immer die 1. Wahl an Qualität.

In dieser breit gefächerten Branche haben wir schon große Erfahrungen mit validierten Lösungen/Produkten für kundenindividuelle Probleme.

ein paar Hintergrundinfos gibt es auch noch hier:
http://www.synthetic-urine.de/produkte/wissenswertes.html

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WWWW vom 18.11.2013: Wespenlockstoffe und Hologramme

Alkohol blockierte Jim Morrissons Kreativität

Der exzessive Konsum von Alkohol und Drogen hat bei Musikerlegende und „The Doors“-Frontmann Jim Morrison in relativ kurzer Zeit zu einem Verlust seiner Kreativität geführt, statt diese zu befördern. „Beeinträchtigt war vor allem seine Fähigkeit, kreative Eingebungen auszuarbeiten und umsetzen“, sagt der Psychotherapeut und Kreativitätsforscher Prof. Dr. Rainer M. Holm-Hadulla von der Universität Heidelberg. Nach den Worten des Wissenschaftlers muss der Alkohol- und Drogenkonsum unter Musikern als ein „Peer-Group-Phänomen“ begriffen werden, das bei den Künstlern selbst, aber mehr noch bei ihren Fans die Illusion bedient, ohne konzentrierte Arbeit schöpferische Leistungen vollbringen zu können. Die Ergebnisse der psychologischen Fallstudie von Prof. Holm-Hadulla wurden in der Fachzeitschrift „Psychopathology“ veröffentlicht.

Neue Hologramm-Technik in HD-Qualität

Neue HologrammeProf. Dr. Thomas Zentgraf, Leiter der Arbeitsgruppe „Ultraschnelle Nanophotonik“ am Department Physik der Universität Paderborn, ist es gemeinsam mit Prof. Dr. Shuang Zhang von der Universität Birmingham gelungen, Hologramme erstmals mit einer völlig neuen Technik zu realisieren. Für seine Hologramme verwendet er ein neuartiges Meta-Material, das mit nur 30 Nanometer (nm), also 0,00003 mm, extrem dünn ist. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 2.000 Mal dicker.

Weitere Informationen:
http://physik.uni-paderborn.de/ag/ag-zentgraf

http://www.physik.upb.de

Streit um LDL-Zielwerte

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Lagern sich Fette, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen ab, kommt es zu Plaquebildung. Dann verengen sich die Gefäße und es drohen Gefäßverschlüsse. Das medikamentöse Senken des Cholesterinwertes mit sogenannten Statinen hat sich als Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall bewährt. Eine aktuelle Leitlinie des American College of Cardiology und der American Heart Association ändert nun die Verordnungsstrategie. Cholesterinzielwerte fallen weg. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) empfiehlt hingegen in Übereinstimmung mit den europäischen Leitlinien, zunächst an LDL-Zielwerten festzuhalten.

Wespe nutzt Abwehrstoffe auch als Lockstoff

Viele Tiere verwenden chemische Abwehrstoffe, um ihre Feinde damit in die Flucht zu schlagen. Manche Tiere haben für ihre chemische Verteidigung aber auch noch andere Verwendungsmöglichkeiten gefunden. Forscher der Universität Regensburg konnten nun gemeinsam mit einem Kollegen aus den USA zeigen, dass die parasitische Wespe Leptopilina heterotoma ihre chemischen Abwehrstoffe auch zur innerartlichen Kommunikation verwendet. Die Ergebnisse können erklären, wie aus Stoffen ohne Informationsgehalt im Laufe der Evolution chemische Signale werden.

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WWWW vom 11.11.2013: Biotechnologie und Genetic Engeneering

To defeat tuberculosis, we need new biotechnology. Our work adds 4 new tools to the anti-TB medical armamentarium. Detect - a CRISPR-based biosensor delivered by phage and sequence-specific for antibiotic resistance.
To defeat tuberculosis, we need new biotechnology. Our work adds 4 new tools to the anti-TB medical armamentarium. Detect – a CRISPR-based biosensor delivered by phage and sequence-specific for antibiotic resistance.
Ich habe eine Mail von Nico Koutsoubelis bekommen, der gerade Weltmeister geworden ist mit seinem Team. Genauer hat er den ersten Platz bei der iGEM(international Genetically Engineered Machine Competition) gewonnen. Nico und seine Kollegin Anne Löchner erklären mir, was sie da gemacht haben und was es bei Biotechnologie und Genetic Engeneering für Herausforderungen gibt.

Ein sehr spannender Einblick in die Arbeit junger Forscher.

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WWWW vom 4.11.2013: Kakaobohnen, Mikrorotoren und Tierversuche

Fledermäuse verbessern Kakaoertrag

Kakao-Frucht

Die Anwesenheit von Vögeln und Fledermäusen auf Kakaoplantagen hat positive Auswirkungen auf die Kakaoernte. Das haben Wissenschaftler der Universität Göttingen in einem groß angelegten Freilandexperiment auf der indonesischen Insel Sulawesi herausgefunden. Die Agrarökologen verhinderten, dass Vögel und Fledermäuse Zugang zu bestimmten Kakaobäumen hatten. Daraufhin stieg die Zahl der Insekten auf der Plantage und die betroffenen Bäume warfen bis zu 31 Prozent weniger Ertrag ab.
Originalveröffentlichung: Bea Maas et al. Bats and birds increase crop yield in tropical agroforestry land-scapes. Ecology Letters 2013. Doi: 10.111/ele.12194.

Schnellere Vernichtung von Chemiewaffen mit Mikrorotoren

In entlegenen Gegenden chemische Kampfstoffe rasch und effektiv in nicht-toxische Produkte umzusetzen, ist eine der herausforderndsten Aufgaben bei der Zerstörung von Massenvernichtungswaffen. Wie Mikromotoren mit Eigenantrieb die oxidative Neutralisierung von Nervengiften beschleunigen können, indem sie die Entgiftungslösung intensiv durchmischen, beschreibt ein Team von der University of California in San Diego jetzt in der Zeitschrift Angewandte Chemie.
Autor: Joseph Wang, University of California San Diego (USA), http://ne.ucsd.edu/~joewang/
Angewandte Chemie, Permalink to the article: http://dx.doi.org/10.1002/ange.201308072

Benachbarte Bakterienarten regeln Schmarotzeranteil

Benachbarte Bakterien können miteinander kommunizieren und gemeinsam bestimmte Leistungen erbringen, beispielsweise Nährstoffe abbauen. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben nun herausgefunden, dass kooperierende Bakterien ein Gift produzieren können, um sich gegen Schmarotzer zu wehren. Das geht aber nur solange sie aus der gleichen Familie sind.
Originalveröffentlichung: Alexandre Jousset et al. Evolutionary history predicts the stability of cooperation in microbial communities. Nature Communications 4:2573. Doi: 10.1038/ncomms3573.

Sensor untersucht Qualität von Gewürzen

Wie riecht ein Gewürz wie Pfeffer oder Paprika, welches mit Schimmelpilzen belastet ist oder wie stellt man fest, ob ein Gewürz beispielsweise mit Senfmehl gestreckt wurde? Man kann es schlecht beschreiben, aber geübte und geschulte Nasen können dies riechen. Doch sind diese Einschätzungen nachvollziehbar? Deshalb soll es demnächst Unterstützung durch einen mobilen Gewürzsensor zur Qualitätskontrolle und Produktsicherheit von Gewürzen geben, für den an der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung Referenzproben entwickelt wurden.

Gehirn fügt Farbe automatisch hinzu

Farbensehen ist oft mehr Illusion als Wirklichkeit, weshalb es neurowissenschaftlich intensiv erforscht wurde. Allerdings war bislang unbekannt, ob unser Hirn fehlende Farben in einem Bild ergänzen kann. Nun haben die Neurowissenschaftler Michael Bannert und Dr. Andreas Bartels vom Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften der Universität Tübingen (CIN) sowie vom Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience Tübingen in einer Studie überprüft, was im Kopf bei der Betrachtung von Schwarz-Weiß-Fotos bestimmter Objekte passiert.
Originalpublikation:
Michael Bannert und Andreas Bartels: Decoding the yellow of a gray banana. Current Biology, 31. Oktober 2013.

Pharmafirmen: Weniger Versuchstiere benutzt

Die Pharma- und Medizinprodukte-Industrie in Deutschland konnte ihren Bedarf an Versuchstieren 2012 erneut senken: Insgesamt 803.766 Tiere wurden benötigt, 3,5 % Prozent weniger als 2011 und sogar fast 10 % weniger als 2010. 86 % dieser Versuchstiere waren Mäuse oder Ratten. Das geht aus den amtlichen Versuchstierzahlen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hervor, die am 28. Oktober veröffentlicht wurden.

Dieser Satz hat mich überrascht:

“Vieles, was dazu heute in der Tierhaltung eingesetzt wird – etwa Beschäftigungsprogramme und Spielzeug, aber auch Rückzugsmöglichkeiten im Käfig – haben Tierpflegekräfte, Forscherinnen und Forscher aus der Industrie erfunden.” Kann das jemand meiner Hörer bestätigen?

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