WWWW vom 24.2.2014: Vulkanausbrüche und umworbene Wespen

Lichtschalter sollen bei Schmerztherapie helfen

Pulse light drawingsVon LMU-Wissenschaftlern entwickelte molekulare optische Schalter können Nervenzellen gezielt beeinflussen. Dies eröffnet der Medizin auf vielen Gebieten neue Chancen – etwa in der Schmerztherapie oder auch bei bestimmten Sehstörungen.
Alle Sinneseindrücke beruhen auf der Kommunikation zwischen Nervenzellen. Bei der Signalübertragung von Zelle zu Zelle spielen in die Zellwand eingebaute Neurorezeptoren eine entscheidende Rolle. Diese zellulären Kommunikationsschnittstellen über Licht steuerbar zu machen und so künstlich zu beeinflussen, ist das Ziel von Dirk Trauner, Professor für Chemische Biologie und Genetik an der LMU.
A Photochromic Agonist for m-Opioid Receptors, Matthias Schönberger and Dirk Trauner
Angewandte Chemie 2014, DOI: 10.1002/anie.201309633

Gen steuert Stammzellen, die Spermien produzieren

Mit grundlegenden Regulationsmechanismen der Stammzelldifferenzierung haben sich Wissenschaftler der Universität Heidelberg beschäftigt: Das Team um Prof. Dr. Ingrid Lohmann vom Centre for Organismal Studies konnte am Modellorganismus der Fruchtfliege Drosophila melanogaster zeigen, welchen Einfluss ein spezielles Entwicklungsgen aus der sogenannten Hox-Familie auf die Keimbahn-Stammzellen haben. Diese Zellen sorgen für die Bildung von Spermien. War das untersuchte Hox-Gen in seiner Funktion beeinträchtigt, kam es zur Bildung früh gealterter Spermien.
Originalveröffentlichung:
F. Papagiannouli, L. Schardt, J. Grajcarek, N. Ha, I. Lohmann: The Hox Gene Abd-B Controls Stem Cell Niche Function in the Drosophila Testis. Developmental Cell, Vol 28. Iss 2, 189-202 (27 January 2014), doi: 10.1016/j.devcel.2013.12.016
Forschungsgruppe Ingrid Lohmann:
http://www.cos.uni-heidelberg.de/index.php/i.lohmann?l=_e

Um Schwarze Löcher wabern große Wolken

Stark bewölkt, streckenweise bedeckt, mit heftigen Böen ist zu rechnen: So könnte die Wettervorhersage für die fernen Zentren der Galaxien lauten – dort, wo Schwarze Löcher mit unstillbarem Hunger alle Materie in ihrer Umgebung aufsaugen. Denn wie ein internationales Forscherteam unter Leitung von Dr. Alex Markowitz von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) jetzt herausgefunden hat, umkreisen gigantische Wolken aus heißem Gas die Schwarzen Löcher und verdunkeln ihre Umgebung wie eine Gewitterfront, die sich an einem heiteren Tag vor die Sonne schiebt.
Weitere Informationen:
http://Ein Schwarzes Loch und seinen Wolkenring zeigt diese Animation der NASA.
http://youtu.be/QA8nzRkjOEw

Magmagänge und das Wirtsgestein entscheiden für Vulkanausbruchsvohersagen

Um die Vorhersagegenauigkeit von Vulkanausbrüchen zu erhöhen und das Verständnis von Vulkanen zu verbessern, ist es wichtig zu verstehen, wie sich magmatische Gänge bilden und welcher Größenverteilung sie folgen. Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Uppsala haben erkaltete Magmagänge in erloschenen und erodierten Vulkanen untersucht und herausgefunden, dass die Dicken der magmatischen Gänge unabhängig vom geologischen Standort, ihres Typs oder ihrer Zusammensetzung hauptsächlich von der Festigkeit des Wirtsgesteins gesteuert werden.
Internet: http://katalog.uu.se/empInfo/?languageId=1&id=N11-1295_1

Farben aus Nanokapseln

Frei von Farbstoffen und doch farbig: Für den Einsatz in reflektiven Displays hat ein amerikanisch-koreanisches Team jetzt erstmals nicht irisierende Strukturfarben für das komplette Farbspektrum entwickelt, deren Farbe vom Blickwinkel unabhängig ist. Ihr Erfolgsgeheimnis verraten die Forscher in der Zeitschrift Angewandte Chemie: Mikrokapseln mit dicht gepackten Kern-Schale-Kolloid-Partikeln, die sie als „photonische Pigmente“ bezeichnen.
Angewandte Chemie: Presseinfo 03/2014

Autor: Vinothan N. Manoharan, Harvard University, Cambridge (USA),http://manoharan.seas.harvard.edu/people.html

Angewandte Chemie, Permalink to the article: http://dx.doi.org/10.1002/ange.201309306

Duft verrät Wespenmänner der anderen Art

Paarungen zwischen Partnern, die nahe verwandten Arten angehören, sind im Tierreich keine Seltenheit. Dies kann für die Beteiligten jedoch fatale Folgen haben, da die Nachkommen oftmals unfruchtbar oder nicht lebensfähig sind. Deshalb haben Tiere im Laufe der Evolution Strategien entwickelt, um solche Fehlpaarungen möglichst frühzeitig zu vermeiden. Forscher der Universität Regensburg konnten nun an der parasitischen Wespe Nasonia vitripennis zeigen, dass sehr junge Weibchen besonders wählerisch bei der duftgesteuerten Partnerwahl sind.
Originalartikel unter: http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0089214

WWWW vom 17.2.2014: Wie Moskito-Spermien und Skorpione riechen

Orang-Utans häufer am Boden als gedacht

An adult female orangutan carrying a young infant which was photographed by camera trap as she moved ... © Andrew Hearn and Joanna Ross
An adult female orangutan carrying a young infant which was photographed by camera trap as she moved …
© Andrew Hearn and Joanna Ross
Orang-Utans halten sich weit häufiger auf dem Boden auf als bislang bekannt. Das ist die wichtigste Erkenntnis, die jetzt in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde. Ihre Bodenaktivität ist in ungestörten Regenwäldern erstaunlicherweise sogar höher als in nachhaltig bewirtschafteten Waldgebieten – und damit auf einem ähnlichen Niveau wie in stark eingeschlagenen Wirtschaftswäldern.

Riechorgan dient zur Befruchtung

Wissenschaftler der Vanderbuilt University berichten, dass sie eine Reihe von spezialisierten chemischen Sensoren – so genannte Geruchsrezeptoren (OR) – in Moskitos entdeckt haben. Das sind die gleichen Sensoren die auch in den Antennen gefunden werden, wo sich das Geruchssystem befindet. Die jetzt gefunden Riechorgane befinden sich an den Schwänzen der Spermien.

erstmals Graphen aus Kristallen hergestellt

Künstliches Graphen“ – eine neue Art ultradünnes Supermaterial – könnte eine Technologierevolution auslösen und zu schnelleren, kleineren und leichteren elektronischen und optischen Geräten führen, wie zum Beispiel noch leistungsfähigeren Photovoltaikzellen, Lasern oder Leuchtdioden (LEDs).
Weitere Informationen:
http://prx.aps.org/abstract/PRX/v4/i1/e011010 – Link zum wissenschaftlichen Artikel:
http://www.uni.lu – Link zur Homepage der Universität Luxemburg

Modell findet Todesort von Bergsteigern

Der Mathematiker Guillaume Jouvet von der Freien Universität Berlin und der Glaziologe Martin Funk von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich haben in der jüngsten Ausgabe des Fachblatts „Journal of Glaciology“ ihre Ergebnisse zu den Todesumständen von vier Männern in den Alpen im Jahr 1926 publiziert. Im März 1926 kehrten vier junge Männer, davon drei Brüder, nicht von ihrer Bergtour auf dem Großen Aletschgletscher zurück. 86 Jahre später fanden zwei englische Alpinisten die sterblichen Überreste der drei Brüder im ewigen Eis.

Mehr Infos(Abbildungen, Filme, Informationen): http://page.mi.fu-berlin.de/jouvet/#simulations

Borderliner sehen mehr Ärger

Studie der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie zeigte: Patientinnen mit Borderline-Syndrom schenken ärgerlichen Gesichtern unbewusst mehr Aufmerksamkeit als Gesunde. Ein körpereigenes Hormon mildert die Reaktion ab.
Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung reagieren höchst sensibel auf reale oder vermeintliche Zurückweisung durch ihre Mitmenschen. Das körpereigene Hormon Oxytocin kann die übersteigerte Sensibilität für kurze Zeit abmildern, wie eine Studie der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg zeigt.

Informationen zu aktuellen Oxytocin-Studien der Heidelberger Arbeitsgruppe:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Studie-Wut.134323.0.html
http://www.oxytocin-studie.de

Skorpione riechen mit ehemaligen Beinen

Wenn Skorpione ihre Opfer riechen, ringen diese meistens schon mit dem Tod. Denn das Riechorgan dieser Kieferklauenträger liegt an der Unterseite ihres Hinterleibs. Evolutionär betrachtet riecht der Skorpion also mit weiterentwickelten Hinterbeinen. Der Ulmer Skorpionsforscher und Neurobiologe Prof. Harald Wolf hat sich dieses besondere chemosensorische Sinnesorgan einmal genauer angeschaut.
Weitere Informationen:
http://www.chemosense.net

Flattr this

WWWW vom 10.2.2014: Schöne Gesichter und ein freundliches Lächeln des Verkäufers

Gesichtserkennung: Attraktivität muss das Besondere haben

PortraitGroße Augen, volle Lippen, dazu ebenmäßige Gesichtszüge – dass Schauspielerin Angelina Jolie weltweit als Inbegriff weiblicher Attraktivität gilt, ist für PD Dr. Holger Wiese von der Friedrich-Schiller-Universität Jena kein Wunder. „Ihr Gesicht vereint viele Faktoren, die ein Gesicht attraktiv machen“, sagt der Psychologe, der sich in seiner Forschungsarbeit vor allem mit der Wahrnehmung von Gesichtern befasst.

Original-Publikation:
Wiese H et al.: Effects of attractiveness on face memory separated from distinctiveness: Evidence from event-related brain potentials. Neuropsychologia (2014), doi: 10.1016/j.neuropsychologia.2013.12.023

Ehrlich währt auch im Verkauf am Längsten

Die Wünsche des Kunden im Blick haben und dabei immer lächeln: Für Mitarbeiter im Einzelhandel und in Dienstleistungsunternehmen gehört das zum Alltag. Denn ob der Kunde etwas kauft, hängt entscheidend auch davon ab, ob er zuvorkommend bedient wurde. Aber manchmal nützt auch das schönste Lächeln nichts, nämlich dann, wenn es nur gespielt ist.
Original-Publikation:
Brach S. et al.: A Dyadic Model of Customer Orientation: Mediation and Moderation Effects. British Journal of Management (2013), http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1467-8551.12049/abstract

Manchmal kann Forschung auch ganz schnell gehen

Ein deutsch-niederländisches Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Universität Münster konnte jetzt eine gefährliche und bislang kaum bekannte Stoffwechselkrankheit entschlüsseln. Eine Therapiemöglichkeit konnten die Forscher gleich mit etablieren und in die klinische Anwendung bringen – ein ebenso seltener wie außergewöhnlicher Forschungserfolg.
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1206605 – Link zur Studie

HPV-Virus benutzt Enzym um Zellteilung anzuregen

Leipziger Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass ein E7-Protein die Bindung des DREAM-Komplexes an den Zellgenen zerstört. Im Fall einer Virusinfektion durch HPV wird in der Zelle das Protein “E7” hergestellt. Dadurch werden diejenigen Gene zur Nutzung frei gegeben, die eine Zellteilung fördern. Die Zellen teilen sich leichter, wodurch sich das Virus schneller ausbreiten kann und so ein zentraler Schritt zur Krebsentstehung zugelassen wird.
Link zur Arbeit der Leipziger Forscher in der Fachzeitschrift “Nucleic Acids Research”:http://nar.oxfordjournals.org/content/42/1/163.long

Wie Ohren und Gehirn Geräusche filtern

Unsere Ohren sind ständig auf Empfang und nehmen Wichtiges genauso wie Unwichtiges wahr. Um Ordnung in das akustische Chaos zu bringen, muss das Gehirn auswählen, welche Information bevorzugt verarbeitet werden soll. Wie das geschieht, haben Magdeburger Neurobiologen herausbekommen.
Link zum Fachartikel “Dopamine-modulated recurrent corticoefferent feedback in primary sensory cortex promotes detection of behaviorally relevant stimuli.” Happel MF, Deliano M, Handschuh J, Ohl FW. J Neurosci. 2014 Jan 22;34(4):1234-47. doi: 10.1523/JNEUROSCI.1990-13.2014.http://www.jneurosci.org/content/34/4/1234.long

Modell beschreibt runzelige Finger

Runzlige Finger nach einem Bad: Wir alle kennen dieses Phänomen. Verbringen wir längere Zeit im Wasser, nimmt unsere Haut Feuchtigkeit auf, und die Zellen der äußeren Hautschicht schwellen an. In trockener Umgebung gibt die Haut das zusätzlich aufgenommene Wasser aber ohne bleibende Schäden wieder ab und ist schon kurze Zeit später wieder glatt. Wie dies möglich ist, konnten Wissenschaftler nun anhand eines physikalischen Modells nachvollziehen.

Flattr this

WWWW vom 3.2.2014: Immun-Spezialeinheit und ein heißer Brauner Zwerg

Der Link zum Youtube-Video: Motorbike-Fahrt durch Bangkok, gefilmt mit Go Pro Hero 3+.

Wolkenbildung auf Luhman 16A

Luhmann16bZwerg
Astronomen haben die erste Detailuntersuchung von Atmosphäreneigenschaften – das Analogon einer Wetterkarte – eines Braunen Zwergs (Mittelding zwischen Stern und Planet) veröffentlicht: die erste Oberflächenkarte eines Braunen Zwergs überhaupt sowie Messungen, die Atmosphäreneigenschaften in unterschiedlichen Höhenlagen erfassen. Die Ergebnisse läuten eine neue Ära der Erforschung Brauner Zwerge ein, in der Astronomen Modelle für die Wolkenbildung auf diesen Gebilden – und später auch auf riesigen Gasplaneten – anhand von Beobachtungen überprüfen können.

Junge Pflanzen regulieren Blattöffnungen anders

Wie optimiert eine Pflanze im Laufe ihrer Entwicklung ihr Wachstum und ihre Toleranz gegenüber Wasserstress? Forscher des INRA [1], der CEA [2], des CNRS [3] und ein Team der Universität Bristol (England) haben einen neuen Mechanismus bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana entdeckt.
Weitere Informationen:

[4] F. Pantin, J. Renaud, F. Barbier, A. Vavasseur, D. Le Thiec, C. Rose, T. Bariac, S. Casson, D.H. McLachlan, A. M. Hetherington, B. Muller und T. Simonneau; Developmental Priming of Stomatal Sensitivity to Abscisic Acid by Leaf Microclimate; 23 . September 2014; Current Biology 23(18) pp. 1805 – 1811

Stammzellen vermehren in Reinkulturen

Wissenschaftler der Universität Bonn haben mit Kollegen aus Cambridge (England) eine Methode entwickelt, mit der sich Erkrankungen der Plazenta mithilfe von Stammzellen erforschen lassen. Sie werden aus den Zellen gewonnen, aus denen sich später auch die Plazenta entwickelt. Die Technologie nutzt nur hochreine Chemikalien. Damit ist eine Verunreinigung der Stammzellkulturen unter anderem durch Viren ausgeschlossen.
Publikation: Derivation and maintenance of murine trophoblast stem cells under defined conditions, Fachjournal „Stem Cell Reports“, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.stemcr.2013.12.013

Superattacke bei Infektionen durch TNF ausgelöst

Bakterielle Harnwegsinfektionen können sehr hartnäckig sein. Ein Forscherteam unter Federführung von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Bonn hat nun entschlüsselt, wie Immunzellen bei der Infektabwehr über den Botenstoff Tumornekrosefaktor (TNF) miteinander kommunizieren.
Publikation: Crosstalk between sentinel and helper macrophages permits neutrophil migration into infected uroepithelium, Fachjournal “Cell”, DOI: 10.1016/j.cell.2014.01.006

Kein Beleg für Gedächtnisstörungen bei Einnahme von Statinen

Die Sorge, dass die häufig verschriebene Medikamentenklasse der Cholesterinsenker (Statine) das Gedächtnis schädigen könnte, scheint unbegründet. In einer Übersichtsarbeit, bei der Studien mit mehr als 23.000 Männern und Frauen ausgewertet worden waren, fanden US-Forscher bei kurzfristiger Einnahme kein erhöhtes Risiko und bei längerer sogar einen Schutzeffekt.
Quelle
Swiger KJ et al:. Statins and cognition: a systematic review and meta-analysis of short- and long-term cognitive effects. Mayo Clin Proc. 2013 Nov;88(11):1213-21
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24095248

Geranienextrakt bei HIV-1 wirksam

Wurzelextrakte aus der Heilpflanze Pelargonium sidoides (PS) enthalten Stoffe, die das Humane Immundefizienz Virus Typ 1 (HIV-1) angreifen und es daran hindern, sich zu vermehren. Die Wissenschaftler um Dr. Markus Helfer und Prof. Dr. Ruth Brack-Werner vom Institut für Virologie am Helmholtz Zentrum München (HMGU) sowie Prof. Dr. Philippe Schmitt-Kopplin von der Abteilung Analytische Biogeochemie (BGC) am HMGU haben die antivirale Wirkung der PS-Extrakte in Zellkulturen analysiert. Sie fanden heraus, dass diese Blut- und Immunzellen vor einer Infektion mit HIV-1 schützen.

Original-Publikation:
Helfer, M. et al. (2014), The root extract of the medicinal plant Pelargonium sidoides is a potent HIV-1 attachment inhibitor. PLOS ONE, doi: DOI: 10.1371/journal.pone.0087487

Flattr this