WWWW vom 20.2.2012: Gefahr für die Schildkröten

Klimawandel gefährdet Schildkrötenhabitate

Baby Turtles
Acht Wissenschaftler der herpetologischen Arbeitsgruppe des Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig Bonn (ZFMK), Deutschland, präsentierten in der Fachzeitschrift Global Change Biology die Ergebnisse einer umfangreichen Studie, wie die globale Verbreitung und die Artenvielfalt der Schildkröten in naher Zukunft durch den Klimawandel beeinflusst werden könnten. Das Team nutzte modernste geostatistische Verfahren um auf Basis von über 20.000 Einzelnachweisen von 199 Schildkrötenarten (78% aller rezenten Taxa) die aktuellen Verbreitungsgebiete mathematisch zu beschreiben.

Schredder spielt wichtige Rolle bei Immunabwehr

Ähnlich einem „Schredder“ zerlegt das Immunoproteasom Eiweiße in kleine Bruchs
tücke, die dann an der Oberfläche der Zelle präsentiert werden. Werden diese Eiweißteile als „körperfremd“ erkannt, vernichtet das Immunsystem die Zelle. Bei Autoimmunerkrankungen ist dieser Prozess gestört. Helfen könnte dagegen, das Immunoproteasom zu hemmen. Biochemikern der Technischen Universität München (TUM) gelang es nun erstmals, die Kristallstruktur des Immunoproteasoms aufzuklären und Angriffsstellen für neue Medikamente aufzuzeigen.

Immuno- and constitutive proteasome crystal structures reveal differences in substrate and inhibitor specificity, Eva M. Huber, Michael Basler, Ricarda Schwab, Wolfgang Heinemeyer, Christopher J. Kirk, Marcus Groettrup, Michael Groll, Cell, 17. Februar 2012

Immunabwehr geboostet

Forschergruppen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Genf haben eine neue Möglichkeit zur Verbesserung von Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten und zur Krebstherapie entdeckt. Die Wissenschaftler zeigen einen grundlegend neuen Mechanismus, wie bei Virusinfektionen körpereigene Alarmsignale die Immunabwehr zu Höchstleistungen anregen können.

Polizei und Emotionen

Ob “Stuttgart 21” oder Castor-Transporte – die Polizei kommt aus den negativen Schlagzeilen kaum noch raus. “Der Umgang mit ungelösten politischen Problemen ist schwierig, denn das Polizeipersonal darf nicht zu viel Härte zeigen, aber auch nicht nachlässig sein”, sagt Dr. Peggy Szymenderski. Die Soziologin hat ihre Promotion an der Technischen Universität Chemnitz verfasst zum Thema “Gefühlsarbeit im Polizeidienst. Eine soziologische Untersuchung der Formen des subjektiven Umgangs mit Gefühlsanforderungen bei der polizeilichen Arbeit”.
Szymenderski, Peggy: Gefühlsarbeit im Polizeidienst: Wie Polizeibedienstete die emotionalen Anforderungen ihres Berufs bewältigen, Bielefeld 2012. transcript, 454 Seiten, ISBN 978-3837619782, Preis: 36,80 Euro.

Fette Pulse aus dem Krebsnebel

Eine der hellsten Hochenergie-Gammastrahlenquellen am Himmel ist der Krebspulsar, von dem kürzlich auch gepulste höchstenergetische Strahlung beobachtet wurde. Wissenschaftler um Felix Aharonian vom MPI für Kernphysik und dem Dublin Institute for Advanced Studies haben dafür eine Erklärung gefunden. Sie beruht auf der abrupten Beschleunigung eines ultraschnellen Windes aus „kalten“ Elektronen und Positronen, die einige Erddurchmesser vom Pulsar entfernt erfolgt.

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