WWWW vom 12.3.2012: Rauchen, Krebserkennung und clevere Ameisen

Dieser Geselle musste sein Leben lassen in meinem Garten, weil gefährlich.
Centrepide in meinem Garten

Problemfall Krebsfrüherkennung?

Nachdem der Diskussionsbedarf über Nutzen und Schaden von Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen in den letzten Jahren zugenommen hat, brauchen Patienten heute mehr denn je Ärzte, von denen sie sich hierzu kompetent beraten lassen können. Eine nun veröffentlichte Studie des Harding Zentrums für Risikokompetenz am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung an über 400 US-amerikanischen Allgemeinärzten zeigt jedoch, dass die Mehrzahl der Ärzte diesbezüglich relevante von irrelevanten – und sogar fehlleitenden – Informationen nicht unterscheiden kann.

Natürliches Antikiotika bohrt Minilöcher

Die Haut bildet eine Barriere zwischen dem Körper und der Umwelt. Zusätzlichen Schutz bietet die Immunabwehr über natürliche Antibiotika, die mögliche Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilze abtöten können. Eins dieser Antibiotika ist Dermcidin, das in den Schweißdrüsen des Menschen hergestellt und auf der Haut gegen eine ganze Reihe von Mikroorganismen aktiv wird. Nun hat ein Forscherteam unter Beteiligung des Universitätsklinikums Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie ein Modell entworfen, wie Dermcidin seine antibiotische Wirkung im schwierigen Milieu des Schweißes entfaltet.
Originalpublikation:
Maren Paulmann, Thomas Arnold, Dirk Linke, Suat Özdirekcan, Annika Kopp, Thomas Gutsmann, Hubert Kalbacher, Ines Wanke, Verena J. Schuenemann, Michael Habeck, Jochen Bürck, Anne S. Ulrich, Birgit Schittek: Structure-activity analysis of the dermcidin-derived peptide DCD-1L, an anionic antimicrobial peptide present in human sweat. The Journal of Biological Chemistry, Band 287, Ausgabe 11, 8434-8443, 9. März 2012.

Ameisen zählen Schritte, spüren Vibrationen und erkennen Magnetfelder

Ant pattern
Wüstenameisen sind auf kärgliche, mit nur spärlichen Orientierungspunkten ausgestattete Lebensräume spezialisiert. Sie nutzen neben sichtbaren Merkmalen oder Gerüchen besonders das Zählen ihrer Schritte zusammen mit dem polarisierten Sonnenlicht als Kompass, um nach Nahrungssuche sicher zu ihrer Heimstätte zurückzukehren. Bei Experimenten mit Ameisen der Gattung Cataglyphis an ihren natürlichen Standorten in Tunesien und der Türkei haben Verhaltensforscher des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie nun festgestellt, dass die Tiere auch magnetische oder vibrierende Orientierungshilfen nutzen können, um ihr Nest − ein kleines Loch im Erdboden − wieder zu finden. Zusätzlich dient das im Nest durch Atmung entstehende Kohlendioxid der Orientierung. Damit erweisen sich die Navigationsfähigkeiten der Ameisen als enorm anpassungsfähig an ihre unwirtliche Umgebung.

Originalveröffentlichungen:

Cornelia Buehlmann, Bill S. Hansson, Markus Knaden: Desert ants learn vibration and magnetic landmarks. PLoS ONE 7(3): e33117. DOI: 10.1371/journal.pone.0033117

Cornelia Buehlmann, Bill S. Hansson, Markus Knaden: Path integration controls nest-plume following in desert ants. Current Biology, Online First, 8. März 2012; DOI: 10.1016/j.cub.2012.02.029

Akademiker rauchen weniger aber trinken mehr

Je höher der Bildungsstand, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines regelmäßigen Alkoholkonsums. Hingegen ist die Wahrscheinlichkeit, Raucher zu sein, bei einem vergleichsweise hohen Bildungsstand deutlich geringer. Diese und weitere Ergebnisse fördert eine neue Studie zum Gesundheitsverhalten in Deutschland zutage, die PD Dr. Udo Schneider und Dr. Brit Schneider (Universität Bayreuth) in der Zeitschrift “Economics Research International” veröffentlicht haben.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*