WWWW vom 11.6.2012: Fußball, Arktis und Wüste

Spanien ist schon Kohle-Europameister

Flag SpainAus ökonomischer Sicht hat Spanien die größte Wahrscheinlichkeit, die Fußball-Europameisterschaft 2012 zu gewinnen. Denn die spanische Mannschaft zeichnet sich nicht nur durch den höchsten Marktwert, sondern auch durch die größte Homogenität aus. Zu diesem Ergebnis kommen Gert G. Wagner vom DIW Berlin, Jürgen Gerhards und Michael Mutz von der FU Berlin in einer gemeinsamen Studie. Gerhards und Wagner haben auf Basis ihrer ökonomischen Analyse bereits den Ausgang der letzten zwei WM und der letzten EM richtig prognostiziert.

Kleinklima in Wüstenregionen

Zum Weltwüstentag am 17. Juni: Meteorologe an der Universität Hohenheim begrünt im Computermodell die Wüste und untersucht damit die Änderung des lokalen Klimas
Blühende Landschaften, mildere Temperaturen und eventuell sogar Regen: Mit einem Computermodell erforschen Meteorologen von der Universität Hohenheim, unter welchen geographischen Voraussetzungen sich die Wüste durch Parzellen begrünen lässt und wie sich dadurch das regionale Klima verändert.

Kooperation braucht Struktur und Wiederholung

Die Evolution ist per Definition gnadenlos, sie wählt nach Erfolg aus und merzt Schwächen konsequent aus. Da scheint es nur natürlich, das die Evolution nur Gene bevorzugt, die sich selbst helfen und nicht anderen. Dennoch zeigen viele Arten, insbesondere auch der Mensch, kooperatives Verhalten. Wissenschaftler erklären diesen Widerspruch entweder mit direkter Reziprozität oder einer strukturierten Population. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön, der Harvard Universität und der Universität von Amsterdam haben ein neues Modell entwickelt, dass die beiden Erklärungen kombiniert. Beide Parameter sind demnach von essenzieller Bedeutung für die Entwicklung von kooperativem Verhalten. In menschlichen Gesellschaften verhalten sich Menschen dann am kooperativsten, wenn sie mehrfach aufeinander treffen und die Bevölkerung so strukturiert ist, dass Kooperationswillige häufiger auf ihresgleichen treffen.
Originalveröffentlichung:
Matthijs van Veelena,Julián Garcíac,David G. Randa and Martin A. Nowaka
Direct reciprocity in structured populations
Proceedings of the National Academy of Sciences, Online-Vorabveröffentlichung, 4. Juni 4 2012, doi: 10.1073/pnas.1206694109

Nordost-Passage früher eisfrei

Die Nordost-Passage, der Seeweg entlang der Nordküste Russlands, wird in diesem Sommer vermutlich wieder frühzeitig eisfrei sein. Diese Vorhersage treffen Meereisphysiker des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft nach Messflügen über der Laptewsee, einem Randmeer des Arktischen Ozeans. Es gilt unter Experten als „Eismotor der Arktis“. Zum Ende des vergangenen Winters stießen die Forscher hier allerdings auf große Eisflächen, deren Dicke maximal 50 Zentimeter betrug und kaum ausreichen wird, um der Sommersonne für eine lange Zeit zu trotzen.

Allgemeine Informationen zum SMOS-Satellitengibt es auf der ESA-Website unter http://www.esa.int/esaCP/SEMB4L4AD1G_Germany_0.html und speziell zu den Meereisdickenmessungen des Satelliten unter http://www.esa.int/esaLP/SEM361BX9WG_index_0.html.

Unverständliche CEOs

Kauderwelsch in den Führungsetagen: Seit Jahresbeginn haben Prof. Dr. Frank Brettschneider und sein Team von der Universität Hohenheim untersucht, wie verständlich die 30 führenden Manager Deutschlands auf Jahreshauptversammlungen sprechen. Seit der Halbzeit-Auswertung Anfang Mai hat Daimler-Chef Dieter Zetsche seinen Spitzenplatz im Ranking an René Obermann von der Telekom verloren.

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