WWWW vom 18.6.2012: Kurz, aber knackig

Heute mal wieder eine eher kurze Ausgabe, weil ich morgen nach Thailand muss und eben feststellte, dass das mir auch Deutschland mitgebrachte Plantronics 655 DSP Headset richtiger Mist ist. Das Mikrofon ist totaler Schrott und leider klingt auch die Aufnahme wie aus Oskars Mülltonne. Weil ich aber morgen früh um 5 Uhr raus muss, und jetzt schon 22 Uhr ist, bitte ich um Gnade.

Die Themen heute:

Buch über guten Geruch

Zwanzig Jahre nach der Entdeckung der Geruchsrezeptoren, für die Linda Buck und Richard Axel 2004 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin bekamen, ziehen Roland Salesse und Remi Gervais in ihrem Buch “Odorat et goût : de la neurobiologie des sens chimiques aux applications” (Geruchs- und Geschmackssinn: von der Neurobiologie der chemischen Sinne bis hin zu Anwendungen), das im Mai 2012 bei Editions Quae veröffentlicht wurde, Bilanz über den Einfluss der experimentellen Molekular- und Neurobiologie auf die Wissenschaft des Geschmacks und des Geruchs.
Roland Salesse und Remi Gervais: “Odorat et goût : de la neurobiologie des sens chimiques aux applications”

Neue Algenart entdeckt

Biologen aus Gießen und Leipzig haben zum zweiten Mal seit 2007 eine Algenart mit bis dahin unbekannten Chloroplasten-Komplexen in ihren Zellen entdeckt. Nach der vor fünf Jahren entdeckten Alge Synchroma grande stellten die Forscherinnen und Forscher, unter anderem vom Institut für Botanik der Justus-Liebig-Universität Gießen, jetzt eine weitere Art der gleichen Gattung, Synchroma pusillum, vor. Bei allen zuvor bekannten Pflanzen mit mehreren Chloroplasten je Zelle sind diese voneinander unabhängig. Beide Arten wurden an mehreren Stellen im wärmeren Atlantik gefunden, sie sind offenbar nicht selten. Es handelt sich dabei um Amöben, die einzeln leben oder zu mehreren durch Plasmastränge miteinander verbunden sein können.
Publikation
M. Schmidt, S. Horn, K. Flieger, K. Ehlers, C. Wilhelm & R. Schnetter (2012): Synchroma pusillum sp. nov. and other new algal isolates with chloroplast complexes confirm the Synchromophyceae (Ochrophyta) as a widely distributed group of amoeboid algae. Protist 163(4), Juli 2012: 544-559.
DOI: 10.1016/j.protis.2011.11.009

Psychische Erkrankungen untersucht

Der Frage nach den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland ging ein Psychologenteam der TU Dresden unter Leitung von Professor Hans-Ulrich Wittchen im Rahmen eines umfassenden Forschungsprojektes des Robert Koch-Institutes (RKI) nach. Gemeinsam mit den anderen Studienergebnissen des neuen Gesundheitsuntersuchungssurveys für Erwachsene werden am 14. Juni 2012 in Berlin die ersten Ergebnisse veröffentlicht.

Blut ist dicker als Wassert

„Blut ist dicker als Wasser“, sagt der Volksmund und hat damit sprichwörtlich Recht: Denn der lebensnotwendige Saft besteht fast zur Hälfte aus festen Bestandteilen. Den größten Anteil daran – insgesamt rund 40 Prozent des Blutes – haben die roten Blutzellen. Sie enthalten den roten Farbstoff Hämoglobin und sind für den Transport von Sauerstoff zuständig.

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