WWWW vom 25.11.2012: Klimawandel und Diamanten

Schlacht mit nachgebauten Geschützen

Probeschüsse mit dem Geschütz Cremona, nachgebaut von Studierenden der Universität Osnabrück. Foto: Universität Osnabrück/Günther Moosbauer
Probeschüsse mit dem Geschütz Cremona, nachgebaut von Studierenden der Universität Osnabrück. Foto: Universität Osnabrück/Günther Moosbauer

Römer und Germanen – am Harzhorn sind sie aufeinandergetroffen. Am heutigen Freitag (23. November) wurde eine historische Schlacht in der Nähe von Kalefeld (Landkreis Northeim) nachempfunden. Sechs Torsionsgeschütze, deren historische Vorbilder in der Zeit von 200 v. Chr. bis 400 n. Chr. auf den Schlachtfeldern eingesetzt wurden, feuerten ihre Salven in 100 Meter entfernte Ziele. Die Feldgeschütze wurden von Studierenden der Universitäten Trier, Osnabrück und der Helmut Schmidt Universität Hamburg rekonstruiert. Gleichzeitig baute das Gymnasium Ising (Bayern) ein historisches Geschütz. Dafür wurden Originalfunde aus Spanien und Italien analysiert, Stücke aus Rumänien sogar neu vermessen.

Studie: Wenn Diabetes nicht erkannt wird, haben Frauen höheres Sterberisiko bei Infarkt

Beim europäischen Diabeteskongress (EASD: European Association for the Study of Diabetes) in Berlin wurden kürzlich Daten des Myokardinfarkt (MI)-Registers SWEETHEART (Risk Management of Diabetics with Acute Mycardial Infarction) zum 3-Jahres-Follow-up präsentiert. Im Vergleich zu Männern nach einem akuten STEMI (ST-Elevated Myocardial Infarction) oder NSTEMI (Non-ST-Elevated Myocardial Infarction), der nicht länger als 24 Stunden zurückliegt, haben Frauen, bei denen zusätzlich Diabetes festgestellt wird, eine schlechtere Prognose. Weibliche Patienten mit neu diagnostiziertem Diabetes nach MI versterben häufiger als männliche Patienten.

Coronavirus-Patient konnte Klinik wieder verlassen

Das Robert Koch-Institut wurde am 22.11.2012 im Rahmen der internationalen Gesundheitsvorschriften informiert, dass ein weiterer Erkrankungsfall mit dem neuartigen Coronavirus (hCoV-EMC) bei einem Patienten aus Katar bestätigt worden ist. Der Patient wurde nach Symptombeginn im Oktober zunächst in Katar im Krankenhaus behandelt, dann aber aufgrund seiner schweren Atemwegssymptomatik in eine Speziallungenklinik nach Deutschland verlegt. Nach der dort erfolgten intensivmedizinischen Behandlung hat sich sein Zustand deutlich gebessert, so dass er diese Woche aus der Klinik entlassen werden konnte.
Allgemeine Informationen zu dem neuartigen Coronavirus sind auf den Internetseiten des RKI abrufbar unter http://www.rki.de

Artensterben und Migration durch Klimawandel

Der Klimawandel hat umfangreiche Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt in ganz Europa. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Studie der Europäischen Umweltagentur (EEA), die mit potenziellen Schäden in beträchtlicher Höhe rechnet und daher Mitgliedstaaten aufruft, mehr für die Anpassung zu tun.
Mit drastischen Auswirkungen rechnen die Forscher auch für die Artenvielfalt. Ein Fünftel der Lebensräume und jede zehnte europäische Art sind durch den Klimawandel bedroht.

Publikation:
European Environment Agency: Climate change, impacts and vulnerability in Europe 2012. ISBN 978-92-9213-346-7
doi:10.2800/66071
Der Gesamtbericht ist nur in englischer Sprache verfügbar und findet sich online unter
http://www.eea.europa.eu/publications/climate-impacts-and-vulnerability-2012

Wie wir den Führer herausfinden

Eine neue Studie, die in dem Journal Neuron veröffentlicht wurde, deckt auf, wie das Gehirn Informationen darüber abspeichert, wer in einer Gruppe das ‚Sagen‘ hat. Die Studie, die gemeinsam von Wissenschaftlern des Instituts für Kognitive Neurologie und Demenzforschung der Universität Magdeburg (IKND), des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE, Standort Magdeburg) und der University College London (UCL) durchgeführt wurde, zeigt, dass Menschen zum Lernen von sozialen Rangfolgen einen bestimmten Teil des Gehirns brauchen. Die Größe dieses Gehirnareals sagt voraus, wie gut jemand soziale Rangfolgen lernen und einschätzen kann.
Publikation unter
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0896627312008896


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