WWWW vom 17.12.2012: Laubheuschrecken lassen sich beim Befruchten Zeit

Forschung weist stärkere Beteilugung der Männchen nach

Alles eine Frage des Timings: Wenn Laubheuschrecken sich paaren, heftet das Männchen dem Weibchen ein klebriges Paket, die sogenannte Spermatophore, an ihren Hinterleib. Neben den Samen selbst besteht dieses „Brautgeschenk“ aus einer proteinreichen Masse, die das Weibchen nach der Paarung verzehrt. Erst nach mehreren Stunden wandern die Samen in den Geschlechtstrakt des Weibchens. Doch wer entscheidet, wann das passiert? Eine Studie der Bielefelder Biologen Professor Dr. Klaus Reinhold und Dr. Steven Ramm legt nahe, dass das Männchen über diesen Prozess bestimmt, auch wenn es schon längst auf und davon ist. Ihre Ergebnisse sind nun in der Online-Vorabversion der Zeitschrift „Behavioural Ecology and Sociobiology“ (Verhaltensökologie und Soziobiologie) erschienen.

Weitere Informationen im Internet:
http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00265-012-1459-4

Osram presst Lichtfolien

Während die winzigen LED-Leuchtpunkte mittlerweile allgegenwärtig sind und leuchtende OLED-„Glasscheiben“ gerade die Industrialisierungsreife erreichen, forscht OSRAM bereits an einer weiteren Innovation, die die Lichtwelt weiter verändern könnte: Leuchtende Folien auf Basis lichtemittierender Zellen, die in einem Druckverfahren produziert werden. Dieses Verfahren soll es mittelfristig ermöglichen, Flächenleuchten zu sehr günstigen Preisen zu produzieren.

Dicke haben dicke Freunde

Infektionserkrankungen können Diabetes auslösen, und umgekehrt macht Diabetes die Betroffenen anfälliger für Infektionen – dies ist das Fazit der Fortbildungsveranstaltung “Diabetes und Infektion” des Instituts für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München, die Ende November im Klinikum rechts der Isar stattfand. Überraschendes Ergebnis: Adipositas (krankhaftes Übergewicht), die mit dem Typ 2 Diabetes in engem Zusammenhang steht, kann im Hinblick auf das soziale Umfeld ebenfalls als „ansteckend“ bezeichnet werden.

Mehr Infos hier: http://www.helmholtz-muenchen.de/idf1

Wo im Hirn steuern wir die Handmotorik?

Neurowissenschaftlern ist es erstmals gelungen, mittels gezielter Hirnstimulation die Verbindungen ausgewählter Areale im Gehirn, die für die Handmotorik verantwortlich sind, zu verbessern. Die Forscher um Ulf Ziemann stimulierten den primären Motorkortex (M1), die Kommandozentrale für Bewegungsabläufe im Gehirn und das supplementär-motorische Areal (SMA). Dieses Areal gibt den Startschuss für den Beginn einer Bewegung. Erzielt haben die Forscher dieses Resultat mit einer transkraniellen Magnetstimulation (TMS). Die gewonnenen Erkenntnisse geben den Wissenschaftlern einen tieferen Einblick in die Fähigkeit des Gehirns, gestörte Verbindungen zu reparieren.
Originaltitel der Publikation
Arai N, Müller-Dahlhaus F, Murakami T, Bliem B, Lu MK, Ugawa Y, Ziemann U. State-dependent and timing-dependent bidirectional associative plasticity in the human sma-m1 network. J Neurosci. 2011;31:15376-15383


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