WWWW vom 14. Januar 2013: Viagra hilft Mäusen gegen Fettleibigkeit

Viagra-Wirkstoff wandelt weiße Fettzellen um

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Forscher der Universität Bonn behandelten Mäuse mit Viagra und machten eine erstaunliche Entdeckung: Das Potenzmittel wandelt unerwünschte weiße Fettzellen um und könnte dadurch möglicherweise das lästige „Hüftgold“ einfach abschmelzen lassen. Vermutlich verringert der Wirkstoff zudem das Risiko für Folgeerkrankungen der Fettleibigkeit. Die Ergebnisse werden nun in „The Journal of the Federation of American Societies for Experimental Biology“ (FASEB) vorgestellt.

Neues Kultivierungsverfahren für adulte Stammzellen

Marburger und Gießener Mediziner haben erstmals adulte Stammzellen kultiviert, die dem industriellen Fertigungsstandard der „Good manufacturing practice“ (GMP) genügen und somit zu Behandlungszwecken angereichert werden können. Insbesondere kommt das neuartige Zellkulturverfahren ohne tierisches Eiweiß aus, das zu allergischen Reaktionen führen könnte.

Vögel schlagen sich den Bauch mit fetter Nahrung voll

Die kalte Jahreszeit stellt Vögel, die nicht in den warmen Süden fliegen, vor Herausforderungen bei der Nahrungssuche: Viele Futterquellen sind gar nicht oder nur unzureichend vorhanden, erschwerend kommt womöglich eine Schneedecke hinzu. Um den gefiederten Tieren zu helfen, richten viele Menschen zusätzliche Futterstellen ein – unter Experten eine strittige Praxis. Aber welche Nahrung bevorzugen einheimische Vögel im Winter? Die Antwort: Vögel, die im Winter Nahrungsknappheit erfahren, bevorzugen fetthaltiges Futter.

Swen C. Renner, Sofia Baur, Astrid Possler, Julia Winkler, Elisabeth K. V. Kalko, Paul J. J. Bates, Marco A. R. Mello: Food Preferences of Winter Bird Communities in Different Forest Types. PLOS ONE:http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0053121

Kausalität ist ein Frage des Sehen, nicht so sehr des Denkens

Bei der Wahrnehmung von aufeinanderfolgenden visuellen Ereignissen fällen wir häufig Kausalitätsurteile, wie etwa „die Hand hat das Glas umgestoßen“. Ein Forscherteam um Martin Rolfs am Bernstein Zentrum der Humboldt-Universität Berlin fand nun heraus, dass diese Urteile bereits beim grundlegenden Sehprozess entstehen – ohne Beteiligung von höheren kognitiven Vorgängen. Sie zeigten, dass beim wiederholten Betrachten von kausalen Zusammenhängen ein ähnlicher Gewöhnungseffekt eintritt wie bei der Wahrnehmung der Größe, Farbe oder Distanz eines Objektes. Die Ergebnisse beenden eine langjährige Debatte über die Verarbeitung von komplexeren Eigenschaften visueller Ereignisse.
Originalpublikation:
Rolfs, M., Dambacher, M., Cavanagh, P. (2013): „Visual adaption of the perception of causality“. Current Biology: Jan 10, 2013.
http://www.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822%2812%2901490-X
DOI: 10.1016/j.cub.2012.12.017


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