WWWW vom 21.1.2013: Betrunkene Mäuse

Rekord bei organischen Solarzellen

Das Ulmer Institut für Organische Chemie II und Neue Materialien ist mit seiner Ausgründung, der Heliatek GmbH, Entwickler und Hersteller von organischen Solarfolien, weiter auf Erfolgskurs: Gerade hat ein akkreditiertes Prüfinstitut organischen Solarzellen des Unternehmens eine Zelleffizienz von zwölf Prozent bescheinigt.
Für diesen Weltrekord auf einer Standardgröße von 1,1 Quadratzentimetern ist ein so genannter Absorber, der an der Universität Ulm entwickelt und synthetisiert wurde, maßgeblich mitverantwortlich.

Sonnen-Protuberanzen schirmen sich ab

Sonnen-Protuberanzen sind Wolken aus Plasma, die weit oberhalb der Sonnenoberfläche schweben. Über die Struktur der Wolken war bislang bekannt, dass sie im Inneren aus bis zu 150 Kilometer dicken „Fasern“ bestehen und deutlich kälter sind als ihre Umgebung. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat nun herausgefunden, wie die Protuberanzen gegen ihr heißes Umfeld abgeschirmt sind.

Der wohl kleinste Motor der Welt

Einem französisch-amerikanischen Forscherteam vom Zentrum für Materialentwicklung und Strukturstudien (CEMES-CNRS) und der Ohio University (OU) ist es gelungen, einen Motor mit verstellbarer Drehrichtung und einem Durchmesser von nur zwei Nanometern zu entwickeln [1]. Der Molekül-Motor besteht aus drei Komponenten: einem dreifüßigen Stator, einem 5-Blatt-Rotor und einem Ruthenium-Atom, das als Kugelgelenk fungiert und den Stator mit dem Rotor verbindet. Der Motor besteht insgesamt aus nur 200 Atomen.

Stress macht Alkoholismus schlimmer

Menschen mit einer genetischen Veranlagung zu erhöhtem Alkoholkonsum neigen gerade unter Stress zu einem exzessiven Missbrauch. Die molekularen Ursachen dieser Form von Abhängigkeit sind Gegenstand intensiver Forschung. Betroffenen Personen könnte mit einem einfachen Eingriff in den Proteinstoffwechsel geholfen werden. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Berliner Leibniz-instituts für Molekulare Pharmakologie in einer Gemeinschaftsarbeit gekommen, die jüngst im Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht wurde.

Hirn ruft Erinnerungen schneller ab als gedacht

Das Gehirn kann Erinnerungen schneller abrufen als bislang angenommen. Das hat ein Forscherteam um den Magdeburger Neurowissenschaftler Emrah Düzel bei einem Gedächtnistest mit 31 Probanden festgestellt. Diese sollten zuvor gezeigte Wörter identifizieren. Deutlich weniger als eine halbe Sekunde nach dem erneuten Erscheinen eines Begriffs setzte bei den Versuchsteilnehmern der Erinnerungsprozess ein. Bisherige Untersuchungen hatten auf eine längere Reaktionszeit hingedeutet.


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