WWWW vom 25.2.2013: Wir stammen von Steinen ab

Ältestes Insektenfossil ist wohl ein Krebs

Kein Insekt: die Überreste eines 360 Millionen Jahre alten Fossils namens Strudiella. Foto: Universität Göttingen
Kein Insekt: die Überreste eines 360 Millionen Jahre alten Fossils namens Strudiella. Foto: Universität Göttingen

Das angeblich älteste komplett erhaltene geflügelte Insekt der Welt ist gar kein Insekt. Das hat ein internationales Forscherteam unter der Führung der Universität Göttingen herausgefunden. Das rund 360 Millionen Jahre alte Fossil war in Belgien gefunden und eine erste Analyse im vergangenen August veröffentlicht worden. Das Ergebnis der ausführlichen Nachuntersuchungen ist nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature erschienen. Demnach wurden in der Erstbeschreibung offenbar wesentliche Teile des Fossils falsch gedeutet.

Magnetpuls verwirrt ältere Rotkehlchen
Jungvögel müssen sich vor dem ersten Vogelzug auf ihren genetisch angeborenen Kompass verlassen. Zugvögel nutzen bei ihrer Migration sowohl eine genetisch angeborene Vorzugsrichtung, als auch einen Magnetsinn, mit dem sie sich an den Feldlinien der Erde orientieren. Bisher ungeklärt ist, ob die Vögel auch eine auf Erfahrung basierende „Landkarte“ verwenden, um an ihre Zielorte zu gelangen.

Neue Material repariert Herzmuskelzellen bei Mäusen

Schneller, einfacher und zuverlässiger – das ist die Vision von Stammzell-forscher Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, wenn es um die Herzreparatur mit künstlichen Herzzellen oder künstlichem Herzgewebe geht. Prof. Zimmermann, Direktor der Abteilung Pharmakologie der Universitätsmedizin Göttingen sowie Mitglied im Herzforschungszentrum Göttingen (HRCG), hat mit seinem Team einen neuen Weg gefunden, mit dem sich künstliches Herzreparaturmaterial auf fast natürliche Weise herstellen lässt.

Für die klinische Einführung künstlicher Herzgewebe ist die Anwendung von Stammzellen unerlässlich. Die Suche nach geeigneten Alleskönnerzellen läuft. In Deutschland wird besonders intensiv an nicht-embryonalen Stammzellen geforscht. Wenig beachtet waren aber bisher nicht-embryonale Stammzellen, die sich über die so genannte “Jungfernzeugung” (Parthenogenese) aus unbefruchteten Eizellen gewinnen lassen. Es handelt sich dabei um sogenannte parthenogenetische Stammzellen (PS-Zellen).

Supramolekularer Klettverschluss für die Adhäsion unter Wasser

Wenn man etwas kleben will, sollten beide Flächen trocken sein. Kleben feuchter Oberflächen oder gar unter Wasser ist noch immer eine Herausforderung. Koreanische Wissenschaftler stellen in der Zeitschrift Angewandte Chemie nun völlig neues Konzept vor: Sie erreichen eine reversible Unterwasser-Haftung durch einen supramolekularen “Klettverschluss”.

Autor: Kimoon Kim, Pohang University of Science and Technology (Republic of Korea), http://css.postech.ac.kr/

Angewandte Chemie, Permalink to the article: http://dx.doi.org/10.1002/ange.201209382

Am Anfang standen Mineralien

Forscher von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und vom University College London stellen in der renommierten Zeitschrift Cell ein Modell vor, wie sich die frühesten Formen des Lebens in der unmittelbaren Umgebung von unterseeischen Hydrothermalquellen entwickelt haben können. Kompartimente im Gestein der Quellen können die Prototypen für Zellen gewesen sein.
Nick Lane, William F. Martin, „The origin of membrane bioenergetics”, Cell – Vol. 151, Issue 7, 21. Dezember 2012


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