WWWW vom 15.4.2013: Zecken, Dinos und Alzheimer

Kalte Winter reduzieren Zeckenvorkommen

insectporn: undressed ticks in a pool
Die Gefahr lauert in Wäldern und Wiesen: Zecken können gefährliche Krankheiten von der Borreliose bis zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Welchen Einfluss die Wetterlage und etwa die Waldbewirtschaftung auf die Zecken-Population haben, beschreiben Wissenschaftler um Ralf Lauterbach, Dr. Konstans Wells und Dr. Swen Renner im Fachjournal PLoS ONE. Demnach müssten Naturfreunde nach diesen kalten Monaten weniger Probleme mit den Blutsaugern haben.
R. Lauterbach, K. Wells, R. O’Hara, E. Kalko, S. Renner (2013) Variable Strength of Forest Stand Attributes and Weather Conditions on the Questing Activity of Ixodes ricinus Ticks over Years in Managed Forests. PLoS ONE 8(1): Opens external link in new windowe55365. doi:10.1371/journal.pone.0055365

Genforschung soll Leberpatienten helfen

Durch die Hemmung eines neu identifizierten Gens ist es bei Mäusen gelungen, die Regenerationsfähigkeit der Leber dramatisch zu steigern. Dies konnten Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Tübingen, der Medizinischen Hochschule Hannover und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig in einer gemeinsamen Arbeit zeigen.
A direct in vivo RNAi screen identifies MKK4 as a key regulator of liver regeneration
Torsten Wuestefeld, Marina Pesic, Ramona Rudalska, Daniel Dauch, Thomas Longerich,Tae-Won Kang, Tetyana Yevsa, Florian Heinzmann, Lisa Hoenicke, Anja Hohmeyer, Anna Potapova, Ina Rittelmeier, Michael Jarek, Robert Geffers, Maren Scharfe, Frank Klawonn, Peter Schirmacher, Nisar P. Malek, Michael Ott, Alfred Nordheim, Arndt Vogel, Michael P. Manns, Lars Zender
DOI: 10.1016/j.cell.2013.03.026

Protein-Teamwork Ursache für Alzheimer?

Eine neue Hypothese, wie Alzheimer entstehen könnte, haben Bochumer Forscher aufgestellt. Sie analysierten das Zusammenspiel der Proteine FE65 und BLM, die die Zellteilung regulieren. Im Zellkulturmodell entdeckten sie im Kern Kugelstrukturen, die FE65 und BLM enthielten. Die Interaktion der Proteine löste ein Fehlsignal zur Zellteilung aus. Dieses könnte die Degeneration und den Tod von Nervenzellen bei Alzheimer-Patienten erklären.
A. Schroetter, T. Mastalski, F.M. Nensa, M. Neumann, C. Loosse, K. Pfeiffer, F. El Magraoui, H.W. Platta, R. Erdmann, C. Theiss, J. Uszkoreit, M. Eisenacher, H.E. Meyer, K. Marcus, T. Mueller (2013): FE65 regulates and interacts with the Bloom syndrome protein in dynamic nuclear spheres – potential relevance to Alzheimer’s disease, Journal of Cell Science, doi: 10.1242/jcs.121004

Funktionelle Proteomik, AG Morbus Alzheimer

Medizinisches Proteom Center

Mehr Dengue-Infektionen als angenommen

Weltweit sind dreimal mehr Menschen von Dengue-Fieber betroffen, als bislang angenommen: 390 Millionen Neuinfektionen gibt es pro Jahr, die Weltgesundheitsorganisation WHO ging bislang von 50 bis 100 Millionen aus. Dies sind Ergebnisse einer multinationalen Studie, die erstmals fundierte und detaillierte Daten zur globalen Verbreitung von Dengue liefert.

Dengue-Fieber-Gruppe der Sektion Klinische Tropenmedizin (neben Dr. Thomas Jänisch sind Dr. Kerstin Rosenberger, Jaswinder Kaur, Marius Wirths, Roger Gaczkowski und Prof. Thomas Junghanss beteiligt):

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/IDAMS.126411.0.html#c106203

Dino-Embryonen geben Aufschluss über Wachstum und Verbreitung

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung eines Paläontologen der Universität Bonn hat die bislang ältesten Dinosaurier-Embryonen nachgewiesen. Die in China entdeckten Exemplare des Lufengosaurus lebten im Unteren Jura vor rund 200 bis 190 Millionen Jahren. Anhand des Knochengewebes konnte Dr. Koen Stein zeigen, dass es sich bei den Fossilien um ein sehr frühes Entwicklungsstadium handeln muss. Erstaunlich ist das rasche Wachstum und die hohe Reproduktionsrate dieser chinesischen Dinosaurier.


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