WWWW vom 22.4.2013: Als die Pinguine auf die Erde kamen

Antarktis vereiste vor 33.6 Millionen Jahren

Frozen Adelie, Antarctica, 1911-1914 / photograph by Frank Hurley
Der Südozean rund um die Antarktis ist ein „Global Player“: Sein eng an die Bildung von Meereis gekoppeltes Plankton-Ökosystem steht an der Basis der marinen Nahrungsnetze und beeinflusst den globalen Kohlenstoff-Kreislauf. Seine Entstehung fällt mit der Vereisung der Antarktis vor 33,6 Millionen Jahren zusammen. Dies hat jetzt ein internationales Team mit Wissenschaftlern der Goethe-Universität Frankfurt und des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) ermittelt.

Noch zwei erdähnliche Planeten entdeckt

Astronomen entdecken im Sternbild Leier extrasolare Planeten, auf denen vermutlich lebensfreundliche Bedingungen herrschen

Die Suche nach einer zweiten Erde bestimmt die Jagd nach fremden Planeten. Die meisten dieser Himmelskörper sind zu groß oder laufen zu nah um ihre Muttersonne. Jetzt hat ein internationales Team, zu dem auch Lisa Kaltenegger vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie gehört, zwei geeignete Kandidaten entdeckt: Kepler-62e und Kepler-62f. Ihre Radien entsprechen dem 1,61-fachen und dem 1,41-fachen Erdradius, was sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Felsplaneten mit soliden Oberflächen macht.

Minerale als Zeitmaschine

Meeres- und Seeablagerungen bergen eine Fülle von Informationen über die Umweltbedingungen, die zum Zeitpunkt ihrer Entstehung herrschten. Deshalb sind sie für Umwelt- und KlimaforscherInnen ein wichtiges Archiv an Informationen zu vergangenen Umweltzuständen. Die höhere Kunst besteht darin, diese Information richtig zu entschlüsseln.
Die beschriebenen Arbeiten wurden publiziert in:

Böttcher, M. E., H. S. Effenberger, P.-L. Gehlken, G. H. Grathoff, B. C. Schmidt, P. Geprägs, R. Bahlo, O. Dellwig, T. Leipe, V. Winde, A. Deutschmann, A. Stark, D. Gallego-Torres and F. Martinez-Ruiz (2012). BaMn[CO3]2 – a previously unrecognized double carbonate in low-temperature environments: structural, spectroscopic, and textural tools for future identification. CdE – Geochemistry 72: 85-89, doi:10.1016/j.chemer.2012.01.001

Neuer Anlauf für CMA als Virenkliller

Ein längst vergessener Wirkstoffkandidat erlebt eine Renaissance: Das kleine Molekül CMA wurde bereits in den 1970er Jahren als potentes Mittel gegen Vireninfektionen betrachtet, schaffte es aber nicht in die klinische Anwendung. Wissenschaftler unter Federführung von Immunologen des Bonner Universitätsklinikums haben nun entschlüsselt, wie das Molekül tatsächlich das Immunsystem zur Bekämpfung von Viren ankurbeln könnte.
Publikation: Species-specific detection of the antiviral small-molecule compound CMA by STING, The EMBO Journal, DOI: 10.1038/emboj.2013.86

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3 thoughts on “WWWW vom 22.4.2013: Als die Pinguine auf die Erde kamen”

  1. Super Folge! Der Podcast hier ist wirklich Gold wert und das sollte mal gesagt werden! Besonders der Beitrag über den Virenkiller ist sehr interessant. Mal sehen, ob er es dieses Mal schafft. Ich hoffe es doch mal!

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