WWWW vom 13.5.2013: Depressionen, Pest und Müdigkeit

Nachweis erbracht: Pestpandemie gab es im 6. Jahrhundert schon

In einer aktuellen Studie gelang es einem Forscherteam aus München, Mainz und Arizona erstmals zweifelsfrei Pest-DNA aus Skeletten des sechsten Jahrhunderts zu isolieren und zu typisieren. Damit ist der Beweis erbracht, dass an der sogenannten Pest des Justinian ebenfalls der Pesterreger Y. pestis beteiligt war. Dies war in den letzten Jahren wiederholt bezweifelt worden. Weiterhin konnte die Herkunft des Erregers aus Asien wahrscheinlich gemacht werden.
Publikation: Harbeck M, Seifert L, Hänsch S, Wagner DM, Birdsell D, et al. (2013) Yersinia pestis DNA from Skeletal Remains from the 6th Century AD Reveals Insights into Justinianic Plague. PLoS Pathog 9(5): e1003349. doi:10.1371/journal.ppat.1003349

Müdigkeitswarnsysteme bringen nicht viel

Müdigkeit ist eine der folgenschwersten Unfallursachen, aber doch auch eine, die vermeidbar ist. Sogenannte Systeme zur Müdigkeitserkennung in Lkws und Pkws sollen den Fahrer dazu veranlassen, bei Müdigkeit eine Pause einzulegen. Aber erzielen diese Warnsysteme überhaupt den gewünschten Effekt und wie müssen sie gestaltet sein, damit der Fahrer seine Fahrt unterbricht?
Katja Karrer-Gauß hat sich in ihrer Dissertation „Prospektive Gestaltung von Systemen zur Müdigkeitserkennung“, die sie am Fachgebiet Mensch-Maschine-Systeme bei Prof. Dr.-Ing. Matthias Rötting an der TU Berlin ablegte, und in weiterführenden empirischen Studien mit diesen Fragen auseinandergesetzt.

Immer mehr ältere Männer begehen Selbstmoprd


Die Stiftung Männergesundheit stellte Ende April den „Männergesundheitsbericht 2013 – im Fokus: Psychische Gesundheit“ vor. Der Bericht weist nicht nur auf Defizite in der Diagnostik und Versorgung psychischer Erkrankungen bei Männern hin, sondern liefert auch aufschlussreiche Erkenntnisse zu Hintergründen und Risikofaktoren, aus denen sich berufs- und gesundheitspolitische Forderungen zu deren Prävention ableiten lassen. Beispiel Depression und Suizid: Männer nehmen sich dreimal häufiger das Leben als Frauen und das hohe Suizidrisiko bei Männern ist nicht auf eine bestimmte Altersgruppe begrenzt. Diese Tatsachen sollten moderne Präventionsprogramme berücksichtigen.
[1]http://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressemitteilungen/2013-01/zahl-der-droge…
[2]http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Epidemiologie/Daten_und_Berichte/Ec...
[3]http://www.rki.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_d…

Neue Technik hilft bei Abbau von Schadstoffen im Boden

Wie stark Bakterien Schadstoffe im Grundwasser abbauen, kann jetzt auch ohne Messbrunnen untersucht werden. Wissenschaftler des UFZ haben dazu zusammen mit der Baden-Württembergischen Firma Terra-direct ein neues Verfahren entwickelt, das in-situ Mikrokosmen (BACTRAPs) mit Hilfe der Direct-Push-Technologie schnell und kostengünstig in den Untergrund bringt.

Hypnose sinnvoll bei chirurgischen Eingriffen

Seit mehr als 50 Jahren wird die Wirksamkeit von Hypnose im Rahmen chirurgischer Eingriffe untersucht. Da psychischer Stress den Heilungsprozess negativ beeinflussen kann, soll Hypnose den Patienten die Ängste nehmen, Schmerzen verringern und die Genesung beschleunigen. Inwieweit Hypnose das wirklich zu leisten vermag, untersuchten jetzt Psychologen aus Jena und Bern in einer Meta-Analyse von Studien zum Einsatz von Hypnose bei chirurgischen Eingriffen.

Flattr this

2 thoughts on “WWWW vom 13.5.2013: Depressionen, Pest und Müdigkeit”

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*