WWWW vom 20.5.2013: Marienkäfer und Ringelnattern

Harmonia bringt wenig Harmonie

© Andreas Vilcinskas/Fraunhofer IME
© Andreas Vilcinskas/Fraunhofer IME

Asiatische Marienkäfer sind weltweit auf dem Vormarsch und verdrängen in vielen Ländern die dort heimischen Arten. Die Invasoren setzen auf biologische Kriegsführung: Sie infizieren ihre Konkurrenten mit tödlichen Parasiten, gegen die sie selbst immun sind. Dies zeigt eine Studie des Fraunhofer IME, die in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins »Science« vorgestellt wird.

DNA-Variante schützt vor Diabetes

Eine DNA-Variante in räumlicher Nähe zu einem Verdauungsenzym hat nicht nur Einfluss auf das Risiko, an Diabetes zu erkranken, sondern auch auf das Ansprechen auf die medikamentöse Behandlung. Diese Ergebnisse veröffentlichte ein europäisches Konsortium mit deutscher Beteiligung in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Diabetes. Ihre Erkenntnisse bieten neue Ansatzpunkte zur individualisierten Diabetesprävention und -behandlung.
Originalveröffentlichung:
‘t Hart LM, Fritsche A, Nijpels G, van Leeuwen N, Donnelly LA, Dekker JM, Alssema M, Fadista J, Carlotti F, Gjesing AP, Palmer CN, van Haeften TW, Herzberg-Schäfer SA, Simonis-Bik AM, Houwing-Duistermaat JJ, Helmer Q, Deelen J, Guigas B, Hansen T, Machicao F, Willemsen G, Heine RJ, Kramer MH, Holst JJ, de Koning EJ, Häring HU, Pedersen O, Groop L, de Geus EJ, Slagboom PE, Boomsma DI, Eekhoff EM, Pearson ER, Diamant M.
The CTRB1/2 locus affects diabetes susceptibility and treatment via the incretin pathway.

Lernen von Fischlarven

Bewegte Objekte erhöhen die Aufmerksamkeit. Videowände an öffentlichen Plätzen und animierte Werbebanner im Internet machen sich das zunutze. Auch für die meisten Tierarten spielen bewegte Objekte bei der Verarbeitung von Sinneseindrücken im Gehirn eine große Rolle, da sie oft eine willkommene Beute oder eine drohende Gefahr darstellen. Dies gilt auch für die Larve des Zebrabärblings, die auf Bewegungen ihrer Beute reagieren muss. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung in Heidelberg haben untersucht, wie das Gehirn auf die Informationen aus dem Sehsystem zur Ausführung schneller Bewegungen zurückgreift.

Aus zwei Ringelnattern werden drei

Ringelnatter ist nicht gleich Ringelnatter. Und in Deutschland gibt es offensichtlich eine mehr, als man bisher annahm. Die östliche Ringelnatter (Natrix natrix natrix) besteht – das offenbaren ihre Gene – aus zwei verschiedenen Schlangen. Dies fanden Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstituts Dresden in einer in der Fachzeitschrift Zoologica Scripta veröffentlichten Studie heraus, die Mitte Mai online erschienen ist.
Publikation:
Kindler, C., Böhme, W., Conti, C., Gvoždík, V., Jablonski, D., Jandzi, D., Metallinou, M., Široký, P. & Fritz, U. (2013). Mitochondrial phylogeography, contact zones and taxonomy of grass snakes (Natrix natrix, Natrix megalocephala). Zoologica Scripta

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