WWWW vom 15.7.2013: LEDs, Vogellandung und Neandertalisch

LED-Lampen im Haus sollten immer warm-weiß sein

Lichtquellen für den täglichen Bedarf müssen sich grundsätzlich nicht nur an der Helligkeit des Tageslichtes messen, sondern auch an den Anteilen der in ihnen verborgenen Regenbogenfarben. Dies geschieht am besten durch dieFarbtemperatur: Die Temperatur, die ein schwarzer Körper beim „Glühen“ haben müsste, um Licht dieser Farbe abzustrahlen (vom dunklen Rot bis zum strahlenden Weiß). Dabei ist das abgestrahlte Glühspektrum immer kontinuierlich, sagt Prof. Dr. Siegfried Hünig.

Mehr zur Makuladegeneration

Wolfgangs Messers Blog zu LED

Ranking zeigt: LEDs werden immer besser

LEDs sind effizienter als Energiesparlampen oder Leuchtstoffröhren und geben ein gesünderes Licht. Nicht alle Lampen leisten jedoch das gleiche. Wissenschaftler der Jacobs University haben nun LED-Lampen von über 50 führenden Herstellern auf unterschiedliche Kriterien getestet und die Ergebnisse in benoteten Rankings zusammengestellt.

Lächeln hat seinen Preis

Ob in der schicken Boutique, an der Käsetheke im Supermarkt oder am Schalter des örtlichen Nahverkehrs: als Kunde kann man erwarten, von freundlichem Personal bedient zu werden. Zwar kommen Dauerlächeln und übertrieben enthusiastische Standardfloskeln auch nicht immer gut an. Fest steht jedoch: Der in der Vergangenheit häufig geäußerte Vorwurf, der Dienstleistungssektor in Deutschland sei zu wenig kundenorientiert, stimmt so nicht mehr. „Heute erwarten Dienstleistungsunternehmen von ihren Mitarbeitern, dass sie die Kunden zuvorkommend und freundlich behandeln – egal in welcher Gemütsverfassung sie selbst gerade sind“, sagt Prof. Dr. Gianfranco Walsh von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Diese „Emotionsarbeit“ stelle erhebliche Anforderungen an die Mitarbeiter, schließlich „kann die nach außen gezeigte Emotion ja gänzlich im Widerspruch zu den eigenen Gefühlen stehen“, so der Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Marketing.
Original-Publikation:
Walsh G., Bartikowski B. Employee emotional labour and quitting intentions: Investigating the moderating effects of employee gender and age. European Journal of Marketing (2013), 47 (8)

Vögel landen mit eigener Navigation

Zusammenstöße von Flugzeugen sind selten – zum Glück. Zahlreiche Kontrollen durch Fluglotsen und Hightech-Instrumente helfen den Piloten heutzutage sehr. Doch wie sieht es in der Tierwelt aus? Vögel bekommen keine Funkunterstützung und haben keinen Radar. Sie fliegen in großen Schwärmen und landen häufig in unübersichtlichem Terrain. Trotzdem gibt es kaum Kollisionen, aber warum? Ihr eingebauter Magnetfelddetektor hilft dabei.

Hart V., Malkemper E.P., Kušta T., Begall S., Nováková P., Hanzal V., Pleskač, L., Ježek J., Policht R., Husinec V., Červený J., Burda H. (2013): Directional compass preference for landing in water birds. Frontiers in Zoology 10:38
DOI: 10.1186/1742-9994-10-38

Kunstoffe merken sich Form

Teltower Biomaterialforscher haben Kunststoffe entwickelt, die bei einer wählbaren Temperaturschwankung immer wieder in ihrer Form hin- und herwechseln. Das von seinen Schöpfern als „Polymer-Aktuatoren“ bezeichnete Material überwindet damit eine entscheidende Beschränkung ähnlicher Werkstoffe. Bisher konnten Polymere mit temperaturgesteuertem Formgedächtnis nur ein einziges Mal von einer Form in die andere umschalten.
Marc Behl, Karl Kratz, Ulrich Nöchel, Tilmann Sauter, Andreas Lendlein: Temperature-memory Polymer Actuators, Proceedings of the National Academy of Sciences of the United
States of America (PNAS), 2013, DOI: 10.1073/pnas.1301895110
http://www.pnas.org/content/early/2013/07/03/1301895110.full.pdf+html

Sprechen wir ein wenig Neandertalisch?

Neandertaler
Max-Planck-Wissenschaftler vermuten, dass die moderne menschliche Sprache schon vor 500.000 Jahren entstanden ist
Sprache ist ein flüchtiges Medium, sie hinterlässt keine direkt messbaren Spuren. Auf der Suche nach den Ursprüngen menschlicher Sprache sammeln Wissenschaftler deshalb archäologische, anatomische und genetische Indizien, die ihnen verraten, wann die Fähigkeit zu sprechen entstanden ist.
Originalpublikation:
Dediu, D., & Levinson, S. C.
On the antiquity of language: The reinterpretation of Neandertal linguistic capacities and its consequences
Frontiers in Language Sciences, 4: 397. doi:10.3389/fpsyg.2013.00397.

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