WWWW vom 5.8.2013: Träumende Schleiereulen und haarige Schlangen

Heilung nach Infarkt: Protein spielt wichtige Rolle

Das körpereigene Protein S100A1 wirkt wie eine Wundsalbe für Herzen nach einem Infarkt: Es fördert die Wundheilung, dämmt Entzündungen ein und verhindert nachträgliche Gewebeschäden. Das entdeckte Dr. David Rohde mit einem Team der Abteilung für Kardiologie des Universitätsklinikums Heidelberg und erforscht nun, welche molekularen Signalwege dahinterstecken und ob sich das Protein als Medikament nutzen lässt.
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.127864.0.html Innere Medizin III: Kardiologie, Angiologie und Pneumologie

REM-Schlaf bei jungen Eulen beobachtet

Eulenküken verändern mit zunehmendem Alter ihr Schlafverhalten: Je älter sie werden, desto weniger Zeit verbringen sie im REM-Schlaf. Parallel dazu bekommt ihr Federkleid immer mehr schwarze Punkte - diese Küken sind noch ganz weiß. Foto: Fabrizio Sergio
Vogelküken besitzen dieselben Schlafmuster wie junge Säugetiere. Der Schlaf ändert sich Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Ornithologie und der Universität Lausanne zufolge während des Älterwerdens auf ähnliche Weise. Die Forscher untersuchten freilebende Schleiereulen und haben darüber hinaus gefunden, dass die sich ändernden Schlafmuster eng an die Aktivität eines Gens gekoppelt sind, das die Produktion der dunklen Punkte auf den Federn steuert. Die Ausprägung dieser Färbung steht im Zusammenhang mit Physiologie und Verhalten erwachsener Eulen. Schlafbedingte Entwicklungsprozesse im Gehirn könnten also auch für viele Eigenschaften bei ausgewachsenen Tieren verantwortlich sein.

http://www.frontiersinzoology.com/imedia/2039187711104100/supp2.mp4″>

Haarige Sache: Seltene Buschviper gefunden

Herpetologen des Museums für Naturkunde in Berlin haben bei Feldarbeiten in Liberia einen überraschenden Fund gemacht. Im Jahr 2002 hatten Raffael Ernst und Mark-Oliver Rödel eine neue Schlangenart beschrieben: die „westafrikanische haarige Buschviper“ Atheris hirsuta. Damals wurde ein einziges Tier im Taï Nationalpark in der Elfenbeinküste gefunden. Die abstehenden Schuppen geben der Viper ihr „haariges“ Aussehen und damit ihren Namen.
Johannes Penner, LeGrand Nono Gonwouo & Mark-Oliver Rödel (2013): Second record of the West African hairy bush viper Atheris hirsuta Ernst & Rödel, 2002 (Serpentes: Viperidae) – Zootaxa 3694 (2): 196-200.

Mehr Forschung über Klimawandel und Ernährung nötig

Forscher der Universitäten Bonn und Reading fordern in „Science“ umfassendere Berücksichtigung der Ernährungssicherheit. Der Klimawandel bedroht die Fortschritte bei der Bekämpfung des Hungers in den Entwicklungsländern. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftler Prof. Dr. Joachim von Braun vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn und Prof. Dr. Tim Wheeler von der Universität Reading (Großbritannien).

Die Publikation:
Climate Change Impacts on Global Food Security, „Science“,
DOI: 10.1126/science.1239402

Schwarzrost kommt aus dem Süden nach Deutschland

Die Hitzewelle in Deutschland brachte dieses Jahr eine in unseren Breiten bisher nur äußerst seltene Getreidekrankheit mit sich. An Weizenpflanzen wurde der gefürchtete Schwarzrost festgestellt, der durch den Pilz Puccinia graminis verursacht wird. Die Sporen gelangten mit dem Wind aus wärmeren Regionen zu uns. Von den kranken Pflanzen geht zwar keine unmittelbare Gefahr aus, da die Sommersporen und das Pilzmyzel den Winter wahrscheinlich nicht überleben. Dennoch schließen die Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) eine Verbreitung des Schaderregers im Zuge der Klimaerwärmung nicht aus.

Robo-Kugeln sollen nach Verschütteten suchen

Das Erdbeben hat nur wenige Sekunden gedauert, doch danach liegt kein Stein mehr auf dem anderen. Häuser sind eingestürzt, Hänge abgerutscht – das Chaos ist immens. In einem solchen Katastrophenfall, ebenso wie bei Terroranschlägen, Industrieunfällen oder Tsunamis, hat die Suche nach Verschütteten und Gefahrenquellen oberste Priorität. Um die Opfer möglichst schnell zu bergen, setzen Rettungskräfte ihr Leben aufs Spiel. Doch oftmals sind Straßen unpassierbar, mitunter ist der Einsatz gar nicht möglich. Daher sollen die Helfer künftig von mobilen, untereinander vernetzten Robotern und Sensoren unterstützt oder ersetzt werden. Im Projekt SENEKA entwickeln sechs Fraunhofer-Institute entsprechende Komponenten.

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3 thoughts on “WWWW vom 5.8.2013: Träumende Schleiereulen und haarige Schlangen”

  1. Uppps, was ist passiert? Mein Podcatcher hat mir nur das MP4 (hab ich erst zu spät bemerkt) der schlafenden Eulen angeboten. Damit konnte hinterher mein MP3-Player nix anfangen 🙁
    Hab mir den aktuellen Audiocast jetzt hier herunter geladen.
    Liebe Grüße aus dem Remstal (Germany).

  2. Ich habe das eben erst gemerkt, sorry. Ich hatte im Feed nur nachgeschaut, ob ein enclosure da ist, aber nicht welches. Irgendwie hat WordPress dem Video Vorrang gegeben 🙁 Habe es geändert, es sollte jetzt die MP3 im Feed sein. Vielen Dank für den Hinweis!

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