WWWW vom 13.8.2013: Glasperlenspiel und Netzmelone

Glasperlen in Bayern stammen aus Ägypten


Die Rohstoffe antiker Glasperlen, die in ehemals rätischen Siedlungen in Bayern gefunden wurden, stammen offenbar nicht aus dieser Gegend. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Perlen am Forschungsreaktor TRIGA im Institut für Kernchemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Insgesamt standen 42 Glasperlen, 38 aus der frühen Kaiserzeit (30 bis 60 n.Chr.) und 4 spätrömische Perlen (4. Jahrhundert n.Chr.), von vier verschiedenen Fundorten für die Analyse zur Verfügung.

Eisschild schmilzt auch von unten

Der grönländische Eisschild wird durch einen hohen Wärmefluss aus dem Erdmantel in die Lithosphäre von unten angeschmolzen. Dieser Einfluss variiert räumlich sehr stark und hat seine Ursache in einer außergewöhnlich dünnen Lithosphäre. Daraus folgt ein erhöhter Wärmefluss aus dem Erdmantel und ein komplexes Wechselspiel zwischen dieser geothermischen Heizung und dem grönländischen Eisschild. Die internationale Initiative IceGeoHeat unter Leitung des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ stellt in der aktuellen Online-Ausgabe von Nature Geoscience (Vol. 6, 11. August 2013) fest, dass dieser Effekt bei der Modellierung des Eisschildes im Klimageschehen nicht vernachlässigt werden darf.
Petrunin, A. G., Rogozhina, I., Vaughan, A. P. M., Kukkonen, I. T., Kaban, M. K., Koulakov, I. & Thomas, M., “Heat flux variations beneath central Greenland’s ice due to anomalously thin lithosphere“, Advance Online Publication, Nature Geoscience, 11. 08. 2013,http://dx.doi.org/10.1038/ngeo1898)

Wie man Temperaturen auf dem Mars und in Hochöfen misst

Es ist heiß in Deutschland. Wir Menschen haben präzise Sensoren für Temperaturen, daher stimmt unser Körpergefühl sehr gut mit von elektrischen Sensoren vorhergesagten Werten überein. Aber wie genau funktionieren Temperaturmesser an extremen Orten wie beispielsweise in Hochöfen oder auf fremden Planeten?

Krumme Zahlen bringen besseren Verkaufspreis

Wer ein Auto mit einem Restwert von 15.000 Euro verkaufen möchte, sollte es besser für 14.875 Euro inserieren. Denn wahrscheinlich wird der Verkäufer so mehr Geld heraushandeln können, als wenn er das Auto für runde 15.000 Euro anbietet. Das haben Saarbrücker Wissenschaftler um den Sozialpsychologen David Loschelder herausgefunden. In ihrer Studie “’14,875€?!’: Precision Boosts the Anchoring Potency of First Offers” weisen sie im Versuch nach, dass ein ungerader Preis als Ausgangsgebot den Verhandlungspartner stärker beeinflusst als eine runde Summe.

Sorgfalt beim Umgang mit Melonen geboten

Melonen sind wegen ihres süßen, saftigen und weichen Fruchtfleisches beliebt. Gerade im Sommer wird das frische und gesunde Obst gerne und viel verzehrt. Allerdings können Melonen bei der Produktion, beim Transport oder bei der Lagerung mit Krankheitserregern verunreinigt werden, die dann bei der Zubereitung unter Umständen auf das Fruchtfleisch gelangen. „Salmonellen, Listerien oder EHEC können sich auf dem säurearmen Fruchtfleisch von Melonen relativ schnell vermehren“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

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4 thoughts on “WWWW vom 13.8.2013: Glasperlenspiel und Netzmelone”

  1. Hi, kleiner BugReport 🙂 Der Link

    “’14,875€?!’: Precision Boosts the Anchoring Potency of First Offers”

    ist kaputt.
    P.S.: Kommentar muss auch nicht freigeschaltet werden 🙂

  2. Hi, danke für wieder einen interessanten Podcast und hier ein kleiner Tipp für Leute mit viel Zeit 😉 : Seebeckeffekt und Pyrometer usw. kann man in der Physikabteilung des Deutschen Museums in München selbst ausprobieren.

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