WWWW vom 2.9.2013: Riesenvogel war ein Pflanzenfresser

Salzreduktion sinkt auch Erkrankungsrisiko

Wer viel Kochsalz konsumiert, hat ein erhöhtes Risiko, eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu entwickeln. Das zeigt die Auswertung von Daten aus einer großen Bevölkerungsstudie, die von einer Kölner Forschergruppe auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam präsentiert wurden. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Reduktion der Natrium-Aufnahme von einem hohen auf ein moderates Niveau das Risiko, im späteren Leben eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, vermindern könnte“, fasste Studienautor Priv.-Doz. Dr. Roman Pfister vom Herzzentrum der Universitätsklinik Köln zusammen.
Quelle: ESC Abstract 2478 – Urinary sodium excretion and risk of heart failure in men and women in the EPIC-Norfolk study

Gastornis war Tierfreund

Gastornis. Foto: Dr. Thomas Tütken
Der Riesenvogel „Gastornis“ lebte vor etwa 56 bis 40 Millionen Jahren. Wissenschaftler nahmen lange Zeit an, dass er Jagd auf Säugetiere machte und mit seinem großen Schnabel deren Knochen knackte. Forscher unter Federführung der Universität Bonn wiesen nun anhand von Isotopenanalysen nach, dass der vermeintliche Topräuber offenbar friedlicher war als gedacht. Er ernährte sich etwa wie pflanzenfressende Säugetiere.

Affen können in Kulturlandschaften überleben

Wissenschaftler der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass Affen in großer Zahl in gemischten tropischen Agrarlandschaften überleben können. Bisher galt dies nur für Vögel und Schmetterlinge, die bei der Frage nach dem Artenvorkommen in der Umgebung von Schutzgebieten oft als Indikatorgruppen verwendet wurden. Weil die Weltbevölkerung zunimmt und der Bedarf an Ackerland steigt, schwindet in weiten Teilen der Tropen der Regenwald dramatisch. Schutzgebiete sollen die Biodiversität bewahren, sind aber zunehmend isoliert und oft zu klein, um langfristiges Überleben von Wildtieren zu sichern. Derzeit wird in vielen Studien untersucht, wie sich die Agrarlandschaft gestalten lässt, um den Schutz der Biodiversität trotz intensiver Nutzung zu garantieren.
Originalveröffentlichung: Victor Blanco, Matthias Waltert (2013): Does the tropical agricultural matrix bear potential for primate conservation? A baseline study from Western Uganda. Journal for Nature Conservation. Doi: http://dx.doi.org/10.1016/j.jnc.2013.04.001.

Klimawandel kann sauerstoffarme Zonen vergrößern

Sauerstoffarme Zonen in tropischen Ozeanen sind ein natürliches Phänomen. Sporadisch können sich in diesen Gebieten jedoch große Mengen an giftigem Schwefelwasserstoff bilden, mit verheerenden Folgen für die Flora und Fauna. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel entdeckten eine Vielfalt von Bakterien, die den Schwefelwasserstoff zersetzen können.
Originalarbeit:
Schunck, H., G. Lavik, D. K. Desai, T. Großkopf, T. Kalvelage, C. R. Löscher, A. Paulmier, S. Contreras, H. Siegel, M. Holtappels, P. Rosenstiel, M. B. Schilhabel, M. Graco, R. A. Schmitz, M. M. M. Kuypers, J. LaRoche (2013): Giant Hydrogen Sulfide Plume in the Oxygen Minimum Zone off Peru Supports Chemolithoautotrophy. PLoS One,
http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0068661

Weitere Informationen:
http://www.geomar.de Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
http://www.sfb754.de/de Der Sonderforschungsbereich 754

http://www.mpi-bremen.de Das Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
http://biology.dal.ca/ Department of Biology, Dalhousie University, Halifax, Canada

Kriterien für gesunde Adipositas benötigt

Adipositas nimmt weltweit zu. Wissenschaftler und Mediziner sprechen von metabolisch gesunder Adipositas, wenn der Body-Mass-Index (BMI) über 30 ist, aber kein erhöhtes Risiko für Diabetes oder kardiovaskuläre Erkrankungen vorliegt. Daher könnte es wichtig sein, schwer übergewichtige Personen mit geringem Risiko früh von solchen mit erhöhtem Risiko zu unterscheiden. Der Arzt kann somit Risikopatienten möglicherweise rechtzeitig behandeln, wie die Wissenschaftler Prof. Dr. Matthias Schulze und Prof. Dr. Norbert Stefan vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) in der aktuellen Ausgabe von „The Lancet Diabetes & Endocrinology“ feststellen.

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