WWWW vom 9.9.2013: Lesen lernen und Ehrlichkeit bei Facebook

Alphabetisierungkurse bringen nicht viel

Die Lernerfolge von Alphabetisierungskursen sind begrenzt. Das ist das Ergebnis einer Studie – dem “Alphapanel” –, in der erstmals untersucht wurde, welches Niveau der schriftsprachlichen Kompetenz die Teilnehmer von Alphabetisierungskursen erreichen. Bernhard von Rosenbladt und Rainer H. Lehmann haben die Ergebnisse für „DIE aktuell“ zusammengefasst und geben Anregungen zu Konsequenzen für die Praxis.
Weitere Informationen:
http://www.die-bonn.de/doks/2013-alphabetisierung-01.pdf
http://www.die-bonn.de/doks/2013-alphabetisierung-02.pdf

Braunalgen Geheimnisse entlockt

Marine Braunalgen verfügen über aromatische chemische Verbindungen (Phenole), die in der Pflanzenwelt einzigartig sind. Diese Verbindungen werden als ″Phlorotannine″ (Gerbstoffe) bezeichnet. Aufgrund ihrer Rolle als natürliche Antioxidantien sind diese Verbindungen von großem Interesse für die Prävention und Behandlung von Krebs, Entzündungen, Herz-Kreislauf- und neurodegenerativen Erkrankungen. Die Extraktion von Phlorotanninen aus Braunalgen, wie sie derzeit in der Industrie verwendet werden, ist komplex und die Verfahren zur Biosynthese dieser natürlichen chemischen Verbindungen waren bislang nur unzureichend bekannt.
Weitere Informationen zur Studie:
[3] ″Analysis of a Type III Polyketide Synthase Function and Structure in the Brown Alga Ectocarpus siliculosus Reveals a Previously Unknown Biochemical Pathway in Phlorotannin Monomer Biosynthesis.″ Laurence Meslet-Cladière, Ludovic Delage, Cédric Leroux, Sophie Goulitquer, Catherine Leblanc, Emeline Creis, Erwan Ar Gall, Valérie Stiger-Pouvreau, Mirjam Czjzek, Philippe Potin, Plant Cell, 27/08/2013, doi:

Studie zeigt, wie ehrlich wir auf Facebook sind

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Wissenschaftler der Universitäten Münster, Mainz und Göttingen haben in aktuellen Studien ermittelt, dass persönliche Profilseiten in sozialen Netzwerken weniger der Selbstidealisierung dienen als die tatsächliche Persönlichkeit der Profilinhaber widerspiegeln. Facebook-Nutzer haben zudem einen genauen Eindruck davon, wie sie auf andere wirken, und sie versuchen nur bezüglich weniger Persönlichkeitsbereiche, einen bestimmten Eindruck zu hinterlassen.
Originaltext zum Thema Facebook-Nutzung

Tief im Innern kann Silizium flüssig werden

Durch aufwändige Computersimulationen ist es Wissenschaftlern der Uni Kassel gelungen, ein 30 Jahre altes Rätsel der Physik zu lösen. Das könnte für die Chip-Produktion der Zukunft von Bedeutung sein.
Wird Silizium mit einem Laserpuls von genügend hoher Intensität angeregt, herrscht schon nach einigen billionstel Sekunden unter den Atomen Durcheinander. Die geordnete Kristallstruktur ist nicht mehr zu erkennen. Wer diesen Prozess versteht, kann die Erkenntnisse möglicherweise in der Oberflächenbearbeitung von Halbleitern nutzen.
Link zum Artikel: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/adma201302559/abstract

Software sucht und findet verlegten Geldbeutel im Haus

Medieninformatiker der Universität Ulm haben eine “Suchmaschine” entwickelt, die in geschlossenen Räumen und sogar in Möbeln nach Gegenständen suchen kann. Dafür werden Schlüsselbund, Geldbeutel oder Sonnenbrille mit speziellen Anhängern bzw. Aufklebern versehen, die mit kleinen Funkmodulen ausgestattet sind. Ein technisch aufgerüstetes “Smart Furniture” macht es über relative Positionierung möglich, den gesuchten Gegenstand zu lokalisieren. Die Suchanfrage wird einfach über ein webbasiertes Interface eingegeben: “Wo ist mein Geldbeutel?”. Informationen über den Fundort liefert schließlich der Computer in verständlichem Deutsch: “Der Geldbeutel liegt zwischen Bett und Schrank!”.

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