WWWW vom 18.11.2013: Wespenlockstoffe und Hologramme

Alkohol blockierte Jim Morrissons Kreativität

Der exzessive Konsum von Alkohol und Drogen hat bei Musikerlegende und „The Doors“-Frontmann Jim Morrison in relativ kurzer Zeit zu einem Verlust seiner Kreativität geführt, statt diese zu befördern. „Beeinträchtigt war vor allem seine Fähigkeit, kreative Eingebungen auszuarbeiten und umsetzen“, sagt der Psychotherapeut und Kreativitätsforscher Prof. Dr. Rainer M. Holm-Hadulla von der Universität Heidelberg. Nach den Worten des Wissenschaftlers muss der Alkohol- und Drogenkonsum unter Musikern als ein „Peer-Group-Phänomen“ begriffen werden, das bei den Künstlern selbst, aber mehr noch bei ihren Fans die Illusion bedient, ohne konzentrierte Arbeit schöpferische Leistungen vollbringen zu können. Die Ergebnisse der psychologischen Fallstudie von Prof. Holm-Hadulla wurden in der Fachzeitschrift „Psychopathology“ veröffentlicht.

Neue Hologramm-Technik in HD-Qualität

Neue HologrammeProf. Dr. Thomas Zentgraf, Leiter der Arbeitsgruppe „Ultraschnelle Nanophotonik“ am Department Physik der Universität Paderborn, ist es gemeinsam mit Prof. Dr. Shuang Zhang von der Universität Birmingham gelungen, Hologramme erstmals mit einer völlig neuen Technik zu realisieren. Für seine Hologramme verwendet er ein neuartiges Meta-Material, das mit nur 30 Nanometer (nm), also 0,00003 mm, extrem dünn ist. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 2.000 Mal dicker.

Weitere Informationen:
http://physik.uni-paderborn.de/ag/ag-zentgraf

http://www.physik.upb.de

Streit um LDL-Zielwerte

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Lagern sich Fette, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen ab, kommt es zu Plaquebildung. Dann verengen sich die Gefäße und es drohen Gefäßverschlüsse. Das medikamentöse Senken des Cholesterinwertes mit sogenannten Statinen hat sich als Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall bewährt. Eine aktuelle Leitlinie des American College of Cardiology und der American Heart Association ändert nun die Verordnungsstrategie. Cholesterinzielwerte fallen weg. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) empfiehlt hingegen in Übereinstimmung mit den europäischen Leitlinien, zunächst an LDL-Zielwerten festzuhalten.

Wespe nutzt Abwehrstoffe auch als Lockstoff

Viele Tiere verwenden chemische Abwehrstoffe, um ihre Feinde damit in die Flucht zu schlagen. Manche Tiere haben für ihre chemische Verteidigung aber auch noch andere Verwendungsmöglichkeiten gefunden. Forscher der Universität Regensburg konnten nun gemeinsam mit einem Kollegen aus den USA zeigen, dass die parasitische Wespe Leptopilina heterotoma ihre chemischen Abwehrstoffe auch zur innerartlichen Kommunikation verwendet. Die Ergebnisse können erklären, wie aus Stoffen ohne Informationsgehalt im Laufe der Evolution chemische Signale werden.

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