WWWW vom 6.1.2014: Spinnenphobien und Hundegeschäfte

Hunde richten Geschäft nach Norden aus

Hundegschäfte

Der beste Freund des Menschen, der Hund, ist bekannt für sein ausgezeichnetes Hörvermögen und seinen feinen Geruchssinn. Neu ist die Erkenntnis, dass er auch einen Magnetsinn hat und sich deshalb möglicherweise auch besonders gut orientieren kann. Diese Eigenschaft wurde bereits bei grasenden Kühen, jagenden Füchsen oder landenden Wasservögeln festgestellt. In der Regel richten sie sich bei ihrem Geschäft an der Nord-Süd-Achse aus. Das klappt nur nicht wenn das Magnetfeld gestört ist – wie in meinem Bild, dass ich von meinem Hund Pimmy gemacht habe just als er sich entleerte.

Minilabor misst Schadstoffe im Regenwasser

Bei Gewitter erhöht sich die Gefahr der Verschmutzung der Wasserläufe, weshalb eine sorgfältige Überwachung erforderlich ist. Um diese zu verbessern, hat das Irstea [1] ein Minilabor entwickelt, mit dem Schadstoffspitzen sofort messbar werden. Diese Spitzenbelastungen treten auf, wenn die Kanalisationsnetze überlaufen.
Quelle: Pressemitteilung des IRSTEA – 09.12.2013 – http://www.irstea.fr/toutes-les-actualites/actualites-de-linstitut/innovation-po…

Künstliches Knochenmark soll Stammzellen wachsen lassen

Künstliches Knochenmark kann dazu dienen, blutbildende Stammzellen zu vermehren. Einen Prototypen haben Wissenschaftler des KIT sowie des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme Stuttgart und der Universität Tübingen nun entwickelt. Die poröse Struktur bildet die grundlegenden Eigenschaften des natürlichen Knochenmarks nach und weist den Weg zur Vermehrung von Stammzellen im Labor.
Annamarija Raic, Lisa Rödling, Hubert Kalbacher, Cornelia Lee-Thedieck: Biomimetic macroporous PEG hydrogels as 3D scaffolds for the multiplication of human hematopoietic stem and progenitor cells. Biomaterials. DOI: 10.1016/j.biomaterials.2013.10.038

Knut starb an Hirnhautentzündung

Knut ist 2011 in einem Wassergraben des Berliner Zoos ertrunken. Der Eisbär, der weltweit für Schlagzeilen sorgte, hatte zuvor an Krämpfen gelitten. Die endgültigen Ergebnisse über die Todesursache veröffentlichte jetzt das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach extrem aufwendigen Untersuchungen: Knut litt an einer Enzephalitis, einer Entzündung des Gehirns – höchstwahrscheinlich verursacht durch eine Vireninfektion.

Kräfte in der Zelle entschlüsselt

Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung der Universität Göttingen hat einen zentralen Mechanismus der Zellteilung entschlüsselt. Ein auffälliges Merkmal der Zellteilung ist die Kondensation oder Verdichtung von Chromosomen. Den Göttinger Forschern gelang es nun erstmals, in einer sich teilenden Zelle eine Kraft nachzuweisen, die diesen Prozess vorantreibt.
Originalveröffentlichung: Bryan J. Wilkins et al. A Cascade of Histone Modifications Induces Chromatin Condensation in Mitosis. Science 2014. Doi: 10.1126/science.1244508.

Raupen wehren sich mit Nikotin im Atem

Raupen nutzen unterschiedliche Strategien, um sich vor Feinden zu schützen: Viele Raupenarten tarnen sich oder warnen durch grellen Farben, andere haben Brennhaare oder sondern giftige Substanzen ab. Manche richten sich sogar zu Drohgebärden auf. Einem bislang völlig unbekannten Schutzmechanismus sind Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena auf die Spur gekommen: Tabakschwärmerraupen leiten einen winzigen Teil des mit der Nahrung aufgenommenen, hochgiftigen Nikotins in ihre in ihre Körperflüssigkeit und von dort aus in das Atmungssystem. So atmen sie das Nikotin wieder aus und schrecken dadurch Feinde ab.
Originalveröffentlichung:
Kumar, P., Pandit, S. S., Steppuhn, A., Baldwin, I. T. (2014). A natural history driven, plant mediated RNAi based study reveals CYP6B46’s role in a nicotine-mediated anti-predator herbivore defense. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. DOI 10.1073/pnas.1314848111
http://dx.doi.org/10.1073/pnas.1314848111

Spinnenangst verändert Wahrnehmung

Psychologen vom Otto-Selz-Institut der Universität Mannheim haben herausgefunden, dass Arachnophobiker Spinnen anders sehen als gesunde Menschen. Es ist die erste Studie, die wissenschaftlich belegt: Wie die Welt für Angstpatienten aussieht, liegt im Auge des Betrachters.

Flattr this

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*