WWWW vom 13.1.2014: Eine ganz normale Geburtstagssendung

Überflutungen bringen neue Fischart hervor

rundkopffischVeränderungen von Umweltbedingungen können zur Entstehung neuer Tierarten führen. Eine ideales Ökosystem zur Untersuchung dieser sogenannten parapatrischen Artenbildung scheint der afrikanische Kwando-Fluss zu sein, wie jetzt Zoologen der Universitäten in Regensburg, Heidelberg und Johannesburg bei der Entdeckung einer neuen Nilhecht-Art festgestellt haben.

Der Original-Artikel unter:
www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00222933.2013.807950#.Us5xWBCFfps

Gleich zwei Supersternhaufen beschleunigen die Milchstraße

Die Lokale Gruppe, in der sich unser Milchstraßensystem befindet, rast mit rund zwei Millionen Stundenkilometern durch das Weltall. Wissenschaftler rätseln, was die Ursache für diese kosmische Raserei ist. Ein internationales Forscherteam unter wesentlicher Beteiligung von Physikern der Universität Bonn kommt zu dem Schluss, dass neben dem gigantischen Shapley-Superhaufen eine weitere riesige Masse mit ihrer Gravitation die Lokale Gruppe auf Touren bringt.
Publikation: Measuring cosmic bulk flows with Type Ia Supernovae from the Nearby Supernova Factory, Journal “Astronomy & Astrophysics”, DOI: 10.1051/0004-6361/201321880

65-Jährige können gut zuhören

65-Jährige hören genauso aufmerksam zu wie 19-Jährige – wie sie hören, da gebe es kaum Altersunterschiede, so Bernhard Leipold. Der Psychologe untersucht, welche Rolle Musik im Lebenslauf spielt. Was sie hören – da gehen die Vorlieben von Jüngeren und Älteren auseinander. 19- bis 35-Jährigen bevorzugen „das Lautere, Schnellere, Modernere”. Bernhard Leipold befasst sich in seiner Habilitation an der Universität Hildesheim mit der Bedeutung und Funktion von Musik im Lebenslauf. In einer Studie wurden 470 Leute zwischen 19 und 85 Jahren in Niedersachsen und Berlin untersucht. Menschen hören Musik, etwa weil sie die Stücke mögen oder um sich abzulenken.

Seltener Hördefekt bei Mäusen untersucht

Wissenschaftler der Saar-Uni sowie der Universitäten Tübingen und Ulm haben mit weiteren Forschergruppen eine seltene Schädigung des Hörsystems an Labormäusen beobachten können, die sich deutlich von klassischen Hörschäden unterscheidet. Die Übertragung der Erregung des Hörnervs läuft langsamer und schwächer ab als bei den gesunden Mäusen. Damit haben die Forscher einen Grundstein für weitere Arbeiten gelegt, die klären können, ob eine ähnliche Schädigung auch beim Menschen auftritt.

Fruchtfliegen können Krebszellen riechen

In einem internationalen Kooperationsprojekt hat eine Forschergruppe um den Konstanzer Neurobiologen und Zoologen Prof. Dr. Giovanni Galizia erstmals nachweisen können, dass Fruchtfliegen über ihren Geruchssinn Krebszellen von gesunden Zellen unterscheiden können. In einem am 6. Januar im internationalen Wissenschaftsmagazin „Scientific Report“ im Nature-Verlag veröffentlichten Artikel stellen die Forscher der Universität Konstanz und der Universität La Sapienza in Rom, Italien, dar, wie sich anhand von transgenen Drosophilae eindeutige Muster der durch die Gerüche aktivierten Duftrezeptoren zeigen.
Originalveröffentlichung:
Martin Strauch, Alja Lüdke, Daniel Münch, Thomas Laudes, C. Giovanni Galizia, Eugenio Martinelli, Luca Lavra, Roberto Paolesse, Alessandra Ulivieri, Alexandro Catini, Rosamaria Capuano and Corrado Di Natale: More than apples and oranges – Detecting cancer with a fruit fly’s antenna (2014).

Gehirn bevorzugt Gesamtpaket beim Lernen

Wenn Kinder Fahrrad fahren lernen, fangen sie oft mit Stützrädern an. Doch wie lange sollen diese dran bleiben? Lieber nur kurz. Sonst lernen sie es nicht so schnell. Warum das so ist, haben jetzt Wissenschaftler der Humboldt-Universität bewiesen.
Jeder weiß aus eigener Erfahrung, etwa beim Skifahren: Komplexe Bewegungsabläufe sollten möglichst früh als Gesamtpaket geübt werden. Einzelne Prozesse dürfen nicht zu spät zusammengefügt werden.

Weitere Informationen
http://link.springer.com/article/10.3758/s13421-013-0382-x
T. Strobach, T. Schubert, H. Pashler, T. Rickard, Memory and Cognition, The specificity of learned parallelism in dual-memory retrieval

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