WWWW vom 22.9.2014: Spins, Meereis und Autismus-Roboter

Roboter soll kommunizieren helfen

Im Podcast kommt es am Ende, hier auf der Webseite fang ich damit an: Bei der vergangenen Innovation und Design Fair hier in Bangkok bin ich auf diesen Roboter gestoßen. Eine Universität hat ihn entwickelt, um damit autistischen Kindern zu helfen, Kommunikations-Fähigkeiten zu erlernen. Leider findet man auf der Seite der Uni nicht wirklich mehr Infos.
Autismus Roboter

Virus kann Herz und Arterien schädigen

Das weit verbreitete Humane Cytomegalievirus (HCMV) begünstigt das Entstehen von Arteriosklerose und kann langfristig Herz- und Kreislauferkrankungen verursachen. Forscher zeigen in einer neuen Studie, auf welchem molekularen Weg die Infektion zu chronischen Erkrankungen des Gefäßsystems beiträgt.
Publikation:
Reinhardt, Barbara et al. (2014): Human cytomegalovirus infection impairs endothelial cell chemotaxis by disturbing VEGF signaling and actin-polymerization. In: Cardiovascular Research. Online veröffentlicht am 16. September 2014. Doi: 10.1093/cvr/cvu204

Welche Rolle Spins bei OLED spielen

Wie gelingt es Vögeln, das Magnetfeld der Erde wahrzunehmen? Eine mögliche Antwort auf diese lang umstrittene Frage bietet nun ein einfaches Modell, das auf den aus Handydisplays bekannten organischen Leuchtdioden (OLEDs) basiert. Ein Forscherteam von der Universität Regensburg und der University of Utah (USA) hat erstmals gezeigt, dass sich der Strom einer OLED auch mit kleinsten magnetischen Feldern schalten lässt. Diese Felder entsprechen einer Energie, die über eine Millionen Mal geringer ist als die Wärmeenergie bei Raumtemperatur.
Original-Titel der Publikation:
Room-temperature coupling between electrical currents and nuclear spins in OLEDs, Fachjournal “Science”, Vol. 345/1487

Der Artikel im Netz unter:
http://m.sciencemag.org/content/345/6203/1487.abstract

Bestäubung ist wichtig für Mikronährstoffe

Menschen aus Gebieten, in denen die landwirtschaftliche Produktion stark von Bestäubung abhängig ist, leiden mit einer dreimal höheren Wahrscheinlichkeit als andere an einem Mikronährstoffmangel. Das hat ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam unter der Leitung von Alexandra-Maria Klein, Professorin für Naturschutz und Landschaftsökologie an der Universität Freiburg, gezeigt.
Originalpublikation:
Rebecca Chaplin-Kramer, Emily Dombeck, James Gerber, Katherine Knuth, Nathan Mueller, Megan Mueller, Guy Ziv, Alexandra-Maria Klein (2014): Global Malnutrition Overlaps with Pollinator-Dependent Micronutrient Production. Proc. R. Soc. B. 281. doi: 10.1098/rspb.2014.1799

Ist es auf dem Land wirklich so schön?

Weitläufige Gärten, Wildblumensträuße auf Holztischen, Sonnenaufgänge über Ackerflächen, die ein einsamer, aber glücklicher Landwirt gerade bestellt. So präsentiert sich das Landleben in vielen Zeitschriften. Welche Gründe es für die Renaissance des Landlebens gibt und ob das Leben auf dem Land tatsächlich so idyllisch ist, erforscht Marc Redepenning, Inhaber des Lehrstuhls für Kulturgeographie an der Universität Bamberg.

Batterie lädt sich durch Schütteln auf

Ein Pariser Start-up hat eine Technologie entwickelt, mit der sich ein Gerät durch einfaches Schütteln aufladen lässt.
Webseite von Pilo : http://www.pilo.cool/

Weniger Eis in der Arktis, mehr Eis in der Antarktis

Die Meereisfläche in der Arktis ist in diesem Jahr auf ein Sommerminimum von etwa 5,0 Millionen Quadratkilometern zurückgegangen. Dieser Wert liegt rund 1,6 Millionen Quadratkilometer über dem Negativrekord aus dem Jahr 2012, bestätigt aber nach Einschätzung der Meereisphysiker Marcel Nicolaus vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) und Lars Kaleschke vom Hamburger Exzellenzcluster für Klimaforschung (CliSAP) den langfristigen Abwärtstrend in der Arktis. Die Winter-Eisdecke des Südpolarmeeres dagegen ist auf eine Fläche von 20,0 Millionen Quadratkilometern angewachsen, berichten die Wissenschaftler. Sie übertrifft damit das 30-Jahre-Maximum aus dem vergangenen Jahr.

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