WWWW vom 9.2.2015: Sprachen mit Gesten lernen und was auf Facebook läuft

Es gibt nicht eine Sprungtechnik für alle

skisprung
In der Weltspitze des Skisprungs fällt auf: Athleten mit ähnlichen Sprungweiten nutzen unterschiedliche Flugtechniken. Diese Beobachtung machte Prof. Dr. Wolfram Müller vom Institut für Biophysik in Graz bei den Olympischen Winterspielen 2002. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Biophysik und dem Institut für Bioengineering (IfB) der FH Aachen führte Jung deshalb erstmals Optimierungsstudien im Skisprung durch, welche die individuellen Eigenschaften der Athleten einbeziehen.

Weitere Informationen:
http://www.fh-aachen.de/topnavi/presse/pressemitteilungen/

Fitte Kinder haben später besseren Blutdruck

Kinder, die körperlich aktiv sind, beeinflussen positiv ihren Blutdruck. Dies zeigt eine neue Studie, die untersucht hat, wie sich körperliche Aktivität und sitzendes Verhalten auf den Blutdruck bei Kindern auswirken. Sie basiert auf Daten von Kindern aus acht europäischen Ländern, die am EU-Projekt IDEFICS teilgenommen hatten.
Publikation:
“Incidence of high blood pressure in children – Effects of physical activity and sedentary behaviors: The IDEFICS study: High blood pressure, lifestyle and children.”
de Moraes AC, Carvalho HB, Siani A, Barba G, Veidebaum T, Tornaritis M, Molnar D, Ahrens W, Wirsik N, De Henauw S, Mårild S, Lissner L, Konstabel K, Pitsiladis Y, Moreno LA; IDEFICS consortium. International Journal of Cardiology. 2015 Feb 1;180:165-70. doi: 10.1016/j.ijcard.2014.11.175. Epub 2014 Nov 26. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167527314023560

Facebook für den Gossip, Twitter für Politik

Worüber spricht das Web? Welche Themen werden am häufigsten geteilt? Und über welche Plattformen? Das untersuchen Forscher der TU Darmstadt und der TU Dresden in einer Langzeitstudie. Die Zahl der Nachrichten-Empfehlungen wuchs gegenüber 2013 auf mehr als das Doppelte. Am häufigsten geteilt: Berichte über Gewalt und Verbrechen – und ein zum Nachdenken anregendes Zeitgeist-Video aus dem Bielefelder Hörsaal-Slam.

Studie „Development of the Social Network Usage in Germany since 2012“

Essigsäure-Rezeptoren wichtig bei Diabetes

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel, weil die Zellen des Körpers nicht mehr empfindlich genug für Insulin sind oder die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin freisetzt. Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben nun entdeckt, dass die sogenannten FFA2- und FFA3-Rezeptoren die Insulinfreisetzung hemmen. Diese Rezeptoren werden durch Essigsäure aktiviert, die unter anderem von den Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird.
Originalveröffentlichung:
Cong Tang, Kashan Ahmed, Andreas Gille, Shun Lu, Hermann-Josef Gröne, Sorin Tunaru & Stefan Offermanns
Loss of FFA2 and FFA3 increases insulin secretion and improves glucose tolerance in type 2 diabetes
Nature Medicine, 2015

Gesten helfen sich Vokabeln zu merken

„Atesi“ – was klingt wie ein Wort aus der Elben-Sprache im Film Herr der Ringe, ist „vimmisch“ und bedeutet „Gedanke“. Mit Vimmi, einer eigens für wissenschaftliche Studien entwickelten Kunstsprache, haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig untersucht, wie sich Menschen am besten Vokabeln einer fremden Sprache einprägen können. Den Forschern zufolge fällt das Vokabellernen leichter, wenn das Gehirn ein Wort mit unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen verknüpfen kann.

http://www.mpg.de/8930937/vokabel-lernen-gesten

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