WWWW vom 16.3.2015: Roboter vertreten Studenten und helfen bei der Weinlese

Roboter vertritt kranken Studenten

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Das LearningLab, ein gemeinsames pädagogisches Innovationslabor der Ecole centrale de Lyon und der EMLyon (Business school), hat einen Telepräsenz-Roboter entwickelt, damit Schüler/Studenten, die im Krankenhaus liegen, trotzdem am Unterricht teilnehmen können. Jedoch reichen die möglichen Anwendungen weit über die Welt der Bildung hinaus.
Quelle: “Un robot comme camarade de classe”, Artikel aus Les clés de demain – 02.03.2015 –http://lesclesdedemain.lemonde.fr/education/un-robot-comme-camarade-de-classe_a-..

Roboter hilft bei der Weinlese

Das nationale Forschungsinstitut für Agrar- und Umwelttechnik (IRSTEA) hat auf der internationalen Agrarmesse von Paris (Salon international de l’agriculture, 21.02 – 01.03.2015) den neuen Roboter “Baudet-Rob” präsentiert. Die Ingenieure wollen ihn als tragfähigen autonomen Assistenten bei der Feldarbeit einsetzen. Er wäre insbesondere für den Wein- und Obstanbau geeignet.
Webseite von Effidence (auf Englisch und Französisch): http://effistore.effidence.com

Schwarze Löcher auch in komplezen Systemen berechenbar

Schwarze Löcher sind erstaunlich einfache Himmelskörper, welche nur durch ihre Masse, ihre Rotation und ihre elektrische Ladung charakterisiert werden. Norman Gürlebeck, Wissenschaftler am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM), ist es gelungen diese erstaunliche Einfachheit schwarzer Löcher auch in komplexen astrophysikalischen Situationen zu beweisen, worüber am 03. April 2015 in der Fachzeitschrift Physical Review Letters berichtet wird. Die Erwartungen an diese Entdeckung sind hoch: sie erlaubt den direkten Nachweis der Existenz schwarzer Löcher mit Hilfe von Gravitationswellen sowie Tests der Grundlagen der Gravitationstheorie.

Zusammenfassung und Volltext des wissenschaftlichen Artikels:

https://journals.aps.org/prl/accepted/40074Yc6I731354154cc21e2620a83227ec611919

http://arxiv.org/abs/1503.03240

Ohren können auch Schall entsenden

Die meisten von uns ahnen nicht, dass die menschlichen Ohren – und diejenigen vieler Tiere – nicht nur hören, sondern auch selbst Schall aussenden können. Diese unhörbaren Töne, sogenannte otoakustische Emissionen, erzeugt das Ohr entweder ohne äußere Einwirkung oder aufgrund gezielter akustischer Reize. Dass sich die Emissionen bei Menschen, Vögeln und Echsen ungeachtet der sehr unterschiedlichen Innenohren verblüffend ähneln, hat ein Forscherteam herausgefunden.
„Salient features of otoacustic emissions are common across tetrapod groups and suggest shared properties of generation mechanisms“, by Christopher Bergevin, Geoffrey A. Manley, and Christine Köppl, PNAS.
http://www.pnas.org/content/early/2015/03/02/1418569112

Geschmacksreize bis ins Hirn verfolgt

Unter Führung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) ist es nun Wissenschaftlern erstmals gelungen, anhand von neuronalen Aktivitätsmustern des menschlichen Gehirns vorherzusagen, ob eine Person etwas Süßes, Salziges, Saures oder Bitteres schmeckt. Wie die Forscher zudem zeigen, erreichen die über die Zunge wahrgenommenen Geschmackssignale sehr viel schneller das Gehirn als angenommen. Sie zählen somit zu den ersten neuronalen Informationen, die zum Gesamtgeschmackseindruck beitragen, der auch durch andere Sinne wie zum Beispiel den Geruchssinn geprägt ist.
http://www.dife.de

Kinder von alten Eltern haben weniger Kinder

Sich in höherem Alter fortzupflanzen kann Risiken bergen, die das eigene Leben sowie das der Kinder beeinträchtigen, wie beispielsweise eine geringere biologische Fitness der Nachkommen. Diese am Menschen und in Laborexperimenten an Tieren gewonnene Erkenntnis hat nun erstmals ein Forscherteam vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen zusammen mit Kollegen aus England und Neuseeland in einer Langzeitstudie an wildlebenden Tieren nachgewiesen. Sie fanden in einer Haussperling-Population, dass Nachkommen von alten Eltern selbst weniger Nachwuchs produzieren. Dieser generationenübergreifende Effekt ist wichtig für das Verständnis der Evolution von Langlebigkeit.

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