WWWW vom 16. April 2006: Judasevangelium (Comment #6)

<p>Der Podcast war plötzlich in meiner Aboliste in iTunes, weil du netterweise den Podcastschau-Feed umgestellt hast… heißt das, dass es davon in Zukunft nichts mehr gibt?</p>

<p>Ansonsten ist dies eine interessante Folge. Auch wenn ich nicht überall zustimmen kann (so ist eben noch nicht geklärt, ob nicht das Matthäus- und der Vorläufer des Johannes-Evangeliums vielleicht doch von den genannten Jüngern geschrieben wurden.) Letzteres Evangelium nimmt übrigens in Bezug zu den Gnostikern eine interessante Rolle ein: Vom Schreibstil erinnert es sehr an die gnostischen Schriften, was den Satzbau und so weiter angeht, inhaltlich lehrt es aber den liebenden Gott mehr als jedes andere Buch der Bibel (Joh. 3:16).<br />
Das Erscheinungsdatum dieses Buches wird auf um 100 n.Chr. geschätzt, was auch nie ernsthaft bestritten wird. Vom Aufbau ist allerdings zu vermuten, dass es eine Urfassung gab, die eine Endredaktion bearbeitet hat. Diese Urfassung spricht davon, dass sie von dem Jünger geschrieben worden sei, den Jesus besonders lieb hatte. Das wird am Ende nochmal von der Endredaktion bestätigt, dass das Werk wirklich von ihm stammt; daraus interpretierte man eben den Johannes. Ob er es wirklich war, ist nicht klar – wenn auch naheliegend – dass die Urform jedoch von einem Jünger stammt, kann man so ziemlich genau erahnen.</p>

<p>So, was gibts sonst noch… keine Ahnung. Könntest mal eine Episode über das Enneagramm machen, falls dir das wissenschaftlich genug ist.</p>

<p>Gruß, Nathanael vom SchrottCast</p>

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