WWWW vom 5.10.2015: Unscharfe Wolken und Glassholes

Was Wolken an den Rändern machen

Von der Erde aus betrachtet haben Wolken oft erstaunlich scharfe Ränder. Könnte man sie aber aus der Nähe betrachten, würde man viele weiße Strudel erkennen, die kurz darauf wieder verschwinden. Diese Veränderungen weisen darauf hin, dass sich am Wolkenrand trockene Luft mit Luft vermischt, die kleine Wassertröpfchen enthält. Einen solchen Mischprozess haben Wissenschaftler der Michigan Technological University, der Universität Mainz und des Max-Planck-Instituts für Chemie sowie des National Center for Atmospheric Research in Boulder (NCAR), USA nun erstmalig mithilfe holografischer Messungen untersucht.

Heilung für trockene Schleimhäute in Sicht

Die Schleimhäute in Mund, Magen, Darm und im Augenbereich bilden eine Schutzschicht, um Reibung und das Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern. Den Hauptbestandteil des Schleims bilden die sogenannten Mucine, die Wassermoleküle binden. Sind die Mucine allerdings beschädigt, können sie diese Eigenschaft verlieren. Wissenschaftler um Prof. Oliver Lieleg von der Technischen Universität München (TUM) haben einen Weg gefunden, die defekten Moleküle wieder zu reparieren.
Originalpublikation:

T. Crouzier, K. Boettcher, A.R. Geonnotti, N.L. Kavanaugh, J.B. Hirsch, K. Ribbeck, and O. Lieleg, „Modulating mucin hydration and lubrication by deglycosylation and polyethylene glycol binding“; Advanced Materials Interfaces; DOI: 10.1002/admi.201500308

Link zur Publikation:
http://dx.doi.org/10.1002/admi.201500308

Wie man Datenbrillen verbessern kann

Thomas Wanhoff mit Google Glass
Thomas Wanhoff mit Google Glass

Mit technischen Systemen interagieren und dabei die Hände frei haben: Datenbrillen, z.B. Google Glass oder Epson Moverio, versprechen grundsätzlich großes Potential für Job und Lebensalltag. Mögliche Anwendungsbereiche reichen von der Kommunikation im Büro über den gezielten Informationsabruf in der Fertigungshalle bis hin zum mobilen Datenzugriff zuhause und unterwegs. Dennoch reagieren viele potenzielle Nutzerinnen und Nutzer mit Ablehnung oder haben zumindest Bedenken. Warum das so ist, haben Passauer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersucht – und daraus Empfehlungen entwickelt, was Hersteller künftig beachten können, um eine größere Akzeptanz der Brillen zu erreichen.
Weitere Informationen:
http://Weitere Informationen zur Untersuchung – http://www.eislab.net/dataglasses.html

Forscher bestimmen Farben von fossilen Fledermäusen

Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstitutes in Frankfurt haben gemeinsam mit internationalen Kollegen erstmalig die Farbe eines fossilen Säugetiers bestimmt. Anhand von konservierten Melanin konnten die Forscher nachweisen, dass zwei 48 Millionen Jahre alte Fledermäuse aus der Grube Messel zu Lebzeiten rötlich-braunes Fell hatten. Die entwickelte Methodik erlaubt es weitere Farben fossiler Tiere zu bestimmen.

Erstmals Vakuum-Fluktuation direkt beobachtet

Welche Eigenschaften hat das Vakuum, das absolute Nichts? Physiker gingen bislang davon aus, dass es nicht möglich sei, die Eigenschaften des Nichts – des Grundzustandes des leeren Raumes – direkt zu vermessen. Einem Team von Konstanzer Physikern um Prof. Dr. Alfred Leitenstorfer ist nun durch weltweit führende optische Messtechniken genau dies gelungen. Mit Lichtimpulsen, die kürzer sind als eine halbe Lichtschwingung im untersuchten Spektralbereich, konnten sie sogenannte Vakuum-Fluktuationen beobachten.
Originalpublikation:
C. Riek, D. V. Seletskiy, A. S. Moskalenko, J. F. Schmidt, P. Krauspe, S. Eckart, S. Eggert, G. Burkard, and A. Leitenstorfer: „Direct Sampling of Electric-Field Vacuum Fluctuations“
Online-Version ab 1. Oktober 2015 in Science Express unter:http://www.sciencemag.org/content/early/recent

Wie Froschzungen kleben und sich lösen

Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Funktionelle Morphologie und Biomechanik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) haben erstmals gezeigt, was beim Kontakt einer Froschzunge mit einer Oberfläche passiert. Dabei fanden sie Übereinstimmungen mit herkömmlichem Klebeband.
Thomas Kleinteich and Stanislav Gorb. Frog tongue acts as muscle powered
adhesive tape. R. Soc. open sci. 2: 150333.
Link: http://dx.doi.org/10.1098/rsos.150333

PODCASTEMPFEHLUNG

Proton Podcast ist ein Podcast über Wissenschaft und Musik. Detlef Breitenbach, Sven Gaedtke und Uli Gebhardt sind die Macher und man kann sie unter http://proton-podcast.de/ hören. Viel Spaß dabei!

2 thoughts on “WWWW vom 5.10.2015: Unscharfe Wolken und Glassholes”

  1. es wäre gut, wenn Podcasthinweise buchstabiert werden, ist für erblindete Hörer wichtig, k
    ann selbst leider keine Mail empfangen, nur SMS, Deutschland 015772981672, würde auch gerne mal nach Thailand kommen, wegen unterhalten und So, muß wegen erblindung nur irgendwie geplant werden, Gruß Bremmel…

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