WWWW vom 14.12.2015: Smog, Artenvielfalt und Stürme

UPDATE: In der zweiten Hälfte scheint der Ton ein Problem zu haben. Es liegt an der Aufnahme, Hindenburg hat Mist gebaut. Ich muss das wohl morgen nochmal aufnehmen. Sorry.

Deutsche Forscher untersuchen Smog in China

pekingsmog
Der Smog-Alarm in dieser Woche in Peking zeigt, wie brisant das Thema Luftverschmutzung in der chinesischen Hauptstadt ist. Welche Faktoren die Luftqualität in der Megametropole bestimmen, untersuchen Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bereits seit zehn Jahren. In der Arbeitsgruppe Umweltmineralogie und Umweltsystemanalyse um Professor Stefan Norra befassen sich die Forscher unter anderem mit der Entwicklung der Feinstaubbelastung.
Details zum KIT-Zentrum Klima und Umwelt: http://www.klima-umwelt.kit.edu

Ist der Ruf erst ruiniert…

Im September kam heraus, dass Volkswagen bei der Messung des Schadstoffausstoßes seiner Autos manipuliert hat. Wie wirkt sich der Skandal auf das Vertrauen in Volkswagen und die Automobilbranche allgemein aus? Und gelingt es Volkswagen, den Schaden zu begrenzen? Diesen Fragen geht eine Studie des Zentrums für empirische Kommunikationsforschung (ZEK) an der DHBW Ravensburg nach. Mehr als 400 Personen machten bei der Umfrage mit.

Weitere Informationen:
http://www.dhbw-ravensburg.de

Neue Anlage recycled E-Auto-Batterien

An der Technischen Universität Braunschweig wurde gerade eine Demonstrationsanlage zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien eingeweiht. In dieser Anlage werden Batterien aus Elektroautos demontiert, entladen, so aufbereitet, dass mit der neuentwickelten und von namhaften Konsortialpartnern mehrfach zum Patent angemeldeten Verfahren Recyclingquoten von über 75 Prozent pro Batteriesystem ermöglicht werden.

Weniger Stürme ist auch nicht gut

Die Abnahme der Sturmaktivität in Europa, Russland, China und weiten Teilen der USA kann sich auf dortige Wetterextreme auswirken – Kälte im Winter, Hitze und Trockenheit im Sommer. Das zeigt eine neue Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die beobachteten Änderungen der Sturmaktivität stehen vermutlich im Zusammenhang mit anderen Änderungen in der atmosphärischen Dynamik, wie etwa dem Jetstream – einem Band starker Höhenwinde um die nördliche Hemisphäre.
Artikel: Lehmann, J., Coumou, D. (2015): The influence of mid-latitude storm tracks on hot, cold, dry and wet extremes. Nature Scientific Reports [DOI 10.1038/srep17491]

Artenvielfalt möglicherweise unterschätzt

Viele der bisherigen Studien zur globalen Artenvielfalt sind ungenau. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe, die unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und Beteiligung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle – Jena – Leipzig (iDiv) eine Langzeitstudie zur Artenvielfalt in subtropischen chinesischen Wäldern durchgeführt hat. Die Studie zeigt, dass die globale Biodiversität möglicherweise um bis zu 50 Prozent unter- oder überschätzt wird, wenn ihre Erfassung wie bisher oft auf wenigen Gruppen von Arten basiert.
Direkt zur Studie: http://dx.doi.org/10.1038/ncomms10169
Publikation:
Schuldt, A., Wubet, T., Buscot, F., Staab, M., Assmann, T., Böhnke-Kammerlander, M., Both, S., Erfmeier, A., Klein, A.M., Ma, K.P., Pietsch, K., Schulze, S., Wirth, C., Zhang, J.Y., Zumstein, P. & Bruelheide, H. (2015): Multitrophic diversity in a biodiverse forest is highly nonlinear across spatial scales. – Nature Communications 6: 10169. DOI: 10.1038/ncomms10169.

Forschungsgruppe untersucht rhetorische Fragen

Die Universität Konstanz erhält eine neue Forschergruppe. Sie trägt den Titel „Questions at the Interfaces“ (dt. „Fragen an den Schnittstellen“) und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von April 2016 bis März 2019 mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert. Der Forschungsverbund geht der Struktur von Fragen nach, vor allem sogenannten nicht-kanonischen Fragen wie rhetorischen Fragen oder Fragen, die an sich selbst gerichtet sind.

3 thoughts on “WWWW vom 14.12.2015: Smog, Artenvielfalt und Stürme”

  1. Hört sich lustig an 🙂
    Neu aufnehmen lohnt aber meines Wissens nicht, da die meisten Hörer die Datei schon in ihren Playern gehört haben und es glaub ich nicht viele Leute gibt die diese Episode in einigen Monaten nochmal hören wollen.

    Der Teil am Ende mit der Militärregierung kannst du ja einfach in der nächsten Sendung nochmal kurz wiederholen. Der Rest davor war eigentlich noch ganz gut zu verstehen.

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