WWWW vom 19.1.2016: Fadenwürmer und Quasare

Neue Fadenwürmer: Sehen anders aus aber gleich Art

Ein Team um Prof. Ralf Sommer und Dr. Matthias Herrmann vom Max-Planck-Institut (MPI) für Entwicklungsbiologie in Tübingen, das seit 8 Jahren zu Forschungsarbeiten auf die Insel La Réunion kommt, hat dort neue winzige Fadenwürmer entdeckt. Sie leben im Inneren von wilden Feigen und sehen auf den ersten Blick völlig unterschiedlich aus. Zur Überraschung der Wissenschaftler handelt es sich aber um eine einzige Wurm-Art, die fünf verschiedene Mundformen annehmen kann. Die Fadenwürmer sind genetisch völlig identisch. Lediglich ihre Nahrungsquelle entscheidet über die Mundform.
Originalpublikation:
Susoy et al. Science Advances 2016;2:e1501031 (15 January 2016)

Quasar W2246-0526 ist stürmischer als andere

Quasar w2246
In der leuchtkräftigsten uns bekannten Galaxie im Universum – dem Quasar W2246-0526, der für uns nur zu einem Zeitpunkt beobachtbar ist, als das Alter des Universums weniger als 10% des heutigen betrug – geht es so stürmisch zu, dass die Galaxie dabei ist, ihren gesamten Vorrat an Gas auszustoßen, den sie für die Sternentstehung benötigt. Dies geht aus neuen Beobachtungen mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) hervor.

Wie Fressverhalten gesteuert wird

Mit Untersuchungen am Modellorganismus der Fruchtfliege – Drosophila melanogaster – haben Biologen der Universität Heidelberg neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie Fressverhalten kodiert und gesteuert wird.
Originalveröffentlichung:
J. Friedrich, S. Sorge, F. Bujupi, M.P. Eichenlaub, N.G. Schulz, J. Wittbrodt and I. Lohmann: Hox Function is required for the Development and Maintenance of the Drosophila Feeding Motor Unit. Cell Reports (published online 14 January 2016), doi:10.1016/j.celrep.2015.12.077

Größe für Anpassung kein Hauptfaktor

Wissenschaftler des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt haben gemeinsam mit einem internationalen Team verschiedene Anpassungsstrategien von Säugetieren und Vögeln an Temperaturänderungen untersucht. Dabei konnten sie die seit gut 60 Jahren geltende Annahme widerlegen, dass vor allem die Größe der Tiere für die Anpassung ausschlaggebend sei.

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