WWWW vom 22.8.2016: Ein Gewinnspiel, Erosion, Tektonik und Hecken auf Madagaskar

9783550081149_coverHeute gibt es was zu gewinnen: Ich habe vom Ullstein-Verlag 5 Bücher des Autoren Idan Ben-Barak bekommen, der das Buch “Warum sind wir eigentlich noch nicht tot?’ geschrieben hat. Es ist ein unterhaltsam geschriebenes Sachbuch zum Thema Immunsystem. Ben-Barak macht gerade seinen PhD in Australien. Im Buch geht es durchaus im Details, wie rheumatoide Arthritis, Diabtetes Typ 1 oder Multiple Sklerose, oder wie Grippeerreger ihren Weg in den Körper finden. Es ist kein Forschungsbericht, aber man bekommt am Ende ein besseres und ausgewogeneres Verständnis unseres Immunsystems.

Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, schickt mir BIS 31.August (Einsendeschluss) entweder eine Email an wanhoffs.wissenschaft@gmail.com oder eine twitter-DM (@wanhoffswissen) oder eine Nachricht auf Facebook mit NAME UND ADRESSE. Die Gewinner werden benachrichtigt. Die Bücher sind nicht als E-Book als Gewinn erhältlich.

So, und jetzt zur Wissenschaft:

Tektonik schlägt Erosion

Das Erscheinungsbild der Landschaft wird geprägt von einer Interaktion zwischen Klima, sogenannten Oberflächenprozessen – etwa Erdrutschen oder Flusserosion – und der Tektonik. In einigen Regionen der Erde sind diese Oberflächenprozesse so stark, dass Forscheren sogar annahmen, sie könnten die Entwicklung der Tektonik beeinflussen. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern um die Kölner Geographin Dr. Georgina King konnte das nun mit einer neuen Methode im östlichen Himalaya widerlegen.

Die Spätfolgen des Sauren Regens

Der Bayreuther Forscher Andreas H. Schweiger zeigt in seiner Doktorarbeit, wie die Schäden, die der ‚saure Regen‘ in den 1980er Jahren im Fichtelgebirge und im Frankenwald angerichtet hat, bis heute nachwirken. Einige Jahrzehnte später können sie – in Wechselwirkung mit neuen Umwelt- und Klimafaktoren – unerwartet zu einer Verschärfung ökologischer Herausforderungen beitragen.

Babys lernen Töne von der Mutter

Schon das erste Schreien von Neugeborenen trägt Spuren der Muttersprache. Das zeigt sich offenbar besonders deutlich, wenn es sich um Tonsprachen handelt, bei denen die Tonhöhe oder der Tonhöhenverlauf die Bedeutung von Wörtern bestimmen. Dies konnten chinesische und deutsche Wissenschaftlerunter Federführung durch die Uni Würzburg jetzt an neugeborenen Babys aus China und Kamerun zum ersten Mal zeigen.
Fundamental frequency variation within neonatal crying: Does ambient language matter? Kathleen Wermke, Johanna Teiser, Eunice Yovsi, Paul Joscha Kohlenberg, Peter Wermke, Michael Robb, Heidi Keller & Bettina Lamm. Speech, Language and Hearing,http://dx.doi.org/10.1080/2050571X.2016.1187903

Beta-Wellen helfen beim Vokabel-Lernen

Leistungssteigerung beim Sprachenlernen mithilfe von Hintergrundmusik ist ein Thema, das Forscherinnen und Forscher seit Jahrzehnten beschäftigt. Neuere Befunde legen nahe, dass Persönlichkeitseigenschaften wie z.B. Introvertiertheit sowie Art bzw. Kontext der Aufgaben eine bedeutsame Rolle spielen. Ob es Musik gibt, die bei kognitiven Aufgaben wie dem Lernen von Vokabeln leistungsfördernd wirkt, ist weiter umstritten. Dr. Mats Küssner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) konnte nun gemeinsam mit Kolleginnen der Universität von Amsterdam zeigen, dass Vokabeln besser im Gedächtnis bleiben, wenn mehr von einer bestimmten Hirnaktivität vorherrscht – ein Effekt der unabhängig von Hintergrundmusik gemessen wurde.

Originalpublikation:
Mats B. Küssner, Annette M. B. de Groot, Winni F. Hofman, Marij A. Hillen: “EEG Beta Power but Not Background Music Predicts the Recall Scores in a Foreign-Vocabulary Learning Task”:http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0161387

Hecken für Madagaskar

Weltweit ist ein stetiger Verlust von Tier- und Pflanzenarten zu beobachten. Vor allem auf Madagaskar, das als sogenannter „Hotspot der Biodiversität“ gilt, sind einzigartige Tiergemeinschaften von dramatischen, durch Menschen hervorgerufenen, Rückgängen ihres natürlichen Lebensraums bedroht. Wie dem entgegengewirkt werden kann, hat ein Forscherteam der Universität Hamburg untersucht und die Ergebnisse nun im „Journal of Applied Ecology“ veröffentlicht.

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