WWWW vom 7.11.2016: Neuer Versuch der Datenbrille und ein alter Skink

Neue Datenbrille verbraucht weniger Strom

img_20140823_114445Datenbrillen spielen über ein kleines Display Informationen oder Bilder auf das Auge, die über eine Funkverbindung vom Brillengestell empfangen werden. Der große Vorteil: Mit der Datenbrille bleiben die Hände frei – ein Smartphone hingegen muss man in die Hand nehmen. Trotz solcher Vorteile haben Datenbrillen den Durchbruch noch nicht wirklich geschafft. Das Problem: Die Displays verbrauchen viel Strom, weil für das Videobild viele Daten verarbeitet werden müssen. Ingenieure vom Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP in Dresden haben ein besonders Energie sparendes und zugleich sehr helles Display entwickelt.

Alte Reptilien schlummern im Museumskeller

Lange Reise auf kurzen Beinen: Wissenschaftler aus der Bundesrepublik und den USA haben ein historisches Tierpräparat aufgespürt, anhand dessen vor mehr als hundertfünfzig Jahren eine australische Glattechsenart erstmals wissenschaftlich beschrieben worden war. Das Fundstück erwies sich als Teil einer bisher unentdeckt gebliebenen Sammlung einzigartiger Belegexemplare, die seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galten.
Sven Mecke & al.: Tracking a syntype of the Australian skink Anomalopus leuckartii (Weinland, 1862): ‘lost’ treasures in the Senckenberg Natural History Collections Dresden highlight the importance of assessing and safeguarding natural history collections, Vertebrate Zoology 66/2 (2016), 169-177

Neue Funktion von Cholesterin gefunden

Cholesterin kann wichtige Proteine so zu Paaren binden, dass humane Zellen auf äußere Signale reagieren. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben diese Vorgänge mittels Computersimulationen tiefergehend untersucht. Das Forschungsjournal PLOS Computational Biology* hat die Ergebnisse der Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Biotechnik nun in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht.

Vegane Ernährung macht nur Säugetiere groß

Wer sich ausschließlich von Pflanzen ernährt, braucht einen größeren Magen als Fleischfresser, weil sich die faserreiche Nahrung nur schwer verdauen lässt. Diese Regel wurde bislang für Wirbeltiere angenommen. Doch die Studie eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung der Universität Bonn zeigt: Der Lehrsatz lässt sich nur auf Säugetiere anwenden. Dinosaurier folgen dagegen ihren eigenen Regeln.
Publikation: Reconstruction of body cavity volume in terrestrial tetrapods, Journal of Anatomy, DOI: 10.1111/joa.12557

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