WWWW vom 10.FEbruar 2008: Wissenschaftsnachrichten

Die Themen heute:
Was haben die Riesen-Dinos eigentlich gegessen und warum konnten sie überhaupt überleben? Bonner Forscher haben den Magen nachgebaut.

Forscher auf der Polarstern haben sich den Kohlendioxid-Kreislauf im südlichen Ozean genauer angeschaut – und Veränderungen festgestellt.

Traurige Menschen geben mehr Geld aus

Fraunhofer-Mitarbeiter haben Deutschlands Plakatwände kartiert – Werber können jetzt besser buchen

Brennstofzelle für unterwegs – 14 Stunden Betrieb, 400 Dollar kostet das Gerät in den USA

Insulin zum Einatmen: Wissenschaftler in Wales haben ein neues Verfahren entwickelt, um ein Insulinspray herzustellen.

Bidoversität: Wie zyklische Konkurrenz einen Einfluss auf Populationen haben kann

IN EIGENER SACHE: Wer einen sachdienlichen Tip hat, warum ich keine Umlaute in den Feeds habe bzw. wie man das Problem lösen kann, möge sich bitte melden (Danke Hr. Kiffmeyer für den Hinweis)!

12 thoughts on “WWWW vom 10.FEbruar 2008: Wissenschaftsnachrichten”

  1. Hallo Herr Wannhoff,

    danke für die freundliche Nennung 🙂

    diesmal schicke ich keine Mail, sondern lasse hier wieder einen Kommentar, damit andere das auch lesen können. Sonst habe ich angesichts der Audioqualität der heutigen Ausgabe Sorge, dass manche Leser einen falschen Eindruck von meinen “guten” Ratschlägen bekommen. 🙁 nein, ist nur ein Witz 😉 😀

    Also, anders als von Ihnen diesmal gesagt, habe Sie diese Ausgabe mit 32 kbps komprimiert, nicht mit 64. Das hört sich – finde ich – diesmal ziemlich scheusslich an. :/ Da ist wohl was schiefgegangen, beim Versuch es mal mit iTunes zu versuchen. Lame ist sowieso besser, liefert angeblich gerade bei Sprachaudio bessere Qualität. Ich weiss nicht, ob man mit einem Open-Source-Programm auch ein Bild integrieren kann, frage aber mal nach. Versuchen Sie doch mal, mit den in einer der eMails genannten Einstellungen mit lame direkt zu encodieren. Aus Audacity lineares wav exportieren, und dann auf der Befehlszeile (ja, das gibt es auch auf dem Mac 😉 folgendes eingeben:
    lame -m m -b 64 -v -h infile outfile
    infile und outfile stehen für die Namen der Dateien. Ich kann das jetzt gerade nicht testen, melde mich aber dazu mal per eMail.

    Das Problem mit den Flashplayern habe ich bereits angesprochen, hierbei sind meines Wissens gerade Vielfache von 11025 Hz nötig, um diesen Effekt zu verhindern. Die Deutschlandradio-Audios (48 kbps bei 22,05 kHz encodiert) laufen bei mir im Flash-Audioplayer vom Googlereader sehr gut.

    Dann haben Sie noch eine Kleinigkeit missverstanden, und zwar ist die Dateigrösse _nicht_ abhängig von der Auflösung (z.B. 44,1 kHz) mit der encodiert wird. Diese wird nur durch die Bitrate determiniert. (32,48,64 … kbps). Interessanterweise wird die Qualität bei Sprachaufnahmen voraussichtlich _besser_ wenn sie mit _geringerer_ Frequenz encodieren. Warum? Weil unsere Stimme die hohen Frequenzen gar nicht liefert, und damit diese Frequenzen auch nicht in die geringe, zur Verfügung stehende Bandbreite gepresst werden muss.
    Also, Fazit: versuchen Sie doch bitte folgende Werte für die Komprimierung (Zitat nach Andreas Klug von http://www.mediensyndikat.de)
    “ich empfehle aus meiner rundfunkpraxis als parameter pro monokanal in absteigender reihenfolge (bitte mono bei wortorientiertem programm!):
    64 kbit 44,1 khz
    48 kbit 32,05 khz (manche kollegen bevorzugen 22 khz)
    32 kbit 22,025 khz”

    Herzlichen Gruss, Holger Kiffmeyer

  2. Hallo Thomas,
    ich weiß nicht, wie weit Du mit meiner Bücherliste bist, aber aufgrund Deines Artikels zur Kauflust von traurigen Menschen muss ich Dir wärmstens “Growth Fetish” von Clive Hamilton empfehlen.
    Er beschreibt sehr einleuchtend, warum unsere Gesellschaft Menschen traurig halten MUSS: nämlich um die Waren zu verkaufen, die ihn wieder glücklich machen (weil glückliche Leute nichts kaufen, müssen sie zuerst unglücklich gemacht werden, um dann wiederum das Glück durch irgendwelche Produkte versprochen zu bekommen.
    Das ist der Mechanismus der Bedürfniserweckung (z.B. zurück an eine glückliche Kindheit), mit dem Versprechen einer Befriedigung durch ein Produkt (Margarine!!!). Faszinierend, immer wieder, aber auch ziemlich erschreckend (isnbesondere das Kapitel über Marketing hat mich total gepackt)!
    LG
    Monica

  3. Hallo Thomas,

    natürlich muss ich mich erstmal für den tollen Podcast bedanken.
    Ich finde ihn sehr informatif, leicht verständlich und dennoch nicht “unwissenschaftlich” wie man es von einigen so genannten “Wissenschaftssendungen” ala “Welt der Wunder” kennt.

    Warum ich dir schreibe ist allerdings deine neue Kompression.
    Ich fand die alte schon recht schrecklich (bin ein Freund hoher Audioqualität; und sehe eigentlich keinen Grund, eine Datei unter 128kbit/s zu verbreiten, da Hochgeschwindigkeitsinternet mittlerweile Standart ist, und MP3-Player mit weniger als 512MB schon sehr lange als “Antikes Material” gelten).
    Bei deiner 32kbit MONO – Methode stellt sich noch ein weiteres Problem dar: Die Audioinformationen bei Stereo-Kompression überlappen sich in vielen Bereichen, weshalb diese zusammengefasst abgespeichert werden (Mid-Channel) und nur die Differenzen zwischen der jeweiligen Seite und dem Mid-Channel gesondert abgespeichert werden müssen (side channel).
    Daraus ergibt sich, dass eine Mono-Datei, die die gleiche Kanalqualität wie die Stereo-Datei (z.B. 128kbit/s) haben soll, mehr als nur die Hälfte (>64kbit/s) der Bitrate haben muss.

    Falls du der Meinung bist, dass einige deiner Hörer auch einen Podcast mit niedriger Qualität benötigen, wäre es eventuell interessant, diesen in 2 verschiedenen Qualitätsstufen (48kbit/s Mono + 192kbit/s Stereo) auszustrahlen.

    Ich würde mich über ein Feedback sehr freuen.

    Mach weiter so; schöne grüße aus dem Saarland

    Christian

  4. Hmm, also, zunächst mal sorry für die 32 kbit/s. Ich wollte natürlich 64 haben, wenn man das aber bei iTunes einstellt, kommen nur 32 raus und daran hatte ich nicht gedacht. Jetzt habe ich zwei Hörer mir unterschiedlichen Anfragen. Der eine will eine möglichst kleine Datei, der andere möglichst hohe Qualität. Ich neige ja eigentlich zu 128kbit/s, weil es von der Datenmenge kein Problem mehr ist (wenn ich das hier in Kambodscha hochladen kann, sollte man es ja in Deutschland leicht runterladen können.)
    Zwei Qualitäten geht nicht, weil ich dann einen zweiten Feed einbauen muss, was nur verwirrt.
    Ich glaube eine einsame Entscheidung treffen zu müssen, dürfte wohl in Richtung 128kBit gehen, da bin ich auf der sicheren Seite. Aber wir können hier gerne noch was diskutieren zunächst.

  5. /me plädiert für größer!!
    Wenn ich beim Radfahren iPod höre, muss ich Deine Sendung überspringen, weil ich wg. des Verkehrslärms kaum noch was verstehe!
    LG
    Monica

  6. Hallo,

    die vorherige Sendung (nicht gestern) fand Ich ausreichend in der Qualität.
    Ich lade mir die Datei direkt von meinen Telefon, aber meist per wlan und nicht per umts, daher freu ich mich nur über einen schnellen Download, ganz wichtig ist es mir nicht.

    Holger

  7. Hallo Herr Wanhoff,

    erstmal sorry dafür, dass ich bisher ihren Namen falsch geschrieben habe (mit zwei n) 🙂

    Also, damit wir uns nicht falsch verstehen – ich plädiere nicht für eine möglichst kleine Datei. Mir waren diese 32 kbps zuletzt auch erheblich zu schlecht. Wenn schon 32 kbps, dann bitte auch 22,05 khz, das _verbessert_ die Qualität, das habe ich oben schon geschrieben. Ansonsten könnte man m.E. aber auch bei den 64 kbps bei 44,1 kHz bleiben, wie im vorletzten Beitrag, da habe ich persönlich keine störende Verschlechterung zu den 128 kbps von davor gemerkt.

    Ich bin auch ein Freund guter Audioqualität. Und genau da hat mein damaliger Kommentar, mit dem ich das Thema angestossen habe, angesetzt. Es tut mir leid, wenn ich das mal so deutlich aussprechen muss, aber ihr Podcast hörte sich bereits damals (bei 128 kbps und 44,1 kHz) subjektiv _wesentlich schlechter_ an als die Podcasts von Deutschlandradio, die mit 48 kbps bei 22,05 kHz komprimiert sind. Das liegt vor allem daran, dass Deutschlandradio mit Sicherheit bessere Aufnahmetechnik verwendet und professionelle Tontechniker einsetzt. Ausserdem machen die das nicht live, haben kein Hundegebell etc. pp. …. aber das finde ich persönlich eigentlich gar nicht so schlimm, das ist halt ein Liebhaberprojekt, da muss nicht alles perfekt sein.

    Herr Wanhoff, was bringt uns eine unsinnig gute Kompressionsqualität, wenn das Ausgangsmaterial es überhaupt nicht hergibt? Ich habe Sie bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass Sie zuerst einmal mindestens die Übersteuerung bei der Aufnahme herunterregeln sollten. Das Kreischen, das sie dadurch erzeugen, ist wesentlich störender als die Artefakte, die bei der Kompression entstehen. (Allerdings wird dieses Kreischen noch verstärkt durch die zuletzt übertriebene und falsch angewandte Kompression in diesem aktuellen Audio-Beitrag.)

    Darüber hinaus gibt es auch eine Reihe von sachlichen Gründen für eine optimierte Kompressionsrate, also nicht für eine möglichst geringe, sondern für eine Kompression, die an die Qualität des Ausgangsmaterials angepasst ist:

    1.) Auch wenn Sie selbst der Traffic nichts kostet, irgendjemand zahlt dafür. Seien es die armen Schweine, die immer noch keine Flatrate haben, die merken es direkt. Wir anderen zahlen halt pauschal für einen exponentiell wachsenden Traffic im Internet.

    2.) Ökologisch ist es auch bedenklich, weil mehr Traffic auch mehr Stromverbrauch der Server und damit mehr CO2 bedeutet. Und das Problem ist wirklich schon eklatant, ein guter Bekannter arbeitet hier im Rechenzentrum der Uni Basel und sagt, dass sie inzwischen 20mal mehr Strom verbrauchen als vor ein paar Jahren und inzwischen kann das nicht mehr aufgestockt werden, weil das Basler Stromnetz das nicht hergibt. Und das ist kein Einzelfall; Schätzungen sagen, dass inzwischen bereits 10% des Stromverbrauchs auf das Internet entfallen. Tendenz wie gesagt exponentiell steigend.

    3.) Es ist einfach unsinnig, eine Aufnahme, die in Mono erstellt wurde, mit Stereo zu komprimieren. Oder wollen Sie sagen, dass Sie Stereo-Mikrofone verwenden, um sich selbst, also einen einzelnen Sprecher, aufzunehmen?

    4.) Ein Sprachprogramm mit 192 kbps komprimieren? Und auch noch bei dieser Aufnahmetechnik? Entschuldigung, wenn ich das so deutlich sage, aber so ein Vorschlag zeugt von wenig Sachkenntnis. Christian, Sie verwechseln eine zu Archivierungszwecken _bei hochwertig aufgenommener_ Musik sinnvolle Datenrate mit dem, was zum Komprimieren von Wortprogramm für einen Amateur-mässig aufgenommenen Podcast sinnvoll ist. Sprache komprimiert zudem ganz anders als Musik. Mein Vorschlag an Christian: hören Sie doch einmal in irgendeinen der Podcasts von Deutschlandradio hinein (48 kbps, mono, 22,05 kHz) und vergleichen Sie die Qualität mit einer der alten Folgen von WWWW (128 kbps, stereo, 44,1). Das hört doch jeder, dass hier nicht die Kompression für die Audio-Qualität ausschlaggebend ist.
    http://www.dradio.de

    Deutschlandradio bietet übrigens als höchste Qualität 90 kbps (VBR) bei 44,1 kHz und in Stereo an. Allerdings nimmt dradio auch in Stereo auf, anders als Sie. Für die Mono-Komprimierung können Sie gerade noch mal 30 % Bandbreite abziehen, da sind sie etwa bei den 64 kbps, die sie das letzte mal verwendet haben.

    5.) Sie schreiben: “wenn ich das hier in Kambodscha hochladen kann, sollte man es ja in Deutschland leicht runterladen können.” Damit verkennen Sie, dass es immer noch grosse Gebiete weltweit – auch in Deutschlands Osten und ländlichen Gebieten – gibt, die nicht mit DSL ausgestattet sind. Selbst in den USA surfen immer noch etwa 40% mit Modems. Und sie selbst sagten ja, dass viele Hörer ihren Podcast gar nicht herunterladen, sondern mit Flashplayern direkt streamen. Das geht aber bei mehr als 64 kbps nur, wenn man dann auch mindestens DSL hat, sonst hat man Aussetzer. Deshalb bietet dradio beispielsweise auch die ogg-Streams in drei Qualitäten an: Modem (32 kbps) ISDN (56 kbps) und DSL (90 kbps).

    Zuletzt erlauben Sie mir bitte eine Anmerkung – ich finde es toll, dass Sie diesen Podcast machen. Ich verstehe auch, dass Sie sich im Moment technisch vielleicht auch etwas überfordert fühlen und nicht wissen, was Sie machen sollen. Bestimmt haben Sie mehr als genügend andere Dinge zu tun, und diese sind auch noch bezahlt oder machen mehr Spass als sich mit dieser trockenen Materie herumzuschlagen. Aber mit folgenden Aussagen von Ihnen bin ich wirklich nicht einverstanden:

    “Zwei Qualitäten geht nicht, weil ich dann einen zweiten Feed einbauen muss, was nur verwirrt.”

    Sie unterschätzen ihre Hörer. Und ich glaube auch eher, dass _Sie selbst_ angesichts einer Fülle technischer Details und scheinbar widersprüchlicher Interessen ihrer Hörer sich gerade etwas verwirrt fühlen. Ich bin ja gerne bereit, da weiterzuhelfen, aber das setzt schon eine gewisse Offenheit von Ihnen voraus, und die bezweifle ich angesichts dieser folgenden Sätze:

    “Ich glaube eine einsame Entscheidung treffen zu müssen, dürfte wohl in Richtung 128kBit gehen, da bin ich auf der sicheren Seite. Aber wir können hier gerne noch was diskutieren zunächst.”

    Nachdem ich das gelesen hatte, fühlte ich mich extrem schlecht. Warum nur, habe ich mich gefragt, habe ich alle diese Informationen zusammengetragen und versucht verständlich zu vermitteln, um dann mit einer solchen Aussage konfrontiert zu werden? Ich überspitze es etwas:
    “Ich habe mir schon einsam – und gegen alle technisch wohlfundierten Ratschläge – eine Meinung gemacht, aber lasst uns – des schönen Scheins wegen – noch mal darüber reden.” Ich hoffe wirklich, dass ich das jetzt allzu überspitzt dargestellt habe…

    Zudem halte ich es für wenig sinnvoll, eine solche Diskussion auf einem Kommentarboard zu führen, das einen noch nicht einmal per eMail informiert, wenn es neue Antworten auf den eigenen Beitrag gibt. Es ist reiner Zufall, dass ich hier noch einmal vorbeigeschaut habe. Eigentlich wollte ich nämlich nur zu einem anderen Thema kommentieren (siehe unten). Wenn Sie wirklich eine ernsthafte Diskussion zu diesem Thema führen wollen, dann machen Sie das doch besser auf audacity-forum.de oder auf audiohq.de , das sind technisch ausgereifte Diskussions-Systeme und dort tummeln sich die Fachleute. Wenn Sie mich per eMail informieren, dann beteilige ich mich dann auch gerne weiter an der Diskussion – dort.

    Errata: ich hatte in meinem obigen Kommentar Herrn Klug von Mediensyndikat.de falsch zitiert. (Diese Seite ist übrigens sehr lesenswert für alle Amateur-Radiomacher).
    Richtig müsste es heissen:
    “ich empfehle aus meiner rundfunkpraxis als parameter pro monokanal in absteigender reihenfolge (bitte mono bei wortorientiertem programm!):
    64 kbit 44,1 khz
    48 kbit 32 khz (manche kollegen bevorzugen 22 khz)
    32 kbit 22,05 khz”

    Ich persönlich empfehle Ihnen, wie bereits gesagt, 64 kbps bei 44,1 kHz (gute bis sehr gute Qualität) oder 48 kbps bei 22,05 kHz (absolut akzeptable Qualität, dradio-Standard. Wie bereits mehrfach gesagt, die geringere Abtastfrequenz von 22,05 _verbessert_ die Qualität bei Wortprogramm in niedriger Bandbreite). Wenn Sie es wirklich ernst meinen mit einer Qualitätsverbesserung, dann kann ich Ihnen noch einige Tips geben, wie Sie bereits die Aufnahme verbessern können. Das setzte allerdings voraus, dass Sie a) offen sind, hier etwas dazuzulernen und mir b) wie in einer früheren E-Mail bereits gebeten mitteilen, welche Technik Sie zur Aufnahme verwenden. Falls die Aufnahme besser wäre, wäre auch eine hochwertigere Komprimierung z.B. mit 96 kbps denkbar, aber alles > 128 ist definitiv bei Wortprogramm reine Ressourcenverschwendung. Keiner ihrer Hörer wird sich abends in einer ruhigen Minute mit einem Glas Rotwein hinsetzen wollen, um die letzten audiophilen Feinheiten ihres Podcasts zu geniessen 😉

    Anderes Thema:
    Den obigen Beitrag von Monica kann ich nur eins zu eins unterschreiben, sie spricht mir aus der Seele. Das genannte Buch kenne ich nicht, ich werde versuchen es mir zu besorgen. Sehr gut ist auch der 20minütige Kurzfilm von Annie Leonard “The Story of Stuff”
    http://www.storyofstuff.com/

    Übrigens klingt dieses Thema ja auch hier in dieser Diskussion an, wenn ein mp3-Player mit 512 MB als “Antikes Material” bezeichnet wird. Geschätzte 90 % der Menschheit kann bislang nur davon träumen, einen solchen zu besitzen. Ich selbst habe übrigens auch keinen – ich habe mich bereits vor ein paar Jahren aus dem übertriebenen Konsum-Trubel verabschiedet und fühle mich seitdem merklich wohler.

    Freundlicher Gruss, Holger Kiffmeyer

    ps. ich habs gerade mal überschlagen, 512 MB, das reicht für 24 Stunden Deutschlandradio, und eine Folge WWWW würde auch noch draufpassen, egal wie sie komprimiert ist … Christian, haben Sie vielleicht irgendwo auf dem Speicher noch so ein antikes Teil rumliegen? Ich wüsste jemand, der sich dafür interessiert B-)

  8. @Monica:

    ich bin auch passionierter Radfahrer und habe mir gerade heute wieder überlegt, ob es nicht gut wäre, beim Radfahren am Kanal entlang hier Podcasts hören zu können. Allerdings ist das ein reiner Rad- und Fussweg. Im Strassenverkehr Musik oder – wegen der nötigen Konzentration aufs gesprochene Wort noch schlimmer – Infosendungen zu hören ist extrem gefährlich und meines Wissens auch verboten. Dabei wurden nämlich schon viele Menschen Opfer eines Unfalls, weil man wichtige akustische Warnsignale nicht wahrnimmt. Lassen Sie es der eigenen Gesundheit zuliebe besser bleiben. Wenn der Verkehrslärm wirklich so gross ist, dann ist auch die Gefahr gross.

    Freundlicher Gruss, Holger Kiffmeyer

  9. Lieber Herr Kiffmeyer, ich glaube sie haben mich missverstanden. Natuerlich muss ich irgendwann eine Entscheidung treffen, ist ja mein Blog/meine Sendung. aber dass doch nur nachdem ich hier ein paar tolle und gute Argumente gehlesen habe. Und sie helfen mir da ungemein.
    Was die Feeds angeht: Never change a working feed. Glauben Sie mir, dass ich da eine gewisse Erfahrung habe. Dieser Feed ist bei so vielen Suchmaschinen und Verzeichnissen eingetragen, dass ich ihn nicht aendern mag. Zum anderen waere es mir wirklich zu viel Aufwand, alles zwei mal hochzuladen.
    Apropos hochladen: Ich habe nie von DSL gesprochen, das gibt es hier naemlich gar nicht. Ich HABE ein Modem hier in Kambodscha. aber ja, sie haben recht, die Dateigroesse sollte gering sein bei ausreichender Qualitaet.

    Was letztere betrifft, mag es wirklich auch am Equipement liegen. Ich arbeite mit einem Sennheiser Mikro (dynamisch), einem Behringer 4-Kanal-Pult und Audacity auf meinem MacBook. Nach der Aufnahme normalisiere ich, gerade auch wegen der Ausreisser. Ein Kondensatormikro nimmt mir zuviele Nebengerausche auf.

    Was den Ort der Diskussionen angeht: Wenn es meine Sendung betrifft, mag ich schon hier diskutieren.

    Liebe Gruesse aus Kambodscha
    Thomas Wanhoff

  10. Liebe Monica,

    ich hatte Ihnen einfach mal mitgeteilt, was ich mir für Gedanken zu dem Thema gemacht hatte, und zwar bereits vorher, also unabhängig zu Ihrem Posting. Ich selbst besitze kein Auto und erledige praktisch alle Fahrten mit dem Velo, wie wir Deusch-Schweiz-Alsassier hier im Dreiländereck sagen 🙂

    Dabei habe ich leider schon mehrfach feststellen müssen, um wie viel gefährlicher das Radfahren gegenüber dem Autofahren ist. Was für unsereinen den Tod bedeuten kann, ist für einen Autofahrer nicht mehr als ein Lackschaden – was für manchen allerdings auch einer Katastrophe gleichkommt. :/

    Wenn Sie – wie ich – bereits einmal erst wieder im Krankenhaus aufgewacht sind und sich hinterher angesichts der vielen gebrochenen Knochen fragen, wie knapp sie diesmal von der Schippe gesprungen sind, sind Sie vielleicht etwas übersensibilisiert. Naja, passen Sie halt auf sich auf. Immerhin ist es im wesentlichen ihr persönliches Risiko, da wir Radfahrer ja eher selten andere Verkehrsteilnehmer verletzen.

    Und hinzu kommt ja auch noch, dass Radfahrer in fast jedem Fall den anderen Verkehrsteilnehmern intellektuell überlegen sind und somit in normalen Situationen eigentlich auch genügend Reserven für zusätzliche Hirnaktivität verfügbar sein sollte. Das ist übrigens keine Art von “Verkehrschauvinismus”, sondern liegt einfach an der um etwa 100% verbesserten Durchblutung des Gehirns während der körperlichen Aktivität. Was übrigens noch stundenlang nachwirkt, aber das nur nebenbei bemerkt… 😉

    Liebe Grüsse, Ihr Holger Kiffmeyer

  11. Lieber Herr Kiffmeyer,
    ich gebe Ihnen zwar im Grundsatz recht, was die Gefaehrdung von Radfahrern angeht. Wenn Sie dann aber sehen, wie gross die Ueberlebensquote der Radfahrer hier in Phnom Penh ist (was definitiv NICHT an der intelektuellen Ueberlegenheit liegt), dann muss es noch andere Faktoren geben, die das Leben schuetzen. Denn hier wird beim Radfahren telefoniert, Musik gehoert und mit dem Nachbarn geschwaetzt. Ach so, und eigentlich koennen die meisten nicht Rad fahren, sondern eiern eher rum. Es scheint so: je mehr man sich Sorgen macht, umso groesser schaetzt man das Gefaehrungspotential ein. Tatsaechlich gibt es hier nicht mehr Radunfaelle als anderswo. Schlimmer geht es Mopedfahrern, weil die schneller sind und meist betrunken.

  12. Ich kopiere hier jetzt mal schnell den Text der eMail rein, die ich gestern schnell an Herrn Wanhoff gesendet habe. Ich finde es zwar sehr unpraktisch hier, aber ich will die Diskussion deshalb trotzdem nicht boykottieren. Übrigens – ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass man sich hier allgemein duzt. Oder sind hier alle nur langjährige Freunde, die sich schon aus der Schule kennen? 🙂 Falls das hier einfach übliche Praxis ist, sich mit Vornamen anzusprechen, ich fände das auch wesentlich praktischer – ich heisse Holger. B-)

    Meine gestrige E-Mail:
    Hallo Herr Wanhoff, ich antworte möglichst kurz, weil ich heute vormittag noch einen wichtigen Termin habe und den noch vorbereiten
    muss.

    Am 12.02.08 schrieb Thomas G. Wanhoff :
    >
    >
    > Lieber Herr Kiffmeyer, ich glaube sie haben mich missverstanden. Natuerlich
    > muss ich irgendwann eine Entscheidung treffen, ist ja mein Blog/meine
    > Sendung. aber dass doch nur nachdem ich hier ein paar tolle und gute
    > Argumente gehlesen habe. Und sie helfen mir da ungemein.

    Danke. Möglicherweise habe ich etwas überreagiert, ich bekomme z.Zt.
    zuwenig Schlaf. Allerdings _hatte_ ich Ihnen bereits eine Unmenge an
    fundierten Infos zukommen lassen, und ich bin nicht der Meinung, dass
    man technische Fragen nach dem Mehrheitsprinzip lösen kann. Da gibt es
    oft so etwas wie einen wahren Wert, in der klassischen Wissenschaft ja
    eigentlich auch.

    > Was die Feeds angeht: Never change a working feed. Glauben Sie mir, dass
    > ich da eine gewisse Erfahrung habe. Dieser Feed ist bei so vielen
    > Suchmaschinen und Verzeichnissen eingetragen, dass ich ihn nicht aendern
    > mag. Zum anderen waere es mir wirklich zu viel Aufwand, alles zwei mal
    > hochzuladen.

    1.) Ich wollte nicht dem Vorschlag von Christian beistimmen, weil ich
    selbst auch zwei verschiedene Qualitäten für überflüssig halte. Mein
    Widerspruch bezog sich auf ihre Begründung. Technisch wäre es durchaus
    lösbar, den bestehenden Feed so wie er ist beizubehalten und
    zusätzlich einen zweiten anzulegen mit höherer Qualität. Für die
    Nutzer ist die Auswahl dann schon einfach machbar. Ihre jetzige
    Aussage wirkt auf mich viel authentischer – es ist zuviel Aufwand, und
    dem stimme ich vollkommen zu.

    2.) Ihr Feed bedarf eigentlich schon einer Überarbeitung, das hatte
    ich Ihnen schon geschrieben. Sie verwenden das obsolete Atom 0.3
    Format, und das Problem mit den Umlauten ist auch noch ungeklärt. Wenn
    Sie mal ein bisschen Zeit haben, schauen Sie doch mal bei
    feedburner.com rein, die bieten einen genialen Service an, der aus
    einem normalen Feed einen Multiformat-Feed herstellt, und zusätzlich
    auch noch die Auswertung der Nutzung übernehmen. Das kann sogar
    transparent in ihre Webseite eingebunden werden, so dass ihre
    bestehenden Abonennten von der Änderung gar nichts mitbekommen.

    > Apropos hochladen: Ich habe nie von DSL gesprochen, das gibt es hier
    > naemlich gar nicht. Ich HABE ein Modem hier in Kambodscha. aber ja, sie
    > haben recht, die Dateigroesse sollte gering sein bei ausreichender
    > Qualitaet.

    ack

    >
    > Was letztere betrifft, mag es wirklich auch am Equipement liegen. Ich
    > arbeite mit einem Sennheiser Mikro (dynamisch), einem Behringer 4-Kanal-Pult
    > und Audacity auf meinem MacBook.

    Das hört sich für mich als Nicht-Fachmann schon ziemlich gut an. Wirkt
    das Pult als Vorverstärker und haben Sie es am Line-Eingang und nicht
    am Mic-Eingang angeschlossen? Ich vermute mal, dass das MacBook nur
    einen sehr schlechten Verstärker am Mic-Eingang hat.

    > Nach der Aufnahme normalisiere ich, gerade
    > auch wegen der Ausreisser. Ein Kondensatormikro nimmt mir zuviele
    > Nebengerausche auf.

    Hier vermute ich den Fehler. Sie _haben_ bereits zu stark
    ausgesteuert, wenn Sie so viele Ausreisser haben. Und danach sollten
    Sie nicht normalisieren, sondern komprimieren und limitieren, und
    danach normalisieren, falls dass der Limiter nicht automatisch macht.
    Ausserdem gibt es ein Problem, wenn Sie in Stereo aufnehmen, wie Sie
    das bisher – fälschlich – vermutlich gemacht haben. Wenn Sie beide
    Stereo-Kanäle mit einem identischen Signal auf sagen wir mal 90%
    normalisieren, haben Sie hinterher eine übersteuerte Gesamtdatei. Sie
    sollten besser von Anfang an in Mono aufnehmen, und zwar so dass ihre
    Spitzen maximal bei 90% liegen, selbst wenn dann das Grundsignal
    relativ schwach ist. Das heben sie dann ja bei der weiteren
    Bearbeitung an, und wenn Sie – wie es scheint – ein gutes Mikro und
    eine gute Vorverstärkung haben, dann wird auch das Rauschen nicht
    allzu angehoben. Schlimmstenfalls lassen Sie noch einen Rauschfilter
    drüberlaufen.

    >
    > Was den Ort der Diskussionen angeht: Wenn es meine Sendung betrifft, mag ich
    > schon hier diskutieren.
    >

    Herr Wanhoff, erwarten Sie ernsthaft, dass so viele Audio-Fachleute
    ihren Podcast hören? Und dass diese dann auch noch bereit sind, auf
    ihrem technisch -räusper- rudimentären Kommentarboard eine Diskussion
    über dieses Thema zu führen? Man wird Ihnen sicherlich gerne helfen,
    aber seien Sie doch nicht so eigensinnig…

    Wenn Sie Hilfe von den Profis wollen, müssen Sie schon dorthin gehen,
    wo diese sind. Und das ist in diesem Fall:
    a) http://www.audacity-forum.de/f.6 als Spezial-Forum für Radio mit
    Audacity. Dort sollten Sie mal Ihre Hardware posten, und dort auch mal
    die Frage nach der richtigen Kompression, Aussteuerung, den nötigen
    Nachbearbeitungsschritten … stellen.
    b) http://www.audacity-forum.de/thread/637;?unb189sess=1ba589851ab787fa51be1282747f9358
    mit Infos zu den nötigen Plugins
    c) http://www.audacity-forum.de/download/edgar/radio/Radio-de.htm mit
    noch mehr Infos dazu
    d) http://www.audacity-forum.de/download/edgar/radio/compress/compressor-manual-de.htm
    mit Bedienungsanleitung zu den Plugins

    > Liebe Gruesse aus Kambodscha
    > Thomas Wanhoff

    Schönen Gruss zurück, Ihr Holger Kiffmeyer

    ps. wenn Sie dort mal ihre Fragen gepostet haben, geben Sie mir bitte
    Bescheid, ich verfolge dann die Diskussion und beteilige mich, soweit
    ich mit meinen geringen Kenntnissen weiterhelfen kann. Und wenn wir
    das Thema befriedigend geklärt haben, schauen wir mal nach einem
    passenden Forum für die Frage mit den Umlauten im Feed … 😉

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