WWWW vom 12.10.2008. Wissenschaftsnachrichten

Text folgt noch, sorry, ich kränkel ein wenig.

In der Nacht von Montag auf Dienstag kollidierte ein (kleiner) Asteroid mit der Erde! Mehr auch auf Scienceblogs.de

Schimmelpilze können sich durch Biofilme gegen die körpereigene Abwehr und Medikamente schützen / Heidelberger Wissenschaftler entdecken neuen Mechanismus Mehr Infos

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen – und mit der kalten Jahreszeit naht die Erkältungs- und Grippesaison. Viele Menschen greifen jetzt zu Vitamin-C-Tabletten, um vorzubeugen. Doch die Forschung hat gezeigt, dass vitaminhaltige Nahrungsergänzungsmittel längst nicht so gut schützen wie zum Beispiel häufiges Händewaschen – und dass hohe Dosierungen auch schaden können.

Forscher finden ein körpereigenes Protein, das Schmerzen extrem effektiv lindern kann
Forscher haben ein körpereigenes Schmerzmittel entdeckt, das effektiver ist als Morphium: Es unterdrückt Schmerzen genauso gut und wirkt zudem achtmal länger als das Opiat. Überraschenderweise ist die Substanz ein alter Bekannter für die Forscher: Es handelt sich um ein Protein namens Prostataspezifische Saure Phosphatase (PAP), das bisher nur als Tumormarker in Erscheinung getreten ist.

Britain’s post-war baby boomers, associated throughout their lives with social change, are failing to break new ground in their approach to growing old.

Transkript:
Wanhoffs wunderbare Welt der Wissenschaft

Hallo und herzlich Willkommen bei Wanhoffs wunderbarer Welt der Wissenschaft in der Ausgabe vom 11. Oktober 2008.

Wenn sich das heute mal wieder anders anhört, dann liegt es daran, dass wohl ein Blitzeinschlag mein schönes, neues Mischpult irgendwie getroffen hat oder zumindest das Ladegerät, das Netzteil, um genau zu sein und ich jetzt wieder auf mein Behringer umswitche und das Ganze mit Audacity aufnehme. Ich hoffe, es ist trotzdem laut genug. Da gab’s ja mal in der Vergangenheit die eine oder andere Beschwerde. Außerdem bitte ich zu entschuldigen eventuelle Hintergrundgeräusche. Wir leben mittlerweile auf einer Baustelle. Ein Grund warum wir demnächst umziehen: Einen Kilometer weiter in eine schönere Wohngegend. Aber es soll ja hier um Wissenschaft gehen.

Und deshalb fangen wir an mit einer sehr interessanten Geschichte, die sich letzte Woche ereignet hat und zwar in der Nacht von Montag auf Dienstag kollidierte nämlich ein Asteroid mit der Erde. Wir haben natürlich alle davon nichts gemerkt, weil er relativ klein war, aber es ist ‘ne sehr interessante Geschichte rund um diesen Asteroiden entstanden. Am Montag entdeckten Astronomen am Mount Lemmon Observatorium in Arizona diesen Asteroiden. Das wurde dann an das Miner Planet Center weitergeleitet. Dann haben Programme der NASA und der Universität Pisa diesen Asteroiden auch erfasst, haben seine Bahn berechnet und festgestellt, der kommt direkt auf die Erde zu.

Einige Stunden später hat man dann auch eine Bezeichnung gehabt. 2008 TC3, konnte ihn vermessen, hat gesehen, okay, der ist jetzt nicht so riesengroß, wird so zwischen einem und fünf Metern Durchmesser haben und damit wohl auch in der Erdatmosphäre verglühen und höchstens ein paar Brocken kommen dann runter. Das ist passiert. 4 Uhr 46 MESZ schlugen die letzten Brocken ein und zwar im nördlichen Sudan. Gott sei Dank, der ist relativ dicht besiedelt, also traf es wohl keine Menschen. Leider gibt’s deshalb auch keine Bilder von der ganzen Geschichte. Ein Pilot einer KLM-Maschine hat wohl einen Lichtblitz gesehen um diese Zeit herum.
Das Interessante bei der Geschichte ist erstens, dass die Beobachtungsstationen funktionieren und auch das System funktioniert. Ein Asteroid wird erkannt und man kann seine Bahn berechnen und man kann ihn ausmessen. Problem dabei ist, bei diesem Asteroiden waren gerade mal 20 Stunden zwischen der Entdeckung und dem Einschlag oder zumindest dem Eintritt in die Erdatmosphäre.
Jetzt könnte man sagen, das war’s wohl, wenn da ein Größerer kommt. Es besteht aber Hoffnung, denn größere Asteroiden werden wohl auch schneller entdeckt werden und deswegen glauben Wissenschaftler, dass wir dann zumindest noch ein paar Stunden mehr haben, wenn so ein Asteroid auf die Erde zurast.

Eine ganz andere Geschichte: Schimmelpilze können sich durch Biofilme gegen die körpereigene Abwehr schützen, aber auch gegen Medikamente. Das ist am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg jetzt herausgefunden worden. Diese Schimmelpilze können in der Lunge einen Biofilm ausbilden, der als eine Art Schutzwall sie für die körpereigene Abwehr sowie für Medikamente unerreichbar macht.

Der Pilz nennt sich Aspergillus fumigatus und ist eigentlich ein ziemlich bekannter Pilz. Der wird dann ein Problem, wenn Patienten schon eine sehr geschwächte Immunabwehr haben, zum Beispiel Tumorpatienten. Der Pilz hält sich dann an keinerlei anatomische Barriere mehr. Das Problem dabei ist, eigentlich gibt man gegen diesen Pilz Medikamente und die wirken auch. Und dann kann es aber plötzlich sein, dass diese Wirkstoffe sofort versagen und die Patienten sehr, sehr schwer erkranken, bisweilen auch daran sterben können.

Laborversuche mit menschlichen Lungenzellen zeigen nun, dass diese Schimmelpilze Biofilme ausbilden, also ein Film, in dem sie wie in einem Kokon ungestört existieren können. Dieser Film besteht aus einer Art Schleimschicht und Wasser und Nährstoffen wie Zuckermoleküle und Eiweiße. Da kann der Pilz eben von leben.
Forscher wollen nach dieser Entdeckung jetzt herausfinden, ob es Medikamente gibt, die man entweder noch früher geben muss oder die Wirkstoffe enthalten, die eben gegen diese Biofilmbildung wirken können.

Ich hab ja selbst noch gelernt, dass man immer schön Vitamin C zu sich nehmen soll. Multisanostol kann ich mich noch dran erinnern oder so was oder auch Vitamin C Tabletten und natürlich Obst, Obst, Obst, weil Vitamin C ja so unglaublich gesund ist.

Eigentlich ist es das auch, aber viele Menschen greifen zu Vitamin C-Tabletten um vorzubeugen und Forscher haben herausgefunden, das ist nicht wirklich sinnvoll, denn viel hilft in diesem Fall nicht viel, zumindest nicht bei Vitamin C. Am besten kann man sich übrigens gegen Ansteckungen schützen, in dem man die Hände sich häufig wäscht, denn das ist ein viel größerer und stärkerer Übertragungsweg als das man Vitamin C irgendwas wirklich verhindern kann. Sagt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitsweisen.

Der Nutzen von eben Vitamin C und eben anderen sogenannten Antioxidantien wird nach Aussage des Institutes doch von vielen, vielen überschätzt. Man will ja diese Nahrungsergänzungsmittel nicht nur gegen Erkältungen nehmen, sondern glaubt, dass sie sogar das Leben verlängern und vor Krebserkrankungen schützen. Tatsächlich kann es sogar anders rum sein. Es gibt Forschungsergebnisse, die zeigen, das bestimmte Mittel die Lebensdauer sogar verkürzen können. Auf jeden Fall ist es so, dass Vitamin C eine Ansteckung nicht verhindern kann.

In der Grippesaison also die Hände häufig mit normaler Seife waschen und sich nicht die ganze Zeit ins Gesicht fassen. Und wer sich angesteckt hat, der sollte andere Menschen vor Ansteckung schützen und sollte ihm vielleicht dann mal nicht die Hand geben und vor allem auch gebrauchte Taschentücher schnell entsorgen.

Forscher haben etwas gefunden, was mir gerade helfen könnte. Ich habe gerade fürchterliche Verspannungsschmerzen und jetzt gibt es ein Protein, das ein körpereigenes Schmerzmittel ist und zwar Schmerzen genauso gut wie Morphium unterdrücken kann und auch noch achtmal länger wirkt. Es nennt sich Prostataspezifische Saure Phosphatase PAP und ist eigentlich bisher als Tumormarker in Erscheinung getreten.

Tatsächlich kommt es jedoch auch in Nervenzellen vor, die für die Schmerzempfindungen zuständig sind und verwandelt dort schmerzverursachende Botenstoffe in solche, die Schmerzen unterdrücken. Bei Untersuchungen an Mäusen, denen das Gen für dieses PAP fehlte, konnten die Forscher auch eine verminderte Aktivität eines Markers nachweisen, mit dem bereits seit vielen Jahren die Intensität von Schmerz gemessen wird. Die genetisch veränderten Mäuse reagierten nämlich empfindlicher auf Schmerzen, die durch Entzündungen oder eine Schädigung von Nerven ausgelöst wurden. Zudem nahm die Schmerzempfindlichkeit wieder ab, wenn die Wissenschaftler hohe Mengen an PAP in das Rückenmark der Mäuse injizierten.

Im Vergleich zu einer Dosis Morphium, deren Wirkung normalerweise nach fünf Stunden nachlässt, unterdrückte eine Dosis PAP den Schmerz für bis zu drei Tage.
Das Zeug brauche ich. Dauert natürlich noch bis das Ganze wirklich für auch Menschen sozusagen verfügbar ist.

Ganz zum Schluss noch eine nette Geschichte, die ich gefunden habe in einem englischen Blog. Da geht es um eine Untersuchung des Economic and Social Research Council and Arts and Human Research Council in England. Die haben sich mal die Baby Boomer Generation angeschaut und haben herausgefunden, dass die von denen man eigentlich glaubte, dass wenn sie mal in, ja, in die Jahre kommen, dass die alles anders machen, dass dem eigentlich nicht so ist. Die Baby Boomer Generation will in ihrer Rente reisen, sie will ihr Haus nutzen und vielleicht ein bisschen den Garten machen und sie wollen Fernsehgucken, Filme schauen und ja, ansonsten spazieren gehen. Und das ist nun wirklich nicht völlig anders als dass was auch die Eltern gemacht haben.

17 Prozent der englischen Bevölkerung sind so genannte Baby Boomer der ersten Generation und deswegen wollte man sich die mal genau anschauen. Man hat eben festgestellt, da ist gar nicht so viel Unterschied. Übrigens Häuser waren für die Baby Boomer immer sehr wichtig. Zwei Drittel haben wohl sich Häuser gekauft. 33 Prozent der Baby Boomer also besitzen eigene Häuser und 52 Prozent haben zumindest Häuser gemietet oder zahlen die zum Teil sogar noch ab und 15 Prozent haben sogar noch Zweitwohnungen.
Eines ist aber interessant: 70 Prozent sagen, wir fühlen uns wesentlich jünger als unser Alter das vielleicht angeben mag.

Ja, jung fühle ich mich auch und mit diesen Worten verabschiede ich mich und nutze die Pause aus, die es gerade gibt hier bei den Bauarbeiten. Wünsche eine schöne Woche. Und, ach, eines noch ganz am Schluss. Es gab ein paar Meldungen zu Audible. Es tut mir leid. Da ist was schief gelaufen. Nur Neukunden konnten das wohl downloaden. Ist mittlerweile behoben. Audible.de/wwww. Einfach draufgehen. Das Hörbuch in den Warenkorb legen und dann müsste eigentlich alles funktionieren. Vielen Dank fürs Zuhören. Das war’s für heute. Eine schöne Woche und Tschüss.

Transkription: Vera Ihrig für die Sprachenlernseite www.LingQ.com

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