WWWW vom 8.2.2009: Herzinfarkt und welche Risiken und Studien es gibt

Themen heute:

Männer mit einer erektilen Disfunktion und einem Alter zwischen 40 und 49 haben ein erhöhtes Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden, sagt eine Studie in den USA.

Menschen, die Verkehrslärm ausgesetzt sind, haben ein größeres Risiko, an einer Herzerkrankung zu leiden, fand man jetzt in Schweden heraus. Ist aber nicht neu, in Deutschland gabe es 1994 und 2004 schon Studien des Umweltbundesamtes darüber, mit dem gleichen Ergebnis.

Eine Entdeckung von Wissenschaftlern der Universität Bremen könnte dabei helfen, neue Therapien gegen die Volkskrankheit Diabetes zu entwickeln. Dr. Kathrin Mädler und ihr Forscherteam vom Inselzellforschungslabor am Centre for Biomolecular Interactions des Fachbereichs Biologie/Chemie haben bei Diabetespatienten den entzündlichen Faktor namens CXCL10 aufgedeckt, der an der Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen entscheidend beteiligt ist.

Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben gemeinsam mit den Kollegen der Rockefeller University in New York erfolgreich eine neue Therapie gegen Lungenentzündungen getestet. Das Team um Dr. Martin Witzenrath und Prof. Norbert Suttorp von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie berichtet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Critical Care Medicine*, dass es bei Mäusen erstmals gelungen sei, eine durch Pneumokokken hervorgerufene Lungenentzündung mit dem Enzym Cpl-1 zu heilen.

Der Schlaganfall ist eine Volkskrankheit, die bisher nur unzureichend behandelt werden kann. Nun sind Wissenschaftler der Universitäten Würzburg und Leuven (Belgien) einem bislang unbekannten Entstehungsmechanismus auf der Spur: Sie konnten zeigen, dass Mäuse vor Schlaganfall geschützt sind, wenn bei ihnen ein bestimmtes Blut-Eiweiß ausgeschaltet – und damit nicht wirksam – ist. Das berichten sie im Fachjournal BLOOD.

Im Verständnis der Krebserkrankungen findet derzeit ein Paradigmenwechsel statt. Neue Erkenntnisse legen nahe, dass ein Tumor nicht wie bisher angenommen funktionell homogen sondern hierarchisch aufgebaut ist. Das bedeutet, dass einige wenige Krebszellen mit Stammzelleigenschaften und aus denen die differenzierten Tumorzellen hervorgehen die Basis des Tumors bilden.

Die Angst zu sterben oder verrückt zu werden, kann eine Panik-Attacke auslösen. Plötzlich kommt es zu Atemnot, Herzrasen, Schweißausbruch oder anderen körperlichen Reaktionen. Sie verschwinden nach etwa 15 Minuten genauso schnell, wie sie ausgelöst wurden. Am Universitätsklinikum Erlangen wird seit September 2008 untersucht, was die Auslöser für die Panik-Attacken sind. Die Vermutung: Patienten mit Panikattacken haben eine starke Empfindlichkeit für CO2-Veränderungen im Gehirn. Jetzt werden betroffene Frauen zwischen 20 und 55 Jahren gesucht, um zu überprüfen, ob die Hypothese stimmt.
In Kooperation mit dem Institut für Physiologie (Direktor: Prof. Dr. Chris tian Alzheimer) und der Neuroradiologischen Abteilung des Uni-Klinikums (Leiter: Prof. Dr. Arnd Dörfler) werden jetzt Patientinnen mit Panikstörung im Alter zwischen 20 und 55 Jahren gesucht. Die Patientinnen sollten derzeit möglichst keine Medikamente zur Behandlung der Panikstörung einnehmen. Nach einem psychologischen Test werden die Durchblutungsverhältnisse des Hirnstammes im Kernspintomographen von Panikpatientinnen und gesunden Vergleichspersonen während verschiedener Atemmanöver untersucht. Die Studie wird über die Erlanger Johannes und Frieda Marohn-Stiftung finanziert. Infos über Dr. Anja Deinzer, Tel.: 09131/85-45926 oder -34899

Für eine wissenschaftliche Studie an der Universität Würzburg werden Männer gesucht, die eine ihnen nahestehende Person durch deren Tod verloren haben und darüber trauern. n einem Projekt am Institut für Psychologie der Universität Würzburg, das gemeinsam mit der Praxis für Psychologische Diagnostik und Beratung in Würzburg und des Trauerzentrums Frankfurt/M. durchgeführt wird, sammeln sie gegenwärtig Informationen von Menschen, die eine ihnen nahestehende Person durch deren Tod verloren haben und darüber trauern. Die Teilnehmer der Studie können ihre Angaben im Internet machen, unter dem Link http://www.unipark.de/uc/wueti/ finden sie zwei Fragebögen zur Bearbeitung. Die Teilnahme ist selbstverständlich anonym und kostenlos.

Forscher haben erstmals eine Biogasanlage entwickelt, die statt mit Lebensmittel-Rohstoffen nur mit Reststoffen betrieben wird – Reststoffe werden so zu Wertstoffen. Die Anlage erzeugt 30 Prozent mehr Biogas als bisherige. Eine Brennstoffzelle verstromt das Gas effizient.

Und: Solidarität mit Netzpolitik.org: Hier wird für das Recht auf Informationsfreiheit gekämpft und das ist auch gut so.!

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